CH413182A - Verfahren zur Herstellung von reduzierten, aus der Küpe färbenden Schwefelfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von reduzierten, aus der Küpe färbenden Schwefelfarbstoffen

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CH413182A
CH413182A CH1220061A CH1220061A CH413182A CH 413182 A CH413182 A CH 413182A CH 1220061 A CH1220061 A CH 1220061A CH 1220061 A CH1220061 A CH 1220061A CH 413182 A CH413182 A CH 413182A
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CH1220061A
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Beilby Appleton Henry
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Holliday Co Ltd L B
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/30General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using sulfur dyes

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Description


  Verfahren zur     Herstellung    von reduzierten, aus der     Küpe    färbenden     Schwefelfarbstoffen       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein  Verfahren zur Herstellung von in Zerteilung vorlie  genden oder in Lösung gebrachten     Präparaten    von  reduzierten, aus der     Küpe    färbenden Schwefelfarb  stoffen.  



  Der Ausdruck  aus der     Küpe    färbender Schwefel  farbstoff  ist für jede Gruppe der     allgemeinen        Klasse     der Schwefelfarbstoffe gebräuchlich, welche beim  Gebrauch aus einem     Natriumsulfid-    und     Natrium-          hydrosulfit-Bad    gefärbt werden.

   Typisch für diese  Klasse sind die     Schwefeleinwirkungsprodukte    auf die       Leukoindophenole    des     Carbazols,    der     Alkylcarbazole     und auf die     Acylderivate    des     Carbazols    und die       Schwefeleinwirkungsprodukte    auf N - 4 -     Hydroxy-          phenyl-    /3 -     naphthylamin.     



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass ein aus der     Küpe    färbender       Schwefelfarbstoff    in im wesentlichen     neutralen    Me  dium mit einem     pH    nicht unter 7 mittels des       Natriumsalzes    der     Hydroxyäthansulfinsäure    und ohne  Zugabe von     kaustischem    Alkali während der Reduk  tion reduziert wird.  



       Vorteilhafterweise    wird die Reaktion bei einem       pH    zwischen 7 und 8 durchgeführt, wobei der  Reduktionsgrad ein Drittel der totalen Reduktion  des Farbstoffes nicht überschreitet. Diese beschränkte  Reduktion stellt hierbei den maximalen Reduktions  grad dar, welcher mit dem verwendeten Reduktions  mittel erreicht werden kann, unabhängig von der  Menge des im     überschuss    angewandten Reduktions  mittels, um den notwendigen Grad an Reduktion  zu erreichen.  



  Das     Natriumsalz    der     Hydroxyäthansulfinsäure    ist  seit langem bekannt, aber es hat wenig     technische     Bedeutung erlangt, da es bei der Herstellung wegen  seiner Unbeständigkeit Schwierigkeiten bereitet, in  isolierte feste Form gebracht zu werden, und     weil       es ständig zerfällt, was auf eine Dekomposition nach  seiner Herstellung     zurückzuführen    ist.  



  Diese unvorteilhaften Eigenschaften führten da  zu, dass angenommen werden musste, dass es nur       dann    verwendbar wäre, wenn seine     Unbeständigkeit     in der praktischen Handhabung überwunden werden  könnte, so z. B. durch den     sogenannten         flash-          ageing -Prozess    oder durch den     sogenannten        Zwei-          Stufen-Druckprozess,    wie er in der britischen Patent  schrift     Nr.829177    für     Drucktextilmaterialien    be  schrieben wurde.  



  Das     Natriumsalz    der     Hydroxyäthansulfinsäure    ist  weit weniger beständig als das     Natriumsalz    der       Hydroxymethansulfinsäure.    Demzufolge wirkt es be  reits bei Raumtemperatur und sehr rasch bei leicht  erhöhter Temperatur reduzierend.

   Ferner     bildet    sich  bei der Reduktion durch die Zersetzung des     Reduk-          tionsmittels    flüchtiger     Acetaldehyd.        Dieser    an sich  weit weniger reaktionsfähige     Acetaldehyd    entweicht  aus der     Reaktionsmasse    bei     müdereren        Reaktions-          bedingungen,    als dies bei Formaldehyd der Fall ist.

    Aus diesem     Grunde    brauchen keine     Vorsichtsmass-          nahmen    gegen die zerstörenden Sekundärreaktionen  des letzteren in Form von     aldehydbindenden        Mitteln     angewandt zu werden, wie dies bei der Verwendung  des     Natriumsalzes    der     Hydroxymethansulfinsäure    der  Fall ist, um voll befriedigende Resultate bei der  Färbung mit den     Küpenfarbstoffen    zu erreichen, die  jenen, wie sie früher mit     Natriumsulfid    oder     Natrium-          hydrosulfid    erreicht wurden, überlegen sind.  



  Das     Natriumsalz    der     Hydroxyäthansulfinsäure     wird gemäss der Methode, beschrieben in:     Fried-          länder,    Fortschritte der     Teerfarbenfabrikation    und       Verwandten    Industriezweige, Part 8 (1905-1907),  Seite 50, hergestellt. Nach der Konzentrierung bis  zum Stadium, bei welchem das     Natriumsulfid        aus-          kristallisiert,        wird    die Lösung des hydroxyäthansulfin-      sauren Natriums zentrifugiert und sofort für die  Reduktion verwendet, ohne zu versuchen, das Salz  in fester Form zu isolieren.  



  Abgesehen von allen Vorzügen, die sich bei den  Verbindungen der     Natriumsalze    der     Hydroxymethan-          und        Hydroxyäthansulfinsäuren    bei der Herstellung  von reduzierten, in zerteilter oder in Lösung ge  brachter Form vorliegenden Schwefelfarbstoffe der  Klasse der     Schwefeleinwirkungsprodukte    auf die       Leukoindophenole,    des     Carbazols        gegenüber    den be  kannten Präparaten, die mittels     Natriumsulfid,    Poly  sulfide oder Hydrosulfide gewonnen wurden, ergeben,  hat es sich     gezeigt,

      dass das     Natriumsalz    der       Hydroxyäthansulfinsäure    einen noch grösseren Vor  teil aufweist und es geradezu als ideales Reduktions  mittel prädestiniert ist.  



  Die Reduktion kann bei Zimmertemperatur oder  leicht erhöhter Temperatur vorgenommen werden.  Da keine     aldehydbindenden    Mittel notwendig sind,  fallen die trockenen     Farbstoffpräparate    besser aus,  und das Verfahren kann rascher ausgeführt werden,  indem die Reduktion schneller vor sich geht, als  bei Verwendung des     Natriumsalzes    der     Hydroxy-          methansulfinsäure.     



  In Anbetracht dessen, dass der Grad der Reduk  tion beschränkt ist, ist die Menge des zu verwendeten  Reduktionsmittels nicht ausschlaggebend.  



  Im nachfolgenden Beispiel sind die Teile in       GewA    angegeben.    <I>Beispiel</I>  120 Teile einer 30 %     igen        Pate    eines Schwefel  einwirkungsproduktes auf das     Carbazolleuko-Indo-          phenol    wurde in eine frei fliessende weiche Paste  auf bekannte Art und Weise durch Zugabe von  26 Teilen des     Natriumsalzes    der     Dinaphthylmethan-          sulfinsäure    umgewandelt und hierauf während des    Durchganges durch eine     Pastenmühle    durch sorg  fältige Zugabe von     kaustischer    Soda auf ein     pH    von  7-8 gestellt.  



  Zu der weichen Paste wurden hierauf 30 Teile  einer 40 %     igen    Lösung des     Natriumsalzes    der       Hydroxyäthansulfinsäure    hinzugegeben, und die  Masse wurde hierauf während einer Stunde bei  Zimmertemperatur gerührt (vor der Reduktion kann  auch die Temperatur auf 30-40  C gebracht und die  Reduktion während 20 Minuten vorgenommen wer  den, wonach auf Zimmertemperatur abgekühlt wird).  



  12 Teile     kaustischer    Soda wurden hierauf in  Form einer 3,0 %     igen    Lösung zugefügt, und die  ganze Masse wurde danach für weitere 30 Minuten       gerührt.     



  Das Präparat kann dann in Form einer Paste  oder eines trockenen Pulvers     verwendet    werden, wo  bei beim Auflösen oder     Zerteilen    in Wasser ein  blauer Farbstoff erhalten wird, welcher, die übliche  Art und Weise verwendet, tiefblaue     Färbung    mit  ausgezeichneter Brillanz ergibt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von in zerteilter Form vorliegenden oder in Lösung gebrachten reduzierten, aus der Küpe färbenden Schwefelfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass ein aus der Küpe färbender Schwefelfarbstoff in im wesentlichen neutralen Me dium mit einem pH nicht unter 7 mittels des Natriumsalzes der Hydroxyäthansulfinsäure und ohne Zugabe von kaustischem Alkali während der Reduk tion reduziert wird.
    UNTERANSPRUCH Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Reduktion bei einem pH zwi schen 7-8 vorgenommen wird.
CH1220061A 1960-11-07 1961-10-21 Verfahren zur Herstellung von reduzierten, aus der Küpe färbenden Schwefelfarbstoffen CH413182A (de)

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CH413182A true CH413182A (de) 1966-05-15

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