Verfahren zum Tränken von Furnier Es ist bekannt, sehr dünngeschältes Furnier, d.h. Furnier in einer Stärke bis zu 0,20 mm, auf Pa pier, Leinen oder eine andere biegsame Unterlage zu kaschieren, um das sehr dünngeschälte Furnier ge gen Platzen und Einreissen, insbesondere längs der Faser, zu schützen. Dieses Material ist bestens ge eignet, ebene, allenfalls auch noch schwach ge krümmte Flächen mit einem Furnierauftrag zu ver sehen.
Will man jedoch das auf Papier oder derglei chen kaschierte Furnier einer stärkeren Verformung unterwerfen, so kann es vorkommen, dass das Fur nier und Papier oder eines der beiden einreissen oder dass sich wellenförmige Stauungen des Papiers bilden, wodurch die Oberfläche des Furniers an Glätte ver liert und unansehnlich wird. Auch wird in diesem Fal le keine gute Haftung des Furniers auf dem zu be klebenden Formkörper erzielt.
Versuche haben nun ergeben, dass ein mit Kunst stoff, zum Beispiel PVC, durchtränktes Furnier; ohne zu platzen oder rissig zu werden, sich leicht verformen und zu Furnieraufträgen verwenden lässt, für die ein auf Papier, Leinen oder dergleichen ka schiertes Furnier weniger geeignet ist.
Es ist zwar schon bekannt, dünngeschältes Fur nier mit Kunststoff zu tränken.
Bei verhältnismässig kleinen Furnierstücken ge schieht dies in der Weise, dass auf das Furnier eine als Kleber dienende Kunststoff-Folie aufgelegt wird, die zwecks guter Haftung des Furniers auf der zu beklebenden Unterlage in einer Pressform unter An wendung von Hitze teilweise oder ganz in das Furnier hineingepresst wird.
Für grössere Furnierstücke kommt jedoch dieses Verfahren nicht in Betracht, da die Pressformen hier für zu kostspielig würden. Zum Tränken langer Furnierbahnen, wie sie beispielsweise in Rollen aufge- wickelt in den Handel kommen, ist dieses Verfahren überhaupt nicht durchführbar.
Das Tränken solch langer Furnierbahnen könnte nun in an sich bekannter Weise dadurch erfolgen, dass man die Furnierbahnen durch ein Kunststoff bad zieht oder mit Kunststoff bespritzt und hinter her trocknet. Jedoch kann bei diesem Tränkungs- verfahren die Oberflächenglätte des Furniers ver lorengehen. Ausserdem gewährleisten diese Verfah ren nicht immer, dass die Furnierbahnen in ihrer ganzen Länge und Breite gleichmässig und völlig von dem Kunststoff durchdrungen werden.
Auch müs sen die so getränkten Furnierbahnen beim Stapeln und Versand, gleichgültig, ob dies in langen Bahnen oder in Rollenform erfolgt, durch Einfügen von Zwi schenlagen schonend behandelt werden, um eine Verletzung der Furnieroberflächen zu verhindern.
Die Erfindung sieht daher, insbesondere zur Schaffung eines gut verformbaren sehr dünngeschäl ten Furniers, ein Kunststoff-Tränkungsverfahren vor, bei dessen Anwendung die Oberflächenglätte des Fur niers erhalten bleibt, eine gleichmässige und völlige Durchdringung des Furniers mit dem Kunststoff er folgt und auch sehr lange Furnierbahnen durchträn'.#:t werden können.
Erfindungsgemäss erfolgt das Tränken des Fur niers in der Weise, dass das Furnier mit einem Kunststoff-Auftrag versehen wird, für den als Träger ein den Kunststoff abweisendes biegsames Material dient, und diese Schichtung unter Druck und Hitze so zusammengepresst wird, dass der Kunststoff das Furnier durchdringt, und hiernach der biegsame Träger des Kunststoffes von dem durchtränkten Fur nier abziehbar ist.
Meist ist es für die Tränkung des Furniers ausreichend, wenn der Kunststoff einseitig auf das Furnier aufgetragen wird. Es lassen sich aber auch Fälle denken, in denen es zweckmässig ist, den Kunststoff beidseitig auf das Furnier aufzutragen.
Als Träger für den Kunststoff-Auftrag kommt vorzugsweise ein Papier zur Anwendung, das auf der den Kunststoff tragenden Seite mit Silicon bestrichen ist.
Nach dem Pressvorgang, der vorzugsweise mit Kalanderwalzen erfolgt, kann das durchtränkte Fur nier mit z.B. Siliconpapier, das als Kunststoffträ ger gedient hat, getrocknet und so, in Bahnen gesta pelt oder in Rollen aufgewickelt, zum Versand ge bracht werden.
Vor Weiterverwendung des durchtränkten Fur niers wird das als Träger für den Kunststoff benutzt Material, sofern der Kunststoff-Auftrag beidseitig er folgt ist, beidseitig wieder entfernt, wenn man das Furnier für Verschweissungen verwenden will, bei de nen das Furnier beidseitig sichtbar als Mittellage dient.
Soll dagegen das erfindungsgemäss behandelte Furnier zu Verkleidungszwecken dienen, so wird man, wenn der Kunststoff-Auftrag einseitig erfolgt ist, von dem Abziehen des als Träger für den Kunststoff benutzten Materials meist Abstand nehmen, bei beid seitigem Kunststoff-Auftrag dagegen sich mit der Ent fernung des Kunststoffträgers auf einer Seite des Fur niers begnügen. Ein erfindungsgemäss behandeltes Furnier lässt sich selbstverständlich auch als Zwi schenlage (Halbfertigfabrikat) für die Herstellung von Kunststoff-Fussböden verwenden.
Anhand der ein Ausführungsbeispiel darstellen den Zeichnung, in der die Dicken der bei der Er findung zur Anwendung kommenden Furnier- und Kunststoffträgerbahnen im Vergleich zu deren Län gen und Breiten in stark vergrössertem Massstab dar gestellt sind, sei die Erfindung näher erläutert.
In Fig. 1 ist mit 1 eine sehr dünngeschälte Fur- nierbahn bezeichnet, auf deren Unterseite beispiels weise eine Papierbahn 2 vorgesehen ist, die auf ih rer mit Silicon bestrichenen Oberseite einen Kunst stoff-Auftrag 3 (Folie oder Kleber) aufweist. Diese Schichtung (1, 2, 3) wird mit Hilfe von Kalander- walzen zusammengepresst, wobei der Kunststoff-Auf- trag 3 die sehr dünngeschälte Furnierbahn 1 durch dringt.
Es entsteht dann das in Fig. 2 dargestellte Material, bestehend aus der mit Kunststoff durch tränkten Furnierbahn 1 und dem von der Furnier bahn abziehbaren Papier 2.
Die Figuren 3 und 4 zeigen den Figuren 1 und 2 entsprechende Darstellungen mit dem Unter schied, dass bei der Darstellung in Fig. 3 im Gegen satz zu der Darstellung in Fig. 1 die Furnierbahn 1 beidseitig mit einem Kunststoff-Auftrag versehen ist, wobei als Träger für den unteren Kunststoff-Auf- trag 3 wiederum, wie in Fig. 1, ein den Kunststoff abweisendes Papier 2 dient, während ein oberes, eben falls mit Silicon oder dergleichen bestrichenes Papier 4 Träger für den Kunststoff-Auftrag 5 ist.
Durch Verpressen der Schichtung gemäss Fig. 3 durchdrin gen die Kunststoff-Aufträge 3 und 5 das Furnier 1, und es entsteht die in Fig. 4 dargestellte Schichtung, bei der dann die mit Kunststoff durchtränkte Fur- nierbahn 1 auf beiden Seiten mit je einer abziehba ren Papierbahn 2 bzw. 4 versehen ist.
Method for soaking veneer It is known to use very thinly peeled veneer, i. Veneer with a thickness of up to 0.20 mm to be laminated on paper, linen or another flexible surface to protect the very thinly peeled veneer against cracking and tearing, especially along the fiber. This material is ideally suited to providing a veneer application to flat, possibly even slightly curved surfaces.
However, if you want to subject the veneer laminated to paper or the like to a greater degree of deformation, it can happen that the veneer and paper or one of the two tear or that wave-shaped congestion of the paper forms, which causes the surface of the veneer to lose its smoothness and becomes unsightly. In this case, too, good adhesion of the veneer to the molded body to be glued is not achieved.
Tests have now shown that a veneer impregnated with plastic, for example PVC; without bursting or cracking, can be easily deformed and used for veneer applications for which a veneer laminated on paper, linen or the like is less suitable.
It is already known to impregnate thinly peeled fur with plastic.
In the case of relatively small pieces of veneer, this is done in such a way that a plastic film serving as an adhesive is placed on the veneer, which in order to ensure good adhesion of the veneer to the surface to be glued in a press mold with the application of heat partially or completely into the veneer is pressed into it.
However, this method cannot be used for larger pieces of veneer, since the press molds would be too costly. This process cannot be carried out at all for impregnating long veneer webs, such as those commercially available wound up in rolls.
Such long veneer webs could be soaked in a manner known per se by pulling the veneer webs through a plastic bath or spraying them with plastic and then drying them. However, with this impregnation process, the surface smoothness of the veneer can be lost. In addition, these methods do not always ensure that the veneer webs are uniformly and completely penetrated by the plastic over their entire length and width.
The soaked veneer sheets must also be treated gently by inserting intermediate layers when stacking and shipping, regardless of whether this is done in long sheets or in roll form, in order to prevent damage to the veneer surfaces.
The invention therefore provides, in particular to create an easily deformable, very thin veneer, a plastic impregnation process, with the application of which the surface smoothness of the fur is preserved, a uniform and complete penetration of the veneer with the plastic, and also very long veneer strips soaked. #: t can be.
According to the invention, the soaking of the fur takes place in such a way that the veneer is provided with a plastic application, for which a flexible material that repels the plastic serves as a carrier, and this layer is pressed together under pressure and heat so that the plastic is the veneer penetrates, and then the flexible support of the plastic from the impregnated fur nier is peelable.
For the impregnation of the veneer, it is usually sufficient if the plastic is applied to one side of the veneer. However, cases can also be imagined in which it is expedient to apply the plastic to the veneer on both sides.
A paper that is coated with silicone on the side carrying the plastic is preferably used as the carrier for the plastic application.
After the pressing process, which is preferably done with calender rolls, the impregnated fur can be coated with e.g. Silicone paper, which served as a plastic carrier, can be dried and then, stacked in strips or rolled up in rolls, sent for dispatch.
Before further use of the impregnated fur, the material used as a carrier for the plastic, if the plastic is applied on both sides, is removed on both sides again if the veneer is to be used for welds in which the veneer serves as a middle layer on both sides.
If, on the other hand, the veneer treated according to the invention is to be used for cladding purposes, if the plastic is applied on one side, the removal of the material used as a carrier for the plastic will usually be avoided, but if the plastic is applied on both sides, the distance will be removed the plastic carrier on one side of the fur nier. A veneer treated according to the invention can of course also be used as an intermediate layer (semi-finished product) for the production of plastic floors.
Based on the one embodiment represent the drawing in which the thicknesses of the veneer and plastic carrier webs used in the invention compared to their lengths and widths are shown on a greatly enlarged scale, the invention is explained in more detail.
In Fig. 1, 1 denotes a very thinly peeled veneer web, on the underside of which, for example, a paper web 2 is provided which has a plastic application 3 (film or adhesive) on its top side coated with silicone. This layer (1, 2, 3) is pressed together with the aid of calender rollers, the plastic coating 3 penetrating the very thinly peeled veneer web 1.
The material shown in FIG. 2 is then produced, consisting of the veneer sheet 1 soaked with plastic and the paper 2 which can be pulled off the veneer sheet.
FIGS. 3 and 4 show representations corresponding to FIGS. 1 and 2 with the difference that in the representation in FIG. 3, in contrast to the representation in FIG. 1, the veneer sheet 1 is provided with a plastic coating on both sides, with as A carrier for the lower plastic application 3, in turn, as in FIG. 1, is a plastic-repellent paper 2, while an upper paper 4, likewise coated with silicone or the like, is a carrier for the plastic application 5.
By pressing the layering according to FIG. 3, the plastic applications 3 and 5 penetrate the veneer 1, and the layering shown in FIG. 4 is created, in which the plastic-soaked veneer sheet 1 is then peeled off on both sides with one peelable each Ren paper web 2 and 4 is provided.