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Fernbetätigbare Zündsicherungsvorrichtung für gasbeheizte Geräte Die Erfindung bezieht sich auf eine fernbetätigbare Zündsicherungsvorrichtung für gasbeheizte Geräte mit mindestens einem Hauptbrenner und einem mit einer selbsttätigen Zündvorrichtung versehenen Zünd- brenner, bei der die Zündvorrichtung durch einen vom Hauptbrenner entfernt liegenden Hauptschalter über eine an das Stromversorgungsnetz angeschlossene,
von einem Elektromotor gesteuerte Schaltvorrichtung betätigbar ist und mit der Schaltvorrichtung ein in der Zündgasleitung angeordneter Ventilkörper gegen die Wirkung einer Feder in seine Offenstellung gebracht werden kann, wobei der Ventilkörper in der Offenstellung durch einen mit dem Ventilkörper verbundenen Anker von einem Elektromagneten festgehalten wird, der durch Thermostrom von einem von der Flamme des Zündbrenners beaufschlagten Thermoelement erregt wird.
Eine solche Zündsicherungsvorrichtung enthält gemäss dem Patent Nr. 388 226 ein Magnetventil in der Hauptgasleitung, das erst am Ende einer Schaltfolge Strom erhält und dann die Gaszufuhr zum Hauptbrenner freigibt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zündsicherungsvorrichtung zu schaffen, die einen einfacheren Aufbau als die des vorstehend erwähnten Patentes dadurch aufweist, däss das getrennt von der Zündsicherungsvorrichtung angeordnete aufwendige Magnetventil wegfällt.
Die Erfindung besteht darin, dass der Ventilkörper nicht nur die Zündgaszufuhr, sondern auch noch die Gaszufuhr zum Hauptbrenner beherrscht, und dass in Strömungsrichtung des Gases gesehen, dem Ventilkörper ein Hilfsventilkörper nachgeschaltet ist, der nur die Gaszufuhr zum Hauptbrenner beherrscht und ebenfalls durch den Elektromotor gesteuert wird. Dabei kann der Hilfsventilkörper durch eine Schliessfeder belastet sein und durch ein auf der Welle des Elektromotors angeordnetes Schaltelement, z. B. Exzenter, gegen die Wirkung der Schliessfeder in seine Offenstellung angehoben werden. Ferner kann der Exzenter den Ventilkörper und den Hilfsventilkörper gegenläufig zugleich betätigen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung in der Ruhelage dargestellt.
Der zu sichernde Hauptbrenner 10 ist an eine Gaszuleitung 11 und 11' angeschlossen unter Zwischenschaltung einer bekannten thermoelektrischen Zündsicherung 13. Diese ist durch drei Zwischenwände in vier Kammern unterteilt, von denen eine einen U-förmigen Elektromagneten 14 enthält, der über eine Doppelleitung 15 mit einem Thermoelement 16 verbunden ist. Gegenüber den Magnetpolen ist eine Ankerplatte 17 vorgesehen, die an einer durch die Kammerwände geführten Ventilstange 18 befestigt ist. Diese Ventilstange ist ferner mit einem durch eine Schliessfeder 19 belasteten Ventilkörper 20 und ausserhalb des Zündsicherungsgehäuses 13 mit einem Mitnehmer 21 versehen.
Von der Zündsicherung 13 führt eine Zündgasleitung 22 zum Zündbrenner 23.
Von einem nicht gezeichneten Wechselstromnetz führen zwei Leitungen 24 und 25 zu der im Schaltge- häuse 26 untergebrachten Schaltvorrichtung. Dabei ist in der Zuleitung 24 ein Hauptschalter 27 angeordnet. Von den Leitungen 24 und 25 zweigen Leitungen zu einem Relais 28 ab. Die Leitung 24 ist weitergeführt zu einem Umschaltkontakt 29 zwischen zwei Festkontakten 291 und 292. Der Umschaltkontakt 29 liegt dabei federnd an dem Mitnehmer 21 der Ventilstange 18 an.
Ein zweiter Umschaltkontakt 30 drückt federnd auf eine Nockenrolle oder einen Kontaktstift 321 und ist im Wechsel mit den Festkontakten 301 oder 302 in Berührung. Über die Umschaltkontakte 29 und 30 führt eine Leitung 36 zum Motoranschluss
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311 an einem Elektromotor 31. Der zweite Motoranschluss 312 ist dabei mit der Leitung 25 verbunden. Auf einer Welle des Elektromotors 31 sind eine Noekenscheibe 32 und ein Exzenter 33 aufgesetzt. Der Exzenter 33 kann über eine Feder 34 die Ventilstange 18 axial verschieben.
Am Exzenter 33 hängt ein Rahmen 44, der mit einem unter der Wirkung einer Schliessfeder 43 stehenden Hilfsventilkörper 42 über einen Führungsteil 45 fest verbunden ist. Von der Leitung 36 führt ein Abzweig zu der Primärwicklung 371 eines Zündtransformators 37 und weiter zur Leitung 25.
Die Sekundärwicklung 372 des Zündtransformators 37 steht durch die Doppelleitung 38 mit einer Zündwendel 39 vor dem Zündbrenner 23 in Verbindung. In der Leitung 24 kann ein Thermostat 41 angeordnet sein.
Die Arbeitsweise der Zündsicherungsvorrichtung ist nachstehend beschrieben.
In der Ruhestellung kann Brenngas in der Leitung 11 zunächts nur bis zum geschlossenen Ventilkörper 20 strömen.
Wird der Hauptschalter 27, der weit vom Schaltgehäuse 26 und dem Brenner 10 entfernt angebracht sein kann, geschlossen, dann erhält zunächst das Relais 28 Strom, das den noch stromlosen Thermostrom- kreis schliesst. Der elektrische Strom fliesst in der Leitung 24, über den Thermostaten 41 zum Umschaltkontakt 29, über den Festkontakt 291, die Leitung 36 zum Motoranschluss 311, setzt den Elektromotor 31 in Bewegung und fliesst über den Motoranschluss 312 in die Leitung 25 ab. Ausserdem erhält der Transformator 37 aus der Leitung 36 Energie und damit wird die Zündwendel 39 glühend. Dabei strömt noch kein Gas aus dem Zündbrenner 23.
Der Elektromotor dreht eine Nockenscheibe 32 z. B. mit zwei Umdrehungen je Minute und hebt zu Beginn der Drehung den Kontaktstift 321 an. Der Umschaltkontakt 30 schliesst den Festkontakt 301, ohne dass hierdurch unmittelbar eine Änderung des Stromlaufes erreicht wird. Zusammen mit der Nockenscheibe 32 dreht sich der Exzenter 33. Dabei hält die Schliessfeder 43 den Rahmen 44 in. ständiger Anlage am Exzenter 33 und schliesst nach einer halben Umdrehung den Hilfsventilkörper 42. Gleichzeitig drückt der Exzenter 33 auf seiner Kreisbahn über die Feder 34 auf die Ventilstange 18.
Hierdurch öffnet sich der Ventilkörper 20 gegen die Wirkung der Schliessfeder 19 und gibt das Zündgas über die Zündgasleitung 22 zumZündbrenner 23 frei. Das Gas entzündet sich sofort an der glühenden Zündwendel 39 und erwärmt das Thermoelement 16.
Mit dem Ventilkörper 20 bewegt sich auch die Ankerplatte 17 abwärts und legt sich an die Pole des Elektromagneten 14 an, der, durch den vom Thermo- element erzeugten Thermostrom erregt, die Ankerplatte 17 festhält. Ausserdem drückt der Mitnehmer 21 auf den Umschaltkontakt 29, der sich vom Festkontakt 291 trennt und sich an den Festkontakt 292 anlegt. Nunmehr fliesst der Strom vom Festkontakt 292 zum Umschaltkontakt 30 und über den Festkontakt 301 zum Elektromotor 31 und zum Zündtrans- formator 37. Da die Ankerplatte 17 am Elektromagneten 14 festgehalten wird, verbleibt die Ventilstange in dieser Stellung, auch beim Rücklauf des Exzenters 33.
Hingegen hebt der Exzenter 33 beim Rücklauf den, Rahmen 44 an, so dass entgegen der Wirkung der Feder 43 der Hilfsventilkörper 42 die Gaszufuhr zum Hauptbrenner freigibt.
Wenn der Exzenter 33 und die Nockenscheibe 32 eine volle Umdrehung zurückgelegt haben, fällt der Kontaktstift 321 in die Abflachung der Nockenscheibe 32 und öffnet damit den Kontakt 301. Dadurch werden der Elektromotor 31 und der Zündtransformator 32 stromlos. Damit ist ein Schaltspiel beendet, die Schaltvorrichtung ist wieder in Ruhe und in Bereitschaft für einen neuen Schaltauftrag.
Wird der Hauptschalter 27 geöffnet, dann fällt das Relais 28 ab, der Thermostromkreis wird unterbrochen, die Ankerplatte 17 löst sich vom Elektromagneten 14, die Ventilstange 18 bewegt sich unter dem Druck der Feder 19 bis zum Anschlag an der Feder 34. Damit unterbricht der Ventilkörper 20 die Zufuhr von Gas zum Hauptbrenner 10 und von Zünd- gas zum Zündbrenner 23.
Diese Zündsicherungsvorrichtung bietet die Gewähr, dass erstens die am Zündvorgang des Zünd- brenners 23 beteiligten Schaltelemente für die Dauer eines Schaltspieles in Tätigkeit bleiben und vorübergehende Störungen, wie Luft in der Zündgasleitung, ohne menschliche Hilfe wirkungslos bleiben, dass zweitens beim Erlöschen der Flammen sofort eine Wiederholung des Schaltspieles eingeleitet wird, solange der Hauptschalter 27 geschlossen ist. Drittens wird erreicht, dass das Abschalten allein durch öffnen des Hauptschalters 27 bewirkt wird. An dem Festkontakt 302, der in keinem Stromkreis liegt, kann eine Signallampe angeschlossen werden.