CH414073A - Säurefeste Emailfritte - Google Patents

Säurefeste Emailfritte

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CH414073A
CH414073A CH6692758A CH6692758A CH414073A CH 414073 A CH414073 A CH 414073A CH 6692758 A CH6692758 A CH 6692758A CH 6692758 A CH6692758 A CH 6692758A CH 414073 A CH414073 A CH 414073A
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CH6692758A
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Henry Stradley Norman
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Minnesota Mining & Mfg
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Description


      Säurefeste        Emailfritte       Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fritte, die  sich besonders zum Emaillieren der Oberfläche von  Metallen mit hohem Aluminiumgehalt eignet und die  bei Temperaturen unter 600  C einen glatten,     gleich-          mässigen    Emailüberzug bildet, im Temperaturbereich  von 50-350  C einen     Wärmeausdehnungskoeffizien-          ten    über 12 X 10-8 aufweist, eine hohe Säurefestigkeit  besitzt, und einen Gewichtsverlust bei der     Säurefe-          stigkeitsprobe    von weniger als 0,0092 g pro     cm2     einer emaillierten Platte ergibt.  



  Die erfindungsgemässe Fritte ist dadurch gekenn  zeichnet, dass sie, ausgedrückt in     Molprozent,    bezo  gen auf die Gesamtfritte, die folgenden     Oxydkompo-          nenten        enthält:

          mindestens        25        %        SiO2,        mindestens     10 01o     T'02,    wobei die Gesamtmenge an     SiO2    und       TiO2        45-60        %        beträgt,        mindestens        ein,        das        T'02        im     genannten Mengenbereich lösendes Oxyd, wobei die  Gesamtmenge an     T'0_    lösenden Oxyden 2-10 0/0       beträgt,

          ferner        bis        zu        15        %        L'20,        bis        zu        13        %        K20,          bis        zu        25        %        Na20,        wobei        die        Gesamtmenge        an        Li20,

            K=O        und        Na20        bis        40%        beträgt,        sowie        0,5-12%          B203,    wobei die Gesamtheit der aufgezählten Kom  ponenten mindestens 90     Molprozent    der Fritte aus  macht.  



  Eine bevorzugte, zum Emaillieren von Alumi  niumoberflächen geeignete     Fritte    verläuft bei Tempe  raturen unter etwa 560  C unter Bildung eines glat  ten, gleichmässigen Emailüberzuges, weist bei Tem  peraturen zwischen 50 und 350  C einen Wärmeaus  dehnungskoeffizienten von über     14x10-6    pro   C  auf, besitzt eine hohe Säurefestigkeit (bestimmt durch  den an anderer Stelle beschriebenen     Säureprüfver-          such),    ergibt einen Gewichtsverlust von weniger als  etwa 0,0046     g/cm2    und ist dadurch gekennzeichnet,  dass sie, ausgedrückt in     Molprozent,    bezogen auf die  Gesamtfritte,

   die folgenden     Oxydkomponenten    ent-         hält:        30-45        01o        Si0_,        12-22        %        T'02,        wobei        das     Verhältnis     SiO,:

  Ti02    zwischen 1,8 und 3,5 liegt und       die        Gesamtmenge        an        SiO2        und        TiO2        48-60        %        be-          trägt,    mindestens zwei     Ti02-lösende    Oxyde, nämlich  mindestens zwei der Oxyde     Cd0,        Zn0,        Ba0,        SrO,          Ca0    und     Mg0,

      wobei die Höchstmenge jedes dieser       TiO2-lösenden        Oxyde        nicht        grösser        als    5     %        ist,        die     Gesamtmenge an     Ti0_-lösenden    Oxyden 2-10 0/0  beträgt,

   die Gesamtmenge an     T'02    und     Ti02-lösen-          den    Oxyden kleiner als die Menge an     S'02    ist und  das Verhältnis der Summe der Mengen an     SiO2    und       T'02    zur Menge an     T'02-lösenden    Oxyden     minde-          stens    6     beträgt,        6-13        %        L'0=,        4-12        %        K20,

            16-22        %        Na20,        wobei        die        Gesamtmenge        an        Li02,          K.0        und        Na20        30-40%        beträgt,        1-7        %        B203,        bis     3,5 01o     P20;

  ,    wobei die Gesamtmenge an     B203    und       P20    2-8 % beträgt und die Gesamtheit der aufge  zählten Komponenten ausser     P205    mindestens 90       Molprozent    der Fritte ausmacht.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft auch die Ver  wendung der Fritte zur Herstellung eines Gegenstan  des, der eine Oberfläche aus Metall mit hohem Alu  miniumgehalt und einen, an dieser Oberfläche haf  tenden, zusammengeschmolzenen säurefesten     Porzel-          lanemailüberzug    aufweist, der unter Verwendung der  Fritte gebildet worden ist.  



  Die Produkte gemäss der vorliegenden Erfindung  sind in Form von     Emailglasmassen    oder Fritten zur  Erzeugung von rissfesten und fleckenfesten Email  überzügen auf verschiedenen metallischen sowie an  deren Oberflächen verwendbar. Sie können auch zum  Überziehen von Küchengeschirr verwendet werden,  um dekorative und leicht zu reinigende Oberflächen  zu erzeugen. Die vorliegenden Fritten besitzen eine  ungewöhnlich hohe Säurefestigkeit. Bei dem an ande  rer Stelle beschriebenen     Säurefestigkeitsprüfversuch         zeigen die erfindungsgemässen Fritten nur sehr kleine  Gewichtsverluste, d. h. solche von weniger als etwa  0,0046 g pro     cm2    einer emaillierten Platte.

   Die be  vorzugten Fritten, die sich in hervorragender Weise  zur Erzeugung von dekorativen Überzügen auf  Küchengeschirr und Bauplatten     eignen,    verlieren  weniger als 0,0046 g pro cm' einer emaillierten  Platte, wie der     Säurefestigkeitsprüfversuch    zeigt.  Diese kleinen Gewichtsverluste sind charakteristisch  für ein hochsäurefestes Email.  



  Die erfindungsgemässen Fritten behalten     ihren     ursprünglichen Glanz und widerstehen der Korro  sion, auch wenn sie während langer Zeit dem     Ein-          fluss    der     Bewitterung    ausgesetzt sind.

   Zum Vergleich  sei angeführt, dass in     herkömmlicher    Weise email  lierte Aluminiumplatten nach einer     Bewitterung    von  einigen Monaten Gewichtsverluste von etwa  0,023-0,031 g pro     cm2    aufwiesen und ihren Glanz  verloren hatten, während gleichartige Platten, die  jedoch mittels einer Fritte gemäss der vorliegenden  Erfindung emailliert worden waren, nach einer     Be-          witterung    von annähernd 2 Jahren immer noch ihren  ursprünglichen Glanz aufwiesen.  



  Ausser der ungewöhnlich hohen Säurefestigkeit  besitzen die erfindungsgemässen Fritten auch eine  bemerkenswerte     Alkalifestigkeit.     



  Die Fritten gemäss der vorliegenden Erfindung  können bei Temperaturen unter etwa 600  C ge  brannt werden. Anders ausgedrückt heisst dies, dass  diese Fritten bei unter 600  C liegenden Temperatu  ren verlaufen bzw. zusammenschmelzen. Derart  niedrige     Einbrenntemperaturen    sind bei Emailmas  sen, die auf     Aluminiumoberflächen    aufgebracht wer  den sollen, erforderlich, da das Aluminium bei Tem  peraturen über etwa 600  C seine Formbeständigkeit  verliert.  



  Emailmassen für Aluminium müssen ferner ziem  lich hohe     Wärmeausdehnungskoeffizienten    besitzen,  um an solchen Oberflächen haften zu bleiben und  nicht rissig zu werden, wenn Temperaturschwankun  gen auftreten. Die aus erfindungsgemässen Fritten  erzeugten Emails besitzen im Bereich der Tempera  turen, welchen sie in Form von dekorativen     überzü-          gen    auf Küchengeschirr o. dgl. normalerweise ausge  setzt sind, d. h. im Temperaturbereich von  50-350  C, genügend hohe     Wärmeausdehnungs-          koeffizienten,    um auf Aluminium verwendet werden  zu können.

   Die     Wärmeausdehnungskoeffizienten    die  ser Emails im angegebenen Temperaturbereich liegen  über 12 x 10-" pro   C und erreichen Werte bis zu  etwa 18 x     10-     pro   C. Bei den bevorzugten Vertre  tern der     erfindungegemässen    Fritten liegt die untere  Grenze des     Wärmeausdehnunoskoeffizienten    im  Temperaturbereich von 50-350  C höher, d. h. über  14 x     10-15    pro   C.  



  Es wurde gefunden, dass man aus einem neuarti  gen, chemisch beständigen     Alkali-titanoxyd-silikat-          System    mit beschränktem Gehalt an Oxyden der  Gruppe     1I    des     Mendelejev'schen    periodischen  Systems der Elemente hochsäurefeste Emails herstel-         len    kann, die sich zur Erzeugung von dekorativen  Überzügen auf     Küchengeschirr    aus Aluminium eig  nen.     Alkali-titan-oxyd-silikat-Gläser    sind an sich  zwar nicht neu.

   Es sind jedoch keine Vertreter dieser  Klasse von Materialien bekannt, die eine genügende  Widerstandsfähigkeit gegen chemischen Angriff auf  weisen würden, um zur Erzeugung von Überzügen an  der Aussenseite von Aluminiumkochgeschirren  o. dgl. verwendet werden zu können. Die     erfin-          dungsgemässen    Fritten eignen sich zudem zur Erzeu  gung von dekorativen Überzügen auf Aluminium  bauplatten. Im Fall von Bauplatten muss der Email  überzug während langer Zeit den Witterungseinflüs  sen widerstehen können. Prüfversuche haben gezeigt,  dass die vorliegenden Emails diese Bedingungen er  füllen.  



  Die aus den erfindungsgemässen Fritten erzeug  ten Überzüge sind besonders hart, und zwar vermut  lich härter als alle anderen, bisher für Aluminium  entwickelten Emails. Unter Verwendung der vorlie  genden Fritten lassen sich leicht Emailüberzüge in  den verschiedensten Farben erzeugen, da die meisten  anorganischen Farbpigmente mit der vorliegenden  Emailmasse verträglich sind. Mit den vorliegenden  Emailfritten lassen sich auch leicht weisse Überzüge  von hoher     Opazität    erzeugen.  



  Den bleifreien Vertretern der erfindungsgemässen  Fritten kann man auch Leuchtstoffe, z. B. Zinksulfid,  einverleiben, um Überzüge mit starker Fluoreszenz  zu erhalten. Es wurde beobachtet, dass Bleioxyd in  Leuchtstoffe enthaltenden Emailüberzügen einen  Zerfall bzw. eine Hemmung der Fluoreszenz bewirkt.  



  Es wurde bereits ein     Email    für Aluminium be  schrieben. Dort wird angegeben, dass dem Email  etwas     Titandioxyd    einverleibt werden kann, und dass  ziemlich grosse Mengen Bleioxyd und gewisser  Oxyde zweiwertiger Metalle im Email enthalten sein  müssen. Es wurde nun jedoch festgestellt, dass Blei  oxyd in Emails für Aluminium nicht vorhanden sein  muss, und dass es sogar     zweckmässigerweise    voll  ständig weggelassen wird.

   In der erfindungsgemässen  Fritte sind die verschiedenen Komponenten     mengen-          mässig    derart aufeinander abgestimmt, dass durch  den Zusatz einer kleinen Menge Bleioxyd die  Lösungswirkung auf das     Titandioxyd    nicht erhöht  wird, obschon Bleioxyd in gewissen Fritten bekannt  lich als     Löser    für     Titandioxyd    wirkt.  



  Es wurde ferner gefunden, dass man den Emails  für Aluminiumoberflächen eine erstaunlich hohe  Säurefestigkeit verleihen kann, indem man Oxyde  gewisser zweiwertiger Metalle (d. h. gewisser Metalle  der Gruppe     II    des periodischen Systems der Ele  mente) nur in einer sehr kleinen, jedoch ein kritisches  Minimum nicht unterschreitenden Menge verwendet.  Diese Oxyde können in der erfindungsgemässen  Fritte in der angegebenen Menge enthalten sein, die  derart bemessen ist, dass die Oxyde als Flussmittel  wirken und die Auflösung grösserer Mengen Titan  dioxyd im glasartigen Komplex der Fritte erleichtern.

    Die Verwendung grösserer Mengen dieser Oxyde ist      zu vermeiden, da sonst die Oxyde nicht mehr als  Lösungsvermittler für das     Titandioxyd    wirken, son  dern das Bestreben zeigen, als Komponente     einer    kri  stallinen Phase auszufallen, was eine Verminderung  der Säurefestigkeit des Emailüberzuges zur Folge hat.

    Entgegen allen Erwartungen bewirken diese kritisch  kleinen Mengen von Oxyden zweiwertiger Metalle  eine starke Erhöhung der Säurefestigkeit, indem  offenbar die Auflösung des     Titandioxyds    im glasarti  gen     Frittenkomplex    begünstigt und der     grösste    Teil  des     Titandioxyds    in Lösung gehalten wird, selbst  während des nachfolgenden Einbrennens eines über  zuges, während grössere Mengen dieser Oxyde eine  Ausfällung des grössten Teils des     Titandioxyds    in       Kristallform    aus dem glasartigen Komplex der Fritte  bewirken.

   Es kann angenommen werden, dass bei  Gegenwart von     grösseren    als den oben angegebenen  Mengen an Oxyden zweiwertiger Metalle die letzte  ren bestrebt sind, mit dem     Titandioxyd    unter Bildung  eines leicht     ausfällbaren    kristallinen Komplexes     zu     reagieren, während in kleineren Mengen diese Oxyde  nicht fällend wirken, sondern zusammen mit anderen  Komponenten der Fritte derart zusammenwirken,  dass das     Titandioxyd    im glasartigen Komplex gelöst  bleibt.  



  Die erfindungsgemässe Fritte, die den oben ge  nannten Anforderungen genügt, enthält verschiede  nerlei anorganische Komponenten in gewissen be  stimmten Mengenverhältnissen. Die prozentuale Zu  sammensetzung der Fritten ist in     Molprozent,    bezo  gen auf die Gesamtfritte, ausgedrückt.

   Die Fritten  gemäss der Erfindung enthalten vorzugsweise       25-50        01o        SiO.        und        10-25        %        Ti0,        Das        Verhältnis     der Menge des     SiO2    in     Molprozent    zu der Menge des       TiO2    in     Molprozent    beträgt vorzugsweise 1,4-5,0  und die Gesamtmenge an     SiO2    und     TiO2    beträgt  45-60 0/0.

   Die erfindungsgemässe Fritte enthält min  destens ein     Ti02-lösendes    Oxyd, z. B. mindestens  eines der Oxyde     Cd0,        Zn0,        Ba0,        Sr0,        CaO    und       Mg0.    Die Höchstmenge eines     Ti02-lösenden    Oxyds       beträgt    vorzugsweise nicht mehr als     81/o,        ausgenom-          men        für        Cd0,

          welches        in        Mengen        bis        zu        10        %        vor-          handen    sein kann.

   Die Gesamtmenge an     Ti0=        lösen-          den        Oxyden        beträgt        2-10%.        Die        Gesamtmenge        an          TiO2    und     Ti02    lösenden Oxyden wird vorzugsweise  kleiner gehalten als die Menge an     Si0,        Alkalimetall-          oxyde    sind vorzugsweise in folgenden     Mengenver-          hältnissen        vorhanden:

          5-15        %        Li_O,        2-13        %        K20          und        15-25%        Na20,        wobei        die        Gesamtmenge        an          Li2O,        K_0        und        Na.=O        bis        40%,        vorzugsweise          25-400/9    beträgt.

   Die Menge an     B202    beträgt       0,5-12%,        während        P205        entweder        nicht        oder        vor-          zugsweise    in Mengen bis zu 5 01o vorhanden ist.

   Die  Gesamtmenge an     B203    und     P205    schwankt     vor-          zugsweise        zwischen    1     und        12        %.        Die        oben        aufgezähl-          ten    Komponenten ausser     P205    machen mindestens  90     Molprozent    der Gesamtfritte aus. Die Fritte kann  noch kleine Mengen anderer anorganischer Oxyde  enthalten, wie dies allgemein bei mineralischen  Emails der Fall ist.

      Den verschiedenen Mengenverhältnissen und der  Beziehung der verschiedenen Komponenten unterein  ander im Glassystem der erfindungsgemässen Fritte  kommen kritische Bedeutung zu, da bei ausserhalb  der angegebenen Mengenbereiche liegenden Men  genverhältnissen der Komponenten und bei einem,  den oben festgelegten Kriterien nicht entsprechenden  Wirkungsverhältnis zwischen den Komponenten eine  oder mehrere der Eigenschaften, die von Emails für  Aluminium verlangt werden, verloren gehen. Wird  beispielsweise     SiO2    in grösserer als der oben angege  benen Höchstmenge verwendet, so steigt die     Ein-          brenntemperatur,    während bei Verwendung einer  kleineren, als der oben angegebenen Mindestmenge  die Säuredauerfestigkeit eine Reduktion erfährt.

   Das       TiO2    erhöht in starkem Ausmass die Säurefestigkeit  und bewirkt ferner erstaunlicherweise     eine    Reduktion  der     Einbrenntemperatur    der Fritte, dies jedoch nur  dann, wenn es in den oben angegebenen Mengenver  hältnissen vorhanden ist.

   Die Summe der Menge an       TiO2    in     Molprozent    und der Menge an     Ti02-lösen-          den    Oxyden von Metallen der Gruppe     II    des periodi  schen Systems der Elemente (d. h.     Cd0,        Zn0,        Ba0,          SrO,        CaO    und     Mg0)    in     Molprozent    darf die Gesamt  menge an     SiO2    in     Molprozent    in der Fritte     zweck-          mässig    nicht übersteigen.

   Ein Überschuss an Oxyden  der Metalle der Gruppe     1I    über die oben angegebene  Menge bewirkt eine beträchtliche Verminderung der  Säurefestigkeit.  



  Damit das     Li20    seine hohe Flusswirkung und  seine, die Säurefestigkeit erhöhende Wirkung aus  üben kann, muss es im oben angegebenen Mengen  bereich verwendet werden. Grössere Mengen bewir  ken eine Erhöhung der     Einbrenntemperatur.        K20     wird zur Erzielung eines hohen Wärmeausdehnungs  vermögens     benötigt,    bewirkt jedoch in grösserer als  der oben angegebenen Menge eine ausgeprägte Ver  minderung der Säurefestigkeit des Emails.

   Das     Na20     wird verwendet, um die Flusseigenschaften und die  Arbeitseigenschaften des Emails zu verbessern und  ausserdem, um den     Säurefestigkeitsverlust    wettzuma  chen, der durch das     K=O    bewirkt wird, welches in  verhältnismässig grosser Menge verwendet werden  muss, um dem Email das erforderliche Wärmeaus  dehnungsvermögen zu verleihen. Wie man sieht, ist  der     Gesamtalkalimetalloxydgehalt,    den die     erfin-          dungsgemässe    Fritte aufweisen muss, ziemlich hoch,  was für ein hochsäurefestes Email eher erstaunlich  ist.  



  Zur     Erzielung    der gewünschten     Einbrenneigen-          schaften    und Glasbildung ist eine kleine Menge des  bei niedrigen Temperaturen glasbildenden Oxyds       B.=03    erforderlich. Ein     Überschuss    über 12     Molpro-          zent    bewirkt jedoch eine starke Verminderung der  Säurefestigkeit.     P20,    kann,     muss    jedoch nicht vor  handen sein. Seine Menge darf etwa 5     Molprozent,     bezogen auf die Gesamtfritte, nicht überschreiten.

   In  Mengen von mehr als 5     Molprozent    bewirkt das       P,05,    das als bei niedrigen Temperaturen glasbil  dendes Oxyd schon seit langem verwendet wird, eine           Verminderung    des Glanzes und eine Erhöhung der       Einbrenntemperatur    des Emails.  



  Die erfindungsgemässe Fritte kann auch     F2    als  Flussmittel in einer Menge von höchstens 5     Molpro-          zent    enthalten. Das Fluor wird vorzugsweise in Form  von     NaF    zugesetzt. In diesem Fall kann man bis zu  10     Molprozent        NaF    (die 5     Molprozent        F2    äquivalent  sind) verwenden. Man kann jedoch auch andere  Alkali- oder     Erdalkalimetallfluoride    in Mengen, die  dem gewünschten     Fluorgehalt    der Fritte entsprechen,  verwenden.  



  In der bevorzugten Zusammensetzung besitzen  die erfindungsgemässen Fritten unter etwa 560  C  liegende     Einbrenntemperaturen,        Wärmeausdehnungs-          koeffizienten    über 14 x 10-o pro   C im Tempe  raturbereich von 50-350  C und derart hohe     Säure-          festigkeiten,    dass sie nur einen kleinen Gewichts  verlust von weniger als etwa 0,0046 g pro     cm2    bei  der an anderer Stelle beschriebenen     Säurefestigkeits-          prüfung    erleiden.

   Diese bevorzugten Fritten enthal  ten, ausgedrückt in     Molprozent,    bezogen auf die     Ge-          samtfritte,    die folgenden Komponenten:     30A5    0l0       SiOz,        12-22        %        TiOQ,        wobei        das        Verhältnis        des        SiO2     zum     TiO,    zwischen 1,8 und 3,

  5 liegt und die     Ge-          samtmenge        an        SiO2        und        T'02        48-60%        beträgt,     mindestens ein das     T'02    im angegebenen Mengenbe  reich lösendes Oxyd, nämlich mindestens eines der       Oxyde        Cd0        bis        zu        10        %,        ZnO        bis        zu    8     %,

          BaO        bis        zu     8     %,        SrO        bis        zu    8     %,        CaO        bis        zu    8     %        und        Mg0        bis        zu     8     %,

          wobei        die        Gesamtmenge        dieser        Ti02        lösenden          Oxyde        2-10        %        beträgt,        die        Gesamtmenge        an        TiO2     und     TiO,-lösenden    Oxyden kleiner als die Menge an       S'02    ist und das Verhältnis der Summe der Mengen  an     S'02    und     T'0:

      zur Gesamtmenge an     T'02        lösen-          den        Oxyden        mindestens    6     beträgt,        6-13        %        Li20,          4-12        0I0        K20,        16-22        %        Na20,        wobei        die        Gesamt-          menge        an        Li20,

          K_0        und        Na20        30-40        %        beträgt,          1-7        %        B20,        und        0-3,5        %        P20.,

          wobei        die        Ge-          samtmenge    an     B=03    und gegebenenfalls vorhande  nem     P20"    2-8 0/0 beträgt und die Gesamtheit der  aufgezählten Komponenten ausser     P20,

      mindestens       90        %        der        Fritte        ausmacht.        F.        kann        in        diesen        Fritten     gegebenenfalls in einer Menge bis zu 5     Molprozent     enthalten sein.  



  Gemäss einer besonderen Ausführungsform der  Erfindung enthalten die bevorzugten Fritten mit     aus-          sergewöhnlich    hohen     Säurefestigkeiten    zudem noch  eine kleine Menge von bis zu etwa 1     Molprozent          Sb203.    Es wurde festgestellt, dass das     Sb20a    offen  bar das Kristallwachstum und die Ausscheidung von  Kristallen aus der Glasphase hemmt und auf diese  Weise die Säurefestigkeit des Emails erhöht.

   Die in  der Tabelle     III    unter Nr. 30 gekennzeichnete Fritte,  beispielsweise, ist hinsichtlich der Zusammensetzung  weitgehend identisch mit der Fritte     Nr.26,    mit der  Ausnahme, dass die erstere eine kleine Menge     Sb20,     enthält, wodurch der Emailmasse eine in erstaunlich  starkem Ausmass erhöhte Säurefestigkeit verliehen  wird.  



  Andere bevorzugte Fritten gemäss der Erfindung,,    die aussergewöhnlich hohe     Säurefestigkeiten    aufwei  sen, enthalten mindestens zwei     T'02-lösende        Oxyde.     Diese Oxyde scheinen eine     synergistische        Wirkung     auszuüben, insofern als bei Vorhandensein von zwei  oder mehreren solcher Oxyde, wenn die Höchst  menge jedes einzelnen     Ti02-lösenden    Oxyds 5 0/0  nicht übersteigt, die     Glasemailfritten    eine erhöhte  Säurefestigkeit und allgemein verbesserte Arbeitsei  genschaften     beim    Auftragen und Einbrennen des  Emails aufweisen.

       CdO    erhöht nicht nur die Löslich  keit des     Ti0=,    sondern     verleiht    dem Email auch eine  ausgezeichnete Haftung auf Aluminium und stabili  siert     Cadmiumsulfoselenid-Pigmente,    wenn diese dem  Email einverleibt sind, so dass leuchtend rote und  gelbe, glänzende Emailüberzüge erzeugt werden kön  nen.  



  Wenn das     CdO    in den Fritten fehlt, so weist der  Emailüberzug gegenüber Metall, insbesondere Alu  minium, eine Haftung auf, die etwas geringer ist, als  unter den meisten Gebrauchsbedingungen erwünscht  ist. Zur Erzielung einer befriedigenden Haftung ge  genüber Metall kann man irgendein, die Haftung ver  stärkendes Oxyd oder ein Gemisch solcher Oxyde bis  zu insgesamt 5     Molprozent,    bezogen auf die     Gesamt-          fritte,    verwenden.

   Das     Cd0,    das in erster Linie eine  andere Funktion (nämlich diejenige des     Auflösens     des     T'02)    ausübt, kann zusätzlich, und zwar unab  hängig von der Anwesenheit oder Abwesenheit ande  rer Haftoxyde, in der für das Haftoxyd festgelegten  Menge in der Fritte enthalten sein. Als Haftoxyde  eignen sich beispielsweise     Cu0,    N'0,     Co0,        Sb203,          Pb0,        Bi200    und Gemische dieser Oxyde.

   Mit Aus  nahme des     Sb20g,    das ähnlich wie     CdO    in der Fritte  auch eine andere Funktion ausübt, können die aufge  zählten Haftoxyde in Mengen bis zu 5     Molprozent     verwendet werden. Das     Sb203    wird     zweckmässiger-          weise    in einer Menge von nicht mehr als etwa 1     Mol-          prozent    verwendet, da dieses Oxyd den Glanz des  Emailüberzuges vermindert. Aus diesem Grund wird  das     Sb20,    vorzugsweise, wenn auch nicht notwendi  gerweise, zusammen mit kleinen Mengen eines ande  ren Haftoxydes oder mit vorhandenem     Cd0    verwen  det.

   Durch Variieren der Mengen an     Co0,        CuO    und       NiO    in der Fritte, können verschiedene Farben von  tiefblau über blau bis blaugrün in der Fritte und so  mit im Emailüberzug erzielt werden. Wenn     Sb203,          Pb0    und     Bi203    als Haftoxyde verwendet werden, so  bilden sich farblose     Oberzüge.    Selbstverständlich ist       PbO    keine bevorzugte Komponente, da es ein toxi  sches Material darstellt.  



  Um die erfindungsgemässen     Glasemailfritten    her  zustellen, schmilzt man zweckmässig Rohstoffe, wie  z. B.     CaCO3,        CaF2,        T'0=,    usw., welche Rohstoffe in  so berechneten Mengen gemischt sind, dass sich die  vorstehend beschriebene     Molprozentanalyse    ergibt,  miteinander bei einem Temperaturbereich von  ca. 1000  C bis 1200  C, worauf sie in Wasser abge  schreckt und getrocknet werden.

   So kann man bei  spielsweise eine bevorzugte     Frittenmischung    mit  einer Analyse gemäss Beispiel 10 herstellen, indem      man 15,6     Gew.    Teile     Ti0=,    1     Teil        Zn0,    4,6 Teile       BaCOs,    3 Teile     Cd0,    6,7 Teile     LiECOg,    7,7     Teile          Na12P,o0",    19,4 Teile     NaCOg,    11,9     Teile        K,C0g,     1 Teil     NaF,    22,7 Teile     SiOQ    und 6,4 Teile     H3BOg     mischt.

   Wenn diese Materialien gründlich durch  mischt sind, können sie in einem feuerfesten Gefäss,  z. B. in einem     Aluminiumoxyd-Silicat-Gefäss,    bei  einer Ofentemperatur von ca. 1100  C     geschmolzen     werden. Die Masse wird zweckmässig erhitzt, bis die  Schmelze in einen homogenen flüssigen Zustand  übergeht, worauf sie in Wasser abgeschreckt wird.  Dadurch wird das Glas in kleine Partikel zersprengt.  Hierauf kann die Fritte getrocknet werden. Sie ist       dann    für die Verwendung in einer     Schlickermischung     zum Emaillieren bereit.  



  Man kann     Schlickermischungen    herstellen, indem  man die obige Fritte mit Wasser und geeigneten  Suspendier- und/oder Bindemitteln, d. h.     Natriumsili-          cat,    Borax, usw. vereinigt, und dann das Gemisch bis  auf eine geeignete Feinheit zum glatten Aufbringen  auf saubere Oberflächen mahlt.

   Man kann der       Schlickermischung    auch     farbgebende    Oxyde, bei  spielsweise     Kobaltaluminatblau,        Nickelchromatgrün,          usw.        in        einer        Menge        bis        zu        ca.        10        Gew.        %,        bezogen     auf die     Schlickermischung,    zusetzen.

   Gewünschten  falls können der     Schlicker-    oder     Mahlmischung    zu  sätzlich noch undurchsichtig machende Oxyde, wie  z. B.     Sn02,        Zr02,        TiO2,        etc.    in einer Menge bis zu       ca.        15        Gew.        %,        bezogen        auf        die        Schlicker-        oder     Mahlmischung, zugesetzt werden.

       Gewünschtenfalls     können auch kleine Mengen von     Mahlzuschlagsstof-          fen,    beispielsweise     Kaliumdichromat,    verwendet wer  den, um das Aussehen der Oberfläche der gebrannten  Emailüberzüge zu verbessern, d. h. um eine Bildung  von Überzügen zu gewährleisten, die praktisch frei  von Poren und von verbesserter Bruchfestigkeit und  Festigkeit gegenüber Abblättern sind. Die     Schlicker-          zusammensetzungen    sind sehr verschieden, und  durch Verwendung verschiedener Zusammensetzun  gen ist es möglich, die Eigenschaften des herzustel  lenden Emails in einem gewissen Ausmass zu verän  dern.

   Zur Erläuterung wird nachstehend eine     Schlik-          kerzusammensetzung    angegeben: 100 Teile Fritte,       3,36        Teile        Kaliumsilicatpulver        (28,3%        K20        und          70,7%        Si02),        2,12        Teile        KOH,        2,53        Teile        11,130,     und 50 ccm Wasser.

   Eine andere Zusammensetzung  lautet: 100 Teile Fritte, 9,1     Teile        Natriumsüicatlö-          sung        (8,9%        Na20,        28,7%        Si02,62,4        %        Wasser),     5     Teile        K,B40,    X 5     H20,    1,8 Teile     KOH    und 50 ccm  Wasser.

   Eine weitere Zusammensetzung lautet:  100 Teile Fritte, 4 Teile eines wasserlöslichen     zer-          mahlenen        Glasgemisches,        bestehend        aus        9,3%          Na20,        34,7        %        K,0,        25,5        %        B20$        und        30,5        %        SiO2,     und 50 ccm Wasser.

   Die obigen drei Zusammenset  zungen sind für die erfindungsgemässen Emails mit  sehr guten Resultaten angewendet worden.  



  Im folgenden wird zur Erläuterung eine weitere  bevorzugte     Schlickerzusammensetzung    sowie ein ge  eignetes     Emaillierverfahren    angegeben: 100 g der  Fritte gemäss Beispiel 10 werden in     einer    Kugel-         mühle    mit 2 g wasserfreiem Borax, 1 g     KOH,    3 g       Natrium-m-silicat        (21,8        %        Na20,        21,1        %        SiO2,          57,1        %        H20)

          und        50        ccm        Wasser        gemischt.        (Diese     besondere     Schlickermischung    wurde zur Herstellung  von vollständig emaillierten Probeplatten zwecks Be  stimmung der Säure- und     Alkalifestigkeit    gemäss den  nachstehenden Tests verwendet.) Das Gemisch wird  gemahlen, bis der Rückstand nach dem Sieben mit  einem Sieb mit einer lichten Maschenweite von  0,044 mm weniger als 1 g pro 50 ccm     Schlicker    aus  macht.

   Eine Platte aus einer     Aluminiumlegierung     wird durch Waschen mit     Tetrachlorkohlenstoff    gerei  nigt, getrocknet und mit einer solchen Menge des       Schlickers    besprüht, um einen Überzug mit einem  Gewicht von 0,3 g Email pro 0,0929 m2 zu bilden.  Es eignen sich auch andere Verfahren zum Aufbrin  gen des     Schlickers    auf die Platte, wie z. B. Eintau  chen und elektrostatisches Besprühen. Die überzo  gene Platte wird dann an der Luft getrocknet, um  Wasser zu entfernen, worauf das Stück bei 520  C  während 10 Minuten gebrannt wird. Dabei entsteht  ein porzellanartiger Emailüberzug ohne jegliche  Oberflächenschäden, wie z. B.

   Poren, welcher über  zug einen hohen Glanz, eine hohe Haftfestigkeit und  eine weisse, halbundurchsichtige Farbe besitzt.  



  Platten aus einer Aluminiumlegierung, die grosse  Anteile Silicium, Magnesium usw. enthält, lassen sich  manchmal nur schwer emaillieren, es sei denn, man  stelle zuerst eine geeignete     Oxydoberfläche    zum       Emaillieren    her. Eine geeignete     vorgängige    Behand  lung für solche Platten ist die folgende: Die Platte       wird    durch ca.     3-4-minütiges    Eintauchen in     Trichlor-          äthylen    von organischen Substanzen gereinigt.

   Dann       wird        die        Platte        während        ca.    2     Minuten        in        eine    5     %ige          Natriumhydroxydlösung    von ca. 82  C eingetaucht.  Hierauf wird die Platte gründlich mit Wasser gespült  und während ca. 2 Minuten in eine 30     0loige    Salpeter  säurelösung von     ca.    82  C eingetaucht. Anschliessend  wird die Platte in heissem Wasser gespült und wäh  rend ca. 10 Minuten in siedendes Wasser getaucht.

    Darauf wird sie während     ca.2    Minuten in einer  5     %igen        Kaliumchromatlösung        von        82         C        oder        mehr     eingetaucht. Schliesslich wird die Platte gründlich  gespült und trocknen gelassen. Die so erhaltene ge  reinigte Platte kann ohne jegliche Schwierigkeiten  nach bekannten Methoden, wie oben beschrieben,  emailliert werden.  



  Obschon die erfindungsgemässen Emails in erster  Linie zum Aufbringen auf aluminiumartige Oberflä  chen vorgesehen sind, können sie auch zum Überzie  hen anderer Materialien, wie z. B. Kupfer und Silber,  verwendet werden. Die relativ hohe     Dielektrizitäts-          konstante    des erfindungsgemässen Emails mag für  die elektrische Industrie besonders wertvoll sein.  



  In den Tabellen I,     II    und     III    sind verschiedene  Beispiele zur Erläuterung der Erfindung zusammen  gestellt. Die Angaben wurden auf Grund der Analyse  der anorganischen Komponenten der Rohmaterialien  in     Molprozent    berechnet. In den Beispielen 5-10.      12-24 und 30 sind bevorzugte     Frittenzusammenset-          zungen    erläutert.  



  In der Reihe, die mit  Säureprobe  bezeichnet  ist, sind die gemessenen Gewichtsverluste zusammen  gestellt, die bei einer     Säurefestigkeitsprobe    erhalten  wurden, wobei diese Probe darin besteht, dass  25 ccm siedende (100  C)     bo/oige    Zitronensäure     (ge-          wichtsmässig)    in Berührung mit einer     Fläche    von  6,452 cm' einer emaillierten Platte mit einem Email  überzugsgewicht von ca. 0,3 g pro 6,452     cm2    (wobei  dieses Gewicht weit über dem durchschnittlichen, im  Handel üblichen     überzugsgewicht    liegt), während       21I2    Stunden unter Rückfluss erhitzt werden.

   (Selbst  verständlich kann man auch eine     grössere    Fläche und  eine im     Verhältnis        entsprechender        grössere    Menge  6     o/oige    Zitronensäure usw. bei der Durchführung die  ses Versuches verwenden; anschliessend ist eine ent  sprechende Umrechnung anzustellen, um die Resul  tate auf den hierin erwähnten Standard zu bringen.)  Bei der Durchführung dieses Versuches wird eine  emaillierte Platte von angemessener Grösse mit der  emaillierten Seite nach oben auf eine Stahlplatte, die       oberhalb    eines Heizelementes angeordnet ist, gelegt.

    über dem Emailüberzug wird ein glockenförmiges  Gefäss (ein Gefäss, das oben eine kleine Halsöffnung  besitzt und dessen Boden     entfernt    ist) mit einer offe  nen Gesamtbodenfläche von 6,452 cm' angeordnet.  Zwischen der Emailoberfläche und dem unteren  Rand des glockenförmigen Gefässes wird eine Dich  tung, die ebenfalls eine Öffnung von total 6,452 cm'  besitzt, angeordnet. Dann wird das glockenförmige  Gefäss mit 25 ccm heisser, 6     o/oiger        Zitronensäurelö-          sung    beschickt, über der Halsöffnung des Gefässes  ein     Rückflusskühler    angebracht, und das Sieden der       Zitronensäurelösung    bei 100  C wird während 21/z  Stunden fortgesetzt.

   Die emaillierte Platte wird vor  und nach der Behandlung mit siedender Säure ge  wogen, und der durch die Behandlung hervorgerufene  Gewichtsverlust stellt einen ziemlich genauen Hinweis  dar, welche Säurefestigkeit der Emailüberzug bei der  praktischen Anwendung aufweisen wird. Überdies  stellt der Gewichtsverlust auch einen ziemlich ge  nauen Hinweis bezüglich der Wetterfestigkeit des  Emails dar.  



  Damit ein Email zum Dekorieren von Aussenflä  chen von Küchenartikeln verwendbar ist, muss er  eine Säurefestigkeit mit einem nur geringen Ge  wichtsverlust von nicht mehr als ca. 0,03 g pro  6,452 cm', berechnet auf Grund des vorstehend be  schriebenen     Versuches    mit siedender Zitronensäure,  aufweisen. Diese Bedingung wird durch porzellanar  tige Emailüberzüge, die unter Verwendung der be-         vorzugten        Emailfrittenzusammensetzungen    hergestellt  wurden, erfüllt, und überdies werden auch andere  Bedingungen, die an Emails für den Aluminiumtyp  gestellt werden, erfüllt.

   Gemäss dem Stand der Tech  nik gibt es keinen     Alkali-Titaniumdioxyd-Silicat-          Email,    der sich für dekorative Zwecke auf Aluminium  küchenartikeln eignet. Bis jetzt ist kein Email herge  stellt worden, der genügend Säurefestigkeit zusam  men mit anderen notwendigen Eigenschaften aufwei  sen würde.  



  In der Reihe, die mit      Alkaliprobe     bezeich  net ist, sind die Gewichtsverluste der Emails zu  sammengestellt, die bei einer     Alkalifestigkeitsprobe     erhalten wurden, wobei diese Probe darin be  steht, dass 25 ccm einer siedenden     (100     C) Lösung  von 5     o/oigem    hydratisiertem     Natriumpyrophosphat          (Na,P,0,    X     10H20)    (gewichtsmässig) in Berührung  mit einer Fläche von 6,452     cm2    einer emaillierten  Probeplatte während 21/2 Stunden unter Rückfluss  erhitzt werden,

   wobei im übrigen die für den oben  beschriebenen     Säurefestigkeitsprüfversuch    beschrie  benen Bedingungen zur Anwendung gelangen. Die  erfindungsgemässen Fritten weisen alle bei diesem  Versuch eine hohe     Alkalifestigkeit    auf. Sie weisen  tatsächlich Gewichtsverluste von weniger als       ca.    0,05 g pro 6,452     cm2    der emaillierten Platte auf.  Bei den bevorzugten     Zusammensetzungen    beträgt der       Alkaligewichtsverlust    weniger als ca. 0,03 g pro  6,452     cm2    der Platte.

   Diese hohe     Alkalifestigkeit    ist  besonders bemerkenswert, wenn sie zusammen mit  einer hohen Säurefestigkeit vorhanden ist, wie dies  bei den erfindungsgemässen Emails der Fall ist.  



  Mit den zur Durchführung der  Säureprobe  und  der      Alkaliprobe     angewandten Bedingungen erhält  man Resultate, die praktisch gleich sind wie die  jenigen, die mit den Methoden gemäss      Commer-          cial    Standard     CS    100-47   erhalten wurden, wobei  diese Methoden im Juni 1956 der Industrie durch  das      Quality        Development        Sub-Committee    of     the     Aluminium Division,     Procelain        Enamel    Institute,       Inc.

           ( Qualitätsentwicklungs-Unterkomitee    der Alu  miniumabteilung der     Porcelain        Enamel    Institute,       Inc.     ) als versuchsweise einzuführender Standard zur  Bestimmung der Qualität von porzellanartigem Email  auf Aluminium empfohlen wurden.  



  Für jede einzelne Glasfritte sind die approximati  ven Verlauf- oder     Einbrenntemperaturen    in Grad  Celsius und die     Wärmeausdehnungskoeffizienten    pro    C von 50-350  C aufgeführt.  



  Überdies sind Gewisse     Verhältnisse    zwischen den  Komponenten der     yeinzelnen    Zusammensetzungen in  den Tabellen angegeben.           h          v,        @n        h        h    O ö ö  <B>O</B>     cn        t-   <B>O N</B>     #@    N I I I     h        oo        r.:

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Fritte, die sich besonders zum Emaillieren der Oberfläche von Metallen mit hohem Aluminiumge halt eignet, und die bei Temperaturen unter 600 C einen glatten, gleichmässigen Emailüberzug bildet, im Temperaturbereich von 50-350 C einen Wärme- ausdehnungskoeffizienten über 12 X 10-o aufweist, eine hohe Säurefestigkeit besitzt und einen Gewichts verlust bei der Säurefestigkeitsprobe von weniger als 0,0092 g pro cm' einer emaillierten Platte ergibt, da durch gekennzeichnet, dass sie, ausgedrückt in Mol- prozent, bezogen auf die Gesamtfritte,
    die folgenden Oxydkomponenten enthält: mindestens 25 % 5i02, mindestens 10 01o TiO2, wobei die Gesamtmenge an SiO2 und TiO2 45-60% beträgt, mindestens ein das TiO2 im genannten Mengenbereich lösendes Oxyd,
    wobei die Gesamtmenge an Ti02-lösenden Oxyden 2-10 % beträgt, ferner bis zu 15 % Li20, bis zu 13 % K20, bis zu 25 % Na20,
    wobei die Ge- samtmenge an Li20, K20 und Na20 bis 40 % be- trägt, sowie 0,5-12 % B203,
    wobei die Gesamtheit der aufgezählten Komponenten mindestens 90 Mol- prozent der Fritte ausmacht. II. Verwendung einer Fritte gemäss Patentan spruch I zur Herstellung eines Gegenstandes, der eine Oberfläche aus Metall mit hohem Aluminiumgehalt und einen, an dieser Oberfläche haftenden, zusam mengeschmolzenen säurefesten Porzellanemailüber- zug aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der ge nannte Emailüberzug unter Verwendung der Fritte gebildet wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Fritte nach Patentanspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass sie, ausgedrückt in Molprozent, 25-50 % SiO2, 10-25 % TiO2, wobei das Verhält- nis von SiO2 zu TiO2 1,4 bis 5 beträgt, mindestens zwei TiO2 im angegebenen Prozentbereich lösende Oxyde,
    nämlich bis zu 10 01o CdO und/oder bis zu 8 % BaO und/oder bis zu 8 % Sr0 und/oder bis zu 8 0/0 CaO und/oder
    bis zu 8% Mg0, wobei die Gesamt- menge an Ti02-lösenden Oxyden 2-10 % beträgt,
    und die Gesamtmenge von TiO.= und TiO2 lösenden Oxyden in Mol01o kleiner als die Menge an SiO2 in Mol % ist, und 5-15 % Li20, 2-13 % K20, 15-25 % Na.0 enthält. 2.
    Fritte nach Patentanspruch I, die bei Tempera turen unter 560 C unter Bildung eines glatten, gleichmässigen Emailüberzuges verläuft (zusammen schmilzt), im Temperaturbereich von 50-350 C einen Wärmeausdehnungskoeffizienten über 14 X 10-o aufweist und einen Gewichtsverlust bei der Säure festigkeitsprobe von weniger als 0,0046 g/cm2 einer emaillierten Platte ergibt, dadurch gekennzeich net, dass sie, ausgedrückt in Molprozent, bezogen auf die Gesamtfritte, die folgenden Komponenten enthält:
    30-45 % 5i02, 12-22 % TiO2, wobei das Verhält- nis Si02:
    Ti02 zwischen 1,8 und 3,5 liegt und die Ge- samtmenge an SiO. und TiO2 48-60 % beträgt, 6-l3 % Li20, 4-12 % K20 und 16-22 % Na20, wobei die Gesamtmenge an Li_O,
    K20 und Na20 30-40 % beträgt, 1-7 % B203 sowie bis zu 3,5 % P20;
    , wobei die Gesamtmenge an B203 und P20, 2-8 % beträgt und das Verhältnis der Summe der Mol % an SiO2 und TiO2 zu den Mol % <RTI
    ID="0010.0213"> an Ti02-lö- senden Oxyden mindestens 6 beträgt. 3. Fritte nach Patentanspruch I und Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Menge an jedem der TiO2 lösenden Oxyde 5 % nicht übersteigt. 4. Fritte nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass sie ausserdem Fluor in einer bis zu 5 Molprozent F2 äquivalenten Menge enthält. 5.
    Fritte nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass sie ausserdem mindestens eines der nachstehend aufgezählten Haftoxyde enthält: Cu0 in Mengen von bis zu 5 Molprozent, NiO in Mengen von bis zu 5 Molprozent, CoO in Mengen von bis zu 5 Molprozent, Sb203 in Mengen von bis zu 1 Mol- prozent und Bi203 in Mengen von bis zu 5 Molpro- zent,
    wobei die Gesamtheit der genannten Haftoxyde bis zu 5 Molprozent der Fritte ausmacht. 6. Fritte nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass sie ausserdem S6_03 in Mengen bis zu 1 Molprozent, bezogen auf die Gesamtfritte, enthält.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4812423A (en) * 1984-01-27 1989-03-14 Nikon Corporation Optical light weight glass
EP0950644A1 (de) * 1998-04-17 1999-10-20 Ferro France S.A.R.L. Porzellan-Email für aluminisierten Stahl

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