CH414363A - Selbsttätig schaltendes Wechselgetriebe für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Selbsttätig schaltendes Wechselgetriebe für KraftfahrzeugeInfo
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Description
Selbsttätig schaltendes Wechselgetriebe für Kraftfahrzeuge Die Erfindung betrifft ein selbsttätig schaltendes Wechselgetriebe für Kraftfahrzeuge, das wenigstens zwei die Gangstufenanzahl bestimmende Zahnrad paare aufweist, denen<B>je</B> eine Fliehkraftkupplung zu geordnet ist, die von mittels Laschen an einer Kupp lungsnabe angelenkten Fliehgewichtsbacken und einer Kupplungstrommel gebildet ist,
wobei die Fliehgewichtsbacken der der ersten Gangstufe zuge ordneten Fliehkraftkupplung von der Antriebswelle her und die Fliehgewichtsbacken der der höheren Gangstufe zugeordneten Fliehkraftkupplung von der Abtriebswelle her angetrieben werden. Bei bekannten Wechselgetrieben der genannten Art treten Schwie rigkeiten im Betrieb dadurch auf, dass beim Gang wechsel grosse Rutschbereiche der Flichkraftkupp- lungen vorhanden sind, wodurch sich Reibungsverlu ste und ein übermässiger Kupplungsverschleiss erge ben.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Schwierigkei ten zu überwinden und ein selbsttätig schaltendes Wechselgetriebe für Kraftfahrzeuge mit optimalem Betriebsverhalten zu schaffen. Erfindung5gemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass an der Fliehkraftkupplung der ersten Gangstufe die Anlenk- punkte zwischen Laschen und Fliehgewichtsbacken in Drehrichtung gegenüber den Anlenkpunkten zwi schen Laschen und Kupplungsnabe versetzt sind und dass an der Fliehkraftkupplung der höheren Gang stufe die Anlenkpunkte zwischen den Laschen und den Fliehgewichtsbacken
entgegengesetzt der Dreh richtung gegenüber den Anlenkpunkten zwischen Laschen und Kupplungsnabe versetzt sind.
Durch die kombinierte Anwendung der beiden Merkmale der Erfindung werden die Schwierigkeiten, die bei den bekannten Ausführungen auftreten, be seitigt. Es ergibt sich an allen Fliehkraftkupplungen ein schnelles und zügiges Einkuppeln in allen Gang stufen; Reibungsverluste und Verschleiss sind ver mieden. Beim Abwärtsschalten tritt ein sanfter und stossfreier übergang ein, der im Kraftfahrzeug be sonders bei glatter Strassenoberfläche sehr erwünscht ist.
Ein zweistufiges Wechselgetriebe wird man vor zugsweise derart ausbilden, dass auf der Eingangs welle eine erste Kupplungsnabe mit bei geringer Drehzahl ansprechenden Fliehgewichten sitzt, dass eine diese Kupplungsnabe umfassende Kupplungs trommel ein eingangsseitiges Zahnrad eines ersten Zahnräderpaares von kleinem übersetzungsverhält- nis trägt, dass auf eine Hilfswelle eine zweite Kupp lungsnabe angeordnet ist, deren Fliehgewichte eben falls mit der Kupplungstrommel der ersten Kupp lungsnabe zusammenarbeiten,
dass die Hilfswelle und die Abtriebswelle durch ein zweites Zahnräderpaar von grösserem übersetzungsverhältnis miteinander in Verbindung stehen und dass zwischen dem abtriebs- seitigen Zahnrad des ersten Zahnräderpaares und der Abtriebswelle ein Freilauf vorgesehen ist.
Die beiliegende Zeichnung erläutert ein Ausfüh rungsbeispiel der Erfindung. Es stellen dar: Fig. <B>1</B> einen Schnitt durch ein erfindungsgemäss ausgebildetes Getriebe Fig. 2 einen Schnitt nach Linie 11-II der Fig. <B>1</B> durch eine erste Fliehkraftkupplung des erfindungs- gemässen Getriebes Fig. <B>3</B> einen Schnit nach Linie III-III der Fig. <B>1</B> durch eine zweite Fliehkraftkupplung des erfindungs- <RTI
ID="0001.0051"> gemässen Getriebes.
In Fig. <B>1</B> erkennt man ein Getriebegehäuse<B>1.</B> In diesem Getriebegehäuse<B>1</B> ist eine Antriebswelle 2 und eine Abtriebswelle <B>3</B> gelagert. Die Antriebswelle 2 und die Abtriebswelle <B>3</B> können über eine erste Gruppe von Zahnrädern 4 und<B>5</B> miteinander ver bunden sein, was dem ersten Gang entspricht, oder über eine zweite Gruppe von Zahnrädern<B>6</B> und<B>7,</B> was dem zweiten Gang entspricht.
Auf der Antriebswelle 2 sitzt eine Kupplungsnabe <B>8.</B> Auf dieser Kupplungsnabe<B>8</B> sind (siehe Fig. 2) mittels Laschen<B>9</B> Fliehgewichtsbacken <B>10</B> schwenk bar gelagert, welche zum Eingriff mit der Innenfläche <B>11</B> einer Kupplungstrommel 12 bestimmt sind. Im Getriebegehäuse<B>1</B> ist weiterhin eine Zwischenwelle <B>13</B> gelagert, welche die Kupplungstrommel 12 durch setzt und innerhalb der Kupplungstrommel (siehe Fig. <B>3)</B> eine Kupplungsnabe 14 trägt.
An der Kupp lungsnabe 14 sind mittels Laschen<B>15</B> Fliehkraftbak- ken <B>16</B> schwenkbar befestigt, welche zum Eingriff mit der Innenfläche<B>11</B> der Kupplungstrommel 12 be stimmt sind.
Das Zahnrad 4 ist mit der Kupplungstrommel 12 fest verbunden; das Zahnrad<B>5</B> sitzt auf der Abtriebs- welle <B>3</B> vermittels eines Freilaufs<B>18.</B> Das Zahnrad<B>6</B> sitzt fest auf der Zwischenwelle<B>13.</B> Das Zahnrad<B>7</B> sitzt fest auf der Abtriebswelle <B>3.</B>
Wenn die Antriebswelle 2 anläuft, so steht die Abtriebswelle <B>3</B> zunächst still. Erreicht die Antriebs welle 2 eine gewisse Drehzahl, so schwenken die an der Kupplungsnabe<B>8</B> über die Laschen<B>9</B> angelenk- ten Fliehgewichtsbacken <B>10</B> nach aussen und treten in Eingriff mit der Kupplungstrommel 12. Die Kupp lungstrommel 12 wird also mitgenommen und treibt über die Zahnräder 4,<B>5</B> und den Freflauf <B>18</B> die Ab- triebswelle <B>3</B> an. Dieser Betriebszustand entspricht der ersten Gangstufe.
In diesem Betriebszustand wir über die Zahnräder<B>6</B> und<B>7</B> die Zwischenwelle<B>13</B> und damit die Kupplungsnabe 14 angetrieben.
Wird eine bestimmte noch höhere Drehzahl er reicht, so treten die von der Kupplungsnabe 14 über Laschen<B>15</B> getragenen Flieligewichtskörper in Ein griff mit der Kupplungsnabe<B>8,</B> so dass nunmehr die Abtriebswelle <B>3</B> über die Zahnräder<B>6</B> und<B>7</B> von der Zwischenwelle<B>13</B> her angetrieben wird. Infolge des durch die Zahnräder<B>6, 7</B> festgelegten veränderten übersetzungsverhältnisses läuft die Abtriebswelle <B>3</B> nunmehr schneller um als das Zahnrad<B>5.</B> Der schnellere Lauf der Abtriebswelle gegenüber dem Zahnrad<B>5</B> wird zugelassen durch, den Freilauf<B>18,</B> der zwischen dem Zahnrad<B>5</B> und der Welle<B>3</B> eingeschal tet ist.
Dieser Betriebszustand entspricht der zweiten Gangstufe.
Erfindungsgemäss sind die Anlenkpunkte <B>19</B> zwi schen den Laschen<B>9</B> und den Fliehgewichtsbacken <B>10</B> der ersten Fliehkraftkupplung in Drehrichtung der Nabe<B>8</B> gegenüber dem Anlenkpunkt 20 zwischen der Lasche<B>9</B> und der Nabe<B>8</B> versetzt:
wenn die Nabe<B>8</B> anläuft (Pfeilrichtung) und die erste Berührung zwi schen den Flichgewichtsbacken <B>10</B> und der Innenflä che<B>11</B> der Kupplungstrommel 12 hergestellt ist, so tritt infolge der dann zwischen den Kupplungsbacken <B>10</B> und der Innenfläche<B>11</B> auftretenden Reibung ein Schwenken der Laschen<B>9</B> nach aussen ein und damit eine kräftige Anpressung der Kupphingsbacken <B>10</B> an die Innenfläche<B>11</B> der Kupplungstrommel 12.
Es findet folglich beim übergang vom Leerlauf zur er sten Gangstufe kein langwieriges Schleifen zwischen den Fliehgewichtsbacken <B>10</B> und der Innenfläche<B>11</B> ein, so dass keine wesentliche Abnutzung der zusam, menwirkenden Teile zu befürchten ist.
Die Anlenkpunkte 21 der Fliehgewichtsbacken <B>16</B> an den Laschen<B>15</B> sind gegenüber den Anlenk- punkten 22 der Laschen<B>15</B> an der Kupplungsnabe 14 entgegen der Umlaufrichtung der Kupplungsnabe 14 versetzt:
wenn die Drehzahl der Antriebswelle<B>1</B> so gross wird, dass auch die von der Kupplungsnabe 14 über die Laschen<B>15</B> getragenen Fliehgewichts- backen <B>16</B> zum Eingriff mit der Kupplungstrommel 12 kommen, dann läuft infolge der übersetzungsver- hältnisse der Zahnräderpaare 4 und<B>5</B> einerseits und <B>6, 7</B> andererseits die Kupplungstrommel 12 schneller um (Pfeilrichtung in Fig. <B>3)</B> als die Kupplungsnabe 14.
Dies bedeutet, dass nach Herstellung der ersten Berührung zwischen den Fliehgewichtsbacken <B>16</B> und der Innenfläche<B>11</B> der Kupplungstrommel 12 augen blicklich eine Verschwenkung der Laschen<B>15</B> nach aussen und damit ein kräftiges Anpresen der Flieh- gewichtsbacken <B>16</B> an der Kupplungstrommel 12 stattfindet. Der übergang von der ersten Gangstufe zur zweiten Gangstufe findet also ebenfalls ohne wesentliches Schleifen zwischen den miteinander zu sammenwirkenden Teilen statt.
Bei einer Drehzahlverminderung spielen sich die Vorgänge in umgekehrter Reihenfolge ab. Die gegen seitige Anordnung der Gelenkpunkte bewirkt aber nunmehr eine weiche und allmähliche Trennung der Fliehgewichtsbacken von der Kupplungstrommel: da bei der Drehzahlverminderung die zu übertragende Leistung geringer ist, kann hier das Schleifen als un schädlich in Kauf genommen werden; andererseits wird durch die allmähliche Trennung der Fliehge- wichtsbacken von der Kupplungstrommel ein Rucken des Fahrzeugs bei Abwärtsschalten vermieden. Dies ist für die Fahrsicherheit besonders auf glatter Fahr bahn sehr wesentlich.
Der Erfindungsgedanke kann auch auf Wechsel getriebe mit mehr als zwei Gängen in analoger Weise angewandt werden.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Selbsttätig schaltendes Wechselgetriebe für Kraft fahrzeuge, umfassend wenigstens zwei die Gangstu- fenanzahl bestimmende Zahnradpaare (4,<B>5; 6, 7),</B> denen<B>je</B> eine Fliehkraftkupplung <B>(8, 9, 10, 11;</B> 14, <B><I>15, 16,</I> 11)</B> zugeordnet ist, gebildet von mittels Laschen<B>(9; 15)</B> an einer Kupplungsnabe<B>(8,</B> 14) an- gelenkten Fliehgewichtsbacken <B>(10; 16)</B> und einer die Fliehgewichtsbacken <B>(10;16)</B> umschliessenden Kupplungstrommel (12), wobei die Fliehgewichtsbak- ken <B>(10)</B> der zur ersten Gangstufe gehörigen Flieh- kraftkupplung <B>(8, 9, 10, 11)</B> von der Antriebswelle (2) her und die Fliehgewichtsbacken <B>(16)</B> der zur höhe ren Gangstufe gehörigen Fliehkraftkupplung (14,<B>15,</B> <B>16, 11)</B> von der Abtriebswelle <B>(3)</B> her angetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, doss an der Flieh- kraftkupplung <B>(8, 9, 10, 11)</B> der ersten Gangstufe die Anlenkpunkte <B>(19)</B> zwischen Laschen<B>(9)</B> und Flieh- gewichtsbacken <B>(10)</B> in Drehrichtung gegenüber den Anlenkpunkten (20) zwischen Laschen<B>(9)</B> und Kupp lungsnabe<B>(8)</B> versetzt sind und dass an der Flieh- kraftkupplung (14,<B>15, 16, 11)</B> der höheren Gangstufe die Anlenkpunkte (21) zwischen den Laschen<B>(15)</B> und den Fliehgewichtsbacken <B>(16)</B> entgegengesetzt der Drehrichtung gegenüber den Anlenkpunkten (22) zwischen Laschen<B>(15)</B> und Kupplungsnabe (14) ver setzt sind.<B>UNTERANSPRUCH</B> Selbsttätig schaltendes 2-Gang-Wechselgetriebe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Eingangswelle (2) eine erste Kupplungsnabe <B>(8)</B> mit bei geringer Drehzahl ansprechenden Fliehge- wichten <B>(10)</B> sitzt, dass eine diese Kupplungsnabe umfassende Kupplungstrommel (12) ein eingangssei- tiges Zahnrad (4) eines ersten Zahnräderpaares (4,<B>5)</B> von kleinem übersetzungsverhältnis trägt, dass auf einer Hilfswelle<B>(13)</B> eine zweite Kupplungsnabe (14) angeordnet ist, deren Fliehgewichte<B>(16)</B> ebenfalls mit der Kupplungstrommel (12) der ersten Kupplungs nabe<B>(8)</B> zusammenarbeiten,dass die Hilfswelle<B>(13)</B> und die Abtriebswelle <B>(3)</B> durch ein zweites Zahnrä- derpaar <B>(6, 7)</B> von grösserem übersetzungsverhältnis miteinander in Verbindung stehen und dass zwischen dem abtriebsseitigen Zahnrad<B>(5)</B> des ersten Zahnrä- derpaares (4,<B>5)</B> und der Abtriebswelle <B>(3)</B> ein Frei lauf<B>(18)</B> vorgesehen ist.
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1963
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Also Published As
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| FR1372779A (fr) | 1964-09-18 |
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