CH414410A - Ganzstahl-Kardengarnitur und Verfahren zur Herstellung derselben - Google Patents
Ganzstahl-Kardengarnitur und Verfahren zur Herstellung derselbenInfo
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Description
Ganzstahl-Kardengarnitur und Verfahren zur Herstellung derselben Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur her- stellung einer Ganzstahl-Kardengarnitur und eine nach diesem Verfahren hergestellte Kardengarnitur.
Für die Verarbeitung von Textilfasern spielt die Oberfläche der Maschinenteile, welche mit den Tex tilfasern in Berührung kommen, eine wesentliche Rolle. Dies gilt besonders für Kardengarnituren, da von der Oberfläche der Zähne die Qualität des Vlieses abhängt, das auf einer Karde hergestellt wird.
Falls die Kardengarnituren nach dem Härten nicht bearbeitet werden, so weisen die einzelnen Zähne der Garnitur Brauen auf, die vom Stanzen zurück geblieben sind, sowie Oxydationsrückstände in Form des sogenannten Hammerschlages und Ölschlacke, die vom Härteprozess zurückgeblieben sind.
Es ist bekannt, die Garnituren aufzurauhen, damit die Partien der Zähne der Garnitur, welche mit den Textilfasern in Berührung kommen, eine möglichst rauhe und griffige Oberfläche erhalten, durch welche die Fasern besser erfasst werden können. Genauere Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass eine rauhe Oberfläche der Zähne die Textilfasern zu sehr in der Garnitur haften lässt, welche Erscheinung die Nissenbildung begünstigt.
Das erfindungsgemässe Verfahren bezweckt daher die Schaffung von Kardengarnituren, welche eine möglichst glatte Oberfläche aufweisen, die sauber entgratet und frei von Hammerschlag und Ölschlak- ken sind.
Demgemäss zeichnet sich das erfindungsge- mässe Verfahren dadurch aus, dass die gestanzte und gehärtete Garnitur durch Strahlbearbeitung entgratet, geglättet und von Oxydationsrückständen und Öl- schlacke befreit wird. Die nach diesem Verfahren hergestellte Ganzstahlgarnitur zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine glatte, entgratete, von Oxydations rückständen und Ölschlacke befreite Oberfläche auf weist.
Zur Strahlbearbeltung kann ein Luftstrahl unter einem Druck von 6 atü verwendet werden, der Stahlgriess in einer Korngrösse von 195 (Standard Sieb) enthalten kann. Zur Strahlbearbeitung kann ferner eine Mischung aus Öl und Wasser in Form eines Strahles verwendet werden, der ein Schleif mittel enthält. Als Schleifmittel eignen sich minera lische oder keramische Körner sowie Metall oder Hartmetallkörner.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Ganzstahllgarnitur soll im folgenden an Hand der beigefügten Zeichnung ausführlich beschrieben wer den. Es zeigt: Fig. 1 eine Partie einer Kardengarnitur vor der Strahlbearbeitung, Fig. 2 dieselbe Partie einer Kardengarnitur wie in Fig. 1 nach der Strahlb.earbeitung.
Eine Ganzstahl-Kardengarnitur besteht bekannt lich aus verzahnten Drähten. Eine Partie eines solchen Drahtes, der in Schraubenwindungen auf eine Kar- dentrommel aufgewickelt wird, ist in Fig. 1 und 2 dargestellt. Dieser Draht 10 weist eine etwas ver dickte Basis 11 auf sowie ein etwas dünneres Band 12, das mit Zähnen 13 versehen ist, welche durch Stan zen oder Fräsen gebildet werden.
Nach dem Stanzen und Härten weisen die Zähne ,einen Grat auf, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, und sind mit Hammerschlag und Ölschlacke überdeckt.
Die gestanzte und gehärtete Garnitur wird nach dem erfindungsgemässen Verfahren durch Strahlbe- axbeitung entgratet, geglättet, von Oxydationsrück ständen und Ölschlacke befreit. Die in dieser Weise bearbeitete Kardengamitur kann dann in an sich bekannter Weise, wie jede andere Kandengarnitur, auf eine Kardentrommel aufgewickelt werden.
Die nach den üblichen Verfahren bearbeiteten Kardengarnituren weisen als Folge des Stanzens oder Fräsens der Zähne auf der Seite des Drahtes einen Grat oder eine Braue auf.
Die Drahtoberfläche ist somit rauh, und an den Zahnspitzen ist eine ent- kohlte Zone vorhanden, die nicht gehärtet ist und daher leicht beschädigt wird. Infolge,der Oberflächen rauheit und der Brauen können auch die zu bear beitenden Textilfasern beschädigt werden, und die Abnahme des Kardenvlieses von der Kardentrommel durch den Abnehmer wird erschwert.
Für die erwähnte Strahlbearbeitung wenden mine ralische oder keramische Körner oder Metall- oder Hartmetall-Körner verwendet, mit denen entweder durch Pressluft oder durch .eine Wasser-Öl-Mischung in Form eines Strahles von hoher Geschwindigkeit die Oberfläche der Garnitur beschossen wird.
Je nach der Feinheit der Körner kann eine glattere oder rauhere Oberfläche der Kardengarnitur- Zähne erzeugt werden. Als vorteilhaft hat sich z. B. eine Korngrösse von 195 (Standard Sieb) erwiesen. Denn es ist zu beachten, idass beim Kardieren oft sehr feine Fasern auf den Karden verarbeitet werden müssen. Der Durchmesser einer solchen Faser beträgt etwa 10-50 ,u, dementsprechend sollte auch die Oberfläche der Zähne Unebenheiten derselben oder noch kleinerer Grössenordnung aufweisen.
Durch Metall-Griess ist es ferner möglich, die Oberfläche der Zähne zu verdichten und dadurch eine zusätzliche Oberflächenhärtung zu bewirken, welche die Lebensdauer der Garnitur verlängert, wo bei auch die Kanten der Zähne länger scharf bleiben.
Dank der besseren Zahnoberfläche ist es möglich, die Zahl der Nissen in einem kardierten Vlies auf etwa 25 % der Nissenzahl bei den Karden mit übli chen Garnituren zu vermindern. Als Bearbeitungsmaterial eignen sich Metallkör ner, Sand und Sinterprodukte, z. B. Elektrokorund, Borkarbid usw.
Wenn statt einem Luftstrahl ein Flüssigkeits- strahl verwendet wird, so bezeichnet man diese Bear beitung als Honen oder Flüssigkeitshonen.
Claims (1)
- <B>,PATENTANSPRÜCHE</B> I. Verfahren zur Herstellung einer Ganzstahl- Kardengarnitur, dadurch gekennzeichnet, dass die gestanzte und gehärtete Garnitur durch Strahlbear- beitung entgratet, geglättet, von Oxydationsrück ständen und Ölschlacke befreit wird. 1I. Ganzstahl-Kardengarnitur, hergestellt nach dem Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Garnitur eine glatte, entgratete, von Oxydationsrückständen und Ölschlacke befreite Oberfläche aufweist.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Strahlbearbeitung ein Luft strahl unter einem Druck von 6 atü verwendet wird, der Stahlgriess in einer Korngrösse von 195 (Standard Sieb) enthält. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, idadurch gekennzeichnet, dass zur Strahlbearbeitung eine Mä- schung aus Öl und Wasser in Form eines Strahles verwendet wird, der ein Schleifmittel enthält.3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass durch Strahlbearbeitung die Oberfläche der Garnstur gehärtet und die Schnitt kanten der Zähne abgerundet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH947364A CH414410A (de) | 1964-07-20 | 1964-07-20 | Ganzstahl-Kardengarnitur und Verfahren zur Herstellung derselben |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH414410A true CH414410A (de) | 1966-05-31 |
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ID=4352358
Family Applications (1)
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Country Status (1)
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-
1964
- 1964-07-20 CH CH947364A patent/CH414410A/de unknown
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