CH414480A - Verfahren und Anlage zur Wasserreinigung - Google Patents

Verfahren und Anlage zur Wasserreinigung

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CH414480A
CH414480A CH1373062A CH1373062A CH414480A CH 414480 A CH414480 A CH 414480A CH 1373062 A CH1373062 A CH 1373062A CH 1373062 A CH1373062 A CH 1373062A CH 414480 A CH414480 A CH 414480A
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water
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Huber Josef
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Wartmann & Cie Ag
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Description


  Verfahren und Anlage     zur    Wasserreinigung    Die     Erfindung    betrifft ein. Verfahren zur Wasser  reinigung, insbesondere für die     Abwasserreinigung,     nach dem     Belebtschlammverfahren    sowie eine An  lage zur Durchführung dieses Verfahrens. Das     Be-          lebtschlammverfahren    hat sich zur Wasserreinigung  in zunehmendem Masse durchgesetzt und es sind  verschiedene Verfahren und Anlagen bekannt, die  zur Durchführung dieser Reinigung dienen.

   Bei be  kannten Anlagen ist mindestens ein     Belüftungsbek-          ken,    beispielsweise in rechteckiger Form, vorgesehen,  das mit Einrichtungen zum Umwälzen und Belüften  von schlammhaltigem Wasser ausgerüstet ist. Eine  bekannte Einrichtung zum Umwälzen und Belüften  von schlammhaltigem Wasser ist beispielsweise die  sogenannte     Inka-Belüftung.    Zum Betrieb dieser An  lage wird vorzugsweise     vorgeklärtes,    d. h. von gro  ben, leicht     sedimentierbaren    Komponenten befreites  Abwasser verwendet. Während .des     Umwälzens    und       Belüftens        wird.    eine Reinigung des Wassers auf  mikrobiologischem Wege erzielt.

   Dabei dienen die  Schlammpartikel als Träger und Nährboden für die  Mikrolebewesen. Die chemischen bzw. biochemisch  enzymatischen Vorgänge, die sich beim Belebt  schlammverfahren abspielen, .sind noch nicht voll  ständig geklärt und hängen zum Teil von den     Verun          reinigungen    und dem jeweils gewählten Verfahren ab.  



  Bei dieser Art der Wasserreinigung muss der  Schlamm vom     inzwischen    gereinigten Wasser ge  trennt werden. Dazu ist es bekannt, ein     Nachklärbek-          ken    zu verwenden, das unmittelbar in der Nachbar  schaft des Belüftungsbeckens angeordnet und mit  diesem, beispielsweise durch einen     l7berführungs-          raum    oder einen Kanal verbunden. ist. Es wurde auch  schon versucht, das     Nachklärbecken    unmittelbar     mit     dem Belüftungsbecken zu verbinden.  



  Die Trennung von Schlamm und Wasser macht    bei den bekannten Verfahren und Vorrichtungen er  hebliche Schwierigkeiten,     insbesondere    wenn sich die  Betriebsbedingungen, wie     Durchsatzmenge,    ändern.  Die bekannten Versuche konnten diese Schwierigkei  ten nicht beheben.  



  Die     Schlammtrennung    konnte daher bisher wegen  der ungenügenden Wirksamkeit der bekannten Ver  fahren und Anlagen nur mit erhöhtem Aufwand be  züglich Dimensionierung der Anlagen und     überwa-          chung    des Betriebes erzielt werden.  



  Es ist daher ein wesentliches Ziel der vorliegen  den Erfindung, eine wirksame Trennung von  Schlamm und Wasser bei der Abwasserreinigung zu  ermöglichen. Ein weiteres Ziel der Erfindung ist ein  verbessertes Verfahren zur Reinigung von Abwasser,  das mit geringeren Anlage- und Betriebskosten  durchzuführen ist als die bekannten Verfahren und  einen gleichmässigeren Betrieb gewährleistet als  diese.  



  Die Erfindung soll fernerhin eine Anlage zur  Durchführung dieses Verfahrens ermöglichen.  



  Die Erfindung beruht auf der     Erkenntnis,    dass  der wesentliche Nachteil der bekannten Verfahren  und Anlagen dieser Art in der Abhängigkeit der  Strömungsverhältnisse im     Nachklärbecken    vom  Durchsatz, d. h. der pro Zeiteinheit zugeführten Ab  wassermenge oder der pro Zeiteinheit erzeugten ge  reinigten Wassermenge,     besteht.     



  Es wurde gefunden, dass sich die     Sedimentations-          fähigkeib    der Schlammteile bei den bekannten Ver  fahren und Anlagen, wahrscheinlich durch enzymati  sche Vorgänge, nachteilig verändert, weil die Bedin  gungen bei .der Nachklärung, d. h.     insbesondere    die  Strömungsverhältnisse im     Nachklärbecken    ungünstig  sind oder sich während des Betriebes in     ungünstiger     Weise ändern.

   Gemäss der Erfindung werden daher      die Strömungsverhältnisse im     Nachklärbecken    vom  Durchsatz unabhängig und steuerbar gemacht, so  dass     unabhängig    von     Durchsatzveränderungen    im       Nachklärbecken    die für die Schlammtrennung opti  malen     Bedingungen    erreicht und     erhalten    werden  können. Dadurch     können    sowohl     unerwünschte     Schlammablagerungen und Verstopfungen als auch       unerwünschte    Veränderungen des Schlammes bezüg  lich seiner     Sedimentationseigenschaften    verhindert  und die oben erwähnten Nachteile behoben werden.

    



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren ist dadurch  gekennzeichnet, dass ausser einer primären im     Be-          lebtschlamrnbecken        erfolgenden    Zirkulation zusätz  lich eine von der primären Zirkulation unabhängige       Sekundärzirkulation    vorgesehen ist, wobei die Inten  sität der Sekundärzirkulation durch Energiezufuhr  gesteuert wird und die pro Zeiteinheit in der Sekun  därzirkulation     zirkulierte    Wassermenge 2-50 mal so  gross ist,     als    die pro Zeiteinheit der Anlage zuge  führte Wassermenge.  



  Die obere Grenze dieses Verhältnisses ist jedoch  nicht kritisch und die     Zahlenangaben    sind auf den  normalen Durchsatz einer Anlage zu beziehen. Wenn  z. B. die Zufuhr von Abwasser     anormal    stark gedros  selt oder unterbrochen wird, soll die sekundär zirku  lierte Schlammwassermenge pro Zeiteinheit immer  noch auf die Grösse des normalen Gesamtdurchsatzes  abgestimmt werden. Hierbei wird das Verhältnis der  pro Zeiteinheit sekundär     zirkulierenden    Schlamm  wassermenge zum tatsächlichen, aber anormal gerin  gen Durchsatz     erheblich    grösser als oben angegeben  und erreicht beim vollständigen Unterbruch der Ab  wasserzufuhr     (Durchsatz    = Null) einen unendlich  grossen Wert.  



  Die für Aufrechterhaltung und Steuerung der  Sekundärzirkulation verwendete     Zufuhr    mechani  scher Energie kann in üblicher Weise durch mecha  nische Fördereinrichtungen, wie Pumpen, Propeller  und dergleichen erfolgen. Vorzugsweise wird diese  mechanische     Energie    unter gleichzeitiger Belüftung  zugeführt, was in einer Operation mittels     Zufuhr    ent  sprechend komprimierter Luft erzielt werden kann.  Es ist besonders vorteilhaft, wenn die     Energiezufuhr     für die Sekundärzirkulation eine turbulente Strömung  unter gleichzeitiger Belüftung der Schlammwasser  suspension erzeugt.  



  Die hauptsächliche Trennung von Schlamm und  Wasser erfolgt beim     erfindungsgemässen    Verfahren       zweckmässig    im Bereich der Sekundärzirkulation,  z. B. in einem entsprechend ausgerüsteten     Nachklär-          becken,    das einen     Flocculationsraum    oder     Ausflok-          kungsraum    sowie     einen        Nachklärraum    besitzt.  



  Der durch das erfindungsgemässe Verfahren ver  besserte Wirkungsgrad der     Schlamm-Wassertrennung          ermöglicht    Anlagen zur Durchführung des Verfah  rens, die im Vergleich zu bekannten Anlagen bei  gleichem Durchsatz einen geringeren     Platzbedarf    und  einen geringeren konstruktiven Aufwand erfordern  als .die bekannten Anlagen. Eine bevorzugte Anlage  gemäss der vorliegenden Erfindung besitzt minde-         stens    ein Belüftungsbecken mit Einrichtungen zum  Umwälzen und Belüften von     schlammhaltigem    Was  ser sowie mindestens ein     Nachklärbecken,    wobei das  Belüftungsbecken durch einen Überführungsraum  mit dem     Nachklärbecken    verbunden ist.

   Sie ist da  durch gekennzeichnet, dass in dem     Abführungskanal     eine Fördereinrichtung zum überführen von       schlammhaltigem    Wasser aus dem Belüftungsbecken  in ein aus     Flockungsraum    und     Nachklärraum    beste  hendes     Nachklärbecken    angeordnet ist und zwischen  dem untersten Teil des.

       Nachklärbeckens    und dem       Belüftungsbecken    eine Verbindung zur Rückführung  von Schlamm aus dem     Nachklärbecken    in das Belüf  tungsbecken vorgesehen ist, wobei die Umwälzung  des schlammhaltigen Wassers in eine Primärzirkula  tion im Belüftungsbecken und in eine, vom Wasser  durchsatz unabhängige regelbare Sekundärzirkulation  im     Flockungsraum    des     Nachklärbeckens    trennbar ist.  



  Eine Fördereinrichtung, die diese beiden Bedin  gungen erfüllt, ist z. B. ein Belüftungskasten. Durch  entsprechende Anordnung des Belüftungskastens in  einem Schacht wird das Niveau des im Schacht be  findlichen Wassers mittels der aus dem Belüftungska  sten ausströmenden Luft gehoben und kann über eine       Überströmkante    treten. Die Verwendung einer sol  chen oder ähnlichen Förderungseinrichtung ist vor  teilhaft, da auf diese Weise eine beliebig steuerbare  Menge schlammhaltigen Wassers aus dem Belüf  tungsbecken ausgeführt und wobei gleichzeitig wei  terbelüftet werden kann.

   Die Fördermenge wird, wie  oben erläutert, so gewählt, dass sie ein Vielfaches,  d. h. das 2-50 und insbesondere das     5-20fache    der  dem     Belüftungsbecken    normalerweise zugeführten  Abwassermenge beträgt. Vorzugsweise ist bei der  erfindungsgemässen Anlage das Belüftungsbecken  durch eine Leitwand vom     Nachklärbecken        getrennt.          Vorteilhafterweise    ist die Leitwand an ihrem unteren  Ende nach dem Innern des     Belüftungsbeckens    zu ge  krümmt. Der gekrümmte untere Teil der Leitwand  bildet dabei zusammen mit dem Beckenboden des       Nachklärbeckens    einen Strömungskanal, dessen  Querschnitt in Richtung zum Belüftungsbecken ab  nimmt.

   In diesem Kanal kann zusätzlich oder anstelle  der oben erwähnten Fördereinrichtung eine z. B.  pumpenartig wirkende Fördereinrichtung vorgesehen  werden, mit welcher die Sekundärzirkulation bewirkt  und     gesteuert    wird. Die Oberkante der Leitwand bil  det dabei gleichzeitig die     überströmkante    im über  führungsraum, einem nach unten geöffneten Schacht,  dessen eine Seitenwand in     das    Belüftungsbecken, die  andere in     das        Nachklärbecken    ragt.

   Im Ruhezustand  endet die     überströmkante        unmittelbar    unter oder  etwas oberhalb der     Wasserfläche.    Der Kanalteil zwi  schen Leitwand und Kanalwand im Belüftungsbecken  nimmt die entsprechend dimensionierte Förderein  richtung auf. Vorzugsweise sind im     Nachklärbecken     der erfindungsgemässen Anlage eine oder mehrere  feste oder verstellbare     Leitelemente    angeordnet, die  eine Aufteilung des     Nachklärbeckens    in zwei  Arbeitsräume gestattet. Die Oberseite des Nachklär-      Beckens kann mit einer der bekannten Ablaufrinnen  oder     Rinnensystemen    versehen sein.

   Vorzugsweise  wird jedoch     hierfür    eine besondere Siebplatte ver  wendet, bei der je eine Ablaufrinne an jeder Seite mit  einer parallel zur Rinne verlaufenden Reihe von       Durchtrittsöffnungen    versehen ist. Diese     Ablaufrin-          nen    besitzen einen schräg verlaufenden Boden und  eine in     Abströmrichtung    zunehmende Breite.     Zweck-          mässigerweise    sind die     Durchtrittsöffnungen    konisch  und verjüngen sich von unten nach oben.  



  Die erfindungsgemässe Anlage wird     zweckmässi-          gerweise    rechteckig und paarig ausgebildet. In der  Mitte der Anlage befindet sich .dabei eine Trenn  wand, die zwei durch die gleiche Zuführung zu ver  sorgende, aber nicht miteinander     in    Verbindung     ste-          hende    Belüftungsbecken aufweist. Jede der beiden  Seiten des durch die Trennwand getrennten Beckens  ist nun mittels einer Leitwand in je ein Belüftungs  becken und je ein     Nachklärbecken    unterteilt.

   An bei  den Seiten einer derartigen paarigen Anlage     sind        Ab-          flussrinnen    für das durch die Ablaufrinnen oder die  Siebplatten aus dem     Nachklärbecken    austretende ge  reinigte Wasser angeordnet.     Zweckmässigerweise          sind    nahe der Sohle jedes     Nachklärbeckens    Abzugs  leitungen für     überschussschlamm    vorgesehen, bei  spielsweise im Abstand von 3-5 m längs des Beckens.  Der Abzug kann in bekannter Weise durch über  druck in     Düker-Leitungen    erfolgen, die     in,    über  schuss-Schlammrinnen     münden.     



  Die Erfindung soll nun anhand der Zeichnungen  näher     erläutert    werden. Es zeigen:       Fig.    1 die Hälfte einer doppelseitigen Anlage im  Querschnitt,       Fig.    2 einen Längsschnitt     durch    eine Siebplatte,       Fig.    3 einen Grundriss der in     Fig.    2 dargestellten.  Siebplatte und       Fig.    4 einen Querschnitt nach     A-A    durch die     in          Fig.    2 und 3 gezeigte Platte.  



  In der Anlage von     Fig.    1 ist das     Belüftungsbek-          ken    1 durch die Wand 30 von dem spiegelbildlich  gleichen, in     Fig.    1 aber nicht vollständig dargestellten  Teil der Anlage getrennt. Das Belüftungsbecken 1  wird ebenso wie das parallele Belüftungsbecken 31  durch die     Zulaufrinnen    32, 33 mit     vorgeklärtem     Wasser versorgt. Ein zentraler Luftkanal 34 versorgt  die     Belüfter    35, 36 mit Druckluft. In jedem Belüf  tungsbecken befindet sich ferner eine Führungswand  37, 38. Anordnung und Betrieb solcher und ähnlicher  Belüftungsbecken für die     Belebtschlammreinigung    ist  bekannt.

   Parallel zum Belüftungsbecken 1 ist das       Nachklärbecken    3 angeordnet und durch die     Leit-          wand    7 von diesem getrennt. Am oberen Ende der  Leitwand 7 ist .der     überführungsraum    4 vorgesehen.  Dieser Raum wird seitlich durch die Wände 4a und  4b begrenzt. Zwischen dem oberen Ende der     Leit-          wand    und der Seitenwand 4a ist ein Belüftungskasten  5 vorgesehen, der durch die Leitung 5a mit Druckluft  versorgt wird.

   Durch diesen     Belüfter    wird     schlamm-          haltiges    Wasser aus dem Belüftungsbecken 1     in    das       Nachklärbecken    3     überführt    und dabei     verwirbelt       und belüftet. Die Förderung kann durch Regelung  der     zugeführten    Luftmenge gesteuert werden. An  ihrem unteren Ende 8 ist die Leitwand 7 nach innen  gekrümmt und bildet zusammen mit dem Beckenbo  den 39 einen     Strömungskanal    6, .dessen Strömungs  querschnitt in Richtung zum Belüftungsbecken hin  abnimmt.

   Im     Nachklärbecken    sind zwei feste oder  verstellbare Leitelemente 10 bzw. 11 angeordnet, die  eine     Aufteilung    des     Nachklärbeckens    in zwei  Arbeitsräume 12 bzw. 13 ermöglichen. Der Arbeits  raum 12 dient als     Flockungsraum,    während der  Raum 13 der     Nachklärraum    ist. Als oberer     Ab-          schluss    des     Nachklärbeckens    ist die Siebplatte 14  oder eine Rinne bzw. ein     Rinnensystem    angeordnet.  Das durch die     Öffnungen    15 ausströmende gereinigte  Wasser fliesst durch     ,die    Ablaufrinne 16 ab.

   Zur Ent  nahme von überschüssigem Schlamm ist die in     Fig.    1  gestrichelt eingezeichnete     Düker-Leitung    17 vorgese  hen, durch welche der überschüssige Schlamm in die       Schlammablaufrinne    18 gebracht und     dort        abgeführt     wird.  



       Fig.    2 zeigt einen Längsschnitt durch ein     Segment     einer bevorzugten Siebplatte, die es gestattet, das  Wasser auf praktisch die gesamte     Nachklärbecken          oberfläche    abzuleiten und dadurch den Inhalt des       Nachklärbeckens    zu verkleinern. Dieses Siebplatten  element besitzt eine     Abströmrinne    20, je eine Reihe  21 bzw. 22 und     Durchtrittsöffnungen    23. Der Ver  lauf der     Rinne    20 ist in .den     Fig.    3 und 4 klar zu er  kennen.

   Der Boden der     Rinne    senkt sich     (Fig.    2) von  links nach rechts, um das entsprechende Gefälle zu  erzeugen. Gleichzeitig wird die     Rinne    20     (Fig.    3) von  links nach rechts breiter, um die zunehmende Menge  Wasser stauungsfrei abzuführen.  



  Im folgenden ist die Arbeitsweise der in     Fig.    1  dargestellten Anlage beschrieben. Im Belüftungsraum  1 wird das     schlammhaltige    Wasser in der Richtung  der beiden     Pfeile        umgewälzt.    Ein     Teil    dieses       schlammhaltigen    Wassers wird durch die     Förderein          richtung    5 unter Belüftung abgezogen und in das       Nachklärbecken    3 bzw. zunächst in den     Flockungs-          raum    12 überführt.

   Im     Flockungsraum    setzen. sich  die Schlammpartikel rasch ab und strömen nach un  ten und über die Verbindung 6 wieder in das Belüf  tungsbecken zurück. Das vom Schlamm weitgehend  abgetrennte Wasser dagegen tritt durch die     öffnun-          gen    zwischen .den festen oder regulierbaren     Leitele-          menten    10 und 11 in den Raum 13 des     Nachklärbek-          kens    3, in welchem .die restliche     Klärung    erfolgt, und  wird durch die Ablaufkonstruktion 14 abgeführt.  



  Die in     Fig.    1 gezeigte Anlage besitzt gegenüber  den bekannten     Wasserreinigungsanlagen    folgende  Vorteile:  Durch die Aufteilung der Umwälzung des  schlammhaltigen Wassers in zwei Teilströme wird  eine überraschende Verbesserung der     Ausflockung     des Schlammes bei der Nachklärung ermöglicht. Es  wurde nämlich gefunden, dass Schlamm, der frisch  aus dem Belüftungsbecken entnommen ist, erheblich  bessere     Ausflockungseigenschaften    aufweist, als der      gleiche Schlamm nach längerem Stehen.

   Obwohl der  genaue Mechanismus des Vorganges noch nicht ganz  geklärt ist, kann angenommen werden, dass der  Sauerstoff bei gut belüftetem aktivem Schlamm  eine bessere Trennung ermöglicht als dies im  Falle von sauerstoffarmem Schlamm nach länge  rem Stehen möglich ist. Wird der auf seine Ab  setzeigenschaften geprüfte Schlamm nicht nur  gut belüftet, sondern auch einer hohen Turbulenz       unmittelbar    vor dem     Absetzprozess    ausgesetzt,  so verbessern sich die     Absetzeigenschaften.    Es  wurde gefunden, dass eine möglichst kurze Auf  enthaltszeit des     Belebtschlammes    im     Nachklär-          becken    für die rasche Trennung günstig ist,

   und  dass durch     die    mit der oben beschriebenen Anlage  ermöglichte Führung des Schlammes die Aufent  haltszeit     des    Schlammes im     Nachklärbecken    so kurz  gehalten werden kann,     dass    eine störungsfreie und  schnelle Nachklärung sicher erzielt werden     kann.    Im  praktischen Betrieb kann die     Absetzzeit    im Nach  klärbecken von normalerweise zwei bis .drei Stunden  auf nur 40-60     Minuten    herabgesetzt werden. Dabei  kann gleichzeitig die     Oberflächenbelastung    von  einem normalen Wert von 1-1,2 auf 2-4     ms/m2.     Stunde erhöht werden.

   Die bisher notwendigen       Schlammräumeinrichtungen    im     Nachklärbecken    und  die     Rücklaufschlamm-Fördereinrichtungen    der be  kannten Anlage .sind nicht mehr erforderlich. Alle  konstruktiven Teile können zum Teil als vorgefer  tigte Teile in Baustoffen, wie Beton, Eternit, Kunst  stoff, Stahl und dergleichen einfach und rationell ge  fertigt werden.     Aufgrund    der einfachen Bauweise der       erfindungsgemässen    Anlage ist gegenüber den besten  vergleichbaren bekannten Anlagen eine Erniedrigung  der Baukosten von mindestens 15-30 % möglich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Wasserreinigung in einem Be- lebtschlammbecken, in dem eine Suspension aus Schlamm und Wasser unter gleichzeitiger Belüftung zirkuliert, dadurch gekennzeichnet, dass ausser einer primären im Belebtschlammbecken erfolgenden Zir kulation zusätzlich eine von der primären Zirkulation unabhängige Sekundärzirkulation vorgesehen ist, wobei die Intensität der Sekundärzirkulation durch Energiezufuhr gesteuert wird und die pro Zeiteinheit in der Sekundärzirkulation zirkulierte Wassermenge 2-50 mal so gross ist, als die pro Zeiteinheit der An lage zugeführte Wassermenge.
    II. Wasserreinigungsanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, wobei die Anlage mindestens ein Belüftungsbecken mit Einrichtungen zum Umwälzen und Belüften von schlammhaltigem Wasser sowie mindestens ein Nachklärbecken zur Trennung von Schlamm und Wasser besitzt und das Belüftungsbecken durch einen Überführungsraum mit dem Nachklärbecken verbunden ist, :
    dadurch ge kennzeichnet, dass in dem Abführungskanal (4) eine Fördereinrichtung (5) zum Überführen von schlamm haltigem Wasser aus dem Belüftungsbecken in ein aus Flockungsraum und Nachklärraum bestehendes Nachklärbecken angeordnet ist und zwischen dem untersten Teil des Nachklärbeckens und dem Belüf tungsbecken eine Verbindung (6) zur Rückführung von Schlamm aus dem Nachklärbecken in das Belüf tungsbecken vorgesehen ist, wobei die Umwälzung des schlammhaltigen Wassers in eine Primärzirkula tion im Belüftungsbecken und in eine,
    vom Wasser durchsatz unabhängige regelbare Sekundärzirkulation im Flockungsraum des Nachklärbeckens trennbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Energiezufuhr durch Einfüh rung von komprimierter Luft in die sekundärzirkulie rende Schlamm-Wassersuspension erfolgt und die Suspension durch die Energiezufuhr gleichzeitig in turbulenten Zustand versetzt und belüftet wird. 2. Anlage nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (5) geeignet ist, um das geförderte schlammhaltige Wasser in tur bulenten Zustand zu bringen. 3.
    Anlage nach Patentanspruch 1I oder Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Förder einrichtung (5) geeignet ist, um eine Belüftung des geförderten Wassers zu bewirken. 4. Anlage nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (5) ein Be lüftungskasten ist.
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