Verfahren zum Herstellen zusammengefügter Druckerzeugnisse
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen zusammengefügter Druckerzeugnisse, z. B.
Zeitschriften, aus wenigstens teilweise bedruckten Bahnen.
Zeitschriften und dergleichen, die im Rotationsdruckverfahren hergestellt werden, werden vielfach in Teilproduktion gedruckt, indem eine oder mehrere Rotationsdruckmaschinen jeweils einen Teil solcher Zeitschriften herstellt. Die Notwendigkeit der Teilproduktion ergibt sich u. a. auch daraus, dass eine Zeitschrift beispielsweise einen farbigen Umschlag und/oder farbig gedruckte Seiten haben soll.
Nach der Herstellung der Druckerzeugnisse bzw. der Teildruckerzeugnisse erfolgt eine buchbinderische Bearbeitung unter Verwendung einer Zusammentragmaschine mit anschliessender Falzen und Heftmaschine. Da die Leistung der buchbinderischen Bearbeitung zur Druckleistung im Verhältnis von 1 : 4 bis 1 : 5 steht, werden nach einem älteren Vorschlag bei einem Verfahren zum Drucken, Falzen und Heften von Druckerzeugnissen, die von einer oder mehreren Rotationsdruckmaschinen hergestellten Teildruckerzeugnisse auf eine oder mehrere Rollen eines Aufwickelapparates aufgewickelt und nach Wiederabwickeln dieser Rolle bzw.
Rollen über einen oder mehrere Rollensterne einem Heft- und Falzapparat, wie er üblicherweise an Rotationsmaschinen benutzt wird, zugeführt, wo dann das Falzen und Heften zum fertigen Druckerzeugnis erfolgt. Das Aufwickeln der hergestellten Teilerzeugnisse auf eine oder mehrere Rollen stellt dabei eine Speicherung dar, welche es ermöglicht, die hergestellten und auf eine oder mehrere Rollen aufgewickelten Teilerzeugnisse in einem gewünschten Zeitpunkt dem Falz- bzw. Heftapparat zur Fertigstellung des Druckerzeugnisses zuzuführen.
Eine solche Speicherung hat auch den Vorteil, dass die Rotationsmaschine bzw. -maschinen voll ausgelastet werden können und dass das Zusammentragen, Heften, und Falzen des fertigzustellenden Druckerzeugnisses unabhängig von der Arbeitsgeschwindigkeit der Rotationsmaschine bzw. -maschinen erfolgt.
Der Leistungsfähigkeit dieses Verfahrens ist eine bestimmte Grenze insoweit gesetzt, als mit der Verwendung eines Falzen und Heftapparates ein Druckerzeugnis mit nur einer begrenzten Anzahl von Seiten - etwa 160 Seiten - hergestellt werden kann, da ein Falzen und Heften von Druckerzeugnissen in einer unbegrenzten Dicke wegen des Falzvorganges und der zu verwendenden Heftklammern nicht möglich ist.
Die Erfindung bezweckt, ein Verfahren zur Herstellung zusammengefügter Druckerzeugnisse zu schaffen, bei dem diesle Erzeugnisse (z. BI. Zeitschriften oder dergleichen) in einer beliebigen, gewünschten Dicke auf kontinuierliche Weise hergestellt werden, wodurch wesentlich höhere Leistungen erzielt werden können als bei Verwendung von Zusammen tragmaschinen. Dabei soll eine Umstellung bereits vorhandener Einrichtungen auf das zu schaffende Verfahren ohne erheblichen maschinellen Aufwand möglich sein.
Die Erfindung geht von dem älteren Vorschlag aus, gemäss welchem bei einem Verfahren zur Herstellung zusammengefügter Druckerzeugnisse aus bedruckten Bahnen die Bahnen nach dem Drucken auf Rollen gespeichert werden, so dass sie in einem gewünschten Zeitpunkt und unabhängig von der Druckmaschine den weiteren Arbeitsvorgängen unterworfen werden können, die dann zu dem fertigen Druckerzeugnis führen.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren werden die auf Rollen gespeicherten Bahnen nach dem Abwickeln zu wenigstens einem Strang, in dem die Bahnen übereinanderliegen, zusammengeführt, wo bei der Strang halb so viel Bahnen enthält, wie das herzustellende Druckerzeugnis Seiten haben soll. Der Strang wird an mindestens einer Schmalseite mit einem Bindemittel überzogen, wenigstens eine zur Bildung der Umschläge oder Rücken dienende Bahn wird zugeführt und um die Schmalseite umgeschlagen. Danach wird der Strang mit der Umschlag- oder Rückenbahn in die einzelnen Druckerzeugnisse quer getrennt.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt schematisch einen Satz von Zuführvorrichtungen.
Fig. 2 zeigt eine schaubildliche Ansicht der Vorrichtung zum Aufbringen des Deck- bzw. Umschlagmaterials.
Fig. 3 zeigt eine schaubildliche Ansicht einer Vorrichtung zum Aufbringen eines Deckmaterials auf die Kanten der Bahnen.
Fig. 4 zeigt eine Querschnittsansicht zweier Bücher oder dergleichen, welche gemäss dem Verfahren nach Fig. 3 hergestellt wurden.
Fig. 5 zeigt eine weitere abgeänderte Ausführungsform einer Vorrichtung zum Herstellen von Büchern, bei welcher eine äussere Schutzschicht oder ein Umschlag an dem Buch oder dergleichen angebracht wird.
Die Fig. 6 bis 12 zeigen Querschnittsansichten von Büchern oder dergleichen, welche gemäss verschiedenen Ausführungsformen des Verfahrens nach der Erfindung hergestellt worden sind.
In Fig. 1 sind mit 1 mehrere, später Blätter des Druckerzeugnisses bildende, bedruckte Bahnen bezeichnet, die von nicht dargestellten Rollen abgezogen werden, auf welche jede Bahn 1 bei ihrem Austritt aus einer Druckmaschine aufgewickelt worden ist, welche auf die Bahnen eine Folge von Druckerzeugnis-Seiten gedruckt hat.
Diese Bahnen 1 werden in schmälere Bahnen 2 aufgeschnitten und - wie Fig. 1 zeigt - in Längsrichtung über Umlenkstangen 3 zu einem Strang zusammengeführt, in dem die bedruckten Bahnen 2 so übereinander angeordnet sind, dass nach geeignetem Zerschneiden des Stranges Druckerzeugnisse entstehen, deren Blätter in der vorbestimmten Folge angeordnet sind.
Die Bahnen 2 werden zwischen zusammen arbeitende Vorschubwalzen 4 gezogen, von denen nur eine dargestellt ist, und dann zwischen einem weiteren Paar Vorschubrollen 5 gefördert. Zwischen den Vorschubwalzen 4 und 5 ist an einer Seite des Stranges eine mit 6 bezeichnete Fräse vorgesehen, welche eine Schmalseite des Stranges 2 aufrauht, wie Fig. 2 zeigt.
Hinter den Vorschubrollen 5 ist ein mit 7 bezeichnetes Leimwerk angeordnet, das aus einer oder mehreren Leimauftragrollen bestehen kann, durch die die aufgerauhte Schmalseite des Stranges mit einem Bindemittel bedeckt wird. Eine oder mehrere solche Leimwerke können verwendet werden.
Ein Umschlagmaterial wird in Form einer Bahn 8 von einer (nicht dargestellten) Rolle oder Walze zugeführt. Diese Bahn 8 kann bedruckt sein, um eine Aufeinanderfolge von bedruckten Hüllen zu schaffen.
Dabei kann die Bahn 8 nach dem Drucken auf eine Rolle oder Walze aufgewickelt werden, wenn sie aus der Druckmaschine kommt.
Die Bahn 8 wird auf einer Schmalseite und den Breitseiten des durch die übereinander angeordneten Bahnen 2 gebildeten Stranges angebracht und zu einer U-Form gestaltet, wobei der Steg des U durch Druckrollen 9 gegen die Kanten der Bahnen 2 gedrückt wird, die mit dem Bindemittel überzogen sind, so dass der Steg des U mit diesen Kanten fest verbunden wird und den Rücken des Druckerzeugnisses bildet.
Der auf diese Weise zusammengesetzte Strang wird dann zwischen weiteren Führungswalzen 10 hindurchgeführt, die ihn einer Schneidvorrichtung 11 zuführen, deren Messer rechtwinklig zum Strang bewegbar ist, und ausserdem vorzugsweise eine Bewegungskomponente in der Bewegungsrichtung des Stranges während des Schneidvorganges hat, so dass die kontinuierliche Bewegung des Stranges nicht unterbrochen zu werden braucht. Nach dem Aufbringen des Umschlages oder der Hülle 8 auf die übereinanderliegenden blattbildenden Bänder 2 wird somit eine Aufeinanderfolge von miteinander verbundenen Druckerzeugnissen hergestellt, und die Schneidvorrichtung 11 arbeitet dahingehend, diese Druckerzeugnisse 12 vom Strang abzutrennen.
Die Schneidvorrichtung kann von beliebiger geeigneter Art sein und aus einer Guillotine oder Säge bestehen, beispielsweise einer Bandsäge oder einer Kreissäge. Es kann auch ein System von Sägen verwendet werden, die in Achsrichtung eines die Sägen tragenden (nicht dargestellten) Zylinders angeordnet sind, wobei die Sägen wechselweise arbeiten. Dabei ist die Umlaufsgeschwindigkeit des Zylinders gleich der Geschwindigkeit des laufenden Stranges, so dass die Sägen sich mit der Geschwindigkeit des Stranges bewegen, während derselbe zerschnitten wird.
Bei einer abgeänderten Ausführungsform kann das Abdeckmaterial nur an der Schmalseite des Stranges aufgebracht werden, auf welche das Binde mittel aufgebracht wurde, um so nur einen Rücken für die Druckerzeugnisse zu bilden.
Bei einer abgewandelten Ausführungsform können auf den Bahnen 2 jeweils zwei Sätze von Blättern des Druckerzeugnisses gedruckt sein, wobei die einzelnen Blätter hintereinander und die beiden Sätze nebeneinander gedruckt werden und die Blätter des einen Satzes mit den Blättern des anderen Satzes in Richtung der Breite der Bahn fluchten. In diesem Falle werden beide Schmalseiten des Stranges aufge rauht und ein Bindemittel auf sie aufgebracht, und dann wird Umschlagmaterial an jeder Schmalseite aufgeklebt.
Die letztgenannte Ausführungsform ist in Fig. 3 wiedergegeben, in welcher die gleichen Bezugszeichen für die gleichen Elemente wie in Fig. 2 benutzt wurden. Dieses Beispiel weicht von den in Fig. 2 dargestellten Ausführungsformen auch insoweit ab, als das Abdeckmaterial nur auf die aufgerauhten Kanten der Bahnen 2 aufgebracht wird, um lediglich den Rükken der Druckerzeugnisse zu bilden. Gemäss Fig. 3 wird das Abdeckmaterial 17 den aufgerauhten Kanten mit Hilfe von Walzen oder Rollen 18 zugeführt.
Das Abdeckmaterial 17 wird auf die Kanten vermittels Walzen oder Rollen 13 aufgebracht und dann über die oberen und unteren Kanten des durch die Bahnen 2 gebildeten Stranges vermittels Rollen 14 umgefaltet und festgelegt. Dann werden die beiderseits eines leeren Mittelstreifens bedruckten Bahnen 2 durch eine Säge 16, die auf einer drehbaren Welle
19 sitzt, längs voneinander getrennt und dann durch zwei weitere Walzen 20 weitergefördert. Die getrennten, Stränge bildenden Bahnteile werden der Schneidvorrichtung 11 zugeführt und in Druckerzeugnisse quer getrennt. In diesem Falle werden zwei Reihen von Druckerzeugnissen gleichzeitig hergestellt, deren Rücken mit Abdeckmaterial überzogen sind.
Ein Querschnitt durch zwei dieser Druckerzeugnisse in der Lage, welche sie in der Reihe haben, ist in Fig. 4 schematisch dargestellt.
Die Druckerzeugnisse können beliebiges Format (Höhe grösser als Breite oder umgekehrt, Breite grö sser als Höhe) haben.
Gewünschtenfalls können die Druckerzeugnisse während ihrer Herstellung mit losen Blättern versehen werden, beispielsweise mit Reklameblättern. Zu diesem Zweck können die losen Blätter in Form von Bahnen (nicht dargestellt) hergestellt werden, die, wie die anderen Bahnen, nach dem Druoken zunächst auf eine Rolle aufgewickelt werden. Dabei ist die Breite der später die losen Blätter des fertigen Erzeugnisses bildenden Bahnen kleiner als die später die Seiten des fertigen Erzeugnisses bildenden Bahnen, und die ersteren Bahnen werden zusammen mit den letzteren in solcher Weise zugeführt, dass die Kanten der ersteren zwischen denen der letzteren zurückversetzt sind, so dass das Bindemittel nicht auf die Kanten der später die losen Blätter bildenden Bahnen gelangt.
Weiterhin ist es möglich, einzelne Blätter vor dem Zusammenführen der die Seiten des Druckerzeugnis ses bildenden Bahnen zwischen diese einzufügen.
Es können auch Druckerzeugnisse mit einer äu sseren Schutzhülle hergestellt werden, die aus einem
Kunststoff bestehen und auch durchsichtig sein kann.
Diese äussere Schutzhülle wird auf den Strang vor dessen Trennung aufgebracht, und zwar im fortlaufenden Verfahren. Zu diesem Zweck wird eine Bahn aus Umhüllungsmaterial dem Strang zugeführt und rings um den Strang gelegt, entsprechend dem in Verbindung mit Fig. 2 Beschriebenen. Dann werden die
Ränder des Umhüllungsmaterials durch z. B. ein Bindemittel fest miteinander verbunden. Falls das Umhüllungsmaterial ein Kunststoffmaterial ist, können die Ränder in bekannter Weise durch Schweissen, beispielsweise durch einen Hochfrequenzschweissprozess, miteinander verbunden werden.
Weiterhin kann dieses Umhüllungsmaterial durch ein Bindemittel mit den Aussenseiten des Stranges fest verbunden werden, so dass beim fertigen Druckergebnis, z. B. Buch, die eigentliche Buchhülle durch eine durchsichtige Umhüllung geschützt ist, die fest mit der Hülle verbunden ist.
Fig. 5 zeigt eine Vorrichtung zum Aufbringen einer Umhüllung oder einer äusseren Schutzabdekkung 21. Diese Umhüllung 21 wird in ähnlicher Weise zugeführt, wie oben in bezug auf die Bahn 8 beschrieben wurde, jedoch mit dem Unterschied, dass zwei Bahnen Umhüllungsmaterial 21 und 22 eine von oben und eine von unten dem Strang bedruckter Bahnen 1 zugeleitet wird. Die Breite dieser Umhüllungsbahnen 21 und 22 ist etwas grösser als die Breite des Stranges. Diese Bahnen 21 und 22 werden dann miteinander durch zwei Sätze Walzen oder Rollen 23 vereinigt, die beispielsweise erhitzt werden oder denen eine elektrische Hochfrequenzenergie zugeführt wird, wodurch die Bahnen miteinander verschweisst werden. Dann wird das Ganze durch die Schneidvorrichtung 11 in umhüllte Druckerzeugnisse zerschnitten.
Die Fig. 6 bis 12 zeigen Querschnitte von Druckerzeugnissen, z. B. Büchern, die gemäss dem beschriebenen Verfahren hergestellt sind.
Fig. 6 zeigt einen Querschnitt eines Buches, das mit einer Abdeckung 8 gemäss dem in Fig. 2 dargestellten Verfahren versehen ist.
Fig. 7 zeigt einen Querschnitt eines Buches oder dergleichen, das gemäss dem Verfahren, wie es in Verbindung mit Fig. 3 beschrieben worden ist, hergestellt wurde.
Fig. 8 zeigt einen Querschnitt eines Buches ähnlich Fig. 6 mit in sich umgefalteten Blättern, die an den Kanten mit Klebmaterial bedeckt sind.
Fig. 9 zeigt ein Beispiel ähnlich wie Fig. 8 mit umgefalteten Blättern, bei dem jedoch das Abdeckmaterial nur an einer Kante vorgesehen ist. Die Enden dieses Abdeckmaterials übergreifen das Buch nur teilweise.
Fig. 10 zeigt einen Querschnitt zweier Bücher ähnlich denen in Fig. 8, bei denen ein Abdeckmaterial von beiden Seiten aufgebracht wird, d. h. eine Verdoppelung des Verfahrens wie in Verbindung mit Fig. 2 beschrieben wurde.
Fig. 11 zeigt zwei Bücher, die gemäss dem Beispiel der Fig. 3 hergestellt wurden.
Fig. 12 zeigt ein Beispiel, gemäss welchem zwei Bücher durch ein einziges Umhüllungsmaterial bedeckt sind, das rings um seine Enden gefaltet ist und an der Unterseite der Bücher gegeneinander stösst.
Die gestrichelten Linien in den Fig. 10 bis 12 deuten die Trennlinie an, an denen die Reihen einander gegenüberliegender Bücher voneinander getrennt werden.
Durch die beschriebenen Verfahren ist es möglich, Druckerzeugnisse, z. B. Bücher, beliebiger gewünschter Dicke und Grösse durch entsprechendes Bedrucken von Bahnen auf einer Rotations-Druckmaschine herzustellen, wobei die Bahnen entsprechend dem Format des Druckerzeugnisses durch entsprechend eingestellte Schneidvorrichtungen beim Abtrennen der Erzeugnisse vom Strang gemeinsam zugeschnitten werden.
Die Bahnen, welche nach dem Zerschneiden des Stranges die Seiten des Druckerzeugnisses bilden, können auch nur teilweise bedruckt sein, um auch leere Seiten zu bilden.
Process for the production of assembled printed matter
The invention relates to a method for producing assembled printed products, e.g. B.
Magazines made from at least partially printed webs.
Magazines and the like that are produced by the rotary printing process are often printed in partial production, in that one or more rotary printing machines each produce a part of such magazines. The necessity of partial production arises u. a. also from the fact that a magazine should have a colored cover and / or pages printed in color, for example.
After the print products or the partial print products have been produced, they are processed in a bookbinding manner using a gathering machine with a subsequent folding and stapling machine. Since the performance of bookbinding processing to printing performance is in the ratio of 1: 4 to 1: 5, according to an older proposal for a method for printing, folding and stapling print products, the partial print products produced by one or more rotary printing machines are placed on one or more rolls a rewinder and after rewinding this roll or
Rolls are fed via one or more star wheels to a stapling and folding device, as is usually used on rotary machines, where the folding and stapling of the finished printed product then takes place. The winding of the manufactured partial products onto one or more rolls represents a storage which makes it possible to feed the partial products produced and wound onto one or more rolls to the folding or stapling apparatus at a desired point in time for the completion of the printed product.
Such storage also has the advantage that the rotary machine or machines can be fully utilized and that the collating, stapling and folding of the printed product to be finished takes place independently of the operating speed of the rotary machine or machines.
There is a certain limit to the efficiency of this process, as a printed product with only a limited number of pages - about 160 pages - can be produced with the use of a folding and stapler, since folding and stapling of printed products in an unlimited thickness because of the Folding process and the staples to be used is not possible.
The aim of the invention is to provide a method for the production of joined printed products in which these products (e.g. magazines or the like) are produced in any desired thickness in a continuous manner, as a result of which significantly higher outputs can be achieved than when using joint carrying machines. It should be possible to convert existing facilities to the process to be created without significant mechanical effort.
The invention is based on the older proposal, according to which, in a method for producing assembled printed products from printed webs, the webs are stored on rolls after printing so that they can be subjected to further work processes at a desired point in time and independently of the printing machine, which then lead to the finished print product.
According to the method according to the invention, the webs stored on rolls are brought together after unwinding to form at least one strand in which the webs are superposed, where the strand contains half as many webs as the printed product to be produced should have pages. The strand is coated on at least one narrow side with a binding agent, at least one web used to form the envelopes or spine is fed in and turned over around the narrow side. Then the strand with the cover or back web is cut transversely into the individual printed products.
In the drawing, exemplary embodiments for carrying out the method according to the invention are shown schematically.
Fig. 1 shows schematically a set of feeding devices.
2 shows a perspective view of the device for applying the cover or envelope material.
3 shows a perspective view of a device for applying a cover material to the edges of the webs.
FIG. 4 shows a cross-sectional view of two books or the like which were produced according to the method according to FIG.
Fig. 5 shows a further modified embodiment of an apparatus for producing books, in which an outer protective layer or a cover is attached to the book or the like.
FIGS. 6 to 12 show cross-sectional views of books or the like which have been produced according to various embodiments of the method according to the invention.
In Fig. 1, 1 denotes several, later sheets of the printed product forming, printed webs, which are drawn off from rolls, not shown, on which each web 1 has been wound upon its exit from a printing machine, which on the webs a sequence of printed product Has printed pages.
These webs 1 are cut into narrower webs 2 and - as FIG. 1 shows - brought together in the longitudinal direction via deflecting rods 3 to form a strand in which the printed webs 2 are arranged one above the other in such a way that, after suitable cutting of the strand, printed products are produced whose sheets are the predetermined sequence are arranged.
The webs 2 are drawn between cooperating feed rollers 4, only one of which is shown, and then conveyed between a further pair of feed rollers 5. Between the feed rollers 4 and 5, on one side of the strand, there is provided a milling cutter, denoted by 6, which roughen a narrow side of the strand 2, as shown in FIG.
Behind the feed rollers 5 there is a glue unit, designated 7, which can consist of one or more glue application rollers, by means of which the roughened narrow side of the strand is covered with a binding agent. One or more such glue units can be used.
An envelope material is fed in the form of a web 8 from a roll (not shown). This web 8 can be printed in order to create a succession of printed envelopes.
After printing, the web 8 can be wound onto a roll or cylinder when it comes out of the printing machine.
The web 8 is attached to one narrow side and the broad sides of the strand formed by the webs 2 arranged one above the other and shaped into a U-shape, the web of the U being pressed by pressure rollers 9 against the edges of the webs 2, which are coated with the binding agent so that the web of the U is firmly connected to these edges and forms the back of the printed product.
The strand assembled in this way is then passed between further guide rollers 10, which feed it to a cutting device 11, the knife of which can be moved at right angles to the strand, and also preferably has a movement component in the direction of movement of the strand during the cutting process, so that the continuous movement of the Strand does not need to be interrupted. After the cover or the envelope 8 has been applied to the sheet-forming tapes 2 lying one above the other, a sequence of interconnected printed products is thus produced, and the cutting device 11 works to sever these printed products 12 from the strand.
The cutting device can be of any suitable type and consist of a guillotine or saw, for example a band saw or a circular saw. A system of saws can also be used, which are arranged in the axial direction of a cylinder (not shown) carrying the saws, the saws working alternately. The speed of rotation of the cylinder is equal to the speed of the running strand, so that the saws move at the speed of the strand while it is being cut.
In a modified embodiment, the cover material can only be applied to the narrow side of the strand to which the binding agent was applied, so as to form only a back for the printed matter.
In a modified embodiment, two sets of sheets of the printed product can be printed on each of the webs 2, the individual sheets being printed one behind the other and the two sets being printed next to one another and the sheets of one set being aligned with the sheets of the other set in the direction of the width of the web . In this case, both narrow sides of the strand are roughened and a binding agent is applied to them, and then envelope material is glued to each narrow side.
The last-mentioned embodiment is shown in FIG. 3, in which the same reference numerals have been used for the same elements as in FIG. This example also differs from the embodiments shown in FIG. 2 insofar as the covering material is only applied to the roughened edges of the webs 2 in order to form only the back of the printed products. According to FIG. 3, the covering material 17 is fed to the roughened edges with the aid of rollers 18.
The covering material 17 is applied to the edges by means of rollers or rollers 13 and then folded over and fixed over the upper and lower edges of the strand formed by the webs 2 by means of rollers 14. Then the webs 2 printed on both sides of an empty central strip are cut by a saw 16 on a rotatable shaft
19 sits, longitudinally separated from one another and then conveyed further by two further rollers 20. The separated web parts forming strands are fed to the cutting device 11 and cut transversely into printed products. In this case, two rows of printed products are produced at the same time, the backs of which are covered with masking material.
A cross section through two of these printed products in the position they have in the row is shown schematically in FIG.
The printed matter can have any format (height greater than width or vice versa, width greater than height).
If desired, the printed products can be provided with loose sheets during their production, for example with advertising sheets. For this purpose, the loose sheets can be produced in the form of webs (not shown) which, like the other webs, are first wound onto a roll after printing. The width of the webs later forming the loose sheets of the finished product is smaller than the webs later forming the sides of the finished product, and the former webs are fed together with the latter in such a way that the edges of the former are set back between those of the latter so that the binder does not get on the edges of the webs that will later form the loose sheets.
Furthermore, it is possible to insert individual sheets between them before the merging of the webs forming the pages of the printed product.
There can also be printed products with an outer protective cover made of a
Made of plastic and can also be transparent.
This outer protective sheath is applied to the strand before it is separated, in an ongoing process. For this purpose, a web of wrapping material is fed to the strand and placed around the strand, as described in connection with FIG. Then the
Edges of the wrapping material by z. B. a binder firmly bonded together. If the wrapping material is a plastic material, the edges can be connected to one another in a known manner by welding, for example by a high-frequency welding process.
Furthermore, this wrapping material can be firmly connected to the outside of the strand by a binding agent, so that the finished print result, e.g. B. book, the actual book cover is protected by a transparent cover that is firmly connected to the cover.
Fig. 5 shows a device for applying a cover or an outer protective cover 21. This cover 21 is fed in a similar manner to that described above with respect to the web 8, but with the difference that two webs of wrapping material 21 and 22 one of above and one of the webs 1 printed from below is fed. The width of these wrapping webs 21 and 22 is slightly larger than the width of the strand. These webs 21 and 22 are then combined with one another by two sets of rollers or rollers 23, which are heated, for example, or to which high-frequency electrical energy is supplied, whereby the webs are welded together. Then the whole is cut by the cutting device 11 into wrapped printed products.
6 to 12 show cross-sections of printed matter, e.g. B. books that are produced according to the method described.
FIG. 6 shows a cross section of a book which is provided with a cover 8 according to the method shown in FIG.
FIG. 7 shows a cross-section of a book or the like which was produced according to the method as described in connection with FIG.
Fig. 8 shows a cross section of a book similar to Fig. 6 with folded sheets, which are covered at the edges with adhesive material.
FIG. 9 shows an example similar to FIG. 8 with folded sheets, but in which the cover material is only provided on one edge. The ends of this cover material only partially overlap the book.
Fig. 10 shows a cross-section of two books similar to those in Fig. 8 with a covering material applied from both sides, i.e. H. a duplication of the process as described in connection with FIG.
FIG. 11 shows two books which were produced according to the example in FIG.
Fig. 12 shows an example according to which two books are covered by a single wrapping material which is folded around its ends and abuts against one another at the bottom of the books.
The dashed lines in FIGS. 10 to 12 indicate the dividing line at which the rows of opposite books are separated from one another.
By the method described, it is possible to print products such. B. books, any desired thickness and size by appropriate printing of webs on a rotary printing machine, the webs are cut together according to the format of the printed product by appropriately set cutting devices when separating the products from the strand.
The webs, which form the pages of the printed product after the strand is cut, can also be only partially printed in order to also form blank pages.