CH415522A - Dosiervorrichtung in einer Färbereianlage - Google Patents
Dosiervorrichtung in einer FärbereianlageInfo
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Description
Dosiervorrichtung in einer Färbereianlage Die Erfindung betrifft eine Dosiervorrichtung in einer Färbereianlage, die einen heizbaren, zur Auf nahme des zu färbenden Gutes und der Färbeflotte dienenden Autoklaven aufweist, der über eine dros selbare Leitung mit einem Ausgleichsgefäss in Ver bindung steht, das seinerseits über eine zur Erhöhung des im Autosklaven, herrschendem, Druckes dienende Pumpe wieder mit dem Autoklaven verbunden ist.
Das bei vielen Färbeverfahren zu bestimmten Zeit punkten erforderliche Einführen von Chemikalien in die Färbeflotte war bei bekannten Anlagen ziemlich umständlich, wobei ausserdem meistens ein gewisser Verlust an Färbeflotte in Kauf genommen werden musste.
Um die Bedienung zu erleichtern und den erwähnten Verlust vermeiden zu können, zeichnet sich die Dosiervorrichtung nach der Erfindung da durch aus, dass mindestens ein Dosiergefäss vorgese hen ist, das zur Aufnahme von vorbestimmten Men gen von in die Färbeflotte einzuführenden Chemika lien dient und das über ein Ventil mit dem Autokla ven, über ein Ventil mit dem Ausgleichsgefäss, über ein Ventil mit einer Ablaufleitung und über ein Ven til mit einer Druckluftleitung in Verbindung steht. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfin dungsgegenstandes schematisch dargestellt.
Ein Autoklav 1, der einen aufklappbaren Deckel 2 aufweist, enthält eine zur Haltung des zu färbenden Gutes 3 dienende Haltevorrichtung 4 üblicher Art. Das zu färbende Gut kann z. B. aus Garnspulen be stehen, die in bekannter und nicht dargestellter Weise auf in einen Kranz angeordneten Haltestäben aufge steckt .sind. Im Autoklav ist eine Heizschlange 5 an geordnet, deren Zufluss- bzw. Abflussleitung mit 6 bzw. 7 bezeichnet ist.
Am Deckel 2 ist eine Rohrlei tung 8 angeschlossen, die frei über einem Ausgleichs- gefäss 10 ausmündet und in deren Zuge sich ein Ventil 9 befindet. Eine Axialpumpe 11 ist über zwei Leitungen 12 und 13 mit dem Autoklaven 1 verbun den, wobei die Leitung 12 über nicht dargestellte Kupplungsmittel in einen vom zu färbenden Gut 3 umgebenen Raum 14 mündet. Eine Zuführungslei tung 15 ist über ein Ventil 16 an die Leitung 13 an geschlossen, während eine Ablaufleitung 17 über ein Ventil 18 an .die Leitung 12 angeschlossen ist.
Die Leitung 12 ist über eine Leitung 19 mit dem Aus- gleichsgefäss 10 verbunden, wobei sich im Zuge die ser Leitung 19 eine Pumpe 20, ein Ventil 21 und eine Rückschlagklappe 22 befinden. Die Pumpe 20 kann nur in Richtung von dem Ausgleichsgefäss 10 zur Leitung 12 fördern, und die Rückschlagklappe 22 sperrt den Fluss in der entgegengesetzten Richtung.
Färbereianlagen mit den bisher beschriebenen Elementen sind bekannt. In der vorliegenden Anlage sind nun zusätzlich zwei Dosiergefässe 23 vorgese hen. Die Dosiergefässe 23 sind über zwei mit Venti len 24 versehene Leitungen 25, die in eine gemein same Leitung 26 münden, mit dem Autoklauen 1 verbunden. Ferner sind die Dosiergefässe 23 über zwei mit Ventilen 27 versehene Leitungen 28 mit einer Leitung 29 verbunden, die frei über dem Aus- gleichsgefäss 10 ausmündet.
Schliesslich sind die Dosiergefässe 23 über zwei mit Ventilen 30 verse hene Leitungen 31 mit einer Druckluftleitung 32 ver bunden, in. deren Zuge sich eine Druckreduziervor- richtung 33 befindet, die mit einem Manometer 34 versehen ist. Zwei mit Ventilen 35 versehene Ablauf leitungen 36 sind an. die Leitungen 28 angeschlossen.
Die dargestellten Ventile sind vorzugsweise pneu- matisch;. Ventile, die zur Durchführung des Färbe verfahrens vollautomatisch nach einem vorbestimm ten Programm gesteuert werden. Es ist ein besonde rer Vorzug der dargestellten Dosiervorrichtung <B>23-36,</B> dass sie eine Automatisierung des Färbever fahrens gestattet.
Da die Art und Weise, wie die Pro grammsteuerung im einzelnen durchgeführt wird, zum Verständnis der Wirkungsweise der Dosiervor- richtung unwichtig ist und die Anlage sehr wohl auch von Hand bedient werden kann, wird auf die Be schreibung der Automatik verzichtet.
Die beschriebene Anlage arbeitet wie folgt: Zu nächst wird der mit dem zu färbenden Gut 3 be schickte Autoklav 1 über die Leitungen 15 und 13 mit der Färbeflotte gefüllt, wobei die im Autoklaven 1 befindliche Luft durch die Leitung 8 entweicht. Nun wird der Autoklav 1 mittels der Heizschlange 5 geheizt, z.
B. auf etwa 130 C, wobei der Druck er höht werden muss, um eine Verdampfung zu verhin- dern. Bei der Aufhetzung der Färbeflotte auf 100 C hat sich dieselbe ausgedehnt, so dass ein gewisser Teil derselben durch die Leitung 8 in das Ausgleichs- gefäss 10 geflossen ist und dasselbe z. B. bis etwa zum Niveau 37 gefüllt hat.
Um die zur Verhütung der Verdampfung nötige Druckerhöhung zu erzielen, wird nun mittels der Pumpe 2 Flüssigkeit aus dem Gefäss 10 in den Autoklaven 1 gepumpt, wobei selbstverständlich das Ventil 21 offen und die Ventile 16 und 18 geschlossen sind;
das Ventil 9 wird. dage gen soweit gedrosselt, als es nötig ist, damit die in den Autoklaven einströmende Flüssigkeit eine genügende Druckerhöhung erzielt, d. h. der Druck im Autokla- ven den der Verdampfungstemperatur von 130 C entsprechenden Verdampfungsdruck übersteigt.
Während die Pumpe 2 somit zur Erhöhung des Druk- kes im Autoklaven dient, dient die reversible Axial- pumpe 11 zum Umwälzen der Färbeflotte im Auto klaven 1 und es ist ersichtlich, dass je nach der Arbeitsrichtung der Pumpe 11 die Färbeflotte das zu färbende Gut entweder von innen nach aussen oder von aussen nach innen durchströmt.
Wenn man bei den bisher üblichen Anlagen ohne Dosiervonichtung 23-36 im Verlaufe des Färbever- fahrens der Färbeflotte irgendwelche Chemikalien in gelöster Form beifügen will, z.
B. Salz, seifenartige Substanzen usw., so muss man - sofern es sich nicht um vernachlässigbare Mengen handelt - eine ent sprechende Menge der Färbeflotte bei 17 auslaufen lassen, während man die Chemikalienlösung in das Ausgleichsgefäss 10 einlaufen lässt.
Bei der vorlie genden Anlage werden die beizufügenden Chemika lien in die Dosiergefässe 23 eingebracht. Durch öff nen des einem Dosiergefäss 23 zugeordneten Ventils 24 kann man dann die Färbeflotte aus dem Autolda- ven 1 in dieses Dosiergefäss einströmen lassen, um die betreffenden Chemikalien zu lösen.
Hierauf wird die Lösung durch .öffnen des Ventils 27 über die Leitung 29 in das Ausgleichsgefäss 1.0 eingespeist und von da über die Druckerhöhungspumpe 20 in den Autoklaven 1 eingebracht. Durch das Auflösen der Chemikalien nimmt das Flottenvolumen nicht wesentlich zu, so dass es nicht nötig ist,
den Verlust eines Teiles der Färbeflotte in Kauf zu nehmen. Man kann aber auch flüssige Chemikalien, z. B. Säuren oder Laugen in die Dosiergefässe 23 einfüllen und sie dann durch Öffnen der Ventile 30 und 27 mittels Druckluft in das Ausgleichsgefäss 10 blasen, gewünschtenfalls nach Verdünnung mit der Färbe flotte, wenn man vorher das Ventil 24 kurzzeitig ge öffnet hat.
Die beschriebene Dosiervorrichtung hat zusam menfassend folgende Vorteile: 1. Es besteht die Möglichkeit, Chemikalien in fester Form mit der vorhandenen heissen Färbeflotte zu lösen und hierauf im gewünschten Zeitpunkt in den Autoklaven einzuspeisen, ohne wesentliche Än- derung des vorhandenen Flottenvolumens, bzw. ohne Verlust von Färbeflotte.
2. Es können flüssige Chemikalien in, konzen trierter Form. oder nach Verdünnung mit der Färbe flotte mittels Druckluft nachgespeist werden.
3. Die Chemikalien können zu jeder beliebigen Zeit vor dem programmierten Zeitpunkt der Einspei sung in die Dossergefässe eingebracht werden, was die Bedienung,der Anlage bedeutend erleichtert.
4. Um die Dosiergefässe restlos zu entleeren, können dieselben mit Druckluft ausgeblasen werden bei Öffnung der entsprechenden Ventile 30 und 35.
5. Die Anlage kann sehr leicht vollautomatisiert werden, indem man Druckluft- oder Elektroventile verwendet.
Es sei noch erwähnt, dass man zu Beginn des Färbeverfahrens durch die Leitung 15 anstelle der Färbeflotte auch lediglich Wasser einspeisen und dann alle erforderlichen Färbechemikalien mittels der Dosiervorrichtung einbringen kann; doch dürfte dies im allgemeinen nicht besonders vorteilhaft sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Dosiervorrichtung in einer Färbereianlage, die einen heizbaren, zur Aufnahme des zu färbenden Gutes und der Färbeflotte dienenden Autoklaven aufweist, der über eine drosselbare Leitung mit einem Ausgleichsgefäss in Verbindung steht,das seinerseits über eine zur Erhöhung des im Autoklaven herr schenden Druckes dienende Pumpe wieder mit dem Autoklaven verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Dosiergefäss (23) vorgesehen ist, das zur Aufnahme von vorbestimmten Mengen von in die Färbeflotte einzuführenden Chemikalien dient und das über ein. Ventil.(24) mit dem Autoklaven (1), über ein Ventil (27) mit dem Ausgleichsgefäss (10),über ein Ventil (35) mit einer Ablaufleitung (36) und über ein Ventil (30) mit einer Druckluftleitung (32) in Verbindung steht. UNTERANSPRü.CHE 1. Dosiervorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mehrere in gleicher Weise mit -dem Autoklaven (1), dem Ausgleichsgefäss (10), Ablaufleitungen (36) und der Druckluftleitung verbundene Dosiergefässe (23) vorgesehen sind.2. Dosiervorrichtung nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass im Zuge der Druckluft- leitung eine Druckreduziervorrichtung (33) enthalten ist. 3. Dosiervorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Verbindung des Dosiergefässes (23) mit dem Ausgleichsgefäss (10) mittels einer auf das erwähnte Ventil (27) folgenden, frei über dem Ausgleichsgefäss ausmündenden Lei tung (29) erfolgt.4. Dosiervorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die erwähnten Ventile und weitere in der Anlage vorgesehene Ventile als Druckluft- oder Elektroventile ausgebildet sind, zwecks automatischer Steuerung .der Anlage.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1362264A CH415522A (de) | 1964-10-21 | 1964-10-21 | Dosiervorrichtung in einer Färbereianlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1362264A CH415522A (de) | 1964-10-21 | 1964-10-21 | Dosiervorrichtung in einer Färbereianlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH415522A true CH415522A (de) | 1966-06-30 |
Family
ID=4393973
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1362264A CH415522A (de) | 1964-10-21 | 1964-10-21 | Dosiervorrichtung in einer Färbereianlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH415522A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2658210A1 (fr) * | 1990-02-13 | 1991-08-16 | Champagne Teinturerie | Procede de traitement et de reajustement d'un bain de traitement (teinture) de produits textiles ainsi que dispositif utilise pour la mise en óoeuvre de ce procede. |
-
1964
- 1964-10-21 CH CH1362264A patent/CH415522A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2658210A1 (fr) * | 1990-02-13 | 1991-08-16 | Champagne Teinturerie | Procede de traitement et de reajustement d'un bain de traitement (teinture) de produits textiles ainsi que dispositif utilise pour la mise en óoeuvre de ce procede. |
| EP0443281A1 (de) * | 1990-02-13 | 1991-08-28 | Teinturerie De Champagne | Verfahren und Vorrichtung zur Nassbehandlung von Textilmaterialien sowie zur Wiedereinstellung eines Behandlungsbades |
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