CH416463A - Industrierollwagen - Google Patents
IndustrierollwagenInfo
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Description
Industrierollwagen Die Erfindung betrifft einen Industfierollwagen. Industrierollwagen besitzen bekanntlich Radab stützungen ein Form von Treibr'äd'ern, die erwünschten- falls gelenkt werden können, während andere Räder die Form von Laufrollenrädern aufweisen,
welche den durch die lenkenden und treibenden Räder be- wirkten Bewegungen folgen. Laufrol@lenräder erfor dern jedoch zum Bewirken einer Richtungsänderung das Ausüben einer bestimmten, seitlich gerichteten Kraft und je schwerer die Belastung des Wagens ist,
desto grösser muss auch diese Kraft sein und desto grösseren Widerstand wird der Wagen demzufolge einem genauen Nachfolgen der durch die Bedienungs- person eingestellten Fahrbahn entgegensetzen. Ein grosser Vorteil wäre daher die Schaffung einer rei-
bungsloseren Abstützung, welche der Bewegung 'in einer gewünschten Richtung keinen seitlichen. Wider stand entgegensetzen würde.
Der Industrierollwagen gemäss der Erfindung ist gekennzeichnet durch einen Fusskörper mit einem Gehäuse, das nach unten offen ist und an seinem Rand eine Dichtung trägt und das einen Hohkaum bildet, der mit einer Druckkluftzuführung'in Verbindung steht, derart,
dass Luftdruck den Fusskörper von einer mit ihm zusammenarbeitenden Fläche mit geringem oder keinem auf letztere ausgeübten Berührungsdruck ab stützten kann, so dass eich der Fusskörper bei mi#ni- malem Reibungswiderstand in jeder gewünschten Rich- tung bewegen lässt.
Ein solcher Fusskörper kann als Lufthebefuss bezeichnet werden. Vorzugsweise ist die Berührungs stelle zwischen dem Randreh und dem Boden gegen Luftdurchsickerungen durch eine biegsame Dichtung aus Filz, Schaumgummi oder Schaumkunststoff, teil weise abgedichtet.
Bei einer anderen Ausführung kann zum Abstützen eine in die Aussparung des Gehäuses ragende boden- berührende Kugel vorgesehen sein, welche in der Aus sparung so aufgenommen und dem Rand so angepasst ist, dass bei Druckzuführung zu dem Gehäuse die vom Fusskörper auf die Kugel übertragene Roll- wagenbelastung durch :
einen Luftfilm zwischen der Kugel und dem Gehäuse getragen wird und die Kugel frei am Boden wie eine KugelIaufrolle rotllen kann.
Vorzugsweise ist die Kugel eine hohle, mit einer dünnen Kunststoffschicht überzogene Stahlkugel und der Rand des Gehäuses mit einer Dichtung aus bieg samem Material, wie beispielsweise Filz, Gummi schwamm oder Schaumkunststoff versehen. Auch kann ein Kranz von Borsten rings um die Unterseite des Randes vorhanden sein,
um Staub und Sand wegzu wischen und deren Eindringen in das Gehäuse zu verhindern.
Am Ind!ustrierollwagen können; zwei Fusskörper und zwei Antriebsräder vorgesehen sein, wobei die Antriebsräder zur Fortbewegung und Lenkung des Wagens dienen. Der Fusskörper kann mit einem Reser voir für Druckluft versehen sein, um .rasch Luft zur Erzeugung von Druck zuzuführen für den Fall, dass ein plötzlicher Druckverlust auftritt.
In der beibiegenden Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dar- gestellt.
Es zeigen: Fig. 1 einen Schnitt durch einen Fusskörper, Fig. 2 ehren Schnitt durch einen Fusskörper, der mit einer Kugel versehen ist, Fig. 3 schaubildlich einen Industrierollwagen, der mit zwei Fusskörpern mil Kugeln versehen ist, Fig. 4 eine Ansicht von unten auf den,
in Fig. 3 gezeigten Rollwagen; Fig. 5 eine schaubildliche Ansicht eines RollWagens mit drei mit Kugeln versehenen Fusskörpern.
Gemäss Fig. 1 besteht der Fusskörper aus einem am oberen Ende geschlossenen, kreisrunden Gehäuse 11 mit einer runden Öffnung an seinemunteren Ende, welche durch eine herabhängende, kreisrunde Wand 12 gebildet wird.
Ein Befestigungsflansch 22 ist mit dem oberen Ende des Gehäuses 11 verbolzt. Ein glockenförmiger Teil 13 'ist in der Öffnung des Ge häuses 11 mittels vier Bolzen 14 angebracht, welche sich durch Abstandhalter 15 hind'urchierstrecken, die durch Stege 16,
17 miteinander verbunden sind. Der Rand 18 des glockenförmigen Teils 13 befindet sich nahe bei der Innenkante der Wand 12, um eine ring förmige Öffnung 19 zu bilden. Eine Filzdichtung 23 ist rings um die untere Kante der Wand 12 vorgesehen.
Ein Reservoir 20 für Druckluft ist zwischen dem oberen Ende des Gehäuses und dem glockenförmigen Teil vorgesehen und dieses Reservoir wird durch eine Zuführungsleitung 21 mit Druckluft versorgt. Die Innenseite der 'Glocke 13 wirkt auch als Reservoir, wie später noch beschrieben wird.
Im Betrieb ruht der Fusskörper auf einer ebenen Oberfläche, wie beispielsweise auf einem Betonfuss- boden auf und Druckluft wird über die Ldiitung 21 zugeführt.
Luft wird durch die Öffnung 19 hinter- gedrückt und Druck wird unter dem Fusskörper er zeugt, da die Luft nur sehr langsam,
oder überhaupt nicht durch die Filzdichtung 23 hindurch entweicht. Wenn infolge des ausgeübten Luftdruckes die am Fusskörper nach aufwärts gerichtete Kraft dem zu- sammengesetzten Gewicht des Fusskörpers und seiner Belastung entspricht, dann hebt sich der Fusskörper etwas vom Fussbcd@en ab.
Wenn der Druck der zuge führten Luft viel grösser ist, als der zum Heben des Fusses erforderliche Minimalbetrag, dann wird der Fusskörper die Tendenz annehmen, sich weiter vom Boden abzuheben.
Dadurch ergibt sich eine ziemlich beträchtliche Luftströmung durch den Fusskörper und somit ein Druckabfall durch die Öffnung 19, so dass der Druck unter dem Fusskörper geringer wird als der Zufüh rungsdruck.
Bei einer leichten Belastung und hohem Zuführungsdruck wird somit die Strömung an der Öffnung 19 eingeschränkt oder abgedrosselt und daher nacht übermässig.
Solange sein Gewicht durch Druclduft getragen wird, lässt sich der Fusskörper mit sehr geringer Rei bung über den Boden bewegen. Wird eine Unregel- mässigkeit 'm Boden angetroffen;
dann sickert Luft rascher unter dem Fusskörper dort hervor, wo sich der Randteil vom Boden wegbewegt hat, aber die Reservoire 16 und 24 verhindern auch einen zu plötz lichen Druckabfall, wenn ein solches Durchsickern auftritt,
da ein mässiger Verlust an Luft für eine kurze Zeit den Druck in den Reservoiren nicht wesentlich verringert. Jeder geringe Druckverlust wird wieder berichtigt, sobald sich der Fusskörper an der Unregel- mässigkeit vorbeibewegt hat.
Gemäss Fig. 2 ist ein Fusskörper auf einer grund berührenden Kugel 30 abgestützt. Der Fusskörper besitzt ein kreisrundes Gehäuse 31 aus geschweisstem Blechmaterial mit einem Befestigungsflansch 32, der am oberen Ende des Gehäuses angebo!lzt ist.
Ein Leichblegierungsstück 33 mit einer halbkugeligen Aus- sparung 38 an seinem unteren Ende zur Aufnahme der Kugel 30 ist :
im Gehäuse mittels Schrauben 34 befe stigt, welche durch das Gehäuse 31 hindurch zum Gusstück 33 reichen. Über dem Gusstück 33 befindet sich ein Raum 35, der als Reservoir dient und durch eine Öffnung 36 mit der Ausparung 38 verbunden ist. Druckluft wird dem Reservoir durch eine Öffnung 37 im oberen Ende des Gusstückes 31 zugeführt.
Die Aussparung 38 weist einen breiten unteren Rand auf, der innerhalb sehr feiner Grenzen zum gleichen Durchmesser wie die Kugel maschinell be arbeitet ist, Während -der übrige Teil Tier Aussparung einen etwas grösseren Durchmesser besitzt, um die Kugel nicht zu berühren.
Das Gehäuse 31 erstreckt sich unter das Gusstück 33 und eine umfängliche Filzdichtung 39 ist innerhalb des Gehäuses unter dem Gusstück vorgesehen und gegen die Kugel 30 gepresst. Die aus Stahl' hergestellte Kugel 30 ist hohl und mit einer Schicht aus hartem zähem Kunststoff, wie bei spielsweise Duthan, überzogen.
Ein Kranz von Borsten kann wie eine Bürste rings um die Unterseite der in Berührung mit der Kugel stehenden Randfläche angeordnet sein, um Staub oder Sand abzureiben und letztere am Eindringen in das Gehäuse zu hindern.RTI ID="0002.0235" WI="23" HE="3" LX="1461" LY="1650"> Normalerweise tritt etwas Durch sickern von Druckluft zwischen der Randfläche und der Kugel auf,
was dazu .hilft den durch die Borsten abgelösten Staub und Sand vom Gehäuse wegzublasen.
Die Wirkungsweise des Fusskörpers nach Fig. 2 ist ähnlich derjenigen des in Fig. 1 dargestellten Körpers;
er ist jedoch zu allen Zeiten an der glatten Kugel 30 abgestützt, so dass Unregelmässigkeiten in der Oberfläche des Bodens keine Luftverluste bewir ken können. Wenn -sich der Fusskörper gerade von. der Kugel infolge des Luftdruckes abgehoben hat und letztere nicht mehr berührt, dann arbeitet die Vor richtung als eine Kugdl@laufrolle mit sehr geringer Reibung.
Fig. 3 zeigt einen Hubwagen der mit zwei An triebsrädern und zwei Fusskörpern ausgerüstet ist. Der Rollwagen besitzt zwei parallele Läufer oder Laufschienen 40, 41 die am einen Ende miteinander verbunden sind und eine Batterie 42 tragen, eine für die Bedienungsperson bestimmte (nicht dar gestellt),
zwei Elektromotoren (nicht dargestellt) und Bedii!ngungssteuerungen 43. Ein zusammenklappbarer Mast 44 eist gleitbar auf den Laufschienen 40, e1 gela gert. Die Anordnung der beiden Lufthebefüsse 45, 46 und der beiden Antriebsräder 47, 48 geht deutlich aus Figur 4 hervor.
Beide Räder 47, 48 sind jeweils mit Antriebsmotoren verbunden, welche jedes Rad unabhängig antreiben.
Der Fusskörper kann aber auch am unteren Ende des Mastes unter den Laufschienen angeordnet sein, um sich mit dem Mast hin- und herzubewegen, anstatt direktauf den Laufschienen gelagert zu sein.
Wenn die Fusskörper unter Druck gesetzt werden, kann die dem Boden entlang erfolgende Bewegung des Roliwagens durch die räderantreibenden Motoren be wirkt werden;
zum Vorwärtsbewegen in gerader Richtung werden dann beide Räder mit eierselben Geschwindigkeit getrieben, während zum Erzielen einer Umbiegung das an der Aussenseite der Biegung vorhandene Rad schneller als das innere Rad getrie ben wird; zum Erzielen einer Umdrehung von kleinem Durchmesser kann das eine Rad völfg ortsfest gehal ten bleiben;
oder beide Räder können auch in ent- gegengesetzten Richtungen getrieben werden.
Fig. 5 zeigt ein Wagenfahrgestell 60, das mit drei Fusskörpern 50, 51, 52 versehen ist, welche auf Kugeln 53, 54 und' 55 aufruhen. Eine auf dem Fahrgestell 60 gelagerte Brennkraftmaschine 56 treibt einen Korn- pressor 57, welcher den Lufthebefüssen durch die Rohrleitung 61 Druckluft über ein Reservoir 58 für die Fusskörper 51, 52 und' über ein Reservoir 59 für den Fusskörper 50 zuführt,
das innerhalb des Gehäuses des Fusses untergebracht ist. Das Fahrgestell 60 trägt eine lastaufnehmende Plattform 62. Dieser Rollwagen kann von Hand über den Boden bewegt werden, so bald die Fusskörper durch Luftdruck vom Boden abgehoben sind.
Wenn der Druck abgeschaltet ist, dann tritt eine beträchtliche Reibung zwischen den Fusskörpern und den zugeordneten Kugeln auf und der Rollwagen wird durch diese Reibung in ortsfester Lage festgehalten.
Wenn auch das in den Figuren 3 und 4 dargestellte Ausführungsbeisp,iell bodenberührende Fusskörper auf weist, während das in Fig. 5 gezeigte Beispiel kugel berührende Fusskörper besitzt, -so ist es doch möglich die bodenberührenden und, kugelberührenden Fuss- körper gegenseitig auszutauschen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Indusbrieroiilwagen, gekennzeichnet durch einen Fusskörper mit einem Gehäuse (11, 31), das nach un ten offen ist und an tseinem Rand eine Dichtung (23, 39) tragt, und das einen Hohlraum, (24, 38) bildet, der mit einer Druckluftzuführung (19, 36) in Verbindung steht, derart,dass Luftdruck dien Fusskörper von einer mit ihm zusammenarbeitenden Fläche abheben und ihn mit geringem oder keinem auf letztere ausgeübten Berührungsdruck abstützen kann, so dass sich der Fusskörper bei minimalem Reibungswiderstand in je der gewünschten Richtung bewegen lässt.UNTERANSPRÜCHE 1. Industrierollwagen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur teilweisen Abdichtung der Berührungsstelle zwischen dem Gehäuserand und dem Boden gegen Luftdurchsickerungen, an diesem Rand eine biegsame Dichtung (23) aus Filz, Gummi schwamm oder Schaumkunststoff angebracht Ist.2. Industrierollwagen nach Patentanspruch, ge- kennzeichnet durch eine in die Aussparung (38) des Gehäuses (31) .ragende, bodenberührende Kugel (30), welche in der Aussparung so aufgenommen und dem Gehäuserand so angepasst ist, dass bei Druckzufüh rung zu der Gehäuseaussparung die vom Fusskörper auf die Kugelfläche übertragene Rol!lwvagen:belastung durch einen Luftfilm zwischen der Kugel (30) und dem Gehäuse (31) getragen wird und die Kugel frei am Boden wie eine Kugellaufrolle rollen kann. 3.Industrierollwagen nach Unteranspruch 2, da,- durch gekennzeichnet, dass die Kugel (30) im Fuss- körper eine hohle Stahlkugel isst. 4. Industrierollwagen nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Kugel (30) im Fuss- körper mit einer dünnen Sclllcht aus einem harten Kunststoffmaterial überzogen ist. 5.Industrierollwagen nach Unteranspruch 2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand des Ge häuses (31) mit einer Dichtung (39) aus biegsamem Mater'iäl, wie Filz, Gummischwamm, Schaumkunst stoff, versehen ist.6. Industrierollwagen nach Unteranspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, diass ein Kranz von Borsten rings um die Unterseite des Randes vorhanden ist, um Staub und Sand wegzureiben und das Eindringen derselben in das Gehäuse zu verhindern. 7.Industrierollwagen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Fusskörper ein Reser voir (20, 35) für Druckluft vorgesehen ist, um bei einem plötzlichen Druckverlust rasch Luft zum Er zeugen von Druck zuzuführen.B. Industriearollwagen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Zuführungsquelle (57) für unter hohem Druck befindliche Luft für den Fuss- körper am Rollwagengestell angeordnet :ist, so dass der Wagen zum Abstützen von -schweren Lasten be- nutzt werden kann, welche ,sich dann leicht von Hand bewegen lassen.9. Industrieroll'wagen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Indus trierollwagen zwei Fusskörper (45, 46) und zwei Antriebsräder (47, 48) aufweist, wobei die Antriebsräder zur Fortbewe gung und zur Lenkung des Wagens dienen.
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