CH417620A - Verfahren zur Herstellung neuer 18-Azido-desoxy-reserpsäureester und deren Salzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer 18-Azido-desoxy-reserpsäureester und deren Salzen

Info

Publication number
CH417620A
CH417620A CH1358562A CH1358562A CH417620A CH 417620 A CH417620 A CH 417620A CH 1358562 A CH1358562 A CH 1358562A CH 1358562 A CH1358562 A CH 1358562A CH 417620 A CH417620 A CH 417620A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
deoxy
azido
acid
new
salts
Prior art date
Application number
CH1358562A
Other languages
English (en)
Inventor
Nat Lettenbauer Gustav Dr Rer
Nat Popelak Alfred Dr Rer
Wolfgang Dr Med Schaumann
Vet Ribbentrop Annemarie D Med
Original Assignee
Boehringer & Soehne Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DEB64878A external-priority patent/DE1186868B/de
Application filed by Boehringer & Soehne Gmbh filed Critical Boehringer & Soehne Gmbh
Publication of CH417620A publication Critical patent/CH417620A/de

Links

Landscapes

  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


      Verfahren        zur        Herstellung    neuer     18-Azido-desoxy-reserpsäureester    und deren     Salzen       Das     18-Desoxy-18-azido-methylreserpat    der Formel 1  
EMI0001.0007     
    ist noch nicht     in    der Literatur beschrieben. Es wurde  gefunden, dass diese Verbindung eine     sehr        spezifische          affektiv    dämpfende Wirkung besitzt, wie sie bislang  bei     keinem        Rauwolfia-Alkaloid    beobachtet wurde.

    Zwar     hemmt    auch     Reserpin    zufolge seiner dämpfen  den     Wirkung    sekundär bedingte Reaktionen, es ver  stärkt aber gleichzeitig die hypnotische Wirkung einer       unterschwelligen        Dosis    vom     Urethan.    Eine derartige         Hypnotica-potenzierende    Wirkung wird bei der neuen  Verbindung erst durch sehr hohe Dosen erzielt; auch  tritt hier keine blutdrucksenkende Wirkung auf, so       dass    also     eine    therapeutisch sehr wertvolle Wirkungs  spezifität gegeben ist.  



  Die Herstellung der neuen Verbindung     erfolgt     durch Umsetzung eines reaktionsfähigen Esters des       Methylreserpats    der Formel     1I     
EMI0001.0026     
    in welcher X einen Säurerest bedeutet, mit einem       Alkaliazid.     



  Hierfür kommen insbesondere die     Sulfonsäure-          ester    des     Methylreserpats    in Frage. Die Umsetzung  wird vorzugsweise durch einfaches Erhitzen der Re-         aktionskomponente    in einem geeigneten Lösungs  mittel     (vorzugsweise        Dimethylformamid)    bewirkt,  wobei man zweckmässig unter Luftausschluss ar  beitet.  



  Die als Ausgangsprodukte verwendeten reaktions-      fähigen Ester des     Methylreserpats    können z. B. ge  wonnen werden, indem man     Methylreserpat    mit den  entsprechenden     N-Acylimidazolen    in Gegenwart eines       Alkalihydrids    umsetzt.  



  Das     18-Desoxy-18-azido-methylreserpat    lässt sich  in seine     Salze        überführen,    wenn man es in an sich  bekannter Weise mit einer Mineralsäure (z. B. Salz  säure, Phosphorsäure) oder einer organischen Säure  (z. B. Weinsäure) umsetzt.  



  In weiterer Ausgestaltung dieses Verfahrens       wurde    gefunden, dass auch die     18-Azido-18-desoxy-          reserpsäureester    der     Formel        III     
EMI0002.0013     
    in welcher R eine     Alkylkette    mit 2-5     C-Atomen,    die  gegebenenfalls durch Sauerstoff unterbrochen ist,  oder einen     Aralkyl-    bzw.     Arylrest    bedeutet, affektiv  dämpfende Wirkung     besitzen.     



  Bei den neuen Verbindungen     III    ist ebenso wie  bei der Verbindung I für die     Azidogruppe    am     C-18-          Atom    die      normale         oder    die     epi-Konfiguration    mög  lich     (IIIa    und     IIfb):     
EMI0002.0028     
    Gegenstand der     vorliegenden    Erfindung ist ein       Verfahren    zur Herstellung dieser neuen     18-Azido-18-          desoxy-reserpate    und ihrer Salze.  



  Die erfindungsgemässe Herstellung der Verbin  dungen     erfolgt    aus den     Reserpsäurederivaten    der       Formel    IV  
EMI0002.0036     
    in welcher X einen Säurerest bedeutet, durch Um  setzung mit einem     Alkaliazid.     



  <I>Beispiele</I>  1. 1,33 g (0,01     Mol)        18-O-Brosyl-methylreserpat          (Fp.    219 ) werden in 60 ml absolutem     Dimethyl-          formamidi    gelöst, mit 1,3g (0,02     Mol)        Natriumazid     versetzt und 3 Stunden unter Stickstoff auf 100  C  erhitzt. Nach dem Abkühlen gibt man 600 ml Wasser  zu und extrahiert erschöpfend mit     Methylenehlorid.     Die vereinigten     Methylenchlorid-Auszüge    werden       mehrmals    mit Wasser gewaschen, über     Natriumsulfat     getrocknet und im Vakuum zur Trockene gebracht.

    Man     kristallisiert    den Rückstand aus     Isopropanol-          Methylenchlorid    um und erhält auf diese Weise das       18-Desoxy-18-azido-methylenreserpat    vom     Fp.        234-          235         C;        Ausbeute:        3,8        g=        87%        d.        Th.     



  WD 21 =     -42,3(c=1    in     Chloroform)          C23H29N504    (439,5)       Ber.:        C        62,85;        H        6,65;        N        15,94%.          Gef.:        C        62,81;        H        6,84;        N        16,01        %.     



  Das Bitrat der Verbindung     schmilzt    bei     185-          187     C.  



  2. 5,68 g     18-O-Tosyl-methylreserpat        (Fp.    225 )  werden in 60 ml absolutem     Dimethylformamid    gelöst,  mit 1,3 g (0,02     Mol)        Natriumazid    versetzt und 6  Stunden unter Stickstoff auf 100  C erhitzt. Nach  analoger Aufarbeitung wie im Beispiel 1. erhält man       in        85%iger        Ausbeute        das        18-Desoxy-18-azido-me-          thykeserpat    vom     Fp.    234-235  C.  



  3. 1,5 g     18-Desoxy-18-bromo-methylreserpat          [Fp.    219-220 ;     [a]D20    = -101, (c = 1 in Chloro  form)] werden in 50 ml     Dimethylformamid    gelöst,  mit 1,5g     Natriumazid    versetzt und 2 Stunden     unter     Stickstoff auf 100  erhitzt. Nach dem Abkühlen wird  mit 200     ml    Wasser verdünnt und mit     Methylen-          chlorid    ausgeschüttelt. Die mit Wasser gewaschenen       Methylenchloridauszüge    werden über     Natriumsulfat     getrocknet und     im    Vakuum zur Trockene gebracht.

    Der Rückstand wird aus     Isopropanol-Methylenchlo-          rid        umkristallisiert;        Fp.    234  . Ausbeute: 1,3 g     18-          Desoxy-18-azido-methylreserpat.    Wie     chromatogra-          phische    Untersuchungen gezeigt haben, handelt es  sich um die     18-epi-Verbindung;    sie ist identisch mit  der gemäss Beispiel 1 und 2 gewonnenen Verbindung.  



  4. 1,35 g     18-O-epi-Brosyl-methylreserpat,        Fp.     210  [J. Am.     Cnem.        Soc.    83, 2699 (1961)] und  1,35g     Natriumazid    werden in 30 ml     abs.        Dimethyl-          formamid    gelöst und 2 Stunden auf 100  erhitzt.      Nach dem Erkalten wird mit 100 m' Wasser verdünnt  und mit     Methylenchlorid    ausgeschüttelt. Die     Methy-          lenchloridauszüge    werden mehrmals mit Wasser ge  waschen, über Natriumsulfat getrocknet und im Va  kuum zur Trockene gebracht.

   Der Rückstand (0,85 g)  wird aus     Diisopropyläther-Methylenchlorid    umkri  stallisiert. Das auf diese Weise erhaltene  normale        18-Desoxy-18-azido-methylreserpat    bildet farblose  Nadeln vom     Fp.    214-215      (Zers.).     



       [a]D21    = -78,4 (c = 1 in Chloroform).       C23H29N504    (439,5)       Ber.:        C        62,85;        H        6,65;        N        15,94        %;          Gef.:        C        62,51;        H        6,64;        N        16,03%.     



  5. 1,85 g     18-Desoxy-18-epi-brom-methylreserpat          [FP.    218-220 ;     [a]D20    = +5,6 (c =1     in;        Chloroform)]     und 1,85g     Natriumazid    werden in 30     ml        abs.        Di-          methylformamid    2 Stunden auf 100  erhitzt. Nach  dem Abkühlen wird wie im Beispiel 4 beschrieben  aufgearbeitet. Ausbeute: 1,3 g     18-Desoxy-18-azido-          methylreserpat,        Fp.    214-215 .  



  <I>6.</I>     18-epi-Azido-18-desoxy-reserpsäure-äthylester     5,9 g     18-O-Brosyl-reserpsäure-äthylester        (Fp.     213-216 ) werden in 30     ml        Dimethylformamid    mit  3 g     Natriumazid    unter Stickstoff 2 Stunden auf     100-          110     erhitzt. Nach dem     Abkühlen    wird der Ansatz  mit 400 ml     Methylenchlorid    versetzt und die Lösung  mehrmals mit Wasser gewaschen.

   Die über Natrium  sulfat getrocknete Lösung wird im Vakuum zur     Trok-          kene    gebracht und der Rückstand (3,75 g) aus     Iso-          propanol    umkristallisiert. Die reine Verbindung (et  wa 3 g)     schmilzt    bei 208-210 .  



       [a]D"    = -121 0,6 (c=l;     CHCl3)          C24H31N504   <B>(453,55)</B>       Ber.:        C        63,56;        H        6,89;        N        15,44        %;          Gef.:        C        63,82;H        6,91;N        15,15        %;

         <I>7. 18- epi-Azido-18-desoxy-reserpsäure-n-butyl-</I>         ester     3,3 g     18-O-Brosyl-reserpsäure-n-butylester        (Fp.     



  213 ) und 1,5g     Natriumazid    werden in 30 ml     Di-          methylformamid    unter Stickstoff 3 Stunden auf     100-          110         erhitzt.    Die Aufarbeitung erfolgt analog Bei  spiel 6). Der dabei     erhaltene        Rückstand    von 1,95 g       (83        %)        wird        aus        Isopropanol-Methylenchlorid        um-          kristallisiert;        Fp.        230-231'.     



  <I>B.</I>     I8-epi-Azido-18-desoxy-reserpsäure-methoxy-          äthylester.     



  3 g     18-O-Brosyl-reserpsäure-methoxyäthylester     und 1,5g     Natriumazid    werden in 30 ml     abs.        Di-          methylformamid    unter Stickstoff 21/2 Stunden auf  100-100  erhitzt. Die Aufarbeitung erfolgt analog  Beispiel 6). Das Rohprodukt (1,87 g) wird aus       Isopropanol-Methylenchlorid    umkristallisiert;     Fp.     <B>1630.</B>  



       [u]D2o    = -368      0,6    (c = 1;     CHCl3)          C25H33N505    (483,55)       Ber.:        C        62,10;        H        6,88;        N        14,48        %;          Gef.:    C 62,08; 11<B>6,98;</B> N 14,68 0/0.

      <I>9.</I>     18-epi-Azido-18-desoxy-reserpsäure-benzyl-          ester     3 g 18-O     Brosyl-reserpsäure-benzylester    und  1,5 g     Natriumazid    werden in 25     ml        abs.        Dimethyl-          formamid    3 Stunden unter Stickstoff auf 100-110        erhitzt.    Nach     Aufarbeitung        analog        Beispiel    6) wird  das Rohprodukt (3,89 g) aus     Isopropanol    umkristal  lisiert;

   man erhält auf diese Weise das Endprodukt in  Form feiner Nadeln vom     Fp.    217 .  



       [a]D2'    -     -.,7,2 0,5'    (c = 2;     CHCl3)          C20H33N504    (515,6)       Ber.:        C        67,55;        H        6,45;        N        13,58        %;          Gef.:    C 67,33; H 6,53; N 13,78 0/0.

      10.<I>18-epi-Azido-18-desoxy-reserpsäure-phenyl-</I>         ester     2,5 g 18-O     Brosylreserpsäure-phenylester    und  1,2 g     Natriumazid    werden in 25 ml     abs.        Dimethyl-          formamid    3 Stunden unter     Sitckstoff    auf 110      er-          hitzt.    Nach     Aufarbeitung    analog Beispiel 6) wird  das Rohprodukt (1,55 g) aus     Isopropanol    umkristal  lisiert;     Fp.    240 .  



       [a]D20    = -129,8 0,3 (c = 1;     CHCl3)          C28H31N504   <B>(501,6)</B>       Ber.:        C        67,04;        H        6,23;        N        13,96        %;          Gef.:    C 66,83; H 6,60; N 14,03 0/0.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer 18-Azido-18- desoxy-reserpsäureester der Formel III EMI0003.0166 in welcher R' eine Alkylkette mit 1-5 C-Atomen, die gegebenenfalls durch Sauerstoff unterbrochen ist, oder einen Aralkyl- bzw.
    Arylrest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man Reserpsäurederivate der Formel IV EMI0003.0173 in welcher X einen Säurerest bedeutet, mit einem Alkaliazid umsetzt. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass man die Ester der Formel III mit Säu ren in ihre Salze überführt.
CH1358562A 1961-11-22 1962-11-20 Verfahren zur Herstellung neuer 18-Azido-desoxy-reserpsäureester und deren Salzen CH417620A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB64878A DE1186868B (de) 1961-11-22 1961-11-22 Verfahren zur Herstellung von 18-Desoxy-18-epi-azido-reserpsaeuremethylester und vondessen Salzen
DEB0068972 1962-09-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH417620A true CH417620A (de) 1966-07-31

Family

ID=25966088

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1358562A CH417620A (de) 1961-11-22 1962-11-20 Verfahren zur Herstellung neuer 18-Azido-desoxy-reserpsäureester und deren Salzen

Country Status (4)

Country Link
BE (1) BE625183A (de)
CH (1) CH417620A (de)
DK (1) DK103129C (de)
LU (1) LU42720A1 (de)

Also Published As

Publication number Publication date
BE625183A (fr) 1963-05-22
DK103129C (da) 1965-11-22
LU42720A1 (de) 1963-01-21

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2316377C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Phenyl-amino-2-imidazolin-Derivaten und von deren Salzen
DE1236510B (de) Verfahren zur Herstellung von Acylaminotetramsaeuren
CH380746A (de) Verfahren zur Herstellung neuer sekundärer Amine
DE2141616B2 (de) Oxazolo- und Oxazine eckige Klammer auf 3,2-c eckige Klammer zu chinazolinone, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel
CH417620A (de) Verfahren zur Herstellung neuer 18-Azido-desoxy-reserpsäureester und deren Salzen
DE936747C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyrimidinderivaten und deren Salzen
AT363074B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 1-amino-niedrig-alkyl-3,4-diphenyl-1h-pyrazolen und ihren salzen
DE825684C (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeureestern
DE1960026A1 (de) Neue Derivate des 3-Amino-1,2-benzisothiazols und ein Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung als Arzneimittel
DE2403682C3 (de) S-Methyl-Z-phenyl-S-benzothiazolln-esslgsäure-Verbindungen und Verfahren zu ihrer Herstellung
AT242868B (de) Verfahren zur Herstellung neuer 18-Azido-18-desoxy-reserpsäureester und deren Salzen
DE634198C (de) Verfahren zur Darstellung von Cyclohexenylalkyllhydantoinen
AT216152B (de) Verfahren zur Herstellung von Diestern der Deserpidinsäure und deren Salzen
DE1119263B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonylurethane
AT221089B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Azabenz-imidazole
AT244333B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyrrolderivaten
AT209007B (de) Verfahren zur Herstellung von 9 α-Halogen-4-pregnen-16 α, 17 α,21-triol-3, 11, 20-trionen und ihren Estern
DE2236005C3 (de) Dibenzo- eckige Klammer auf d,f eckige Klammer zu -dioxepin- eckige Klammer auf 1,3 eckige Klammer zu -derivate und deren pharmakologisch verträgliche Salze, sowie Verfahren zu deren Herstellung und diese enthaltende Arzneimittel
DE1420954C (de) Halogensubstituierte 5-Phenyl-2-aminooxazolon-(4)-derivate und Verfahren zu deren Herstellung
CH501614A (de) Verfahren zur Herstellung von Pyrrolidinverbindungen
DE1954839A1 (de) Tetrazolderivate
DE2131158A1 (de) Benzodiazepin-Derivate
DE2458625A1 (de) Neue phenoxypropylaminderivate und ein verfahren zu deren herstellung
DD151308A1 (de) Verfahren zur herstellung von chinazolin-2,4-dion-3-essigsaeuren
DE1078131B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Benzimidazole