CH418535A - Druckgiessmaschine - Google Patents
DruckgiessmaschineInfo
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Description
Druckgiessmaschine
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Druckgiessmaschine mit einem feststehenden und einem verschiebbaren Formträger,'die erfindungsgemäss da- durch gakennzeichnet ist, dass der durch Hydraulik elemente erzeugte Formsohliessdruok zwischen den beiden Formträgern durch auf den einen Formträger verankerten Kupplungsstangen iibertragen wird, wozu zwischen dem anderen Formträger und den Kupplungsstangen bajonettverschlussartig ausgebildete Kupplungselemente vorgeschen sind, die als Schrau- benmuttern ausgebildet. an den mit Gewinde ver sehenen Kupplungsstangen :
angeordnet und, durch einen gemeinsamen Antrieb wahlweise kontinuierich oder um einen mit Hinblick auf die Einkupplung begrenzten Drehwinkel drehbar sind.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung schematisch dargestellt, und zwar zeigt :
Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Druckgiessmachine,
Fig. 2 eine Ansicht der Machine nach Fig. 1 gesehen in Richtung des Pfeiles A, wobei der linke Teil die OffensteRung und der rechte Teil der Maschine die Verriegelungsstellfungzeigt,. und
Fig. 3 einen Schnitt durch eine Variante einer Einzelheit der Machine nach Fig. 1 im grösseren Massstab.
Gemäss der Fig. 1 besitzt die dargestellte Druck giessmaschine einen festen, am Maschinengestell 2 angeordneten Formträger 1 und einen verschiebbaren, am Maschinengestell 2 gefiihrten Formträ- ger 3. Einfachheitshalber wurden die an den Formträgern angeordneten Formhälften sowie die Einspritzvorrichtung nicht näher dargestellt.
Im oberen Bereich des verschiebbaren Formträgers ist ein Form schlusszylinder 4 mit einem nicht ersichtlichen doppelt wirkenden Kolben angebracht, der durch nicht näher bezeiohnete Leitungen beiderseits mit einer Druck flüssigkeit bsaufschlagbar ist und dessen Kolben- stange 4'mit ihrem dem verschiebbaren Formträger abgekehrten Ende am festen Formträger be festigt ist. Ein weiteres derartiges Huborgan 4, 4' ist, wie aus Fig. 2 hervorgeht, im unteren Bereich der Formträger angebracht.
Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, erstrecken sich durch die beiden Formträger vier als Kupplun, gsstangen dienende Säulen 5, die jeweils im mittleren Bereich ihrer Länge mit einem Gewinde 6 versehensind,auf welchem eine weiter unten näher beschriebenen Schraubenmuttsr 7 läuft, die beim Giessvorgang fals Anschlag far den verschiebbaren Formträger 3 dient.
Die im Bereich des festen Formträgers lieganden Enden der Säulen 5 weisen jeweils ein Gewinde 8 auf, auf welchem ein in Form einer zylinldrischen Gewindemutter ausgebildeter Kolben 9 sitzt. Diese Kolben 9 laufen je in einer nach der dem verschieb- baren Formträger 3 abgekehrten Seite hin offenen, im festen Formträger 1 angeondneten zylindrischen Ausnehmung 10 und stehen. gegenüber dem festen Formträger 1 vor. Zur Erzeugung des Schliessdruckes kann durch je eine Leitung 11 Druckflüssigkeit m den durch den Formträger l unjd die Kolben 9 gebildeten Räume eingelassen werden.
Zur Begrenzung des Kolbenhubes nach der dem'verschiebbaren Formträger 3 abgekehrten Seite hin dient je ein am festen Formträgsr angebrachter Anschlag 12.
Die oben erwähnten, mit dem verschiebbaren Formträger 3 zusammenwirkenden Schraubenmuttern 7. sind als zylindrische, sich durch diesen Formträger 3 erstreckende und in diesel. geführte Büchsen ausgebildet, die je ein sich im Abstand von beiden Enden erstreckendes Innengewinde aufweisen. Die Schraubenmuttern 7 sind dabei an ihren beiden Enden auf den Säulen 5 abgestützt md weisen im Bereich des Innengewindes jeweils vier radial nach aussen ragende, im Umfangssinne gleichmässig verteilt angeordnete leistenförmige Nocken 13 auf.
Im verschiebbaren Formträger 3 gehen dabei von den Bohrungen, durch welche sich die Schraubenanuttern 7 erstrecken, entsprechond angeoitdnete Nuten 14 aus, die ìderart ausgeführt sind, dass der verschiebbare Formträger bei entsprechender Stellung der Schraubennmuttern 7 über die Nocken verschoben werden kann. Der obere Teil des verschiebbaren Formträgers ist in Fig. 1 im Schnitt durch'die Nuten 14 dargestellt.
Am dem festen Formträger 1 abgekehrten Ende der Schraubenmuttern 7 ist jeweils ein Ritzel'15 drehtest angeordnet, das mit einer Schnecke 16 kämmt. Wie, der obere Teil der Fig. 2 zeigt, sind jeweils die zwei auf gleicher Höhe liegenden Schnek- ken 16 auf einer längsverschiebbarund.drehbar'ge- lagerten Welle 17 drehfest angeordnet. Die obere sowie die untere nicht dargestellte Welle 17 sind miteinander durch eine Kette 18 wirkungsvenbunden.
Beide Wellen 17 sind mittels eines doppelt wirkenden Huborgans 20 über eine nicht näher bezeichnete Querverbindung hin untd her llngsverschiebbar.
Femeristdie obere Welle 117 mit einem Elektro- motor 19 drehfest gekuppelt, wabei die Anordnung so getroffen ist, dass der Motor an einem auf den Schraubenmuttern abgestützten Träger ortsfest angeordnet ist, wobei die Welle 17 bezüglich dem Mo- tor längsverschiebbar ist.
In der Fig. 1 ist die Druckgiessmaschine mit geschlossener Formstellung dargestellt. In idieser Stellung liegen die zwei zwischen den Fonmträgem liegenden und nicht dangestellten Formhälften anein ander. Die Nocken 13 der Schraubenmuttern 7 liegen dabei zwischen den Nuten 14 am verschiebbaren Formträger 3 an, und die zwischen. dem festen Formträger 1 und den Kolben 9 gebildeten Druckräume stehen unter dem Formsohliessdruck, wodurch die Formhälften über die Säulen 5 verspannt werden.
Das Offnen der Form bzw. das Zurückziehen des verschiebbaren Formträgers nach erfolgtem Giessen geschieht folgendermassen :
Die Druckräume im m festen Formträger werden entlasbet. Die Schraubenmuttern 7 werden über zdie Ritzel 15 durch Längsverschiebung der Schnecken 16 mittels des Huborgans 20 verdreht, wobei sie von der in der rechten Hälfte der Fig. 2 gezeigten Stellung in die in der linken Hälfte dieser Figur gezeigten Stellung, in welcher die Nocken 13 mit , den Nuten 14 im verschiebbaren Formträger 3 fLuchten, gelangen. Das Zurückziehen des verschiebbaren Formträgers längs der Schraubenmutter kann, idann durch entsprechende Beaufschlagung der Form- sohlusszylinder 4 erfolgen.
Die Form wind dadurch geöffnet, und das Gussstück kann, durch nicht dar- gestellte bekannte Ausstosselemente ausgestossen wer- den.
Das Schliessen der Form bzw. das Zustellen des verschiebbaren Formträgers gegen den festen Formträger erfolgt entsprechend in der umgekehrten Rei henfolge.
Die Anpassung der Druckgiessmaschine an die verschiedenen Formbauhöhen erfolgt durch Verschiebung der Schraubenmuttern 7 längs der Saule mittels des Elektromotors 19.
Um den Einbau von sperrigen Formen zu gestatten, sind, wie nachstehend erläutert ist, Mass nahmen getroffen worden, um die Säulen 5 aus dem festen Formträger herauszuziehen.
Wie, die Fig. 1 zeigt, ist an den Antriebsenden der Schraubenmuttern 7 je ein verschiebbarer Keil 21 vorgesehen, mit welchem die Schraubenmuttem 7 mit den zugeordneten Säulen gekuppelt, wobei die Säulen dann durch Drehbewegung des Schneckengetriebes 15, 16 aus den Kolben 9 geschraubt und herausgezogen werden können.
Die Figur 3 zeigt im Schnitt einen Ausschnitt des festen Formträgers 1 im Bereich einer Säule 5.
Im Unterschied zur Ausführung nach Fig. 1 ist hier jeder Kolben 9 zusätzlich noch mit einem Au- ssengewinde versehen, auf welchem ein Ritzel 22 auf- geschraubt ist, das mit einer motorisch angetriebenen Zahnstange 23 kämmt und zur mechanischen Verriegelung der Säulen am festen Formträger dient.
Auf diese Weise wird die Elastizität des in den Dmckräumen befindlichen hydraulischen Mediums ausgeschaltet.
Gegenüber den bisherigen Druckgiessmaschinen weist die vorliegende Druckgiessmaschine verschie- dene nachstehend angeführte Vorteile auf :
Durch die seitliche Anordnung der Formschlusszylinder wird die Machine kürzer. Das vielfach werwendete Kniegelenksystem zum Verschieben des verschiebbaren Formträgers sowie der hintere Schild als Träger desselben entfällt, was eine bedeutende Gewichtsverminderung zur Folge hat.
Der Raum hinter dem verschiebbaren Formträger wird frei. Es kann nun darin eine Ausstoss- Vorrichtung'bzw.eine zweite Einspritzvorrichtung eingebaut werden.
Mit der gleichen einfachen mechanischen Vorrichtung kann die Dmckgiessmaschine verriegelt, die- selbe an die Formbauhöhe angepasst oder eine bzw. mSehnere Säulen herausgezogen werden.
Ferner sei noch erwähnt, dass die Säulen über den Schraubenmutttern im verschiebbaren Formträger geführt sind, dass die Einstellung der Form- bauhöhe stufenlos durchführbar und d zentral ange trieben ist und dass jede einzelne Säule hydraulisch individuell verspannbar ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Druckgiessmaschine mit einem feststehenden und einem verschiebbaren Formträger, dadurch igekenn- zeichnet, dass der durch Hydraulikelemente erzeugte Formschliessdruck zwischen den beiden Formträgem durch auf den einen Formträger verankerten Kupplungsstangen übertragen wird, wozu zwischen dem anderen Formträger und den Kupplungsstangen bajo nettverschlussartig ausgebildete Kupplungselemente vorgesehen sind, die als Schraubenmuttern ausgebildet an den mit Gewinde versehenen Kupplungs- stangen angeordnet und durch einen gemeinsamen Antrieb, wahlweise kontinuierlich oder um einen mit Hinblick auf die Einkupplung begrenzten Drehwin- kel drehbar sind.UNTERANSPRUCHE 1. Dmickgiessmaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, ttass der gemeinsame Antrieb auf den Schraubenmuttern abgestützt ist.2. Druckgiessmaschine nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubenmuttern mit dem verschiebbaren Fomnträger zusammenwir- ken und in diesem geführt sind, wobei sie jeweils nach beiden Seiten sich erstreckende, die Kupplungs stangen umsahliessende Fortsätze aufweisen, längs welchen, der genannte Formträger verschiebbar ist, und wobei mindesten. die dem festen Formträger abgekehrten und den gemeinsamen Antrieb tragenden Fortsätze im Bereich ihrer freien Enden an den jeweiligen Kupplungsstangen abgestützt sind.3. Druckgiessmaschine nach Unteranspruch 2, dadurch. gekennzeichnet, dass der Abschnitt der Schraubenmuttern zwischen den Fortsätzen jeweils eine mit diesen bündige Aussenfläche besitzt, von welcher im Umfangssinn gleichmässig verteilt angeord- nete Nocken radial vorstehen, wobei in den zuge ordneten Bohrungen des verschiebbaren Formträgers entsprechend angeordnete Nuten angebracht sind.4. Druckgiessmaschine nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die. Schraubenmuttern an ihrem dem festen Formträger abgekehrten freien Ende je ein Ritzel tragen, das mit je einer Schnecke zusammenwirkt, die mindestens mit einem Antriebs- motor gekuppelt sind.5. Druckgiessmaschine nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnecken wahl- weise mittels eines Elektromotors drehbar oder mittels eines fluidumbetätigten, doppelt wirkenden Huborgans längsverschiabbar sind.6. Druckgiessmaschine nach Patentanspruch, dadurhc gekennzeichnet, dass die zur Erzeugung des FormschliessdDuckes dienenden Hydraulikelemente jeweils einen an den Kupplungsstangen. angeordneten Kolben aufweisen, der in eine nach der dem ver sohiebbaren Formträger abgekehrten Seite offenen zylindrischen Ausnehmung verschiebbar geführt ist.7. Druckgiessmaschme nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben in Form einer zylindrischen Gewindemutter ausgebildet. und jeweils auf die Enden der Kupplungsstangen aufge- schr. aubt sind.8. Druckgiessmaschine nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der aus dem festen Formträger ragende Teil der'Kolben jeweils ein Aussengewinde zur Aufnahme eines mit einer Zahnstange zusammen wirkenden und mit dem festen Formträger als Anschlag für'die jeweilige Kupp- lungsstange dienenden Ritzels besitzen.9. Druckgiessmanschine nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsstangen mit. den zugehörigen Schraubenmuttern kuppelbar sind.10. Druckgiessmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur verschiebung des einen Formträgers mindestens ein seitlich angeordne- tes hydraulisches, doppelt wirkendes Huborgan vorgesehen ist, dessen Zylinder mit dem einen Formträger und. dessen Kolbenstange mit dem anderen Formträger vorbunden ist.
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