CH419163A - Verfahren zur Gewinnung eines herzaktiven Pflanzenextraktes - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung eines herzaktiven Pflanzenextraktes

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CH419163A
CH419163A CH1060062A CH1060062A CH419163A CH 419163 A CH419163 A CH 419163A CH 1060062 A CH1060062 A CH 1060062A CH 1060062 A CH1060062 A CH 1060062A CH 419163 A CH419163 A CH 419163A
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Dietrich Dr Stauffacher
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Sandoz Ag
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  Verfahren zur Gewinnung eines herzaktiven Pflanzenextraktes    Die vorliegende Erfindung betrifft ein     Verfahren     zur Gewinnung eines herzaktiven     Pflanzenextraktes,     ,dadurch     gekennzeichnet,        .dass    man die     Gesamtalka-          loide    des     Buchs,baumes        (Buxus        sempervirens    L.)

       zwi-          schen    einem     organischen        Lösungsmittel    und     einer     sauren     wässrigen    Lösung von     pH    1-6 einer     Vertei-          lung        unterwirft,    die     wässnige    Phase     alkalisch    macht,  das     ausgesehieidene        Alkalosdgemisch        mit    einem orga  nischen     Lösungsmittel        extrahiert    und das Lösungs  mittel abdampft.

   Extrakte aus     Pflanzenteilen    des       Buchsbaumes    waren schon seit langer Zeit als     Heil-          mittel        bekannt    gewesen, doch ist eine     spezifische,     die Leistung des     Harzmuskels        verstärkende    Kraft  bisher nirgends beschrieben worden.

   Was die In  haltsstoffe und speziell die Alkaloide des     Buchsbaums     betrifft, sind .diese wohl in jünger. -r     Zeit    näher unter  sucht worden, auch     bela'n'g    es,     einzelne    Alkaloide  zu isolieren, deren Konstitution bis jetzt jedoch noch  nicht aufgeklärt werden konnte. Ebenso ist über  etwaige pharmakologische Wirkungen dieser Alka  loide des     Buchsbaums    bisher nichts bekanntgewor  den.

   Es wurde nun     überraschenderweise    gefunden,       ;dass    man aus den     Pflanzenteilen    des     Buxus        semper-          v'irens    L. - vor allem aus d en Blättern, der Rinde     und     ,den Zweigen - .durch     das        erfindungsgemässe    Ver  fahren eine bestimmte     Alkaloid-Fraktion        gewinnen     kann, die eine starke     Herzwirksamkeit    besitzt. So  wirkt sie z.

   B. am     insuffizient        gemachten,    durch  strömten     isolierten        Kaninchenherz        stark    positiv     ino-          trop    .und wirkt ,auch auf das     Ganzfier        stimulierend.     



  Das     ;erfindungsgemässe    Verfahren besteht     darin,     dass man das Gemisch der     Gesamtalkaloide        durch          Vertei'lun'g    zwischen einem     organischen    Lösungsmit  tel und einer sauren     wässrigen    Phase in zwei Frak  tionen trennt, die wässrig saure Phase alkalisch       macht,        lind    die in Freiheit gesetzten     Alkaloide    mit  Chloroform extrahiert.

   Die nach     Odem    Abdampfen         des    Chloroforms verbleibende     Alkalolldfraktson        macht     mengenmässig 45 % der Gesamtalkaloide aus     und     enthält     ideren    gesamte     spezifische,    :die     Leistung    des       Herzrnuskels    verstärkende Aktivität.     Als        organisches     Lösungsmittel werden zweckmässig     chlorierte        Koh-          lenwasserstoffe    wie z. B.

   Chloroform verwendet, die       wässrig    saure Phase mit einem     pH    von -1 bis     -h6     kann aus verdünnten     anorganischen    Säuren     (vorzugs-          weise    0,01- bis 2n)),     z.        B.        Salzsäure,    aus     verdünnten     organischen Säuren (vorzugsweise 0,01- bis 2n),  z. B. Essigsäure oder     aus    einer Pufferlösung     (vorzugs-          weise    0,01-     bis        2mol:ar),    z.

   B. einer     Acetatpuffer-          lösung,        bestehen.    Das Gemisch :der     Gesamtalkaloide     kann aus den     ,Pflanzenteilen    des     Buchsbaumes    auf  übliche Weise gewonnen werden, so z. B. durch  Extraktion von     frischen    oder getrockneten, unbe  handelten,     alkalisierten    oder     angesäuerten    Buchs  baumblättern oder -zweigen.

   Die Extraktion kann  auch in 2 Stufen vorgenommen werden, indem die  getrockneten,     gemahlenen    oder gebrochenen Blätter  zuerst     mit    einem organischen     Lösungsmittel    und  dann mit     wässrsgen    Säuren .extrahiert werden.  



  In :den Beispielen 1-3 wird :die     Ge'win'nung        der          Gesamtalkaloide    beschrieben,     Beispiele    4-5     sollen     ,das     .erfindungsgemässe        Verfahren        erläutern,    .den Um  fang der Erfindung aber     in    keiner Weise einschrän  ken.  



  <I>Beispiel 1</I>  1000 Gewichtsteile frische     Buxus        sempervirens-          Blätter        werden        mechanisch        zerkleinert    (etwa 1     mm     fein), fünfmal mit je 2500 Gewichtsteilen Methanol  je 1 Std.     gerührt    und     die        vereinigten        Methanol-Ex-          trakte        im    Vakuum bei 50      eingedampft:    175     Ge-          wichtsteile    Rückstand.

   Diesen verrührt man mit drei  mal je 250     Gewichtsteilen    Wasser je 1     Std.    und  filtriert durch Papierfilter. Das Filtrat, welches den       pH    5,9 aufweist, wird mit dreimal je 200 Gewichts-      teilen Äther gewaschen,

   die     wässrige        Schicht    mit  100     Gewichtsteilen    In Natronlauge auf     pH    10 ein  gestellt und     fünfmal        mit    je 700     Gewichtsteilen     Chloroform     ausgeschüttelt.    Der     Eindampfrückstand          ider        getrockneten        Chloroformlösungen    beträgt 8,2       Gewichtsteile.     



  Der mit     Methanol    extrahierte     Drogenrückstand     wird     mit    3000     Gewichtsteilen    Wasser     verrührt        rund     nach     1i"        Std.        abfiltriert;

      diese Extraktion wiederholt  man noch dreimal mit<B>je</B> 1500     Gewichtsteilen        Was-          ser.    Das     wässrige    Filtrat vom     pH    4,9     wird        mit    100  Gewichtsteilen In Natronlauge auf     pH    10-11 einge  stellt, zuerst mit dreimal 1500     Gewichtsteilen        Äther          und    dann zweimal mit je<B>15000</B>     Gewichtsteilen     Chloroform     ausgeschüttelt.    Der Rückstand aus den       mit    Wasser gewaschenen,

   über     Natriumsulfat    ge  trockneten,     vereinigt        eingedampften    Äther- und       Chlorofornilösungen    beträgt 3,1     Gewichtsteile.    Total  ausbeute an rohen     Gesamtalkaloüden:    11,3 .Gewichts  teile = 1,13 %.  



  <I>Beispiel 2</I>  1000     Gewichtsteilen        :getrockneter    und     gemahle-          ner    (1 mm fein)     Buxws        .sempervirens"Blätter        werden          idurch        dreimaliges        Ausrühren    (je 1     Std.)

      mit<B>je</B> 5000       Gewichtsteilen        Toluol        nach        einmaligem        Zusatz    von  50     Gewichtsteilen    Soda und 250     GewnahtsbeiIen    Was  ser     Neutralstoffe    und     Rohbasen    entzogen.

   Die Roh  basen     extrahiert    man aus :der     filtrierten        Toluollösung     mit     einmal    2000 Gewichtsteilen und dreimal 50     Ge-          wichtsteilen        1prozentiger        Schwefelsäure,    welche nach  dem Abtrennen mit     konz.        Ammonumhydroxy;dlö-          sung        alkalisch    gemacht     wind.    Die     ;

  ausgefallenen    Roh  ialkaloide     extrahiert        man        einmal        mit    2500 Gewichts  teilen und     zweimal        mit    1000     Gewichtsteilen    Chloro  form.

   Der Rückstand     aus    d er     eingeAdampften        Chloro-          formlösungbeträgt    8     Gewichtsteile        Roh-Alkalovde.     <I>Beispiel 3</I>  Aus 1000     Gewichtsteilen        getrockneter    und ge  brochener     Buxus        sempervirens-Blätter    können durch  einstündige Extraktionen mit     fünfmal    je 5000     @Ge-          wichtsteilen        Methanol        und        Abtrennung       

   oder        Basen,     wie in     Beispiel    1     beschrieben,    7     Gewichtsteile    Roh  basen gewonnen werden.     Anschliessende        einstündige          Extraktion    des     Drogenrückstandes        mit        viermal    je  5000 Gewichtsteilen     Methanol-Wasser    (1 :

  1)     und     Abtrennung der Basen, wie in Beispiel 1 beschrieben  ergibt weitere 4 Gewichtsteile     Rohbasen.        Die    Extrak-         tion    des mit Methanol und     Methanol-Wasser    (1 : 1)       extraläerten        Drogenrückstandes    mit     dreimal    je 5000       Gewichtsteilen        5prozentiger        wässriger        Essigsäure          während    je 1 Std. und Abtrennung der Basen, wie  oben beschrieben, ergibt 0,6 Gewichtsteile Rohbasen.

    Total werden     somit    11,6 Gewichtsteile     rohe.    Gesamt  alkaloide gewonnen.  



  <I>Beispiel 4</I>  100     .Gewichtsteüle    roher     Gesamtalkaloide    aus     Bu-          xus        sempervviirens    werden     @in    30 000     Gewichtsteilen          Chloroform,    das vorher mit     gleichen        Teilen        Acetat-          puffer    vom     pH    5     (0,lmolare        wässrige        Natriumacetat-          lösung    und 0,1n Essigsäure im Verhältnis 1 :

   1,1  gemischt)     gesättigt    wurde, gelöst. In     einem        Rührge-          fäss    wird     diese    Lösung     zweimal    mit je 20 000     Ge-          wichtsteilen        Acetatpufferlösung    vom     pH    5,     idie        mit          idem    verwendeten     Chloroform    zuvor     .gesättigt    wurde,  je 5     Min.    gut     ,

  gemischt.    Die     vereinigten        wässrigen          Phasen    werden     mit    2n     Natronlauge    auf     pH    l0-11       eingestellt    und die     in        Freiheit    gesetzten     Alkaloide          ,mit        Chloroform        extrahiert.        Nach    :

  dem     üblichen    Auf  arbeiten und     Abdestillieren    des     Chloroforms    wird  eine     Alkaloidfraktion    erhalten, deren Menge 45  der rohen     Gesamtalkaloüde    ausmacht.  



  <I>Beispiel 5</I>  100 Gewichtsteile roher     Gesamtalkaloide        werden     in 57 500     Gewichtsteilen    Chloroform,     Idas        vorher     mit 1n     Salzsäure        gesättigt    wurde, :gelöst. Diese Lö  sung wird mit 40 000 Gewichtsteilen In     Salzsäure,     die mit     dem    oben verwendeten     Chloroform    gesättigt       war,    5 Min. gut vermischt.

   Nachdem Abtrennen     wird          :die        wässrige    salzsaure Phase mit .2n     NaOH    auf       pH    10-1l eingestellt und die ausgefallene     Alkaloid-          fraktion    mit Chloroform     extrahiert.    Sie     macht    45 %       edier    rohen Gesamtalkaloide aus und     ist        .mit    der Frak  tion aus ,dem vorherigen     .Beispiel    identisch.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Gewinnung eines herzaktiven Pflanzenextraktes, dadurch gekennzeichnet, dass man ,die Gesamtalkaloide des Buchsbaumnes (Buxus sem- pervirens L.) zwischen einem organischen Lösungs mittel und einer sauren wässrigen Lösung von pH 1-6 einer Verteilung unterwirft, die wässrige Phase alkalisch macht,
    das ausgeschiodene Alkaloidgemisch mit einem organischen Lösungsmittel extrahiert und ,das Lösungsmittel abdampft.
CH1060062A 1962-09-06 1962-09-06 Verfahren zur Gewinnung eines herzaktiven Pflanzenextraktes CH419163A (de)

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