CH419281A - Leiteranordnung für Hochstromanlagen - Google Patents
Leiteranordnung für HochstromanlagenInfo
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Description
Leiteranordnung für Hochstromanlagen Die Erfindung betrifft eine Leiteranordnung für Hochstromanlagen zum Anschluss einer Vielzahl von Einzelstromquellen mittels Koaxialkabel und zur in duktionsarmen Weiterleitung der gesammelten Ein zelströme an die Last, mit verwundenen und ge kröpften Teilelementen.
In bestimmten elektrischen Anlagen, beispiels weise für das Gebiet der Plasmaphysik, kommen ex trem hohe Stromstärken zurAnwendung. Diese Ströme werden aus Energiespeichern, beispielsweise Kon densatoren, stossweise entnommen und einer Last zu geführt, die vorwiegend aus einer einwindigen Spule besteht.
Um extrem hohe Stromscheitelwerte im Mo ment der Einschaltung zu erreichen, ist es erforder lich, die allein massgebenden induktiven Widerstände der Hochstromleitungen und Sammelschienen äus- serst gering zu halten. Es ist bekannt, derartige Lei tungen dadurch niederinduktiv zu machen, dass sie als Koaxialkabel ausgeführt werden.
Da die Strom quelle üblicherweise aus einer Vielzahl. von Konden satoren bzw. Kondensatorbatterien bestehen, werden Koaxialkabel bereits weitgehend als Verbindungs leitungen zwischen diesen zahlreichen Einzelstrom- quellen zur Last bzw. einer Sammeleinrichtung be nutzt.
Eine Sammeleinrichtung oder Kollektor ist notwendig, da es im Hinblick auf die relativ geringe räumliche Abmessung der Lastspule unmöglich ist, die zahlreichen Einzelkabel der Batterien unmittelbar an die Lastspule anzuschliessen. Es ist erforderlich, ein Bauelement zu schaffen,
das einerseits genügend Raum zum Anschluss der zahlreichen Einzelkabel bietet und andererseits den Hochstrom auf einem niederinduktiven Weg der beschränkt bemessenen Lastspule zuführt. Es ist klar, dass dabei der Energie- fluss eine aussergewöhnliche Steigerung der Energie dichte erfährt.
Bei der Konstruktion eines derartigen Schaltungs bauelementes, das gemäss seiner Aufgabe als Kol lektor bezeichnet wird, muss in erster Linie die be reits erwähnte Forderung einer extrem kleinen Eigen induktivität beachtet werden. Weiterhin sind gewisse Forderungen bezüglich der mechanischen Festigkeit zu beachten, denn infolge der ungewöhnlich hohen Stromstärken wirken beträchtliche mechanische Kräfte auf die einzelnen Leiterteile ein, die unter Um ständen zu einer Explosion des Bauelementes führen können.
Bei dem Bau derartiger Zwischenbauele mente, die zwischen der vorwiegend induktiven Last und der kapazitiven Energiespeicher die Energielei tung vermitteln, ist ferner zu beachten, dass hier ein schwingungsfähiges Gebilde vorliegt. Nach Auslö sung der Entladung tritt eine gedämpfte Schwingung mit einer Frequenz von mehreren Tausend Hertz auf. Diese relativ hohe Frequenz hat in Verbindung mit den extrem hohen Strömen zur Folge, dass sich ein beträchtlicher Hauteffekt ausbildet.
Die massiv ausgebildeten Leiterteile führen somit in einer relativ dünnen Oberflächenschicht nahezu den vollen Strom. Bei Änderung der räumlichen Stromflussnchtung, wie sie insbesondere an den Anschlusstellen infolge der notwendigen Verkröpfungen bzw. Verschränkun- gen auftreten, ergeben sich auf Grund des Hauteffek tes an den Übergangsstellen punktförmige Bereiche, in denen ungewöhnlich hohe Stromdichten auftreten.
Diese räumlich eng begrenzten Bereiche werden stark erwärmt und zeigen deshalb häufig Schmelz erscheinungen besonders an Verbindungsstellen.
Ein schematisches Beispiel einer bekannten Lei teranordnung für Höchstströme, insbesondere in For schungsanlagen der Plasmaphysik, ist aus Fig. 1 er sichtlich. Von einer nicht dargestellten Kondensator batterie wird über ebenfalls nicht dargestellte ge- triggerte Schaltfunkenstrecken die Lastspule 1 ge speist. Die Länge dieser Spule ist relativ begrenzt. Zum Anschluss der zahlreichen Kondensatoren ist ein Vielfaches von Koaxialkabeln 2 vorgesehen, die über einen Zwischenkollektor 3 an das Hauptsammel- schienenpaar bzw. an den Hauptkollektor 4 ange schlossen sind.
Es liegt nun die Aufgabe vor, den einzelnen Lei tungsteilen an den Verwindungs- und Verkröpfungs- stellen der Hochstromanlage eine Form zu geben, die die örtliche Stromdichtenkonzentrationen aufgrund des Hauteffektes, insbesondere an den Kanten band förmiger Stromschienen, vermeidet. Die Stromdichten sollen längs des Stromflusses konstant bleiben oder sich gleichförmig ändern. Im allgemeinen wird mit der Annäherung an die Last wegen deren beschränk ten räumlichen Abmessungen eine nicht unbeträcht liche Erhöhung der Stromdichte stattfinden.
Eine leichte Herstellbarkeit der verschiedenen Leitungs teile soll ausserdem sichergestellt sein.
Die Erfindung besteht darin, dass die Verwin- dungsflächen Teile eines Zylinder- oder eines Kegel mantels bilden.
In den Fig. 2 bis 5 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Der Grundgedanke der Erfindung beruht auf der Überlegung, dass eine Konstanz der Stromdichte bei Verwindungen und Verkröpfungen bandförmiger Lei ter beim Auftreten von Hauteffekten nur dann er reicht wird, wenn alle Werkstoffasern des Leiterquer schnittes bei der Formänderung weder gestreckt noch gestaucht werden. Anhand der Fig. 2 sei der Fall betrachtet, dass ein Band von relativ geringer Dicke von der Lage 5 in die Lage 6 verkröpft werden soll. Dies lässt sich unter Betrachtung der obigen Richt linien dadurch erreichen, dass dieses Band auf eine Zylindermantelfläche aufgewickelt wird.
Dieser Vor gang ist in Fig. 2 deutlich zu sehen. Bei der Auf wicklung nehmen alle Längsfasern des Bandes die Form von Schraubenlinien an, wobei ihre gegensei tigen Abstände unverändert bleiben. Damit wird eine Streckung bzw. Stauchung der Materialfasern ver mieden. Die geringfügigen Dehnungsvorgänge in folge der endlichen Dicke des Bandes sollen hierbei vernachlässigt werden. Vor der Aufwicklung hat das Leiterband die in Fig. 3 dargestellte Form. Sind die beiden Richtungen 5 und 6 nach der Verkröpfung nicht parallel, sondern zueinander windschief, dann ist anstelle der Zylinderfläche eine entsprechende Kegelfläche für die Aufwicklung des Bandes zu be nutzen.
Durch den Aufwickelvorgang auf Zylinder- bzw. Kegelflächen kann ausser der Unversehrtheit der Ma terialfasern noch erreicht werden, dass die Krüm- mungsradien längs der Verwindungskante sich nach einer gewissen Vorschrift ändern. Auf Grund der elektrodynamischen Induktionsgesetze ist es bei Lei tern endlicher Dicke vorteilhaft, beim Übergang von einer Geraden in eine Krümmung und umgekehrt, die hrümmungsradien stetig ab- und schliesslich nach dem Scheitelpunkt der Krümmung wieder stetig zu nehmen zu lassen.
Diese Bedingung ist Vorausset zung dafür, dass der Hauteffekt, d. h. die Zusam- mendrängung der Stromdichte an der Oberfläche ihr geringstmögliches Ausmass annimmt. Dieser Vor gang ist etwa vergleichbar mit den laminaren Strö mungen von Flüssigkeiten in gekrümmten Kanälen.
In der Regel werden bei Hochstromanlagen aus Induktivitätsgründen eng aneinanderliegende Doppel leiter mit Isolationszwischenlagen verwendet. Die Verkröpfung durch Aufwicklung auf eine Zylinder fläche lässt sich auch mit Doppelleitern durchführen und bringt den weiteren Vorteil, dass die Isolations folie keine mechanischen Deformationen erleidet, wodurch ihre elektrische Spannungsfestigkeit voll er halten bleibt.
In den Fig. 4 und 5 ist ein technisches Ausfüh rungsbeispiel eines Leiterteiles für Hochstromanlagen dargestellt. Das an der Last anzuschliessende Ende 7 geht nach Verwindung um einen rechten Winkel und gleichzeitiger Verbreiterung in die Anschlussfahnen 8 über. In Fig. 5 ist die dazu gehörende Abwicklungs- fläche dieses Leiterteiles dargestellt. Die Begren zungskurven sind bei der Herstellung dieses Rohteiles gemäss der obengenannten Vorschrift über die all mähliche Ab- und Zunahme der Krümmungsradien ausgeführt.
Die Verkröpfung gemäss Aufwicklung auf einen Zylinder erfolgt bei zwei aufeinanderlie- genden Rohteilen gleichzeitig. Beide Leiterrohteile sind durch eine Isolierfolie 9 getrennt, die während des Verkröpfungsvorganges keine Materialbeanspru chung erfahren. Die Enden 7 der beiden Leiterele mente werden mit einem nicht dargestellten waag recht verlaufenden Sammelschienenpaar der Last verbunden.
An die Stirnseiten der jeweiligen Löt- fahnenenden 8 wird je ein Bündel von Koaxialkabeln angeschlossen. Die eng aneinanderliegenden Teil elemente gewährleisten eine niederinduktive Fort leitung von extrem hohen Stromstärken bei hoher Spannungsfestigkeit.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Leiteranordnung für Hochstromanlagen zum An- schluss einer Vielzahl von Einzelstromquellen mittels Koaxialkabel und zur induktionsarmen Weiterleitung der gesammelten Einzelströme an die Last, mit ver wundenen und gekröpften Teilelementen, dadurch gekennzeichnet, dass die Verwindungsflächen Teile eines Zylinder- oder eines Kegelmantels bilden.UNTERANSPRüCHE 1. Leiteranordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die zugekröpften Teil elemente als Abwickelflächen von Zylindern bzw. Kegeln derart ausgebildet sind, dass sämtliche Krüm- mungsradien der Verwindung längs des Stromlaufes stetig abnehmen und nach dem Scheitelpunkt der Krümmung stetig zunehmen. 2.Leiteranordnung nach Unteranspruch 1 mit bandförmigen Leiterelementen, dadurch gekennzeich net, dass die bandförmigen Leiterelemente sich zu Anschlussfahnen verbreitern. 3. Leiteranordnung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Leiterelemente unter Zwischenlage von Isolationsfolien paarweise aufein- anderliegen.
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| DE1962B0068884 DE1239754B (de) | 1962-09-18 | 1962-09-18 | Leiteranordnung fuer Hochstromanlagen |
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Also Published As
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