CH427951A - Leiteranordnung für Hochstromanlagen zum Anschluss von Einzelstromquellen an eine Lastspule - Google Patents
Leiteranordnung für Hochstromanlagen zum Anschluss von Einzelstromquellen an eine LastspuleInfo
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Description
Leiteranordnung für Hochstromanlagen zum Anschluss von Einzelstromquellen an eine Lastspule Die Erfindung betrifft eine Leiteranordnung für Hochstromanlagen zum Anschluss einer Vielzahl von Einzelstromquellen mittels Koaxialkabel und zur in- duktionsarmen Weiterleitung der gesammelten Einzel ströme an das mit Anschlussfahnen versehene Haupt sammelschienenpaar einer Lastspule,
mit Spannvorrich tungen zur Abfangung der Stromkräfte.
In bestimmten elektrischen Anlagen, beispielsweise für das Gebiet der Plasmaphysik, kommen extrem ho he Stromstärken zur Anwendung. Diese Ströme werden aus Energiespeichern, beispielsweise Kondensatoren, stossweise entnommen und einer Last zugeführt, die vor wiegend aus einer einwindigen Spule besteht.
Um ex trem hohe Stromscheitelwerte im Moment der Einschal tung zu erreichen, ist es erforderlich, die allein massge- benden induktiven Widerstände der Hochstromleitun gen und Sammelschienen äusserst gering zu halten. Es ist bekannt, derartige Leitungen dadurch niederinduktiv zu machen, dass sie als Koaxialkabel ausgeführt wer den.
Da die Stromquelle üblicherweise aus einer Viel zahl von Kondensatoren bzw. Kondensatorbatterien be steht, werden Koaxialkabel bereits weitgehend als Ver bindungsleitungen zwischen diesen zahlreichen Einzel- stromquellen zur Last bzw. einer Sammeleinrichtung be nutzt.
Eine Sammeleinrichtung oder Kollektor ist not wendig, da es im Hinblick auf die relativ geringe räum liche Abmessung der Lastspule unmöglich ist, die zahl reichen Einzelkabel der Batterien unmittelbar an die Lastspule anzuschliessen. Es ist erforderlich, ein Bau element zu schaffen, das einerseits genügend Raum zum Anschluss der zahlreichen Einzelkabel bietet und andererseits den Hochstrom auf einem niederinduktiven Weg der beschränkt bemessenen Lastspule zuführt.
Es ist klar, dass dabei der Energiefluss eine ausserge- wöhnliche Steigerung der Energiedichte erfährt.
Bei der Konstruktion eines derartigen Schaltungs- bauelementes, das gemäss seiner Aufgabe als Kollektor bezeichnet wird, muss in erster Linie die bereits er wähnte Forderung einer extrem kleinen Eigeninduk- tivität beachtet werden.
Weiterhin sind gewisse Forde rungen bezüglich der mechanischen Festigkeit zu be achten, denn infolge der ungewöhnlich hohen Strom stärken wirken beträchtliche mechanische Kräfte auf die einzelnen Leiterteile ein, die unter Umständen zu einer Explosion des Bauelementes führen können.
Bei dem Bau derartiger Zwischenbauelemente, die zwischen der vorwiegend induktiven Last und der kapazitiven Ener giespeicher die Energieleitung vermitteln, ist ferner zu beachten, dass hier ein schwingungsfähiges Gebilde vor liegt. Nach Auslösung der Entladung tritt eine ge dämpfte Schwingung mit einer Frequenz von mehreren Tausend Hertz auf. Diese relativ hohe Frequenz hat in Verbindung mit den extrem hohen Strömen zur Folge, dass sich ein beträchtlicher Hauteffekt ausbildet.
Die massiv ausgebildeten Leiterteile führen somit in einer relativ dünnen Oberflächenschicht nahezu den vollen Strom. Bei Änderung der räumlichen Stromflussrich- tung, wie sie insbesondere an den Anschlusstellen in folge der notwendigen Verkröpfungen bzw.
Verschrän- kungen auftreten ergeben sich auf Grund des Hautef fektes an den übergangsstellen punktförmige Bereiche, in denen ungewöhnlich hohe Stromdichten auftreten. Diese räumlich eng begrenzten Bereiche werden stark erwärmt und zeigen deshalb häufig Schmelzerscheinun gen besonders an Verbindungsstellen.
Ein schematisches Beispiel einer Leiteranordnung für Höchstströme, insbesondere in Forschungsanlagen der Plasmaphysik, ist aus Fig. 1 ersichtlich. Von einer nicht dargestellten Kondensatorbatterie wird über eben falls nicht dargestellte getriggerte Schaltfunkenstrecken die Lastspule 1 gespeist. Die Länge dieser Spule ist relativ begrenzt.
Zum Anschluss der zahlreichen Kon- densatoren ist ein Vielfaches von Koaxialkabeln 2 vor gesehen, die über einen Zwischenkollektor 3 an das Hauptsammelschienenpaar bzw. an den Hauptkollektor 4 angeschlossen sind.
Es liegt nun die Aufgabe vor, die an den_Haupt- sammelschienen und an. der Lastspule auftretenden Kräfte abzufangen, wobei einige Nebenbedingungen zu erfüllen sind. Die Vorrichtung ist so auszubilden, dass eine Längsunterteilung der gesamten Leiteranordnung und der Lastspule in austauschbare Baueinheiten mit unter sich gleichen Eigenschaften möglich ist.
Der Raum auf der einen Seite der Lastspule ist. aus bedie nungstechnischen Gründen für derartige Verspannvor- richtungen nur beschränkt verfügbar. Grundsätzlich darf die Spannvorrichtung keine Mittel enthalten, die auf eine Schwächung von elektrisch oder mechanisch hoch beanspruchten Querschnitten hinauslaufen. Auf geringe Eigeninduktivität und leichte Herstellbarkeit derartiger Spannvorrichtungen ist besonders zu achten.
Die Erfindung besteht darin, dass die Spannvorrich tung als U-förmige Klammer ausgebildet ist, welche die Anschlussfahnen und Teile der Sammelschienen kraft schlüssig umfasst sowie abschnittsweise die Strom führung der gesammelten Einzelströme übernimmt und dass die Klammer zusammen mit den Anschlussfahnen und mit Teilen der Sammelschienen eine austauschbare Baueinheit bildet.
In den Fig. 2 bis 4 sind. Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt..
In Fig. 2 sind die beiden Hauptsammelschienen 4 andeutungsweise wiedergegeben. Die Stromzuführung zu der einen Sammelschiene erfolgt durch das mit die ser verbundene Leiterelement 5, das verkröpft ist und auf der Anschlusseite für die Koaxialkabel 2 eine fah- nenähnliche Verbreiterung aufweist. Die andere der Sam melschienen ist mit dem einen Schenkel der U-förmi gen Klammer 6 verbunden, die gleichzeitig als Leiter element für die Stromzuführung und als Anschlusskör per für die Koaxialkabel 2 dient.
Das Besondere an der Klammer für die Abfangung der Stromkräfte ist, dass die Richtungen des Kraft schlusses und des Stromes parallel sind, im Gegensatz zu Einrichtungen, bei denen die Verklammerung quer zur Stromrichtung erfolgt. Aus dieser Abweichung er geben sich im Hinblick auf erforderliche niedere In- duktivität besondere Vorteile.
Durch -die Fahnenbildung und durch die gleichzeitige Verwendung der Klammer für die Stromzufuhr wird vor allem ein wesentlich ver- grösserter Raum für den Anschluss der zahlreichen Ko axialkabel gewonnen. Die enge Schichtung der Spann- klammer und der dazu parallel geführten Anschlussfah nen bewirkt eine weitgehende Unterdrückung uner wünschter Magnetfelder und damit eine niedrige Eigen induktivität.
Diese Vorteile ergeben sich aus der Ver- kröpfung der Leiterelemente 5, die eine Verbreiterung der Anschlussorgane quer zur Spulenachse ermögli chen. Quer zur Spule steht aber genügend Raum zur Verfügung. Die in. Fig. 2 dargestellte Baueinheit ist für die volle Kraft einer Baueinheit bemessen, die sich längs der ganzen Lastspule gleichmässig wiederholt.
Durch die Unterteilung in sich abgeschlossener Bau einheitere ist es möglich, durch Aneinanderreihen der artiger Baueinheiten- eine beliebige Erweiterung der An lage vorzunehmen. Dies gilt besonders dann, wenn auch die Lastspule 1 gleichermassen in Teilabschnitte unter teilt ist.
In Fig. 3 ist eine Abwandlung der Erfindung dar- gestellt. Hier sind in jedem Unterteilungsabschnitt der Sammelschienen 4 zwei Anschlussfahnen 8 vorgesehen, die zum Abfangen der mechanischen Kräfte von ei ner Klammer 9 oder zwei mit ihren freien Schenkeln aneinander anstossenden Klammern 9, 9' umfasst wer den.
Die zum Anklemmen der Koaxialkabel erforderli chen Anschlussfahnen 8 entsprechen dem Leiterelement 5 und dem Mittelstück der Klammer 6 in der Anord nung nach Fig. 2.
Die Klammern 9, 9' können durch Zwischenlagen gegenüber der einen der Anschlussfah nen 8 isoliert sein. Hierbei kann allerdings berücksich tigt werden, dass infolge des Skire- oder Hauteffektes nur die einander benachbarten Flächen der Anschluss- fahnen 8 Strom führen, so dass die äusseren an den Klammern 9, 9' anliegenden Flächen der Anschluss- fahnen nicht isoliert werden brauchen.
Infolge der Ver drängung des Stromes aus den Achsen an die benach barten Oberflächen der beiden Anschlussfahnen 8 wür de daher ein Kurzschluss des Spulenstromes über die Klammern 9, 9' nicht auftreten. Allerdings müssen da bei die Stirnflächen der Anschlussfahnen 8 einen ge nügend grossen Abstand von den Klammern 9, 9' ha ben' damit die stromführenden Grenzschichten nicht bis zu den Klammern heranreichen.
Eine weitere -Variante der grundsätzlichen Anord nung gemäss der Erfindung ist in Fig. 4 wiederge geben. Die dort gezeigte Anordnung stellt eine Kom bination der Anordnung gemäss Fig. 2 und Fig. 3 dar. Die U-förmigen Klammern sind hier zu einem einzigen Bauteil 10 vereinigt, das je Bauabschnitt der Leiter anordnung an die Sammelschiene mit den zugehörigen Anschlussfahnen aufgeschoben wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Leiteranordnung für Hochstromanlagen zum An schluss einer Vielzahl von Einzelstromquellen mittels Koaxialkabel und zur induktionsarmen Weiterleitung der gesammelten Einzelströme an das mit Anschlussfah- nen versehene Hauptsammelschienenpaar einer Last spule, mit Spannvorrichtungen zum Abfangen der Strom- kräfte, dadurch gekennzeichnet,dass die Spannvorrich tung als U-förmige Klammer ausgebildet ist, welche die Anschlussfahnen und Teile der Sammelschienen kraft schlüssig umfasst sowie abschnittsweise die Stromfüh- rung der gesammelten Einzelströme übernimmt und dass die Klammer zusammen mit den Anschlussfah- nen und mit Teilen der <RTIID="0002.0177"> Sammelschienen eine aus tauschbare Baueinheit bildet. UNTERANSPRÜCHE 1. Leiteranordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die der Lastspule abgewandte Bau seite der U-förmigen Klammer als Anschlussorgan für die Koaxialkabel und ein Schenkel der Klammern als Stromzuführung für die Lastspule dient. 2.Leiteranordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet; dass für den Anschluss der nicht an die Klammer geführten Pole der Koaxialkabel ein um einen rechten Winkel gekröpfte Anschlussfahne vorgesehen ist, deren verbreitertes Anschlussende parallel und im ge ringen Abstand zu den Seitenflächen der Klammerkör- per angeordnet ist. - 3.Leiteranordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Klammerkörper die Sammel schienen umfasst und seitliche Fortsetzungen des Klam merkörpers Anschlussfahnen der Sammelschienen um fassen. 4. Leiteranordnung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet dass Anschlussfahnen der Sammelschie nen beidseitig von U-förmigen Klammerkörpern um- fasst werden. 5.Leiteranordnung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-4., dadurch gekennzeichnet, dass die äusseren, nicht stromführenden Flächen der benach barten Anschlussfahnen der Sammelschienen mit den U-förmigen Klammerkörpern ohne Isolierzwischenlagen kraftschlüssig verbunden sind.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEB68885A DE1208788B (de) | 1962-09-18 | 1962-09-18 | Spannvorrichtung zur Abfangung der Stromkraefte einer Leiteranordnung fuer Hochstromanlagen |
Publications (1)
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|---|---|
| CH427951A true CH427951A (de) | 1967-01-15 |
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| CH1018763A CH427951A (de) | 1962-09-18 | 1963-08-19 | Leiteranordnung für Hochstromanlagen zum Anschluss von Einzelstromquellen an eine Lastspule |
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Also Published As
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