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Verfahren zum Erzielen einer gewünschten Feuchtigkeit in Holzstäben Das normale Verfahren zum Trocknen der Stäbe, aus denen die Mittellagen für Tischlerplatten zusammengestellt werden, besteht .darin, ;das zu trocknende Holzmaterial, gewöhnlicherweise Bretter, aus denen die Stäbe zugeschnitten werden, in einem gewöhnli- chen Holztrockner zu trocknen und es erst danach in Stäbe aufzuteilen. Dieses Verfahren bringt jedoch gewisse Nachteile mit sich.
Auf Grund der verhält- nismässig grossen Dimensionen der Bretter ist das Trocknen eine sehr zeitraubende Prozedur, die sich schlecht mit ider übrigen Herstellung vereinbaren lässt, wobei ausserdem eine gleichmässige Verteilung der Feuchtigkeit im Material ,schwerlich zu erreichen ist. Da die Bretter, um die höchste Ausnutzung des Holzes zu erreichen, gewöhnlich unbesäumt verwendet werden, ist ihre Stapelung beschwerlich und raumfordernd, wobei unnötige Holzteile, wie die beim Stabschneiden entstehenden Säumlinge und Sägespäne, auch getrocknet werden müssen.
Hierzu kommt ausserdem, dass die aus dem auf diese Art getrockneten Holzmaterial geschnittenen Stäbe mit starken Trockenspannungen behaftet sind, welche die fertigen Stäbe krümmen und verwerfen können.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren mit dem die genannten Nachteile vermieden werden können. Das erfindungsgemässe Verfahren zum Erzielen einer gewünschten Feuchtigkeit in Holzstäben, insbesondere in Holzstäben zur Herstellung von Tischlerplattenmittellagen, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe aus Holz, dessen Feuchtigkeit der gewünschten Feuchtigkeit der Stäbe nicht entspricht, geschnitten und zu einer fortlaufenden Stabmatte zusammengestellt werden, welche kontinuierlich solchen trocknenden bzw. befeuchtenden Massnahmen ausgesetzt wird, dass die Stäbe dadurch auf die gewünschte Endfeuchtigkeit gebracht werden.
Weiterhin sind fakultative Massnahmen möglich, mit denen die o'benerwähnte Änderung des Feuchtigkeitsgehaltes der Stäbe beschleunigt werden kann. So kann man zu diesem Zweck die Stäbe mit fortlaufenden Nuten versehen, wodurch die Berührungsfläche der Stäbe mit der umgebenden Luft vergrössert wird, was den Feuchtigkeitswechsel erleichtert.
Um hierbei zu verhindern, dass sich die durch das Nuten entstandenen Stabzipfel verbiegen, können die Nuten in Bezug auf ihre Tiefe derart wellenförmig ausgebildet werden, dass sie in geeigneten Abständen unterbrochen oder nahezu unterbrochen sind--. Um die Änderung ,des Feuchtigkeitsgehaltes der Stäbe noch mehr zu befördern und diesen Prozess zeitlich auszugleichen und zu regulieren, können die Nuten ferner derart in den Stäben verlegt sein, dass ider Albstand von jedem Punkte im Inneren :
der Stäbe zu,der von Luft berührten Oberfläche derselben ein gegebenes Maximal- mass nicht überschreitet.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird anhand der beigelegten Zeichnung beschrieben, in welcher Fig.l eine Seitenansicht des kontinuierlichen Trockenapparates für die Stabmatte zeigt, Fig. 2 die Endansicht eines Stabes mit den ausgesägten Spuren wiedergibt, Fig. 3 eine Seitenansicht des Stabes nach Fig. 2 zeigt, Fig.4 einen Grundriss des Stabes nach Fig.2 zeigt.
Fig.5 eine Endansicht eines Stabes mit Nute zeigt, die in einer anderen Form als in Fig. 2 ausgesägt sind,
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Fig. 6 eine Seitenansicht des Stabes mach Fig. 5 zeigt und Fig.7 einen Grundriss des Stabes nach Fig.5 zeigt.
In Fig. 1 gibt die Bezeichnung 2 die von den Stäben 1 Seite an Seite und Ende an Ende zusammenge- stellte Matte an. Die Zusammenstellung kann durchaus iautomatis;ch nach .bekanntem Verfahren geschehen und die Apparatur dafür ist nicht dargestellt. Die Matte 2 wird zwischen die zusammenarbeitenden Walzen 3 und 4 eingeführt, deren Aufgabe es ist, sowohl die einzelnen Stäbe der Matte in ihrer Lage zu halten, als auch dieselben mit gewünschter Ge- schwindigkeit vorwärts zu fördern.
Nachdem ein Abschnitt der Matte eine Anzahl Walzenpaare 3, 4 passiert hat, so dass die einzelnen Stäbe fest fixiert sind, werden die Stäbe von Kreissägen 5a und 5b beiderseits mit Nuten versehen, die das Trocknen der Stäbe beschleunigen.
Nach dem Notenschneiden wird die Matte zwischen eine geeignete Anzahl von sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite der Matte angebrachten Düsen 7 eingeführt. Mit ihrer Hilfe wird die Stabmatte mit heisser Luft bestrichen und dadurch getrocknet. Um dieses so gleichmässig wie möglich zu gestalten, ist es angebracht, ausserdem noch eine Anzahl Konditionierungsdüsen einzusetzen, die die Stabmatte mit Luft von einem für die gewünschte Feuchtigkeit des Holzes angepassten Feuchtigkeitsgehalt bestreichen.
Die Konditionierung kann auch dadurch erreicht werden, dass die Matte durch ein zwischen den Elektroden 8 gebildetes hochfrequentes elektrisches Feld geführt wird. Für den Fall, dass die Feuchtigkeit des ungetrockneten Holzes stark wechselt, kann es angebracht sein, auch am Einschubende der Stabmatte hochfrequente Ströme zu verwenden.
Nach dem Konditionieren lässt man die Matte zwischen Hobel- oder Schleifanordnungen 9a und 9b passieren, die die Stabmatte von der Ober- bzw. Unterseite bearbeiten. Auf Grund der Anisotropie des Holzes schrumpfen nämlich idie Stäbe etwas verschieden, weshalb eine dementsprechende Egalisierung der Stäbe nötig ist, um für sämtliche Stäbe die gleiche Dicke zu gewährleisten.
Auf diese Art erhält man eine gleichförmigere Stabschicht, als nach den konventionellen Methoden, bei denen jeder einzelne Stab in troekenean Zustande auf die endgültige Dicke zugeschnitten wird. Gemäss der Erfindung wird der Holzverlust auch etwas geringer" da das Zuschneiden der Stäbe in feuchtem Zustande mit dünneren Sägen geschehen kann als das Trockensägen erfordert.
In Fig. 2 ist die Endansicht eines Stabes gezeigt, und ein Beispiel davon, wie die Nute 10 im Stab ausgeführt werden kann. Die Fig. 3 und 4 geben eine Seiten- bzw. Grundansicht desselben Stabes an. Die gezeigte Nute hat jedoch Aden Nachteil, dass entstandene Zipfel sich beim Trocknen nach aussen oder innen biegen können und dadurch den Stab deformieren. Um dies zu vermeiden, kann die Nute gemäss den Fig. 5, 6 und 7 geformt werden. In diesem Fall geschieht das Aufsägen der Nute mit vertikal beweglichen Kreissägen, so dass ein wellenförmiger Einschnitt mit wechselnder Tiefe erzielt wird.
Hierdurch erhält man keine fortlaufenden Nuten, sondern diese werden in geeigneten Abständen unterbrochen, so dass der Nachteil der Nute nach Fig. 2 vermieden wird. Um bei der wellenförmigen Nute Variationen in der zu trocknenden Holzmasse zu vermeiden, ist es angebracht, die Stäbe in demselben Vertikalplan mit einer Nute sowohl auf der Uoer- als fauch lauf der Unterseite zu versehen, wie in den Fig. 5, 6 und 7 gezeigt ist.
Durch die beschriebene Methode sind im Vergleich zu früheren Herstellungsarten bedeutende Vorteile zu gewinnen. Die kurze Trockenzeit und die Möglichkeit, das feuchte Holz direkt zu Stäben zu schneiden, bedeuten beträchtliche Einsparungen sowohl an Material und Arbeitskosten. Auch das fertige Produkt wird gemäss der Erfindung besser als nach früheren Methoden. Durch das Nuten und das angewandte Trockenverfaren wird es ganz spannungsfrei, was für die Dimensionsstabilität der fertigen Tischlerplatte von grösster Bedeutung ist.
Durch das Nuten wird natürlich die Biegefestigkeit der Mittelschicht etwas herabgesetzt, aber durch geeignetes Ausbilden derselben kann die Herabsetzung der Festigkeit auf etwa 10 ü/o beschränkt werden; ein Prozentsatz, der praktisch von keiner Bedeutung ist.