CH420401A - Einrichtung zum Entfernen von elektrostatischen Ladungen - Google Patents
Einrichtung zum Entfernen von elektrostatischen LadungenInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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- H05F3/00—Carrying-off electrostatic charges
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Description
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Einrichtung zum Entfernen von elektrostatischen Ladungen Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Entfernen von elektrostatischen Ladungen, insbesondere zum Neutralisieren von Ladungen, ;die an Maschinen und an Gegenständen, infolge von Reibungskräften, elektrischen, mechanischen oder :anderen Kräften entstehen.
Bekannte Einrichtungen zum Entfernen von elektrostatischen Ladungen weisen eine Reihe von spitzen, nadelförmigen Leitern auf, die durch einen Luftspalt von einer leitenden Abschirmung oder einem leitenden Gehäuse ;getrennt sind, so idasseine direkt zwischen :den Nadeln und dem Gehäuse .angelegte Hochspannungs-EMK :
in dem Luftspalt und in seiner nächsten Nähe ein ionisierendes Feld erzeugt. Zur Erzielung eines angemessenen Wirkungsgrades müssen die Nadeln. vollständig freiliegen und durch einen Luftspalt von demebschirmenden Gehäuse getrennt sein,
damit die in idem Luftspalt befindlichen ionisierenden Luftteilchen idie istatisch ;geladene Einrichtung oder dem statisch geladenen Gegenstand berühren und .sich mit entgegengesetzt gepolten statischen Ladungen vereinigen und diese neutralisieren können.
Die zur Erzeugung .eines wirksamen Luft- ionenfeldes erforderliche Potentialdifferenz an dem Luftspalt kann 2500 bis 15 000 Volt betragen.
Der zur Erzeugung dieses Potentials verwendete elektro- statIsahe Generator hat zwar gewöhnlich eine ,geringe Stromstärke, doch genügt seine Leistung unter be- ,stimmten Bedingungen zur Erzeugung eines starken Schlages bei zufälliger Berührung der Spitzen.
Wenn der Luftspalt unbeabsiahtigterweise durch einen Leiter kurzgeschlossen wird, besteht eine ,grosse Gefahr einer Lichtbogen- oder Funkenbildung, die in einer explosiven oder entzündlichen Umgebung äu- sserst,gefährlich ist.
Die Erfindung bezweckt daher die Schaffung einer Einrichtung zum gefahrlosen Entfernen von :elektro- istatisohen Ladungen. Diese Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Entladungsorgan vorgesehen ist, welches von einem ersten Leiter elektrisch isoliert, von diesem durch einen Luftspalt ,getrennt und mit einem zweiten Leiter kapazitv gekoppelt ist,
so dass beim Kurzschliessen des Luftspaltes, in dem ein ionisierendes Feld erzeugt ist, oder Ausgleichstromderart begrenzt wird, @dass keine Lichtbo- ;genbildung erfolgt.
Eine solche Einrichtung kann ohne weiteres im Betrieb manipuliert werden, ohne dass die bedienende Person einen elektrischen Schlag erleidet.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zum Entfernen von elektrostatischen Ladungen weist weiter einen hohen Wirkungsgrad auf und kann .in einer explosiven oder entzündlichen Umgebung gefahrlos verwendet werden.
Sie kann auf einfache Weise isauber gehalten werden und fängt bei normaler Verwendung nur wenig Staub auf und kann leicht und wirtschaftlich h enge- ,stellt werden und eine robuste Konstruktion aufweisen.
Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele anhand .der Zeichnung beschrieben. In dieser zeigt: Fig. 1 in einer Draufsicht eine erfindungsgemässe Einrichtung teilweise geschnitten.
Fig. 2 und 3 zeigen je einen Schnitt nach ider Linie 2-.2 bzw. 3-3 oder Fig. 1, und Fig. 4 und 5 zeigen je einen Schnitt nach (der Linie 4-4 bzw. 5-5,der Fig. 3.
Fig. 6 zeigt im Schaubild eine abgeänderte Ausführungsform einer Einrichtung gemäss oder Erfindung zur Entfernung von elektrostatischen Ladungen.
In der Zeichnung bezeichnen gleiche Bezugszei- chen ähnliche Teile. Eine Einrichtung zur Entfernung von elektrostatischen Ladungen weist :
einen ersten elektrischen Leiter A, einen von diesem isolierten
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zweiten Leiter B und ein vorspringendes Entladeor- gan C auf, das mit dem zweiten .Leiter kapazi-tiv gekoppelt und durch einen luftgefüllten Zwischenraum von dem ersten Leiter getrennt ist.
In der in Fig. 1 bis 5 .gezeigten, bevorzugten Aus- führunbform besteht oder erste Leiter A sui einer Abschirmung in Formeines rohrförmigen Blechgehäuses 12, das aus einem elektrisch leitenden Ma- terial wie Messing hergestellt ist.
Der obere Teil ,des Gehäuses 12 ist mit mehreren kreisförmigen, bei- spielsweise ausgeschnittenen Öffnungen 14 ausgebil- det, die in Längsabständen voneinander angeordnet sind.
Jede dieser Öffnungen 14 begrenzt einen Luft- spalt, der eine Entladenadel konzentrisch umgibt und in dem ein ionisierendes Feld erzeugt wind, wenn ein Hochspannungsgenerator G elektrisch zwischen idesn ersten Leiter A und dem zweiten Leiter B angeschlos- sen wird, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist.
Im unteren Toil des Gehäuses 12 sind ebenfalls mehrere öffnun- gen 16 vorgesehen, die zur Lüftung denen und eine Entfernung von in dem Gehäuserohr angesammelten Schmutz und Staub ohne Umdrehung :des Gehäuses gestatten.
Der zweite Leiter B kann aus jedem üblichen Draht 18 bestehen, vorzugsweise aufs einer Kupfer- litze, die eine Umhüllung 20 aus Polyäthylen und einen Aussenmantel 22 aus Vinylkunststoffbesitzt. Die Umhüllung aus Polyäthylen gewährleistet gute dielektrische Eigenschaften, ist aber weich und kann leicht eingekerbt werden.
Die Vinylummantelung hat ,dagegen eine niedrigere Dielektrizitätskonstante und dient zur Abstützung und zum Schutz des Polyäthy- lens.
Das Entladeorgan C .besitzt mehrere rohrförimige Ringe 24, die mit Hilfe von Abstandshülsen 26 längs des Aussenumfangs ;des Leiters B in Axialabständen voneinander angeordnet sind. Die Ringe 24 .bestehen aus einem gutgleitenden Material, beispielsweise Messing, und ,die Hülsenaus einem .geeigneten Isoliermaterial, beispielsweise aus Bakelit (Formaldehyd- harz)
. Der Leiter B wird. mit den konzentrisch und in Axialabständen voneinander angeordneten, leitenden Ringen 24 und den Isolierhülsen 26 in:
der Längsrichtung in ein Isolierrohr 28 eingeführt und mit Stellschrauben 30 darin befestigt. Damit das Rohr 28 .gute dielektrische Eigenschaften und eine genügende Festigkeit und Steifigkeit besitzt, besteht ies vorzugsweise aus einer leinenbewehrten Phenol-Formaldt- hydmasse. Die Polyäthylenumhüllung ides Leiters B ist um dessen freies Ende 32 herumgeschmolzen,
um raine Isolierung .des Drahtes 18 gegenüber dem Ge- häuse 12 oder einem benachbarten Ring zu gewähr- leisten. An dem näheren Ende ,des Leiters B ist eine Hülse 34 .aus isolierendem Formaldehydkunststoff vorgesehen,
welche die richtige Lage der leitenden Ringe 24 gegenüber Iden in Längsabständen voneinander angeordneten Löchern des Rohrs 28 aufrechter- hält. Die nadelförnnigen Leiter 36 werden ,durch die entsprechenden Löcher ,des Rohrs 28 gedrückt, ,bis :sie so fest an den entsprechenden Ringen 24 :anliegen, ,dass zwischen jeder Nadel und dem ihr .zugeordneten Ring :
ein elektrischer Kontakt gewährleistet ist. Jede Nadel 36 ist daher durch ,die Umhüllung 20 aus Poly- äthylen und die Ummantelung 22 aus Vinyl von dem Leiter 18 isoliert, aber über die Ringe 24 kapazitiv mit ihm gekoppelt.
Das Entladeorgan C ist indem Gehäuse 12 axial ,angeordnet und wird von ihm in isolierendem Ab- standgehalten. Zu diesem. Zweck sind ein Endstöpsel 38 und ein Abstandsring 40 vorgesehen, die von Stellschrauben 42 festgehalten werden, welche die Endbereiche des Gehäuses durchsetzen.
Die Nadeln 36 ragen durch das Rohr 28 .radial in je eine der Öffnungen 14 des Gehäuses vor und sind am Umfang ,des Gehäuses im wesentlichen mit ,diesen Öffnungen koaxial.
Die vorstehend beschriebene Einrichtung zur Entfernung von elektrostatischen Ladungen wird in üblicher Weise betrieben, indem ein Hochspannungsgenerator mit einem Ausgang von etwa 7000 bis 8000 Volt zwischen dem Gehäuse 12 und dem Anschluss- ende des Drahtes 18 eingeschaltet wird. Jede der Nadeln 36 ist über einen Ring 24 mit dem Draht 18 kapazitiv gekoppelt.
Die .Kapazität zwischen jedem Ring 24 und dem zentralen Leiter 18 beträgt etwa 7 Picofarad und ist so gewählt, dass einerseits ,die Gefahr einer Stossentspannung oder Lichtbo"o"en- bildung an den Spitzen auf ein Minimum herabgesetzt und anderseits sein hoher Ionisationsgrad der Luft in dem die Nadelsp:itzenenden umgebenden, kreis- förmigen Luftspalt erhalten wird.
Das durchbrochene rohrförmige Gehäuse 12 umgibt ;die Nadeln vollstän- dmg mit einem Messepotential, so dass eine ungewöhnlich starke Ionisation erzielt wird. Die Tatsache, dass -die Nadelspitzen nicht über :den Umfang des Gehäu- ises 12 vorstehen, erhöht :den Wirkungsgrad und bewirkt :
einen Schutz für idie Bedienung, indem sie ein Kratzen oder Stechen der Finger durch die Nadeln erschwert. In dieser Ausführungsform sind ,die Ringe 24 und die Entladenadeln 36 einzeln mit dem Leiter 18 kapazitiv gekoppelt, so dass die Kapazität der Kopplung der Nadeln kleiner ist ials bei einer direkten Kopplung der Nadeln miteinander ,
durch ein einziges leitendes Rohr, da die .Kapazität eines Kondensators der Fläche seiner Platten proportional .ist.
Fig. 6 zeigt eine ,andere Ausführungsform ider Erfindung. Hier ist wieder ein Leiter B in dem Ent- ladungselement C in der Längsrichtung angeordnet und kapazitiv mit ihm gekoppelt.
In ider Ausführungsform ,nach Fig. 6 ist das Entladeorgan C jedoch awi- ;sahen isolierten Endklötzen 50 und 52 montiert, zwischen denen sich auf ibeiden Seiten ider Längsreihe oder Nadeln 36 die Aden ersten Leiter A 1 bildenden Metallstäbe 54 und 56 im Abstand voneinander parallel erstrecken. Zwischen den Stäben 54, 56 ,
einerseits und dem Leiter 18 anderseits wind wieder leine Hochspannungsquelle eingeschaltet, so dass in dem Luftspalt zwischen- Aden Metallstäben 54 und 56 rum die Nadeln 36 herum ein ionisiertes Luftfeld erzeugt wird. Die Nadeln 36 sind über Ringe 24 wieder
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kapazitiv mit dem Draht 18 gekoppelt.
Obwohl es in ider Zeichnung nicht dargestellt ist, erkennt man ohne weiteres, dass man auch einen massiven zweiten Leiter, beispielsweise :einen starren Metallstab, verwenden kann, der von deiner Isolierhülle umgeben ist, wenn man entsprechende leitende Ringe und Isolier- hülsen daraufschiebt. Dies gilt für beide vorstehend beschriebenen Ausführungsformen und fürandere, ,die hier nicht angegeben sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zum Entfernen von elektrostatischen Ladungen, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Entladungsorgan vorgesehen ist, welches von einem ersten Leiter ,elektrisch isoliert, von diesem.idurch einen Luftspalt getrennt und mit einem zweiten Leiter kapazitiv gekoppelt ist, iso dassbeim Kurzschliessen des Luftspaltes, in Odem ein ionisierendes Feld erzeugt ist, der Ausgleichstrom Aderart begrenzt wird, -dass kenne Lichtbogenbildung erfolgt. UNTERANSPRÜCHE 1.Einrichtung .nach Patentanspruch, idadurch ge- kennzeichnet, d@ass das Entladungsorgan mindestens eine den Lufspalt bestimmende leitende Nadel aufweist. 2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Leiter aus einem,Ge- häuse mit mehreren Öffnungen besteht, in denen je eine ;der leitenden Nadeln angeordnet ist. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die beiden Leiter in der Längsrichtung im wesentlichen parallel zueinander erstrecken und die leitende Nadel von dem zweiten Leiter isoliert getragen wird und eine den Luftspalt bestimmende Spitze besitzt. 4.Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die leitende Nadel von einem leitenden Ring getragen wird, der von dem zu ihm konzentrischen zweiten Leiter isoliert getragen wird und mit ihm kapa:zitivgekoppelt ist. 5.Einrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere oder leitenden Ringe in ,Axialabständen voneinander angeordnet sind und ein sie konzentrisch umgebendes isolierendes Rohr tragen und dass an jedem Ring ,eine der leitenden Nadeln mit einem Ende befestigt ist .und die Nadeln in bezug auf Idas Rohr radial angeordnet ,sind und dieses durch- ,setzen,so dass jede Nadel einzeln mit dem zweiten Leiter kapazitiv gekoppelt ist. 6. Einrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass oder Berste Leiter aus .einem rohr- förmigen Gehäuse besteht, Idas mehrere in Längsab- iständen voneinander angeordnete kreisförmige öff- nunpen ,aufweist und den zweiten Leiter so trägt,dass er im Abstand von dem Gehäuse und von ihm isoliert axial angeordnet ist und dass zwischen benachbarten leitenden Ringen je eine isolierende Hülse .angeordnet ist und die Nadeln in je eine Gehäuseöffnung hinein- ragen und praktisch am Umfang (des Gehäuses enden.
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Also Published As
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