CH420493A - Verfahren zum Sterilisieren oder Desinfizieren sowie Einrichtung zum Ausführen des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Sterilisieren oder Desinfizieren sowie Einrichtung zum Ausführen des Verfahrens

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CH420493A
CH420493A CH1360863A CH1360863A CH420493A CH 420493 A CH420493 A CH 420493A CH 1360863 A CH1360863 A CH 1360863A CH 1360863 A CH1360863 A CH 1360863A CH 420493 A CH420493 A CH 420493A
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Osborne Wallden Knut Anders
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Osborne Wallden Knut Anders
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Description


  Verfahren zum Sterilisieren oder Desinfizieren     sowie    Einrichtung  zum Ausführen des Verfahrens    In     Krankenhäusern    ist es wie bekannt notwen  dig, vor einer Operation sämtliche     Instrumente,    Ver  bandsartikel und andere Ausrüstung, die bei der  Operation verwendet werden, zu sterilisieren.

   Die       Sterilisierung    muss .so weit getrieben werden,     d'ass          sämtliche        vorkommenden        Ansteckorganismen    un  schädlich gemacht werden.     Matratzen,    Bettzeug,     Klei-          ,der    und dergleichen, die von     einem    ansteckenden       Patientenverwendet    wurden, müssen, ehe     isie    von  einem anderen Patienten verwendet werden können,       .desinfiziert    werden.

   Bei der Desinfektion     ;dürften    .die  Forderungen der Bakteriologen     etwas    geringer sein  als bei der Sterilisation.  



  Bei     Epidemiekrankenhäusern    werden für Desin  fizieren gewöhnlich     Formalinöfen    verwendet. Forma  lin hat aber einen sehr niedrigen Wirkungsgrad, wenn  es gilt, Bakterien zu töten. Es hat sich deshalb als not  wendig erwiesen, mehr und mehr zum     Sterilisieren     und     Desinfizieren    mit Dampf     überzugehen.     



  Das bisher bekannte, beste Mittel zum Sterili  sieren ist gesättigter Wasserdampf. Der gesättigte  Dampf hat     die    Eigenschaft,     :dass    ,er     .beim    Konden  sieren seine gebundene Wärme     ,abgibt.    Es     ist    die  Wärme,     idie        die    Bakterien     tötet.    Überhitzter Dampf  oder Heissluft hat nicht diese Eigenschaft. Beim Ste  rilisieren     mit    überhitztem Dampf oder Heissluft muss  die Temperatur etwa 200-225  C .und     die    Zeit für  die Sterilisierung 8-10 mal länger sein als bei Ver  wendung von gesättigtem Dampf.

   Bei Verwendung  von     überhitztem    Dampf und Heissluft wenden die       Bakterien    durch Verbrennen getötet. Für Bettzeug  oder     andere_        Textilien    ist es nicht möglich, über  hitzten Dampf oder Heissluft zu verwenden,     @da    die  hohen Temperaturen den Textilstoff     beschäd'i-          gen    würden.  



       Nassdampf    .enthält ziemlich     viel    Wasser (Feuch-         tigkeit).    Das Wasser im     Dampf    enthält keine ge  bundene Wärme und ist daher zu     keinem    Nutzen  beim Sterilisieren, sondern bedeutet     .eher    einen Nach  teil.

   Das Wasser verzögert die     Sterilisierung    und er  höht     .den    Feuchtigkeitsgrad im     Sterilisierungsbgut.    Der  Feuchtigkeitsgrad .in derartigem Dampf kann     manch-          mal        -sehr    .

   hoch     isein,    und ausserdem kommt Kondensa  tion in den     Leitungen        zum        Sberilisierungsapparat        bzw.          Autoklav.en    vor, was bewirkt, dass am Anfang des       Sterilisierens    Dampf in die     Sterilisierungskammer    zu  sammen .mit     einer    Dusche von Kondensat e     ingepresst     wird. Das Sterilisieren ist eine Funktion von Zeit  .und Temperatur. Die notwendige     Behandlungszeit     und     die    Temperatur ist von dem Gut abhängig, das       sterilisiert    werden soll.

   Da     Idas        Sterilisierungsgut    oft  von Textilien und Gummiwaren besteht, soll     idie     Temperatur nicht 142  C übersteigen. Wenn eine so  hohe Temperatur     verwendet    wird, muss die Zeit       selbstv;        rständlich    ziemlich kurz sein, denn sonst  würde .das     Sterilisierungsgut    ganz niedergebrochen  und verdorben werden.  



       Sterilisierung    mit     Nassdampf    ist im     Prinzip    ziem  lich einfach. Dagegen -ist es früher schwierig gewesen,  das Gut nach dem Sterilisieren trocken     :zu    bekom  men. Man     dürfte    mit leichter     Übertreibung    sagen  können, dass es ebenso     wichtig    ist,     Idas    Gut nach  ,der     Sterilisierung    trocken zu bekommen als es durch  die     Behandlung    steril zu     bekommen"da        feuchtes    Gut  sehr leicht Bakterien     absorbiert.     



  Wenn Matratzen, Kissen usw.     behandelt    werden  sollen, wird .die Schwierigkeit, das     Sterilis'erungsgut     trocken zu behalten,     selbstverständlich    noch grösser  als     leim    Sterilisieren von gewöhnlichen     Operations-          und    Verbandsartikeln. Wenn     nämlich    eine Matratze  durch und durch nass wind, dauert es lange, ehe s     üe     wieder trocken wird.

   Oft wird die Matratze dann ganz      verdorben, und dies ,dürfte der Anlass dazu sein, dass in  Krankenhäusern     Matratzen,        Kissen    und     anderes    Bett  zeug selten sterilisiert oder     desinfiziert    wird.     Dieses     Problem ist     somit        ziemlich        schwer    zu     lösen.     



  Beim     Sterilisieren    wird oft ein Überdruck von etwa  1-3     kg/cm2        verwendet,    der einer     Temperatur    von       etwa        119-143'    C     entspricht.    Auch     niedriger    Druck       wird    in gewissen älteren     Autoklaven        verwendet.    Da       das    Gut, das     desinfiziert    werden soll,     gewöhnheh    nicht       ,di .se    hohe Temperatur vertragen kann,

       wird    nun  mehr ein Druck von 1     kg/cm2    (119  C) nicht :über  schritten. Auch     dieser    Druck (Temperatur)     :ist    je  ,doch     üblich    für ein solches Gut wie Matratzen,     Daun-          kissen    oder dergleichen. Die ideale Dampftemperatur  soll l05-106  C (entsprechend     etwa    0,3     kg/cm2     Überdruck) nicht überschreiten. Bei     niedriger        Tem-          temperatur    wird     die        Blehandlungszeit    allzu lang.  



  Versuche haben erwiesen, dass trockener, gesät  tigter Dampf     ein    viel höheres     Durchdrin:gungsver-          mögen    hat als Wasserdampf, der     Feuchtigkeit        trägt.     Durch     Behandlung        des        Sterilisierungsgutes    mit     trok-          kenem,        gesättigtem        Dampf    wird .die Behandlungs  zeit wesentlich verkürzt.

   Wenn der     Dampf    mit     idem     Gut in     B;        rührung    kommt, gibt er durch     Kondense-          tion    seine gebundene Wärme .ab.

   Der     Dampf        konden-          siert    und diese Kondensation setzt     sich        fortwährend          fort,    bis :das Gut ganz     durchtränkt    ist und dessen  Temperatur die gleiche wie die des     umgebenden     Dampfes     wind.    Das Gewicht der     Feuchtigkeit        im    Gut  ist dasselbe wie das Gewicht des Dampfes, der im  Gut kondensiert, wenn es sich um trockenen, ge  sättigten Dampf handelt.

   Wenn der     Dampf        dagegen     eine     grössere    oder kleinere Menge     Feuchtigkeit    mit  sich     führen    sollte,     wird        ja,die        Feuchtigkeit        im    Gut  höher als das Gewicht des kondensierten     Dampfes.     Diese     Feuchtigkeit        verzögert    die     Sterilisierung    und  macht es schwierig, das Gut wieder trocken zu be  kommen. Besonders     gilt    dies für Matratzen und ,an  deres Bettzeug.  



  Nach der     Sterilisierung    oder     Desinfizierung        wird     ,das Gut unter Vakuum .gesetzt, damit die Feuchtig  keit verdampft und :das Gut     getrocknet    wird. Die  Wärmemenge, die im Gut vorhanden ist, ist     gerade     dieselbe, die der Dampf an     gebundener    Wärme ab  gegeben hat, welche     @durch        die        Kondensation    des  trockenen, gesättigten Dampfes     zugeführt    wurde.

         Wenn        der    in die     Sterillsierkammer        eingeführte        ge-          sättigte    Dampf     trocken    ist,     wind    d     ie    Feuchtigkeit im       Sterilisiergut    schnall abgekocht.

   Wenn dagegen nasser  Dampf .in     -das    Gut     eingeführt        worden        ist,        wird    das  Gut nicht     trocken,        weil    in diesem nicht genügend  Wärme für     das        Abkochen        vorhanden    ist. Hierin hat  gerade die ;grosse     Schwierigkeit    beim     Desinfizieren     von     Bettzeug    mit     vorbekannten        Verfahren        gelegen.     



       Die        vorliegende        Erfindung    hat zum Zweck,     die     obigen Nachteile zu beheben. Dies     wird    dadurch  erzielt,     da13    zum Sterilisieren oder     Desinfizieren   <B>be-</B>  sonders von     Bettzeug    in     Krankenhäusern        Nassdampf     von höherem Druck als der     Sterilisierdruck    :

  durch  Kanäle in einen Dampfraum und     idurch    ein Vertsil-         rohr    für dessen     Erwärmung        @geleitet    wird, dass der       Dampfdruck    bis     .auf    den     Sterilisierdruck    reduziert  und der     Dampf    des     reduzierten        Druckes    dadurch,       dass    er im Dampfraum in Berührung mit auf höhere       Temperatur    erwärmten Wänden     geleitet        wird,    ge  trocknet     wird,

      dass gleichzeitig ein     im    Dampfraum       -angebrachtes        Regulierventil    von dem     durch    den  Dampfraum strömenden Dampf erwärmt wird,     sowie          schliesslich    der getrocknete Dampf     durch    das Regu  lierventil und das     Verteilrohr        in    die     Sterilisierkammer     geleitet wird.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine Ein  richtung zur     Durchführung        des        Verfahrens.     



  In dem Folgenden wird die     Erfindung    an Hand       ider    beigefügten Zeichnung     beispielsweise    näher er  läutert. Inder Zeichnung     zeigen:          Fig.    l     einen    lotrechten Längsschnitt durch eine  Einrichtung gemäss der Erfindung,       Fig.    2 ;

  einen lotrechten Querschnitt durch die       Einrichtung,          Fig.    3 einen waagrechten Längsschnitt durch die  Einrichtung nach der Linie     III-III    in     Fig.    1,       Fig.    4 in grösserem Massstab einen     Längsschnitt     durch     ein    in der     Sterilisierkammer    der     Einrichtung     angebrachtes     Verteilrohr    für Dampf und       Fig.    5 einen     lotrechten    Querschnitt :durch eine       Einrichtung    gemäss einem ,anderen Ausführungsbei  spiel.  



  Die :in     Fig.    1-3     @dargastellte    Einrichtung wird von.       zinem    nur     angadeutzten    Ständer 1 getragen. .Die       Sterilisierkammer    2 der     Einrichtung    ist an beiden  Enden mit einer Öffnung 3, 4 versehen,     welche     Öffnungen durch Türen oder Deckel 5, 6     luftdicht     verschliessbar sind. Das     Sterilisiergut,    z.

   B.     Matratzen     :oder     :dergleichen,    kann :auf besonderen     Förderwagen     durch :die Öffnung 3 in die Kammer 2 .und nach     be-          endigter    Behandlung durch die Öffnung 4 gefahren  werden.  



  Um -die     Sterilisierkammer    2, öderen Boden 7,       Seitenwände    8 und Decke 9     .auswendig        mit    Ver  stärkungsbalken 10 versehen sind, ist ein Aussen  mantel 11 derart angebracht, dass ein Dampfraum  um die Kammer 2 gebildet ist.

   Dieser     Dampfraum          ist    durch eine waagrechte Wand 12 in einen unter  halb des Bodens 7 und .ausserhalb der     Seitenwände    8  sich erstreckenden,     unteren        Dampfraum    13 und einen  oberhalb der Decke 9 sich erstreckenden Dampf  raum 14     geteilt.    Diese beiden Dampfräume 13, 14       kommunizieren    gegenseitig     durch    eine Anzahl Löcher  12a in der     Trennwand    12.

       Im    oberen Dampfraum 14  ist in zwei Gruppen angebracht eine Anzahl     paralle-          ler    Rohre 15, durch welche axial Dampfrohre 16  gehen. Die Rohre 15 sind mittels Verbindungsrohre  17, 18 in     Reihen    :gekuppelt und ,an einem für beide  Rohrgruppen     gemeinsamen        Hauptventil    19 ange  schlossen.

   Dieses ist durch seinen     Anschlussstutzen    20       @an        einem.        mit        Dampfverteillöchern    21     versehenen,    in  der     Längslichtung    derRTI ID="0002.0217" WI="26" HE="4" LX="1463" LY="2592">  Sterilisierkammer    2     gelegenen          Verteilrohr    22 ,angeschlossen.

   Um die Dampfrohre  16     ist        eine        schraubenlinienförmig        verlaufende    Füh-           rungswand    23 angebracht, die im Raum     zwischen     dem     betreffenden    Dampfrohr 16 und :der um dieses  gelegenen Rohrwand (siehe Längsschnitte am     einen     Ende der beiden :aussen gelegenen Rohre 15 in     Fig.    3)  gelegen ist.

   Die Enden der     Dampfrohre    16 an der  einen Seite der     Einrichtung    sind an einem     Verbeil-          rohr    24 für zu diesem strömenden     Dampf        höheren     Druckes angeschlossen, und die     Dampfrohre    16 sind  mit den an der entgegengesetzten     Seite    :

  der     Einrich-          tung    gelegenen     ,Enden    an     Dinem        Sammelrohr    25 ange  schlossen, von welchem ein mit     Kondensableiter    26  versehenen     Ablassrohr    27 für     gebildetes    Kondensat  nach unten ausgeht.

   Das Sammelrohr 25 ist     durch     eine Leitung 28 mit dem einen Ende eines axial in  das     Verteilrohr    22 hineinragenden Rohres 29 ver  bunden, das mit einem koaxialen Zwischenraum 30  von einem     Rücklaufrohr    31 umschlossen ist, das  durch eine Leitung 32 über ein     Reduzierventil    33  und eine Leitung 34 an einem im unteren Dampf  raum 13 angebrachten,     längsgehenden        Verteilrohr     35 mit     Ausströmungslöchern    36 für Dampf     @ange-          schlossen    ist.  



  Sämtliche Rohre 15 .mit     Ausnahme    der beiden  äussersten in jeder     Rohrgruppe    sind .an den Enden  geschlossen. Diese beiden äusseren Rohre 15 sind  an dem den     Verbindungsrohren    17 entgegengesetzt  gelegenen Ende     (Fig.    3) offen.  



  Der untere Dampfraum 13 ist mit einem Ablauf  rohr 37 mit einem Kondensableiter 38 am unteren  Ende versehen. Auch     idie        Sterilisierkammer    2 ist am  Boden 7 mit einem Ablaufrohr 39 mit Einem     Kon-          densableiter    40 am unteren Ende versehen.     Ausser-          do.m    ist .das Rohr 39 mit einem     Anschlussstutzen    41  versehen, an welchem eine     Vakuumpumpe    (nicht ge  zeigt) angeschlossen werden soll.  



  Ehe der     Sterilisierungsvorgang    beschrieben wind,  soll hier erklärt werden, wie :der in das     Verteilrohr    24  einströmende     Nassdampf    getrocknet wird, ehe er :in  die     Sterilisierkammer    2 einströmen darf. Wenn     ider          Dampflurch    die Rohre 16 zu dem Sammelrohr 25  strömt, werden :die schraubenlinienförmige     Wand    23  und     die    Rohre 15 aufgewärmt.

   Der Dampf strömt  danach durch die Rohre 29 und 31, wobei     das          Verteilrohr    22 gewärmt     wird.    Nachdem ;der Dampf  druck im Ventil 33 reduziert ist, strömt der Dampf  durch die Öffnungen 36 im     Verteilrohr    35 in den  Dampfraum 13 hinaus, um dann durch     die    Öffnungen  12a in -der Zwischenwand 12 in den oberen Dampf  raum 14 zu strömen.     .Gebildetes    Kondenswasser geht  durch die     Kondensableiter    26 und 38 ab.

   Wenn das       Hauptventil    19 geöffnet wird, strömt der Dampf im  oberen Dampfraum 14 durch .das offene Ende der  beiden äusseren Rohre 15 der Rohrgruppen     hinein,     siehe die Pfeile 42     in        Fig.    3, .und beschreibt     in    den  Rohren 15 infolge d :er Wand 23 eine     schraubenfnien-          förmige    Bahn um die Längsachse der Rohre 16, wo  durch ,die Weglänge sehr gross und die Berührung  mit den wärmeüberführenden Teilen sehr innig wird.

    Gewöhnlich wird derselbe Druck in der     Sterilisier-          kammer    2 wie im unteren und oberen Dämpfraum    13, 14 verwendet, aber durch     Regulierung    des  Hauptventils 19 mit einem Thermostat (nacht     gezeigt)     kann die Einrichtung derart betrieben werden,     d:ass     niedrigerer Druck (Temperatur) in der     Steril:isierkam-          mer    .als in den beiden Dampfräumen 13, 14     erhalten     wird.

   Mit dem     Reduz'terventil    33 wird der Druck in  ,den Dampfräumen bestimmt, wogegen der     Druck     (Temperatur) in der     Sterili!sierkammer    2 mit     dem     Hauptventil 19 bestimmt wird. Entweder wird     Jetzt-          genannter    Druck (Temperatur) derselbe oder niedri  ger als in den Dampfräumen 13, 14.

   Der     Druck        (des     :einströmenden     Dampfes    im Sammelrohr 24     wird    bei  einem solchen Wert gehalten,     dass    der getrocknete  Dampf, der     in    die     Sterilisierkammer    2 einströmt,  nicht überhitzt wird.  



  Bei Sterilisierung mit trockenem,     gesättigtem     Dampf kann niedrigerer Druck, als mit nassem  Dampf     möglich    ist, verwendet werden, ohne     dass    die       Sterilisierzeit    verlängert wird. Beim     Desinfizieren     kann zweckmässig ein     überdruck    von etwa 0,3       kg/cm'    entsprechend einer Temperatur von etwa  106  C verwendet werden.

   Dies     .bedeutet        selbstver-          !ständlich    einen Vorteil, da man in der     Chirurgie          heute    oft Artikel     verwendet,    die :eine Temperatur  -über<B>11<I>0-115'</I></B> C nicht     vertragen.     



  Wenn der Druck in :der     Sterülisierkammer    2 den       vorbestimmten    Wert     erreicht    hat, wird dieser so     lange          beibehalten,    .als     erforderlich        ist,    um volle     Sterilisie-          rung    oder     Desinfizierung    des Gutes     zu    bewirken.

    Indessen ist es ja so,     idass        die    Luft, welche die Sterili  sierung wesentlich hindert,     zuerst    hinausgetrieben       wsrdea    muss. .Da das     spezifische    Gewicht     des     Dampfes kleiner     ist    :als das der Luft,     wird    gewöhn  lich Dampf verwendet, um die Luft aus der     Sterili-          sierkammer    auszutreiben.

   Das     Programm    für die     Ste-          rilisierung    wird daher     ,zweckmässig    wie folgt:  a)     .Der    Dampf wird in die Kammer 2 eingelassen.

    Die     Luft    strömt dabei durch     .dien        Konden@sableitex     40 hinaus.     Wenn    die Luft fort ist     und    .die     Tempera-          tur    in der     Sterilisierkammer        :steigt,        schliesst    der     Kon-          densableiter    40. Die Druck- und Temperatursteige  rung setzt     fort    bis zu deinem     vorbestimmten        Wert.     Damit ist die erste Entlüftung     abgeschlossen.     



       ti)    Nun wird der     Dampfzulauf    mit .dem Ventil  19 gesperrt, und     d    e Vakuumpumpe wird angelassen.  Der     Druck    in der     Sterilisierkammer    2 wird bis auf  annähernd     Atmosphärendruck        gesenkt.    Bei     Sterili-          sierung    von Textilien ist diese Operation notwendig,  um sicherzustellen, dass alle Luft aus :dem Textilma  terial     hinausgetrieben    ist.  



       e)    Die     Vakuumpumpe    wird angehalten, und das       Ventil    19 wird wieder     geöffnet.    Druck und Tempera  tur dürfen bis auf einen für     Idas    betreffende     Sterili-          @siergut    vorbestimmten Wert     ansteigen,        wobei,das    Gut  sterilisiert wird.  



       d)    Wenn die     Sterilisierung    fertig :ist, wird das       Ventil    19     geschlossen,    und die     Vakuumpumpe        wird     wieder angelassen. Dabei wird die Feuchtigkeit aus  dem     Sterilisiergut    ausgetrieben und dieses getrocknet.

    Wenn     idie        Entfeuchtung    fertig ist, wird Luft in die           Sterilisierkammer        eingelassen,    wonach .die     Türen    5,  6 geöffnet werden können und     das        Sterilisiergut        paus     .der     Sterilisierkammer        hinausgefahren    oder     hinausge-          nommen    werden     kann.     



  Dieses Programm     wird        zweckmässig    bei     Sterf-          sierung    oder     Desinfizierung    von Bettzeug oder der  gleichen verwendet. Bei     Sterilisierung    von Instrumen  ten können Punkte b und c gemäss obigem in Fort  fall     kommen.     



  Wie oben beschrieben und     in,der        Zeichnung    dar  gestellt, wird der Dampf mit Dampf von höherem  Druck und Temperatur     ,als        derjenige.    Dampf, der in       die        Sterilisierkammer    2     eingeführt    wird, :getrocknet.

    Dieses Trocknen kann .aber auch     mit        elektrischen     Elementen, in oder um     die        Rohre    15     ,angebracht,          ausgeführt        werden.    Auch     :das        Verteilrohr    22 kann     :mit          elektrischen        Wüderstandse.lemnenten    mit     erforderlicher     Kapazität erwärmt werden.

   Das     Regulieren    des     elek-          trischen    Stromes an     @die,    Elemente kann     selbsttätig    in  Abhängigkeit der     Dampfzufuhr    an     rdie        Sterilisierkam-          rner    2 vorgenommen werden.  



  Bei     kleineren        Einrichtungen,        beispielsweise    sol  chen,     die    bei     kleineren        Krankenhäusern        und    bei     ge-          wissen    Abteilungen in     grösseren        Krankenhäusern    ver  wendet werden,     ist    es     vorteilhaft,    solche     Einrich-          tungen    zu verwenden,

   die selbst den erforderlichen       Dampf        erzeugen.    In     Fig.    5 ist     seine    derartige     Einrich-          tung        :schematisch        damgestellt.    Der     untere    Dampfraum  13'     ist    bis zu :einer     :

  gewissien    Höhe mit Wassergefüllt  und     untern.    mit an einer     elektrischen        Stromquelle          anschliessbaren        elektrischen        Widerstandselementen     43 sowie mit einem Stutzen 44 für     den        Anschluss     ,des Dampfraumes 13' an der Wasserleitung     versehen.     Auch ist die Einrichtung     mit    einem     Wasserstands-          rohr    45     versehen.    Die     Einrichtung    wirkt somit als       Dampferzeuger,

      und der erzeugte Dampf geht     durch     die Öffnungen 12ä in     :den    oberen Dampfraum 14'  .ab, wo er dadurch,     dass    er durch die mit     elektrischen          Elementen    erwärmten Rohre 15'     passiert,    getrocknet  wird, ehe .er durch     Idas        Hauptventil    19' und     idurch     das Verteilerrohr 22' in die     Sterilisierkammer    2' ein  strömen darf.

   Das     Verteilrohr    22' ist .auch     mit    elektri  schen     Widerstands.elcmenten    (nicht gezeigt)     versehen.     



  Irgendwelche     Kondensierung        entsteht    nicht     bei     der     Verwendung    einer     derartigen        Einrichtung        mit     Ausnahme von Odem Kondensat, das     ,direkt        in    der       Sterilisierkammer    2' .gebildet     wind.    Dieses Kondensat,  das durch ;

  den     Kondensableiter    40' .abgeht, macht  prozentual einen sehr geringen     Teil        ,des        gesamten          Kondensverlustes    aus, der     entsteht,        wenn        iDampf    von  einer     Dampfzentrale        gemäss        vorbekannten    Ausfüh  rungen     zugeführt    wird.  



  Die     dargestellten        und        beschnieibznen    Ausfüh  rungsformen sind nur als Beispiel zu betrachten,     arid          ,die        verschiedenen        Teile    der Einrichtung können im  Rahmen der     Erfindung    baulich verändert werden.

   ES       kann        beispielsweise    sich :als     ,zweckmässig        erweisen,          die        Einrichtung        als        Hohlzylinder        iauszuführen,        in          welchem    Fall .die     Zylinderwände    dem in der Stcrili-         sierkammer    entstehenden Unter- bzw.     überdruck     besser     widerstehen    können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Sterilisieren oder Desinfizieren besonders von Bettzeug in Krankenhäusern, dadurch gekennzeichnet, dass Nassdampf von höherem Druck -als der Stenlisierdruck idurch Kanäle (16) in einen Dampfraum (14) und durch ein Verteilrohr (22)
    für dessen Erwärmung geleitet wird, dass der Dampf druck bis auf den Sterilisierdruck r;.duziert und der Dampf reduzierten Druckes dadurch, -dass er im Dampfraum in Berührung mit :
    auf höhere Temperatur erwärmten Wänden geleitet wird, .getrocknet wird, dass gleichzeitig ein im Dampfraum angebrachtes Re- bgulierventil (19) von dem durch den Dampfraum strömenden Dampf erwärmt wird, sowie schliesslich der getrocknete Dampf :
    durch das Regulierventil und das Verteilrohr in die Sterilisierkammer (2) geleitet wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet,
    dass der Nassdampf höheren Druckes an der einen Seite einer Laus wärmeleitendem Material hergestellten Wand im Dampfraum geleitet wird, wel che Wand dabei erwärmt wird, und danach ider Dampf niedrigeren Druckes an der anderen Seite der Wand geleitet wird,
    wobei er getrocknet wird und danaoh in die Sterilsierkammer geleitet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Nassdampf an :der einen Seite einer aus wärmeleitendem Material hergestellten Wand geleitet wird, die an der :anderen Seite elek- trisch erwärmt wird.
    PATENTANSPRUCH II Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, mit einem Verteilrobr (22) in der Sterilsierkanuner (2), dadurch gekennzeichnet, dass im Dampfraum (14) sich erstreckende Kanäle (16) vorgesehen RTI ID="0004.0234" WI="7"HE="4" LX="1294" LY="1881"> sind,
    die an .einer Leitung für Nassdampf eines Druckes, der den vorgesehenen Sterilisierdruck übersteigt, angeschlossen sind, welcher jDampf auch zum Erwärmen des Verteilrohres (22) dient, dass ein Reduzierventil (33) vorgesehen ist, mit welchem :
    der Dampfdruck bis auf Aden Sterilisierdr ,uck redu ziert werden kann, ehe oder Dampf in den Dampf raum ;geleitet wird, dass in diesem ein Absperrventil (19) vorges:
    .ehen ist, das vom Dampf im Dampfraum erwärmt werden kann, und dass dieser mit einer Vorrichtung zum Trocknen des in den Dampfraum ,eingeführten Dampfes niedrigeren Druckes ,dadurch, dass er an solchen Wänden entlang geführt wird, die mit Dampf höheren Druckes erwärmt sind,
    ehe ider somit getrocknete Dampf durch das Absperr ventil (19) in die Sterilisierkammer (2) geleitet wird, versehen ist.
    UNTERANSPRÜCHE 3. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch :gekennzeichnet, dass der Dampfraum (14) mit der Vorrichtung zum Trocknen des Nassdampfes ob,er- halb,der Sterilisierkammer (2) gelegen ist.
    4. Einrichtung nach Patentanspruch I, dadurch igekennzeichnet, dass im Dampfraum (14) eine An- zahl mit Wärmegliedern versehener Rohre (15) an gebracht ist, die Nassdampf während (dessen Trock- ners ;
    durch das Regulierventil (19) in das Verteil rohr (22) in der Sterilisierkammer (2) leiten. 5. Einrichtung nach Unteranspruch 4, :dadurch ,gekennzeichnet, @dass die Wärmeglieder aus die Rohre (15) axial durchsetzenden Dampfrohren (16) beste hen, die Nassdampf höheren Druckes in (den Dampf raum (14) leiten. 6.
    Einrichtung nach Unteranspruch 4, :dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeglieder aus .aussen um :die Rohre (15) oder innen in diesen angebrachten elektrischen Widerstandselementen bestehen.
    7. Einrichtung nach Patentanspruch 11 und einem der Unteransprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass um die Sterilisierkammer (2) ein unterer Dampf raum (13) .angebracht ist, der durch Öffnungen (12a) mit dem die genannte Vorrichtung zum Trocknen des Nassdampfes enthaltenden oberen Dampfraum (14) kommuniziert. B.
    Einrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, .dass ider untere Dampfraum (13) mit einem Dampfverteilrohr (35) und an dessen Boden mit einem Kondensableiter (38) versehen ist.
    9. Einrichtung nach Unteranspruch <B>8,</B> dadurch gekennzeichnet, dass (das Dampfverteilrohr (35) in dem unteren Dampfraum (13) an einem Zentralrohr (29) indem Verteilrohr (22) in der SteriksIerkamner (2) .angeschlossen ist, welches Zentralrohr (29) für die Erwärmung dieses Verteilrohres (22) vorgesehen ist. 10.
    Einrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Dampfraum (13') zur Dampferzeugung vorgesehen ist. 11. Einrichtung nach Unteranspruch 10, :dadurch gekennzeichnet"dass sowohl die Rohre (15') als auch das Verteilrohr (22') in ider Sterilisierkammer (2') mit elektrischen Wärmeelementen versehen sind.
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