CH421087A - Verfahren zur Herstellung von neuen N'-substituierten N-Arylsulfonyl-harnstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen N'-substituierten N-Arylsulfonyl-harnstoffen

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CH421087A
CH421087A CH886063A CH886063A CH421087A CH 421087 A CH421087 A CH 421087A CH 886063 A CH886063 A CH 886063A CH 886063 A CH886063 A CH 886063A CH 421087 A CH421087 A CH 421087A
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CH
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arylsulfonyl
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CH886063A
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Henri Dr Dietrich
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Geigy Ag J R
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/50Compounds containing any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom
    • C07C311/52Y being a hetero atom
    • C07C311/54Y being a hetero atom either X or Y, but not both, being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylurea

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen N'-substituierten   N-Arylsulfonyl-harnstoffen   
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer N'-substituierter N-Aryl  sulfonyl-hamstoffe    mit wertvollen pharmakologischen Eigenschaften.



  Es wurde gefunden, dass N'-substituierte   N-Aryl.sulfonyl-harnstoffe    der Formel I,
EMI1.1     
 in welcher eines der Symbole R Halogen, einen niederen Alkyl-, Alkoxy- oder Alkylthiorest und das andere R Wasserstoff bedeuten, bei oraler oder parenteraler Applikation am Warmblüter bereits in sehr niedrigen Dosen eine starke hypoglykämische Wirkung ausüben. Im Gegensatz zu den für eine hypoglykämische Wirkung notwendigen Dosen liegen die toxischen Dosen der vorstehend definierten neuen Verbindungen sehr hoch, so dass sich bei der Verwendung der erfindungsgemäss herstellbaren neuen Verbindungen oder ihrer Salze als orale Antidiabetica ein äusserst günstiger therapeutischer Index ergibt.



   Zur erfindungsgemässen Herstellung der neuen Verbindungen der Formel I setzt man l-Aminoadamantan mit einem reaktionsfähigen funktionellen Derivat einer N-Arylsulfonyl-carbaminsäure entsprechend der Formel II,
EMI1.2     
 in welchen die beiden R die oben angegebene Bedeutung haben, gegebenenfalls in Gegenwart eines   Kondensationsmittels    um und hydrolysiert nötigenfalls ein zunächst erhaltenes   N-Arylsulfonyl-N'-(l-    adamantyl)-guanidin partiell zum entsprechenden Harnstoff. Als reaktionsfähige funktionelle Derivate von Carbaminsäuren der Formel II kommen beispielsweise deren niedere Alkylester, insbesondere Methyl- und   Äthylester,    in Frage, sowie deren.



  Amide, N-Methylamide,   N'N-Dimethylamide    und   N-Acylamide, das heisst z. B. entsprechend den Definitionen der beiden R substituierte
N-Arylsulfonyl-harnstoffe,    N-Arylsulfonyl-N'-methyl-harnstoffe,
N-Arylsulfonyl-N', Nt-dimethyl-harnstoffe,   
N-Arylsulfonyl-N'-alkanoyl-harnstoffe,
N-Arylsulfonyl-N'-benzoyl-harnstoffe und    N,N'-Bis-arylsulfonyl-harnstoffe.   



   Weiter kommen als reaktionsfähige funktionelle Derivate von Carbaminsäuren der Formel II deren Nitrile in Betracht, das heisst N-Arylsulfonyl-cyanamide, bei deren Umsetzung mit l-Amino-adamantan zunächst die oben erwähnten Guanidine entstehen sowie die Halogenide, insbesondere Chloride.



   Die Umsetzungen werden beispielsweise in der Wärme in inerten organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Äther, Dioxan, Benzol, Chlorbenzol, Toluol, Xylol,   ss-Methoxyäthanol    oder Butanon, durchgeführt. Die Umsetzungen mit Carbaminsäureestern oder Harnstoffen können auch in Abwesenheit von Lösungs- oder Verdünnungsmitteln durchgeführt werden. Sie benötigen im allgemeinen auch keine Kondensationsmittel; gewünschtenfalls können aber als solche Mittel z. B. Alkalialkoholate verwendet werden.



   Bei Umsetzungen mit Carbaminsäurechloriden dienen als Kondensationsmittel beispielsweise tertiäre organische Basen, wie Pyridin, Triäthylamin oder Tributylamin. Bei Umsetzungen mit Carb  amins äurenitrilen    (N-Arylsulfonylcyanamiden) dient als Kondensationsmittel z. B. Chlorwasserstoff, oder man verwendet anstelle des freien   l-Amino-adaman-    tans ein Salz, insbesondere das Hydrochlorid desselben.



   In den Verbindungen der Formel I und den entsprechenden Ausgangsstoffen der Formel II ist ein R z. B. durch Fluor, Chlor, Brom, den Methyl-,   22ithyl-,    Propyl-, Isopropyl-,   n-Butyl-,    tert.-Butyl-, Isobutyl-,   Methoxy-,      Sithoxy-,    n-Propoxy-, Isopropoxy-, n-Butoxy-, Isobutoxy-, Methylthio-,   Athylthio-oder      Isopropylthio-rest    verkörpert, und das andere R definitionsgemäss durch Wasserstoff.



   Die erfindungsgemäss herstellbaren neuen Verbindungen können als solche oder in Form ihrer Salze, z. B. von   Ammonium- oder    Alkalisalzen oder Salzen mit pharmakologisch unbedenklichen organischen Basen bzw. in Gegenwart von Stoffen, die zur Salzbildung Anlass geben, wie z. B. Alkalicarbonaten und -bicarbonaten, als orale Antidiabetica zur Behandlung des Diabetes mellitus am Menschen angewendet werden, wobei sie oral in den üblichen   Doseneinheftsformen    verabreicht werden.



   In den nachfolgenden Beispielen bedeuten Teile Gewichtsteile; diese verhalten sich zu Volumteilen wie g zu cm3. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
Zu 24,3 Teilen N-m-Tolylsulfonyl-äthylurethan, in 600 Volumteilen Dioxan gelöst, werden 15,1 Teile l-Amino-adamantan, gelöst in 200 Volumteilen Dioxan gegeben, worauf sofort das Salz der beiden Reaktionskomponenten als dicker Kristallbrei ausfällt. Das Reaktionsgemisch wird zum Sieden erhitzt, wobei bald eine klare Lösung entsteht. Das freigesetzte   Athanol    wird ständig abdestilliert. Nach etwa 21/2 Stunden wird das Gemisch unter Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird aus Methanol umkristallisiert, wobei man den N-m-Tolylsulfonyl-N'  (l-adamantyl)-harnstoff    erhält.



   Beispiel 2
24,95 Teile   N-(m-Chior-phenylsulfonyl)-methyl-    urethan in 500 Volumteilen Dioxan und 15,1 Teile l-Amino-adamantan in 100 Volumteilen Dioxan ergeben zunächst das Salz, welches durch etwa 3stündiges Erhitzen unter ständigem Abdestillieren des gelbildeten Methanols in N-(m-Chlor-phenylsulfonyl)  N'-(l-adamantyl)-harnstoff    übergeführt wird. Nach dem Einengen und Umkristallisieren aus   Athanol    schmilzt der reine Harnstoff bei   179-182 .   



   Beispiel 3
Zu 23,45 Teilen m-Chlor-phenylsulfonyl-harnstoff (Smp.   170-172 )    in 500 Volumteilen Dioxan werden 15,1 Teile l-Amino-adamantan in 100 Vo  lumteilen    Dioxan gegeben, worauf sofort das Salz ausfällt. Das Reaktionsgemisch wird unter gutem Rühren und Rückfluss gekocht, bis kein Ammoniak mehr entweicht, dann unter Vakuum eingeengt und der Rückstand aus Äthanol umkristallisiert. Der erhaltene   N-(m-Chlor-phenylsulfonyl)-N'-(l -adamantyl)    harnstoff ist identisch mit demjenigen der Beispiele 1 und 3 und schmilzt bei   179-182 .   



   In analoger Weise erhält man bei der Umsetzung von 15,1 Teilen l-Amino-adamantan mit 23,45 Teilen o-Chlor-phenylsulfonyl-harn stoff (Smp.   169-171 )    den   N-(o-Chlor-phenylsulfonyl)-N'-( 1 -adamantyl) -    harnstoff vom Smp.   169-1700    aus   Athyl-    acetat; mit   23,0    Teilen m-Methoxy-phenylsulfonyl harnstoff den   N-(m-Methoxy-phenylsulfonyl)-N'-(l-       adamantyl-harnof;    mit 21,4 Teilen.   m-Tolylsulfonyl-harnstoff    den   N-(m-Tolylsulfonyl)-N'-( 1 -adamantyl)-    harnstoff; mit 24,6 Teilen m-Methylthio-phenylsulfonyl harnstoff den   N-(m-Methylthio-phenylsulfonyl)-N'-     (l-adamantyl)-harnstoff.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer N'-substituierter N-Aryisulfonyl-harnstoffe der Formel I, EMI3.1 in welcher eines der Symbole R Halogen, einen niederen Alkyl-, Alkoxy oder Alkyithiorest und das andere R Wasserstoff bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man l-Amino-adamantan mit einem reaktionsfähigen funktionellen Derivat einer N-Arylsulfonyl-carbaminsäure der Formel II, EMI3.2 umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man l-Amino-adamantan mit Verbindungen der Formel II in Gegenwart eines Kondensationsmittels umsetzt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein zunächst erhaltenes N - Arylsulfonyl - N' - (1 - adamantyl)-guanidin partiell zum entsprechenden Harnstoff hydrolysiert.
CH886063A 1963-07-16 1963-07-16 Verfahren zur Herstellung von neuen N'-substituierten N-Arylsulfonyl-harnstoffen CH421087A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2023114366A3 (en) * 2021-12-16 2023-07-27 The United States Of America, As Represented By The Secretary, Dept. Of Health And Human Services N-((adamantan-1-yl)carbamoyl)-benzenesulfonamide derivatives as soluble epoxide hydrolase inhibitors for the treatment of hypertension

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WO2023114366A3 (en) * 2021-12-16 2023-07-27 The United States Of America, As Represented By The Secretary, Dept. Of Health And Human Services N-((adamantan-1-yl)carbamoyl)-benzenesulfonamide derivatives as soluble epoxide hydrolase inhibitors for the treatment of hypertension

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