CH422785A - Verfahren zur Herstellung von Picolinsäurederivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Picolinsäurederivaten

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CH422785A
CH422785A CH1134662A CH1134662A CH422785A CH 422785 A CH422785 A CH 422785A CH 1134662 A CH1134662 A CH 1134662A CH 1134662 A CH1134662 A CH 1134662A CH 422785 A CH422785 A CH 422785A
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furyl
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hydrogen
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Clauson-Kaas Niels
Rolf Dr Denss
Franz Dr Ostermayer
Ernst Dr Renk
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Geigy Ag J R
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  Verfahren     zur    Herstellung von     Picolinsäurederivaten       Die vorliegende Erfindung     betrifft    ein neues     Ver-          fähren    zur Herstellung von     Picdlinsäurederivaten.     



  Es wurde     überraschenderweise    gefunden, dass man       3-Hydroxy-picolinsäureamide    der     Formel     
EMI0001.0010     
    in welcher     R1    und     R2    unabhängig     voneinander    Was  serstoff oder niedere     Alkylreste    bedeuten, erhält,       wenn    man auf ein     a-Furyl-(2)-glycinderivat        (2-Furan-          glycinderivat)    der Formel  
EMI0001.0019     
    in welcher X die     Cyanogruppe,        -CN,

      oder die     Carb-          amoylgruppe,    -CO     NH2,    und Y Wasserstoff oder  einen     Acylrest,    insbesondere den     Carbamoylrest    oder  einen niederen     Carbal'koxy-    oder     Alkanoylrest,    be  deutet, ein     Oxydationsmittel,    insbesondere Halogen,  einwirken lässt. Vorzugsweise wird als Halogen Chlor,  entweder als Gas oder in     Form    eines unter den Reak  tionsbedingungen Chlor abgebenden Stoffes, insbe  sondere     Natriumhypochlorit,    verwendet. Die Reak  tion wird z.

   B.     in    einem Lösungsmittel oder Verdün  nungsmittel wie Wasser, das ein wasserlösliches, pola  res, organisches     Lösungsmittel,    z. B.     ein    niederes       Alkanol,        Äthylenglykol    usw.,     enthalten    kann, durch-         geführt.    Besonders     vorteilhaft    ist die Ausführung der  Reaktion     mit    Chlor in     saurem,    z.

   B. salzsaurem     wäss-          rigem    oder     wässrig-    organischem Medium, in welchem       dass    umzusetzende     a-Furyl-(2)-glycin-derivat    suspen  diert oder gelöst ist. Zusätze von     stabilisierend    wir  kenden Stoffen, wie Ameisensäure, Essigsäure oder       Calciumchlorid    verbessern die Ausbeuten. Anstelle  von Chlor kann auch Brom verwendet werden.  



  In den Verbindungen der     Formeln    I und     II    sind       R1    und     R2    unabhängig voneinander, beispielsweise  durch Wasserstoff,     Methyl-,    Äthyl-,     n-Propyl-,        Iso-          propyl-,        n-Buityl-,        Isobutyl-    oder     Tertiärbutyl'reste,     verkörpert. Der Rest Y in den     Ausgangsstoffen    der       Formel        II    ist z.

   B. ein     Acylrest    wie der     Carbamoyl-,          Carbomethoxy-,        Carbäthoxy-,        Formyl-    oder     Acetyl-          rest    oder Wasserstoff.

   Als Ausgangsstoffe der Formel       1I    eignen sich beispielsweise das bekannte     a-Furyl-          (2)-glycinnitril        (2-Furanglycinonitril)    (vgl.     Sugasawa,     J.

       Pharm.        Soc.    Japan<B>1926,</B> 66 Beilstein 18     1I,    483)  sowie die     entsprechenden    neuen Verbindungen der  oben angegebenen Formel     1I    mit der     Cyanogruppe        als     X, Wasserstoff als Y, einem niederen     Alkylrest    als       R1    und Wasserstoff oder einem niederen     Alkylrest    als  R2.

       Solche    Verbindungen erhält man, indem man ein  im     Furanring    durch einen oder zwei niedere     Alkyl-          reste    substituiertes     a-Furyl-(2)-glykolonitril    mit Am  moniak oder einem Ammoniak abgegebenen Mittel  umsetzt.  



  Als weitere Ausgangsstoffe der Formel     II    kann  man z. B. Verbindungen mit der     Carbamoylgruppe     als X, Wasserstoff als Y und Wasserstoff oder nie  deren     Alkylresten    als     R1    und     R2    dadurch herstellen,       indem    man eine entsprechende, gemäss vorangehen  dem erhaltene Verbindung     mit    der     Cyanogruppe    als  X partiell und vorzugsweise sauer, z. B. durch Be-           handlung    mit konzentrierter Salzsäure bei Raumtem  peratur,     hydrolysiert.     



  Ausgangsstoffe der engeren Formel  
EMI0002.0003     
    in welcher Y' einen     Acylrest    bedeutet und X,     R1    und       Rg    die oben angegebene Bedeutung haben, stellt man  insbesondere her, indem     man    ein     a-Furyl-(2)-glycin-          derivat    der Formel  
EMI0002.0010     
         mit        einem        Acylierungsmittel        behandef.        Als    solches  kommen z.

   B.     Säurehalogenide    und     -anhydride,    ins  besondere niedere     Chlorameisensäurealkylester    sowie  niedere     Alkansäurehalogenide    und     -anhydride    in  Gegenwart säurebindender     Mittel    wie     Pyridin    oder       Triäthylamin,    in Betracht.

   Als Beispiele seien Chlor  ameisensäuremethylester und     -äthylester,        Acetan-          hydrid,        Propionsäureanhydrid,        Buttersäureanhydrid,          Acetylchlorid,        Acetylbromid,        Propionylchlorid,        Buty-          rylchlorid    und     Isobutyrylchlorid    genannt.  



  Die unter die Formeln     II    und     III    fallenden, als  Ausgangsstoffe besonders     geeigneten    Verbindungen       mit    der     Cyanogruppe        als    X und der     Carbamoylgruppe     als     Y    die     a-Ureido-a-furyl-(2)-acetonitrile        (a-Ureido-          2-furan-acetonitrile)    der engeren Formel  
EMI0002.0046     
    werden z.

   B. in     einfacher    Weise     dadurch    .erhalten,  indem man ein     a-Furyl-(2)-glykolonitril,    welches im       Furanring    durch einen oder zwei niedere     Alkylreste          substituiert        sein    kann, mit Harnstoff bis zur Freiset  zung der     ungefähr        äquimolaren    Menge Wasser er  hitzt.  



  Die     erfindungsgemäss        herstellbaren        Verbindungen     sind     insbesondere    wertvolle     Zwischenprodukte    zur  Herstellung von     Arzneimitteln.        Beispielsweise    werden  daraus durch Umsetzung mit niederen     Chlorameisen-          säurealkylestern    in Gegenwart von     Chinollin    oder     sym.          Collidin    3,4 -     Dihydro    - 2,4 -     dioxo-2H-pyrido[2,3-e]-          [1,

  3]oxazine        mit        ausgezeichneten        analgetischen,        anti-          pyretischen    und     antiphlogistischen    Eigenschaften er  halten.    In den nachfolgenden Beispielen sind die Tempe  raturen in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  a) 24,5 g (0,4     Mol)        a-Furyl-(2)-glykolonitril    (siehe  Ende des Beispiels unter c) werden mit 48 g (0,80       Mol)    Harnstoff vermischt     und    unter Rühren rasch     auf     100  erhitzt. Die Reaktion ist leicht     exotherm,    und       eine    geringe Menge     Cyanwasserstoff    wird     freigesetzt.     Weitere 24,5 g     a-Furyl-(2)-glykolonitril    werden der  Mischung bei 100  innerhalb 10 Minuten zugefügt,  und das entstandene dunkelbraune Öl wird in 300 ml  siedendem Wasser aufgenommen.

   Man     dekantiert          mehrmals    von öliger,     an    den Wänden klebender     Sub-          stanz    ab und     lässt    schliesslich erkälten, wobei das       a-Ureido-a-furyl-(2)-acetonitril    kristallisiert. Es wird       abfiltriert,    mit Wasser gewaschen und bei 80  ge  trocknet.

   Man erhält 28 g (44 % der Theorie) als       hellbraunes    Pulver vom     Smp.    147-149  (im     Hersh-          berg-Apparat,        korr.).    Nach einmaliger     Kristallisation     aus     Nitromethan        erhält    man 21 g (34 % der Theorie)  vom     Smp.    152-154 . Bei weiterer Umkristallisation       steigt    der Schmelzpunkt nicht mehr.  



  b) 16,5 g (0,1     Mol)    des nach a erhaltenen, aus       Nitromethan    kristallisierten Produktes werden in  100     nil    6n     wässriger        Salzsäure    suspendiert. In diese  Suspension werden bei 0  unter Rühren     innerhalb     30 Minuten 5,0     nil    (0,12     Mol)    Chlor (als Flüssigkeit  gemessen) eingeleitet, wobei allfälliges Schäumen  durch Zusatz von Äther     beseitigt    wird.

   Man     erhält     eine     dunkelgrüne,        klare    Lösung, deren Temperatur       beim    Stehenlassen bei Raumtemperatur innerhalb 20  bis 30 Minuten auf 30  steigt, während eine lebhafte  Kohlendioxydentwicklung vor sich geht. Die dunkel  grüne, stark saure Lösung wird hierauf bei 20  mit  40%iger wässriger Natronlauge unter Rühren neu  tralisiert.

   Die ausgefallene Substanz wird     abfiltriert,     mit 25 ml Wasser gewaschen und     getrocknet.    Man       erhält    7,98 g rohes Reaktionsprodukt als hellbraunes  Pulver, das     zwischen    190 und 210  unter Zersetzung       schmilzt.    Durch kontinuierliche Extraktion des Fil  trats mit     Äther    erhält man weitere 1,63 g einer festen  gelben Substanz vom Schmelzbereich 166-190 .  



  Die beiden Rohprodukte werden     vereinigt    und  mit 25     ml    Methanol gekocht. Die     erhaltene    Suspen  sion     wird    abgekühlt und     filtriert.    Das als Filtergut  erhaltene graue Pulver wird zweimal mit je 10 ml       Methanol    gewaschen und getrocknet, wobei man  6,50 g (47 % der Theorie)     3-Hydroxypicolinamid    vom       Smp.    196-197      erhält.     



  Die     methanolischen        Filtrate    werden zur Trockene  eingedampft, wobei 2,43 g einer festen braunen     Sub-          stanz    vom     Smp.    175-180  zurückbleiben. Die Kri  stallisation aus 60 ml     Nitromethan    liefert 0,89 g  (7 % der     Theorie)        3-Hydroxy-picolinonitril    als hell  braunes Pulver vom     Smp.211-220     unter Zerset  zung. Bei weiterer Umkristallisation aus Nitromethan  wird die Substanz weiss erhalten, ohne dass     ihr          Schmelzpunkt    weiter steigt.

        c) Das als Ausgangsstoff benötigte     a-Furyl-(2)-          glykolonitril    kann beispielsweise wie folgt hergestellt  werden: Eine Mischung von 38,4 g (0,4     Mol)        Furfu-          rol    und 26,4 g (0,44     Mol)    Essigsäure wird zu einer  Lösung von 21,5g     Natriumcyanid        (techn.)

      in 140 ml  Wasser bei 0  innerhalb 30 Minuten unter Rühren       zugetropft.    Nachdem     ungefähr    ein     Drittel    der     Furfu-          rol-Essigsäure-Mischung        zugetropft    ist, beginnt sich       a-Furyl-(2)-glykolonitr'ä    als Öl abzuscheiden. Nach  beendigtem     Zutropfen    wird genanntes Öl durch drei  malige Extraktion mit Äther abgetrennt.

   Die vereinig  ten Ätherlösungen werden mit     Magnesiumsulfat    ge  trocknet und     auf    einem Wasserbad von 50  bei min  destens 12 mm Druck     eingedampft.    Das als Öl in       einer    Menge von 49 g zurückbleibende     a-Furyl-(2)-          glykolonitril    ist .etwa 90-95 %     ig    und kann direkt ge  mäss a weiterverwendet werden.

   Die Ausbeute, bezo  gen auf     Furfuro'1,    entspricht der     Reinheit    des     Pro-          duktes,    das heisst sie ist quantitativ unter der An  nahme, dass das Reaktionsprodukt 100 %     ig    ist.  



  <I>Beispiel 2</I>  24 g rohes     a-Furyl-(2)-glykolonitril    gemäss 1 c,  gelöst in 50 ml     Pyridin,    werden bei 40  auf einmal       zu        einer    Lösung von Ammoniak (8 ml bei -40  ge  messen) in 50 ml     Pyridin    gegeben und die Mischung  5 Minuten bei 40      stehengelassen.    Das überschüssige  Ammoniak wird bei 50  unter reduziertem     Druck    von  mindestens 10 mm abgedampft.

   Die zurückbleibende  Mischung von rohem     a-Furyl-(2)-glycinnitril    und       Pyridin    wird mit 75 ml     Acetanhydrid    versetzt, die  Reaktionsmischung 10 Minuten bei Raumtemperatur  ohne     Kühlen    stehengelassen und dann     unter    10 mm  Druck bei 100  (Wasserbad) eingedampft. Der  dunkle, rotbraune Rückstand oder ein     a'liquoter    Teil  desselben wird     unter    0,2 mm Druck destilliert.

   Nach  einem Vorlauf bei 71-75 , der hauptsächlich aus       (,c-Acetoxy-a-furyl-(2)-acetonitril    besteht, geht das ge  wünschte     a-Acetamido-a-furyl-(2)-acetonitril    bei 142  bis 145  über,     n"    1,4937. Beim     Abkühlen    kristalli  siert die     Substanz    und schmilzt nach zweimaliger    Umkristallisation konstant bei 83-84 . Das oben  erhaltene Destillat kann analog Beispiel 1 b in     3-Hy-          droxy-picolinamid        umgewandelt    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Picolinsäurederi- vaten der Formel EMI0003.0053 in welcher R1 und R2 unabhängig voneinander Was serstoff oder niedere Alkylreste bedeuten, dadurch ge kennzeichnet, dass man auf ein a-Furyl-(2)-glycim derivat der Formel EMI0003.0061 in welcher X die Cyanogruppe, -CN, oder die Carb- amoylgruppe, -CO-NH2,
    und Y Wasserstoff oder einen Acylrest, bedeutet, ein Oxydationsmittel ein wirken lässt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Oxydationsmittel Halogen verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man als Oxydationsmittel Chlor verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Reaktion in einem Lö- sungs- oder Verdtinnungsmittel, insbesondere in wäss- ri'ger Salzsäure, durchführt.
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