Futterkrippe f r Viehställe
Futterkrippen für Viehställe sind bekannt. Sie dienen zur Aufnahme der zur Verfütterung gelangenden Nahrung in einer Rinne, allgemein Trog genannt, woraus die Tiere das Futter entnehmen.
Dieser Trog ist meistens in einem im Stall veranker- ten, länglichen Sockel fest eingebaut, vor dem die Tiere angebunden sind.
Futterkrippen dieser Ausführung haben den n Nachteil, dass sie nicht ohne Behinderung der Tiere gereinigt werden können ; ausserdem muss der Trog unmittelbar vor der Fütterung gefüllt werden, wodurch das vielfach andernorts gelagerte Futter eine , den Tieren unbekömmliche Temperatur haben kann, es sei denn, es werde einige Stunden vor der F tterungszeit zur Temperierung in den Stall und erst hernach in den Futtertrog gebracht. Dieses Vorgehen erfordert eine mehrfache Manipulation und bedingt demzufolge einen Zeitverlust. Ein weiterer Nachteil dieser Ausführungsart ist der, dass die kurz angebundenen Tiere in der Liegestellung durch die Futterkrippe gezwungen werden, ihre Köpfe auf die Seite zu drehan, wodurch die bequeme Lagerung und Ruhe der Tiere beeinträchtigt ist.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung der erwähnten Nachteile und betrifft eine Futterkrippe f r Viehställe, die sich datdurch auszeichnet, dass der das Futter aufnehmende Trog um eine zu seiner Schwerachse parallele Welle schwenkbar gelagert ist und dass Mittel zum Begrenzen der Schwenkung zwischen zwei stabilen Lagen des Troges vorhanden sind. In der einen Lage ist der Trog vorteilhaft so geschwenkt, dass die Tiere daraus ihre Nahrung entnehmen können, wogegen m der ändern Lage der Trog von den Tieren weggeschwenkt ist, so da¯ sie das Innere des Troges nicht erreichen können'und genügend Platz haben, um sich auch in angebunde- nem Zustand beq2iem hinlegen zu können.
Einzelheiten der Erfindung ergeben sich au us der nachfolgenden Beschreibung, der zugehörigen Zeich- nung und den Ansprüchen.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist rein beispielsweise in der Zeichnung dargestellt und nachstehend erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch eine Futterkrippe gemäss der Erfindung in der Stellung für die Futtereinlegung.
Fig. 2 ist eine analoge Darstellung der gleichen Futterkrippe e in der Stellung f r die Futterentnahme durch die Tiere.
Die dargestellte Futterkrippe weist einen die zum Verfüttern bestimmte Nahrung aufnehmenden Trog 1 auf, dessen Länge den örtlichen Gegebenheiten angepasst ist und der eine Umgrenzungswand 2 von kegelsohnittähnlicher Querschnittsform hat. Die IF nense. ite 2a derUmgrenzungswand 2 des Troges s 1 ist derart beschaffen, dass sie durch die f r die Tiere bestimmten festen und flüssigen Nahnungsmittel nicht angegriffen wird, um rückwirkend die biologische Zusammensetzung des Futtens nicht zu beeinträchti- gen.
Der Trog 1 weist an der Aussenseite 2b der Wand 2 beiderseits der Schwerachse S je eine Reihe von Lappen 3 und 4 auf, an denen mittels Bolzen 5 'und 6 Stützen 7 und 8 hängend und schwenkbar gelagert sind. Die Anzahl der in Abständen voneinan- der angeordneten Lappen und Stützen richtet isich nach der Länge des Troges l. Die Stützen jeder Reihe sind durch Stangen 7a und 8a untereinander verbunden.
Die Längsränder 9 und 10 des Troges l sind verstärkt, beispielsweise durch Bördelung (nicht gezeichnet) oder durch Leisten 11 und 12. Die Ver StÏrkungen sind abgerundet, um. die Tiere vor Verletzungen durch scharfe Kanten zu schützen.
An der Aussenseite 26 A u ¯ e ns e i t e 2 b der Wand 2 des Troges 1 sied ferner Streben 13 und 14 befestigt, welche den Trog 1 mit einer in Lagern 15 drehbar abgestützten Welle 16 verbinden. Die Anzahl der Streben 13 und 14 und der Lager 15 richtet sich nach der Lange Ïn g e des Trog es 1 1 ; sie sind in Abständen voneinander angeordnet.
Die Welle 16 befindet sich unterhalb der Schwerachse S des Troges 1 und au¯erhalb des letzteren auf der konvexen Seite 2b der Wand 2. Durci diese Anordnung der Welle 16 ist der Trog 1 im labile Gleichgewicht, g e w i c h t wenn sich die Schwerachse S in der durch die Achse, der Welle 16 gehenden senkrechten s e nk r e ch t n Ebene E befindet, die in der Zeichnung strichpunk- tiert dargestellt s t e @ t ist. Aus dieser labilen Gleichgewichts- lage kann der Trog 1 durch Schwenkung um die Welle 16 in zwei stabile Lagen gebracht w e r d e n die in Fig. 1 bzw. 2 dargestellt s in d
Die in Fig.
1 gezeigte Stellung dient für die d i en t f r di e Futtereinlegung in e i nl e gu n g i n den Trog 1. Die Schwenkbewe- gung in Richtung der Stellung f r die Futtereinlegung wird durch die St tzen 7 begrenzt, wenn -diese auf dem Boden aufstehen.
Es ist zweckmässig, a ¯ i g die in Fig. 1 gezeigte stabile Lage des Troges s d u r h passende Wahl s e n d e W ah 1 der Lange der Stützen 7 und der Lage der Lappen 3 an der Aussenseite 26 der Wand 2 des Troges 1 so festzulegen, da¯ der Längsrand 9 mit der Leiste 11, in eine f r die Futtereinlegung'günstige ti g e Stellung zu liegen kommt, während der Längsrand 10 mit der Leiste 12 in solcher Höhe liegt, dass den Tieren bei , dieser Stellung des Troges 1 o g e s l die Futterentnahme nicht möglich ist.
Beim Schwenken des Troges l um die Welle 16 in die beschriebene Stellung finir die Futtereinlegung schwenken die Stützen 7 um die d i ¯ Bolzen 5 an den Lappe 3 3 und beenden beim Auftreffen auf den Boden die Schwenkbewegung des d e s Troges 1. Gleich zeitig schwenken die Stützen S t tz e n 8 bai dieser Bewegung des Troges 1 um die Bolzen 6 an den Lappen 4 und legen n d l e g e n sich bei der Endstellung des Troges 1 an dessen Aussenseite 2b der Umgrenzungswand 2.
In dieser Lage sind die Stützen 8 und deren Verbindungsstange u n g s s t a n g e 8a finir die Tiere in keiner Weise stö- rend.
Die andere, in Fig. 2 gezeigte stabile Lage des Troges 1 dient der Futterentnahme d r c h d i e T i e re Die Schwenkbewegung des Troges in diese d i es e Lage ist durci h d as A uf s t h e n der Stützen 8 auf dem Boden. begrenzt,wobei die Endstellung durch die Lage der an der Aussenseite 26 e n s e i t e 2 b der Wand 2 befestigten Lappen 4 und die Lange der Stützen 8 bestimmt ist. es t t i t
Es ist vorteilhaft, f r die Futtereinlegung (Fig. 1) eine grössere Schwenkm¯glichkeit des Troges 1 zu schaffen als finir die Futterentnahme durch die Tiere (Fig.
2). Diese Anordnung hat den Vorteil der leichteren Reinigungsmöglichkeit des d s Troges l sowie der bequemeren Futtereinlegung und hindert zudem die Tiere daran, das im Trog 1 bereitgestellte Futter vor der F tterungszeit zu erreichen, da der Longs- rand 10 mit der Leiste 12 in dieser Trogstellung (Fig. 1) zu hoch sind, als dass die Tiere zum Futter im Innern Ides Troges 1 gelangen könnten. Diese vorbeilhafte vergrösserte. Schwenkmöglichkeit des Troges 1 lässt sich auf einfache Weise dadurch erreichen, dass die Lage der Lappen 3 und die Länge der Stützen 7 entsprechend gewählt werden.
Die Längsränder 9 und 10 mit den Verstärkungs- leisten 11 und 12 können als Handhaben zum Schwenken Ides Troges 1 von der Stellung für die Futtereinlegung (Fig. l) in ; die Stellung für, die Futter- entnahme durch die Tiere (Fig. 2) oder umgekehrt. ben tzt werden. Die Schwenkung des Troges 1 kann aber auch mit Hilfe von zu diesem Zweck vorhandenen Hebeln oder einer anderen Vorrichtung (beides in der Zeichnung nicht dargestellt) durchgeführt werden, was besonders bei grosser Länge der Futterkrippe vorteilhaft ist.
Es ist zweckmässig, aber nicht unbedingt notwendig, die beiden Enden des Troges 1 je durch eine Wand 17 abzuschliessen. Ein solcher Abschluss hat den Vorteil, dass die Tiere an den Enden das Troges l das Futter bai der Futterentnahme nicht aus dem Trog fheraus auf den Boden werfen können, wodurch gewisse Futtermengen verschmutzt oder der Ernährung der Tiere entzogen würden. Der gewisse Nachteil eines solchen Abschlusses besteht darin, dass die Remigung des Troges erschwert wird und einen erhöhten Zeitaufwand erfordert.
Es ist vorteilhaft, der Umgrenzungwand 2 des Troges 1, wie erwähnt, eine kegelschnittähnliche Querschnittsform zu geben. Dabei kann die ganze Umgrenzungswand 2 der Randlinie eines Kegelschnittes folgen ; es kann aber auch nur der Boden des TrogeslkegelschnittförmigenQuerschnittsver- lauf haben, während die übrigen Partien der Umgrenzungswand 2 eben sind und an den genannten Kegelschnitt tangential anschliessen (in der Zeichnung nicht dargestellt).
Die beschriebene Futterkrippe für Viehställe ist besonders für solche Stellungen gedacht lund günstig, die auf der Kopfseite des Standortes für die Tiere einen Durchgang haben. Sie weist gegenüber den bekannten Futterkrippen sine Reihe von Vorteilen auf : Befindet sich die Futterkrippe in der in Fig. 1 , gezeigten Stellung, kann sie beliebig lange vor der Fütterungszeit mit der den Tieren zu verfütternden Nahrung basohickt werden, ohne für die Tiere erreichbar zu sein.
Die Möglichkeit der frühzeitigen Beschickung der Futterkrippe mit Nahrung ist be sonders dann wichtig, wenn das Futter bei niedriger Temperatur, beispielsweise in einem Silo, gelagert wird ; es nimmt dann bis zur Fütterung. die Tempe- ratur des Stalles allmählich an und ist so für die Tiere bekömmlicher. Durch das Schwenken des Troges 1 in die Fütterlungslage gemäss Fig. 2 bekommen all, e Tiere das Futter gleichzeitig vorgesetzt. Wenn nach der Fütterung der Trog wieder in die in Fig. 1 gezeigte Lage zurückgeschwenkt wird, entsteht Tür die Tiere vermehrt Platz, so dass sie. sich bequem hinlegen können, ohne den Kopf zur Seite drehen zu müssen.
In dieser Stellung der Futterkrippe kann zudem das Innere des Troges 1 gut gereinigt werden, ohns dabei durch die Tiere behindert zu werden oder die Tiere zu belästigen.