CH426883A - Entwässerungseinrichtung an der Niederdruckstufe einer Dampfturbine - Google Patents
Entwässerungseinrichtung an der Niederdruckstufe einer DampfturbineInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D25/00—Component parts, details, or accessories, not provided for in, or of interest apart from, other groups
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Description
Entwässerungseinrichtung an der Niederdruckstufe einer Dampfturbine Es ist eine im Dampfturbinenbau bekannte be triebliche Notwendigkeit, Vorkehrungen zu treffen, um das vor allem im Niederdruckteil ausfallende Wasser abzuführen, da der sich an den Leitschaufel- wänden bildende Wasserfilm, durch die Schleppwir kung des Dampfes zur Austrittskante der Leitschau- feln bewegt, dort Tropfen bildet, die, wenn sie eine bestimmte Grösse erreicht haben,
von der Leitschau- felkante sich ablösen, vom Dampfstrahl aber nur un genügend zerblasen werden und daher an der Ein trittskante der nachfolgenden Laufschaufel starke Erosion bewirken. Es ist daher erforderlich, die Ein trittskante der Laufschaufeln durch Stellitauflagen oder durch Härten des Schaufelmaterials gegen diese Erosionswirkung zu schützen.
Darüber hinaus aber hat die aus dem Auftreffen solcher Wassertröpfchen resultierende Bremsung auch eine Wirkungsgradver minderung der Niederdruckstufen von mehreren Prozenten zur Folge.
Das in den Laufschaufeln infolge der Richtungs- änderungen ausgeschleuderte Wasser bildet ebenfalls einen Film auf der Laufschaufel, der aber infolge der Fliehkraftwirkung fast rein radial nach aussen ab strömt. Auf diesem Effekt beruhen die bekannten Massnahmen zur Wasserabsaugung, bei denen im Turbinengehäuse hinter den Laufschaufeln entspre chend geformte Rinnen und Spalte vorgesehen wer den, die das von den Laufschaufeln abgeschleuderte Wasser auffangen und in den Kondensator leiten.
Nachteilig ist dabei, dass das Wasser in der betref fenden Stufe den Schaden (Erosion und Bremsung) bereits getan hat und eigentlich damit nur die nächste Stufe geschützt wird. Daher sind diese Massnahmen, insbesondere für die letzte Stufe, die die grösste Um fangsgeschwindigkeit und den grössten Wassergehalt aufweist, nur unzureichend wirksam. Auch wird nur ein geringer Teil des ausgeschleuderten Wassers von solchen Fangnuten tatsächlich aufgefangen.
Es ist ferner bekannt; die Leitschaufeln der Nie derdruckstufen von Dampfturbinen als Hohlschaufeln auszubilden, die Schaufelhohlräume mit einem Raum niedrigeren Druckes zu verbinden, etwa mit dem Stufenraum einer der nachfolgenden Stufen oder mit dem Kondensator, und die Schaufelwand mit Durch brüchen zu versehen, über die der sich auf den Leit- schaufeln niederschlagende Wasserfilm abgesaugt wird.
Gemäss einem Vorschlag aus jüngster Zeit wer den diese Durchbrüche der Leitschaufelwand unmit- telbar vor der Abströmkante der Leitschaufel ange ordnet.
Diese Lösung befriedigt jedoch insofern noch nicht ganz, als noch immer ein Teil des gebildeten Wasserfilmes über die zwischen den Absaugeschlitzen verbleibenden Stege an den Schlitzen vorbei bis zur Schaufelhinterkante fliessen kann, von wo er nach neueren Erkenntnissen jedoch nicht direkt abgeht, was wegen der geringen Stärke eines solchen Filmes praktisch unschädlich wäre, sondern im Stromschat ten, das heisst im Ablösungsgebiet hinter der endli chen Breite der Abströmkante, langsam Tropfen bil det,
die zufolge der Oberflächenspannung an der Austrittskante haften, bis sie so gross geworden sind, dass die Oberflächenspannung nicht mehr ausreicht, sie zusammen und an der Austrittskante haftend zu halten, und vom Dampfstrom mitgerissen werden.
Solche Tropfen werden nur unzureichend zerblasen und wegen ihrer grossen Masse nur sehr wenig be schleunigt, so dass sie mit fast der vollen Umfangs geschwindigkeit relativ zu den Schaufeln des nach folgenden Laufschaufelkranzes auftreffen und dort Erosion und Bremsverluste verursachen.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die Ent- wässerung der Niederdruckstufen von Dampfturbinen durch Absaugen des sich an der Leitschaufelwand niederschlagenden Wasserfilmes in das Innere der hohl ausgebildeten Leitschaufeln durch in der Schau felwand vorgesehene Durchbrüche dahingehend zu verbessern, dass die Absaugeöffnungen in der Aus trittskante der Schaufel angeordnet sind.
Dadurch wird die Absaugung an jener Stelle vor genommen, an der es zur Bildung grosser Tropfen kommen würde, auch wenn man von der bekannten Anordnung von Absaugeschlitzen unmittelbar vor der Abströmkante einer Leitschaufel Gebrauch macht,
weil sich durch die bekannten Absaugeschlitze die Wasserzufuhr zur Austrittskante durch -ziep sich auf der Leitschaufelwand bildenden Film nicht voll kommen unterbinden lässt und die Abströmkante der Leitschaufeln und das ihr benachbarte Ablösungsge biet auch durch erst dort kondensierenden Dampf, durch Wasseriröpfehen, die erst nach den bekannten Absaugeschlitzen auf der Leitschaufel auftreten,
durch rückgeschleuderte Wassertropfen, durch eine Strömung längs der Schaufelachse usw. gespeist wird.
Zweckmässigerweise wird als Absaugeöffnung ein. über die gesamte Höhe der Austrittskante bzw. ein über den äusseren Teil der Leitschaufelaustrittskante verlaufender Spalt vorgesehen, so dass eine doppelte Austrittskante mit scharfen Rändern entsteht. Die Breite der Kanten beträgt zweckmässig nur einige Zehntel Millimeter mit etwa 1/2- bis 1-mm-Spalt an der engsten Stelle. Die Austrittskante wird also von zwei Blechen bzw.
Schaufelteilen gebildet, die so aus geführt sind, dass der gesamte Bereich der Ablösungs zone (Totwasser in der Dampfströmung) hinter der endlichen Breite der Leitschaufel-Austrittskante von der Saugwirkung des Absaugespaltes erfasst wird. Das wird -zweckmässigerweise durch Zuschärfen der beiden Kanten von den Innenseiten her, etwa ent sprechend Fig. 2 und Fig. 4, erreicht.
Der entlang der Leitschaufel zu ihrer Hinterkante strömende Wasser film kann infolge seiner geringen Stärke ohne weiteres um die beiden scharfen Kanten herum in den Ab saugespalt fliessen. Sollten sich grössere Tropfen im Spalt bilden, so werden sie nicht nur durch die Ab saugung, sondern schon durch die Oberflächenspan nung in den Spalt hineinbewegt. Ein dort haftender Tropfen kann durch die Dampfströmung kaum mehr losgerissen werden.
Er wird vielmehr mit grosser .Sicherheit von- der Absaugung erfasst und abgeführt.. Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.
Fig. 1 stellt ein Leitrad für eine Stufe einer ND- Dampfturbine dar, bei dem aus Blech gefertigte Hohl schaufeln 1 Verwendung finden. Diese sind mit dem Innenring 2 und dem Aussenring 3 verbunden, wel cher einen Hohlraum 4 im Gehäuse frei lässt, wobei dieser Hohlraum die Hohlräume im Innern der Leit- schaufeln miteinander verbindet.
Dieser Hohlraum ist mit einem Raum niedrigeren Druckes, etwa dem Kondensator verbunden. Einen Querschnitt durch die aus Blech gebogenen Leitschaufeln 1 zeigt Fig.2. über die gesamte Länge der Austrittskante reicht der- Absaugespalt 5, der durch entsprechende Zuschär- fung der Bleche so ausgeführt ist,
dass er den gesam ten Bereich zwischen der von der Bauchseite der Leit- schaufel abgehenden Stromlinie 6 und der von der Rückseite der Leitschaufel abgehenden Stromlinie 7 mit seiner Saugwirkung erfasst. Die mittlere Strom linie sowie die mittlere Zuström- und mittlere Ab strömrichtung sind in Fig. 2 als strichlierte Linie 8 eingetragen.
Eine andere konstruktive Lösung zeigt Fig.3. Hier finden aus dem Vollen gefräste bzw. geschmie dete Leitschaufeln 9 Verwendung. Diese sind im äusseren Teil ausgefräst und mit einer entsprechend geformten Platte 10, etwa durch Schweissung verbun den, so dass ein Hohlraum im äusseren Teil der Leit- schaufel, entsprechend Fig. 4 entsteht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung an der Niederdruckstufe einer Dampfturbine zur Entwässerung durch Absaugen des sich an der Leitschaufelwand niedergeschlagenen Wasserfilmes in das Innere der hohl ausgebildeten Leitschaufeln durch in der Schaufelwand vorgesehene Durchbrüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ab saugöffnungen in der Austrittskante der Schaufel an geordnet sind.UNTERANSPRUCH Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Absaugöffnung ein über die gesamte Höhe der Austrittskante einer Leitschaufel verlaufender Spalt mit scharfen Rändern vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT999264 | 1964-11-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH426883A true CH426883A (de) | 1966-12-31 |
Family
ID=3619007
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1583965A CH426883A (de) | 1964-11-26 | 1965-11-17 | Entwässerungseinrichtung an der Niederdruckstufe einer Dampfturbine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH426883A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2414619A1 (fr) * | 1978-01-14 | 1979-08-10 | Rolls Royce | Aube profilee pour moteur a turbine a gaz |
| EP1744018A1 (de) * | 2005-07-15 | 2007-01-17 | Kabushiki Kaisha Toshiba | Dampfturbinenleitschaufel, Leitschaufelringe und diesbezügliches Schaufelherstellungsverfahren |
| DE102015203765A1 (de) * | 2015-03-03 | 2016-09-08 | Siemens Aktiengesellschaft | Massives hohles Bauteil mit Blech zur Erzeugung eines Hohlraums |
-
1965
- 1965-11-17 CH CH1583965A patent/CH426883A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2414619A1 (fr) * | 1978-01-14 | 1979-08-10 | Rolls Royce | Aube profilee pour moteur a turbine a gaz |
| EP1744018A1 (de) * | 2005-07-15 | 2007-01-17 | Kabushiki Kaisha Toshiba | Dampfturbinenleitschaufel, Leitschaufelringe und diesbezügliches Schaufelherstellungsverfahren |
| DE102015203765A1 (de) * | 2015-03-03 | 2016-09-08 | Siemens Aktiengesellschaft | Massives hohles Bauteil mit Blech zur Erzeugung eines Hohlraums |
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