CH427149A - Nagel- und Haarbehandlungsmittel - Google Patents

Nagel- und Haarbehandlungsmittel

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CH427149A
CH427149A CH85563A CH85563A CH427149A CH 427149 A CH427149 A CH 427149A CH 85563 A CH85563 A CH 85563A CH 85563 A CH85563 A CH 85563A CH 427149 A CH427149 A CH 427149A
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Bernhard Dr Joos
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Joos Bernhard
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Description


  



  Nagel-und Haarbehandlungsmittel
Es ist   bekamt,'dass bei der Einwirkung von    Aldehyden auf keratinartige Gebilde eine Härtung und   Elastizitätserhöhung    erzielt werden kann. Der Nachteil der Aldehyde bei der Anwendung in der Kosmetik   liegt. darin, dass sie neben der genannten    Wirkung unerwünschte Nebenwirkungen zeigen, wie z. B. Reizung oder Verhärtung bzw. Verhornung umliegender hautpartien. Daneben zeigen die freien    Aldehyde eine eicht ungefährliche toxische Wirkung,      besondersaiuidieNervenzellender    Haut und   : auf die      Hautkapillaren.   



   Es wurde nun gefunden, dass Reaktionsprodukte aus   Formaltdehyd und Thioharnstoff nativen    Keratinen höhere Elastizität und Festigkeit verleihen als    diie freien Aldehyde und ausserdem keine unangeneh-    men Nebenwirkungen verursachen. Das   enfindungs-      gemässs    Harr- und   Nagelbehandlungsmittel ist daher       dadurch gekennzeichnet, dass es ain Reaktionspro-    dukt aus Formaldehyd und Thioharnstoff und einen hautverträglichen sauren Polymerisationskatalysator ehthält. Wie bekannt, wind die Festigkeit und erhähte Elastizität der nativen Keratine durch die Aldehyde verliehen, indem die letzteren mit den Aminogruppen der   Keratine aine Verbindung eingehen.

   Dabei    entstehen z.   B.    mit Formalin   Methylenbrücken.    Ana   logerweise findeSt taufgrund Ides Igleichen Reaktions-    mechanismus mit den erfindungsgemäss verwendeten Methylolthioharnstoffen eine Bildung von Methylenbrücken zwischen diesen Verbindungen und den Keratinen statt.



   Darüber hinaus besitzen diese Verbindungen in Gegenwart von Säure die   Fähigkeit zur Polymeri-    sation, die bei diesem Verwendungszweck eine neue zusätzliche Wirkung ergibt. Indem nach der Reaktion mit den Keratinen eine Polymerisation eintritt, wird ein fest mit den keratinen verankerter Film gebildet,   der den bebandelten Nägeln odec Haaren neue    vorteilhafte Eigenschaften sowohl in mechanischer wie auch chemischer Hinsicht verleiht. Der Film bewirkt Erhöhung der Elastiztiät, Plastiziät und Zerreissfestigkeit ; er ist in Wasser und zahlreichen organischen Lösungsmitteln praktisch unlöslich, was fur den angegebenen Zweck von höchster Bedeutung ist.



  Als erst bei, der Applikation wirksam werdende Kata  lysatoren    eigen sich insbesondere organische und anorganische Salze der Phosphorsäure,   Glycerinphos-    phonsäure und deren Salze.



   Die Anwendung der erfindungsgemässen Mittel erfolgt vorzugsweise in wässriger Lösung. Die Wirkung lässt sich objetiv z.   B.    durch   Elastizitätspriifun-    gen an einzelnen Haaren   nachwaiaen.   



   Methodik
Ein Haar wird zwischen zwei Klammern eingespannt und einem kontinuierlich.   zunehmendien    Zug ausgesetzt bis zu einem voer der Bruchdehnung liegenden Wert   (SADAMEL Micromaschinfe, Type Mi    44, Nr. C 620 634). Dann wird   dell    Zug   wieder    gleicherweise   vermindert.DieserVorganglässt.sichdma-      grammatisch darstellen, wobai    je nach der von den beiden Kurven umschlossenen Fläche und der   Steil-    heit der Kurven Veränderungen der Elastizität und des Widerstandes eines Haares eindeutig beurteilt    werdenkönnten.DieseMethodikerlaubtsomit,    Festigkeits- un Elastizitätwerte objetive zu vergleichen.



   Vergleichende Tests von unbehandelten und mit einer Dimethylothioharnstofflösung behandelten Haaren
Versuch Nr.   1   
Ein normales, unbehandeltes, weibliches Haar   kurde    in gleiche Proben von je 3 cm unterteilt. Mit dom Mikroskop wurden nun die Durchmesser der   einzelnen Proben gemessen un) d nur diejenigen Stücke    fiir den Test verwendet, die gleichen Durchmesser    anwiesen. Mit einem dieser Abschnitte (unbehandelt)    wurde nun nach der oben beschriebenen Methodik ein   Diaigramm aufgenommen (siehe Fig.    I, Kurve 1).



   Ein zweiter   Haarschnitt    wunde in eine   longe    wässrige Lösung von Dimethylothioharnstoff eingetaucht (pH 5), nach 10 Min. herausgenommen und bei einer Temperatur von 30 bis 40  C während 15 bis 20 Min. getrocknet.   DiesesHaarwurdegenau.    der gleichen Prüfungsmethodik wie das unbehandelte Haar unterzogen, wobei idie Kurve 2 erhalten   kurde.   



   Versuch Nr. 2
Es wurde wie oben eine Kurve eines unbehandelten Haares aufgenommen (seiehe Fig. II, Kurve   1).   



   Ein zweiter, analoger Haarabschnitt wurde in eine 8%ige Dimethylolthioharnstoff-Lösung (30%ige alkoholisch/wässrige Lösung) eingetaucht (pH 5), nach 10 Minuten herausgenommen und bei einer Temperatur von 30 bis 40 C während 15 bis 20 Min. getrocknet. Dieses Haar wurde genau der gleichem   Prüfungsmethadiik    wie das unbehandelte Haar   miter-    zogen, wobei die Kurve 2 erhalten wunde.



   Aus dem Vergleich der Kurven der behandelten und unbehandleten haaren in beiden Diagrammen ist klar ersichtlich, dass. durch die   Behandluntg dar Haiare    mit it Dimethyolthioharnstoff eine   signissikante    Verbesserung der mechanischen Eigenschaften des Haares erzielt worden ist.



   Bei den Behandlung von Nägeln wind eine Verfestigung erzielt, so dass die Neigung zum   Bnechen    und Splittern vermindert wind.



      DieHerstellungerfindungsgemässerMittalkann    wie folgt vorgenommen werden :    5-15    g Dimethylolthioharnstoff werden in 80   cm3    warmem Wasser   (50-60     C) gelöst. In einem, andern Gefäss werden   1-10      g primänes Natriumphosphat    ader 0, 2-2 g einen organischen Särue wie z.B.



  Milchsäure,   Glyzerinphosphorsäure    us. in 20 cm3 Wasser gelöst. Die   zweite Lösung waTd unter    Umrühnen der ersten Lösung zugesetzt,   wobei eime klare,      diUBchsiohtige Lösung    entsteht, deren   pH-Wert    Igegebenenfalls mit verdünner Natronlauge auf 2-6 eingestellt wird. Diese Lösung lässt   sich für die Be-      handlung der Nägel verwanden.   



   Für Haare kann eine ähnliche Lösung verwendet werden, jedoch gibt man hierzu zweckmässig noch   einen Vendicker wie    z. B. Polyvinylpyrrolidon ader/ und Polyäthylenglykol.



   In beiden Lösungen kann das Wasser zum   Tefl    oder ganz durch Lösungsmittel wie Äthylalkohol, Dioxan, Dioxalan oder deren Gemische erstezt weriden.



  A. Lösungen zur   Nagelbehandlung   
Beispiel 1
Eine erfindungsgemässe Lösung enthält folgende Bestandteile :
2 g   Dimethylolthioharnstoff   
0, 2 g Glyzerinphosphorsäure
20 g 33 % igen   Athylalkohol   
0, 7 g In   NaOH    pH-Wert : 5, 5.



   Ein weiteres   erfindungsgcmässes    Gemisch setzt sich wie folgt zusammen :
Beispiel 2    2 g Dimethylolthioharnstoff   
0, 2 g Glyzerinphosphorsäure
6, 5 g Äthylalkohol (96   %    ig)
13, 5 g Dioxan
Das Gemisch wird mit In   NaOH    auf pH 4 eingestellt.

Claims (1)

  1. B. Lösungen zur Haarfestigung (pH-Wert jeweils 2, 7) Beispiel 3 15 g Dimethylolthioharnstff 150 g 15 % iger Athylalkohol 7 g Glyzerinphosphorsäure Beispiel 4 9 g Dimethylthioharnstoff 88, 5 g 10 % iger Äthylakohol 1, 8 g Glyzerinphosphorsäure 2 g Polyvinylprrolidon PATENTANSPRUCH Mittel zur Behandlung von menschlichen Haaren und Nägeln, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Reaktionsprodukt aus Formaldehyd und Thioharnstoff und einen hautverträgliche sauren Polymeri- sationskatalysator enthält.
CH85563A 1963-01-24 1963-01-24 Nagel- und Haarbehandlungsmittel CH427149A (de)

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DE19641467953 DE1467953A1 (de) 1963-01-24 1964-01-22 Nagel- und Haarbehandlungsmittel
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