CH428879A - Verfahren zur Herstellung von imprägnierten glimmerhaltigen Isolationen für elektrische Leiter - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von imprägnierten glimmerhaltigen Isolationen für elektrische LeiterInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von imprägnierten glimmerhaltigen Isolationen für elektrische Leiter Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von imprägnierten, glimmerhaltigen Isola tionen für elektrische Leiter, die durch Bewickeln der Leiter mit Feinglimmerfolie und nachfolgendes Imprä gnieren mit Kunstharz gebildet sind.
Moderne elektrische Maschinen, die mit Hochspan nung betrieben werden, erhalten heute eine weitgehend aus Glimmer bestehende Isolation ihrer elektrischen Leiter. Der für diese Isolation verwendete Glimmer wird meist in zerkleinerter Form (Glimmerschuppen) zu Fein glimmerfolie verarbeitet, die meist zusammen mit Glas gewebe oder einem anderen Trägerstoff (Papier, Vlies) oft in Bandform um den elektrischen Leiter meist recht eckigen Querschnitts gewickelt wird. Die so entstandene Isolation um den elektrischen Leiter wird zum Aus füllen der noch vorhandenen Hohlräume mit einem härtbaren Harz imprägniert.
Die imprägnierte Isolation hat durch das relativ lose Bewickeln mit der Glimmer- folie einen ovalen Querschnitt (bei rechteckigem Leiter) und ist deshalb in ihren äusseren Abmessungen ver glichen mit den gewünschten Sollabmessungen zu gross. Das in der Isolation gespeicherte überschüssige Harz wird deshalb in Pressformen sehr aufwendig herausge- presst. Die Isolation erhält durch diesen Pressvorgang ihre Sollabmessungen. In diesem Zustand wird das Harz in der Isolation in der Pressform gehärtet, meist durch Erwärmen. Dann erst wird der elektrische Leiter mit seiner Isolation aus der Pressform entfernt.
Bei diesem heute üblichen und bekannten Verfahren ist das Herauspressen des überschüssigen Harzes sehr aufwendig und erfordert sehr stabile und daher teuere Pressvorrichtungen. Die in der Zeiteinheit herstellbaren Leiterisolierungen sind von der Anzahl der zur Ver fügung stehenden Pressvorrichtungen abhängig.
Wegen der sehr aufwendigen Ausführung der Pressvorrich- tungen - es werden meist so wenig als möglich Press vorrichtungen für eine bestimmte Leiterabmessung an gefertigt - und wegen der langen Zeit, da diese Press vorrichtungen während des Fertigungsablaufes einer Leiterisolierung benötigt werden, können zeitlich nur relativ wenige Leiterisolierungen produziert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese sehr umfangreiche Fertigung zu vereinfachen und die Fertigungszeit wesentlich zu verkürzen. Die Erfindung basiert auf dem Gedanken, die Leiterisolation schon vor dem Imprägnieren auf ihre endgültigen Abmessun gen zu bringen. Zu diesem Zweck wird gemäss der Erfindung die Feinglimmerfolie vor dem Imprägnieren mit einer Flüssigkeit oder ihrem Dampf in Berührung gebracht und einem Vorformungsvorgang unterworfen, wobei ihre endgültigen Abmessungen durch Ausdamp fen der Flüssigkeit fixiert werden.
Man kann dabei so vorgehen, dass der mit der Iso lation umwickelte Leiter zunächst mit der Flüssigkeit oder ihrem Dampf in Berührung gebracht wird, bei spielsweise dadurch, dass der Leiter mit seiner Isolation kurze Zeit in einen die Flüssigkeit enthaltenden Be hälter eingebracht wird. Dadurch wird die Feinglimmer- folie leicht verformbar. In dem darauffolgenden Vor gang wird die Leiterisolation in eine Form gelegt, in der sie auf die gewünschten Abmessungen gebracht wird.
Für diesen Vorgang benötigt man bei dem erfindungs- gemässen Verfahren nur verhältnismässig sehr geringe Presskräfte und daher nur einfache und preisgünstig herstellbare Formen bzw. leichte Pressvorrichtungen. In dieser Form erfolgt dann das Verdampfen der Flüs sigkeit z. B. durch Erhitzen.
Dabei hat die Glimmerfolie die gewünschte Gestalt angenommen, wobei ihre end gültigen Abmessungen und damit die Abmessungen der Leiterisolation nach erfolgtem Ausdampfen der Flüs sigkeit so fixiert sind, dass sich diese Abmessungen auch während des anschliessenden Imprägnier- und Härtungs- vorganges nicht mehr ändern. Vor dem Imprägnieren (beispielsweise im Autoklaven) wird der Leiter mit seiner Isolation der Form entnommen. Auch der dann folgende Härtungsvorgang erfolgt ohne Werkzeug.
Man kann auch so vorgehen, dass der Leiter mit seiner aufgewickelten, noch nicht imprägnierten Isola tion zuerst in eine Form gelegt wird und dann in dieser Form mit einer Flüssigkeit oder ihrem Dampf in Be- rührung gebracht und anschliessend die Flüssigkeit ver dampft wird, worauf in der schon beschriebenen Weise das Imprägnieren und Härten vorgenommen wird.
Zum gleichen Ergebnis gelangt man auch in der Weise, dass die Feinglimmerfolie vor dem Aufwickeln oder während des Aufwickelns auf den elektrischen Leiter mit einer Flüssigkeit oder deren Dampf in Berüh rung gebracht Wird, der umwickelte elektrische Leiter dann in eine Form gelegt und anschliessend die Flüssig keit verdampft wird, worauf das Imprägnieren und Härten in der schon beschriebenen Weise erfolgt.
Zweckmässigerweise kann der Flüssigkeit zum Vor formen ein in derselben lösliches Bindemittel zugesetzt werden. Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, als Flüssigkeit oder als deren Dampf Wasser bzw. Wasserdampf zu verwenden, weil sich damit die Glim- merfolie besonders leicht verformen lässt.
Dabei kann dem Wasser als Bindemittel beispielsweise ein wasser lösliches Kunstharz zugesetzt werden. Statt Wasser kann als Flüssigkeit beispielsweise auch ein Alkohol oder eine Mischung aus Alkohol und Wasser verwendet werden.
Durch die Erfindung ist es möglich, den kompli- zierten und aufwendigen Vorgang des Harzherauspres- sens zu vermeiden. Die Massiven und teuren Press formen sind nicht mehr notwendig. Mehrere Leiteriso lationen können jetzt gleichzeitig imprägniert werden, da für: den anschliessenden Härtungsprozess keine Press- formen erforderlich sind. Der gesamte Fertigungsablauf wird daher vereinfacht und verkürzt.
Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet der vorliegenden Erfindung ist die Fertigung von Isolationen elektrischer Leiter für elektrische Maschinen, insbesondere für Hochspannungsmaschinen.
Da bei dem erfindungsge- mässen Verfahren, wie schon gesagt, für den an das Imprägnieren sich anschliessenden Härtungsprozess keinerlei Pressformen erforderlich sind, können die Lei ter mit den vorgeformten Isolationen schon vor dem Imprägnieren in die elektrische Maschine, beispielsweise in die Nuten des Stators und/oder Rotors der Maschine, eingebaut und dann in eingebautem Zustand imprägniert und gehärtet werden.
Ein solches Verfahren kann ins besondere bei kleineren elektrischen Maschinen vort6il- haft sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von imprägnierten, glim- merhaltigen Isolationen für elektrische Leiter, die durch Bewickeln der Leiter mit Feinglimmerfolie und nachfol gendes Imprägnieren reit Kunstharz gebildet sind, da durch gekennzeichnet,dass die Feinglimmerfolie vor dem Imprägnieren mit einer Flüssigkeit oder ihrem Dampf in Berührung gebracht und einem Verformungs- vorgang unterworfen wird, wobei ihre endgültigen Ab messungen durch Ausdampfen der Flüssigkeit fixiert werden. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Feinglimmerfolie erst auf den Leiter aufgewickelt wird, darauf der umwickelte Leiter mit einer Flüssigkeit oder ihrem Dampf in Berührung gebracht wird und dann in eine Form gelegt und darin die Flüssigkeit verdampft wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Feinglimmerfolie erst auf den Leiter aufgewickelt wird und darauf der umwickelte Leiter in eine Form gelegt, darin mit einer Flüssigkeit oder ihrem Dampf in Berührung gebracht und in dieser Form die Flüssigkeit verdampft wird.3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Feinglimmerfolie vor dem Auf wickeln oder während des Aufwickelns auf den Leiter mit einer Flüssigkeit oder ihrem Dampf in Berührung gebracht wird, der umwickelte Leiter dann in eine Form gelegt und darin die Flüssigkeit verdampft wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Flüssigkeit ein Bindemittel zu gesetzt wird.5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass zum Vorformen als Flüssigkeit oder als ihr Dampf Wasser bzw. Wasserdampf verwendet wird. PATENTANSPRUCH II Anwendung des Verfahrens nach Patentanspruch l bei der Fertigung von Isolationen elektrischer Leiter für elektrische Maschinen. UNTERANSPRÜCHE 6. Anwendung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiter mit der vorgeformten Isolation vor dem Imprägnieren in die Nuten elek trischer Maschinen eingebaut und in der elektrischen Maschine imprägniert werden. 7.Anwendung nach Patentanspruch 1I für eine Hochspannungsmaschine.
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