CH428879A - Verfahren zur Herstellung von imprägnierten glimmerhaltigen Isolationen für elektrische Leiter - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von imprägnierten glimmerhaltigen Isolationen für elektrische Leiter

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CH428879A
CH428879A CH1606665A CH1606665A CH428879A CH 428879 A CH428879 A CH 428879A CH 1606665 A CH1606665 A CH 1606665A CH 1606665 A CH1606665 A CH 1606665A CH 428879 A CH428879 A CH 428879A
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Bbc Brown Boveri & Cie
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    • H02K15/00Processes or apparatus specially adapted for manufacturing, assembling, maintaining or repairing of dynamo-electric machines
    • H02K15/12Impregnating, moulding insulation, heating or drying of windings, stators, rotors or machines
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
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Description


  Verfahren zur Herstellung von imprägnierten     glimmerhaltigen    Isolationen für elektrische Leiter    Die     Erfindung    bezieht sich auf ein Verfahren zur  Herstellung von imprägnierten,     glimmerhaltigen    Isola  tionen für elektrische Leiter, die durch Bewickeln der  Leiter mit     Feinglimmerfolie    und nachfolgendes Imprä  gnieren mit Kunstharz gebildet sind.  



  Moderne elektrische Maschinen, die mit Hochspan  nung betrieben werden, erhalten heute eine weitgehend  aus Glimmer bestehende Isolation ihrer elektrischen  Leiter. Der für diese Isolation verwendete     Glimmer    wird  meist in zerkleinerter Form     (Glimmerschuppen)    zu Fein  glimmerfolie verarbeitet, die meist zusammen mit Glas  gewebe oder einem anderen Trägerstoff (Papier,     Vlies)     oft in Bandform um den elektrischen Leiter meist recht  eckigen Querschnitts gewickelt wird. Die so entstandene  Isolation um den elektrischen Leiter wird zum Aus  füllen der noch vorhandenen Hohlräume mit einem       härtbaren    Harz imprägniert.

   Die imprägnierte Isolation  hat durch das relativ lose     Bewickeln    mit der     Glimmer-          folie    einen ovalen Querschnitt (bei rechteckigem Leiter)  und ist     deshalb    in ihren äusseren Abmessungen ver  glichen mit den gewünschten Sollabmessungen zu gross.  Das in der Isolation gespeicherte überschüssige Harz  wird deshalb in Pressformen sehr aufwendig     herausge-          presst.    Die Isolation erhält durch diesen Pressvorgang  ihre Sollabmessungen. In diesem Zustand wird das Harz  in der Isolation in der Pressform gehärtet, meist durch  Erwärmen. Dann erst wird der elektrische Leiter mit  seiner Isolation aus der Pressform entfernt.  



  Bei diesem heute üblichen und bekannten Verfahren  ist das Herauspressen des überschüssigen Harzes sehr       aufwendig    und erfordert sehr stabile und daher teuere  Pressvorrichtungen. Die in der Zeiteinheit     herstellbaren          Leiterisolierungen    sind von der Anzahl der zur Ver  fügung stehenden     Pressvorrichtungen    abhängig.

   Wegen  der sehr aufwendigen     Ausführung    der     Pressvorrich-          tungen    - es werden meist so wenig als möglich Press  vorrichtungen für eine bestimmte Leiterabmessung an  gefertigt - und wegen der langen Zeit, da diese Press  vorrichtungen während des     Fertigungsablaufes    einer    Leiterisolierung benötigt werden, können zeitlich nur  relativ wenige Leiterisolierungen     produziert    werden.  



  Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese  sehr umfangreiche Fertigung zu vereinfachen und die  Fertigungszeit wesentlich zu verkürzen. Die Erfindung  basiert auf dem Gedanken, die Leiterisolation schon  vor dem Imprägnieren auf ihre endgültigen Abmessun  gen zu bringen. Zu diesem Zweck wird gemäss der       Erfindung    die     Feinglimmerfolie    vor dem Imprägnieren  mit einer     Flüssigkeit    oder ihrem Dampf in Berührung  gebracht und einem     Vorformungsvorgang    unterworfen,  wobei ihre endgültigen Abmessungen durch Ausdamp  fen der Flüssigkeit fixiert werden.  



  Man kann dabei so vorgehen, dass der mit der Iso  lation umwickelte Leiter zunächst mit der Flüssigkeit  oder ihrem Dampf in Berührung gebracht wird, bei  spielsweise dadurch, dass der Leiter mit seiner Isolation  kurze Zeit in einen die Flüssigkeit enthaltenden Be  hälter eingebracht wird. Dadurch wird die     Feinglimmer-          folie    leicht verformbar. In dem darauffolgenden Vor  gang wird die Leiterisolation in eine Form gelegt, in der  sie auf die gewünschten Abmessungen gebracht wird.

    Für diesen Vorgang benötigt man bei dem     erfindungs-          gemässen    Verfahren nur     verhältnismässig    sehr geringe  Presskräfte und daher nur einfache und preisgünstig       herstellbare    Formen bzw. leichte Pressvorrichtungen.       In    dieser Form erfolgt dann das Verdampfen der Flüs  sigkeit z. B. durch Erhitzen.

   Dabei hat die     Glimmerfolie     die gewünschte Gestalt angenommen, wobei ihre end  gültigen Abmessungen und damit die Abmessungen der  Leiterisolation nach     erfolgtem    Ausdampfen der Flüs  sigkeit so     fixiert    sind, dass sich diese Abmessungen auch  während des anschliessenden Imprägnier- und     Härtungs-          vorganges    nicht mehr ändern. Vor dem Imprägnieren  (beispielsweise im     Autoklaven)    wird der Leiter mit  seiner Isolation der Form entnommen. Auch der dann  folgende     Härtungsvorgang    erfolgt ohne Werkzeug.  



  Man kann auch so vorgehen, dass der Leiter mit  seiner aufgewickelten, noch nicht imprägnierten Isola  tion zuerst in eine Form gelegt wird und dann in dieser           Form    mit einer Flüssigkeit oder ihrem Dampf     in        Be-          rührung    gebracht und     anschliessend    die Flüssigkeit ver  dampft wird, worauf     in    der schon     beschriebenen    Weise  das     Imprägnieren    und Härten vorgenommen wird.  



  Zum gleichen Ergebnis     gelangt    man auch in der  Weise, dass die     Feinglimmerfolie    vor dem     Aufwickeln     oder während des     Aufwickelns        auf    den elektrischen  Leiter mit einer Flüssigkeit oder deren Dampf in Berüh  rung gebracht     Wird,    der umwickelte     elektrische    Leiter       dann    in eine Form gelegt und     anschliessend    die Flüssig  keit verdampft     wird,    worauf das     Imprägnieren    und       Härten    in der schon beschriebenen Weise     erfolgt.     



       Zweckmässigerweise    kann der Flüssigkeit zum Vor  formen     ein    in derselben     lösliches        Bindemittel    zugesetzt  werden. Es hat sich als besonders     vorteilhaft    erwiesen,  als Flüssigkeit oder als deren Dampf Wasser bzw.  Wasserdampf zu verwenden, weil sich damit die     Glim-          merfolie    besonders leicht     verformen    lässt.

   Dabei kann  dem Wasser als     Bindemittel    beispielsweise ein wasser  lösliches Kunstharz zugesetzt werden.     Statt    Wasser kann  als Flüssigkeit     beispielsweise    auch ein Alkohol oder  eine Mischung aus     Alkohol    und Wasser verwendet  werden.  



  Durch die     Erfindung    ist es     möglich,    den     kompli-          zierten    und aufwendigen Vorgang des     Harzherauspres-          sens    zu vermeiden. Die Massiven und teuren Press  formen sind nicht mehr notwendig. Mehrere Leiteriso  lationen können jetzt gleichzeitig imprägniert werden,  da     für:    den     anschliessenden        Härtungsprozess    keine     Press-          formen        erforderlich    sind. Der gesamte Fertigungsablauf  wird daher     vereinfacht    und verkürzt.  



  Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet der vorliegenden  Erfindung ist die     Fertigung    von Isolationen elektrischer  Leiter     für        elektrische        Maschinen,    insbesondere für  Hochspannungsmaschinen.

   Da bei dem     erfindungsge-          mässen        Verfahren,    wie schon gesagt, für den an das       Imprägnieren    sich     anschliessenden        Härtungsprozess     keinerlei     Pressformen    erforderlich sind, können die Lei  ter mit den vorgeformten Isolationen schon vor dem       Imprägnieren    in die     elektrische    Maschine, beispielsweise  in die Nuten des     Stators    und/oder Rotors der     Maschine,     eingebaut und     dann    in eingebautem Zustand     imprägniert     und gehärtet werden.

   Ein solches     Verfahren    kann ins  besondere bei kleineren     elektrischen    Maschinen     vort6il-          haft    sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von imprägnierten, glim- merhaltigen Isolationen für elektrische Leiter, die durch Bewickeln der Leiter mit Feinglimmerfolie und nachfol gendes Imprägnieren reit Kunstharz gebildet sind, da durch gekennzeichnet,
    dass die Feinglimmerfolie vor dem Imprägnieren mit einer Flüssigkeit oder ihrem Dampf in Berührung gebracht und einem Verformungs- vorgang unterworfen wird, wobei ihre endgültigen Ab messungen durch Ausdampfen der Flüssigkeit fixiert werden. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Feinglimmerfolie erst auf den Leiter aufgewickelt wird, darauf der umwickelte Leiter mit einer Flüssigkeit oder ihrem Dampf in Berührung gebracht wird und dann in eine Form gelegt und darin die Flüssigkeit verdampft wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Feinglimmerfolie erst auf den Leiter aufgewickelt wird und darauf der umwickelte Leiter in eine Form gelegt, darin mit einer Flüssigkeit oder ihrem Dampf in Berührung gebracht und in dieser Form die Flüssigkeit verdampft wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Feinglimmerfolie vor dem Auf wickeln oder während des Aufwickelns auf den Leiter mit einer Flüssigkeit oder ihrem Dampf in Berührung gebracht wird, der umwickelte Leiter dann in eine Form gelegt und darin die Flüssigkeit verdampft wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Flüssigkeit ein Bindemittel zu gesetzt wird.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass zum Vorformen als Flüssigkeit oder als ihr Dampf Wasser bzw. Wasserdampf verwendet wird. PATENTANSPRUCH II Anwendung des Verfahrens nach Patentanspruch l bei der Fertigung von Isolationen elektrischer Leiter für elektrische Maschinen. UNTERANSPRÜCHE 6. Anwendung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiter mit der vorgeformten Isolation vor dem Imprägnieren in die Nuten elek trischer Maschinen eingebaut und in der elektrischen Maschine imprägniert werden. 7.
    Anwendung nach Patentanspruch 1I für eine Hochspannungsmaschine.
CH1606665A 1964-11-24 1965-11-22 Verfahren zur Herstellung von imprägnierten glimmerhaltigen Isolationen für elektrische Leiter CH428879A (de)

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