CH429808A - Auskleidung zur Ableitung von ansickerndem Wasser - Google Patents
Auskleidung zur Ableitung von ansickerndem WasserInfo
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- E21D11/38—Waterproofing; Heat insulating; Soundproofing; Electric insulating
-
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Description
Auskleidung zur Ableitung von ansickerndem Wasser Die Erfindung bezieht sich auf eine Auskleidung zur Ableitung von, an den Wänden von Bauten aus Beton oder Stein, insbesondere unter Erde, ansickern- dem Wasser durch eine aus festem Material bestehende Schicht. Es ist eine derartige Auskleidung bekannt, bei der die Wasserquellen und feuchten Stellen an den Wänden oder Mauern des Objektes beim Bau oder später mit einem Auffangbelag und an diesen in Rich tung zur Ableitung sich anschliessenden Ableitungsbän dern versehen werden, die unmittelbar an der Wand bzw.
Mauer befestigt sind und aus porösem, festem Material bestehen.
Wird bei einer derartigen Auskleidung eine trok- kene Oberfläche der Innenseite der Wand gewünscht, so müssen der Auffangbelag und die Ableitungsbänder mit einer wasserundurchlässigen Schicht bedeckt wer den. Die Herstellung einer solchen Schicht ist jedoch schwierig und daher teuer, insbesondere dann, wenn der Auffangbelag und die Ableitungsbänder eine zu sammenhängende, die gesamte Innenseite des Baues, z. B. Tunnels, bedeckende Schicht bilden.
Es wurde nun erkannt, dass die wasserdichte Schicht deshalb notwendig ist, weil die bisher verwendeten Beläge nicht imstande sind, das unter Überdruck an sickernde Wasser völlig zu entspannen, so dass die Abschlussschicht gegenüber dem noch immer unter einem bestimmten überdruck stehenden Wasser ab dichten muss. Gelingt es, das Wasser völlig zu ent spannen, so genügt zur Erzielung einer trockenen Ober fläche eine an sich nicht wasserdichte Abschlussschicht.
In Weiterverfolgung dieses Gedankens wurde ge funden, dass die notwendige völlige Entspannung des Wassers durch Bildung von Zwischenräumen im Be reich der wasserabführenden Schicht erreicht werden kann. Demgemäss liegt das Wesen vorliegender Erfin dung darin, dass die wasserabführende Schicht Kanäle von solcher Grösse aufweist, dass sie die vorauszuse hende Maximalmenge von unter Überdruck ansickern- dem Wasser im wesentlichen völlig entspannen kann.
Dabei können die Kanäle durch eine nur streifen- oder punktförmige Anlage der Schicht an der Wand oder durch die zusammenhängenden Poren der wasserab führenden Schicht gebildet sein, wobei die Poren minde stens einen Durchmesser von 0,2 mm besitzen. Es ist auch möglich, beide Massnahmen gemeinsam durch zuführen.
Durch die bewusst vorgesehenen, relativ grossen Ka näle eines erfindungsgemässen Belages, die entweder durch die nur streifen- oder punktförmige Anlage und/ oder durch entsprechende Wahl der Porengrösse ge schaffen werden, soll das ansickernde Wasser praktisch überdrucklos gemacht werden, so dass die innere Ober fläche der Wände oder Mauern trocken bleibt, obwohl die Innenseite nur durch eine an sich nicht wasserdichte Schicht, z. B. aus Torkretbeton, bedeckt ist.
Die streifen- oder punktweise Anlage kann dabei zweckmässig durch Formsteine erreicht werden, die leisten- oder warzenartige Vorsprünge besitzen und an der Mauerinnenseite mittels eines Bindemittels, z. B. Ze mentmörtel, Fug an Fug befestigt werden. Dabei liegen nur die Warzen oder die Leisten der Formsteine an der Wand an, wogegen die übrigen Flächen der Form steine im Abstand von der Wand verlaufen.
Um auch eine Schwitzwasserbildung und ausserdem ein Verstopfen der Zwischenräume durch sich bildendes Eis zu vermeiden, ist es zweckmässig, der Abschluss- schicht aus Beton feinfasrigen Asbest beizumischen. Dadurch wirkt die Abschlussschicht auch wärmeisolie- rend.
Nachstehend ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles die Erfindung näher beschrieben. Dabei zeigen die Fig. 1 und 2 einen Tunnel im Querschnitt, wobei in Fig. 1 Formsteine mit nur streifenförmiger Anlage sowie als Abschlussschicht ein nicht wasserdichtes Betongewölbe und Fig. 2 Form steine mit einem minimalen Porendurchmesser von 0,2 mm und einer Torkretschicht dargestellt sind.
Die Fig. 3 zeigt in schaubildlicher Ansicht einen Formstein mit nur streifenförmiger Anlage.
Gemäss Fig.l ist auf eine die Tunnelwand aus kleidende Ausgleichsbetonschicht 1 eine wasserabfüh rende Schicht aufgebracht, die aus Formsteinen 2 be steht. Diese Formsteine besitzen, wie aus Fig. 3 er sichtlich ist, einen U-förmigen Querschnitt, wobei die beiden kürzeren Schenkel 3 des U an der Wand anliegen, und darauf mit Mörtel befestigt sind.
Durch den zwi schen den Schenkeln 3 liegenden Zwischenraum 4 wird das Wasser völlig entspannt und kann nach unten abfliessen. Die dem Tunnelinneren zugekehrte Seite der Formsteine 2 ist durch ein an sich nicht wasserdichtes Betongewölbe 5 bedeckt.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist ein Beton gewölbe 6 vorgesehen, das durch Formsteine 7 abge deckt ist. Diese Formsteine besitzen prismatische Form, deren zusammenhängende Poren haben jedoch einen Durchmesser von mindestens 0,2 mm, so dass auch durch diese Zwischenräume das ansickernde Wasser nach unten abgeführt wird und zur Abdeckung nach der Innenseite eine an sich nicht wasserdichte Torkret- schicht 8 genügt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Auskleidung- zur Ableitung von, an den Wänden von Bauten aus Beton oder Stein, insbesondere unter Erde, ansickerndem Wasser durch eine aus festem Material bestehende Schicht, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserabführende Schicht Kanäle von solcher Grösse aufweist, dass sie die vorauszusehende Maximal- menge von unter überdruck ansickerndem Wasser im wesentlichen völlig entspannen können, und dass die Innenseite der wasserabführenden Schicht durch eine an sich nicht wasserdichte Schicht bedeckt ist. UNTERANSPRüCHE 1.Auskleidung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kanäle der wasserabführenden Schicht durch eine nur streifen- oder punktförmige Anlage der Schicht an der Wand gebildet sind. 2. Auskleidung nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die wasserabführende Schicht aus Fertigteilen gebildet ist, die leisten- oder warzenartige Vorsprünge besitzen und Fug an Fug mittels eines Bindemittels an der Bauwerksinnenseite befestigt sind. 3.Auskleidung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kanäle mittels der zusammen hängenden Poren der wasserabfühnenden Schicht ge bildet werden, wobei die Poren mindestens einen Durch messer von 0,2 mm aufweisen. 4. Auskleidung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die an der Innenseite vorgesehene Schicht aus Beton mit Asbestfaserzusatz besteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT948862A AT245766B (de) | 1962-12-03 | 1962-12-03 | Bauweise zur Ableitung von ansickerndem Wasser |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH429808A true CH429808A (de) | 1967-02-15 |
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ID=3614596
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1485963A CH429808A (de) | 1962-12-03 | 1963-12-02 | Auskleidung zur Ableitung von ansickerndem Wasser |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT245766B (de) |
| CH (1) | CH429808A (de) |
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1962
- 1962-12-03 AT AT948862A patent/AT245766B/de active
-
1963
- 1963-12-02 CH CH1485963A patent/CH429808A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT245766B (de) | 1966-03-10 |
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