CH430035A - Vorrichtung zum Aufschmelzen von festen Stoffen - Google Patents
Vorrichtung zum Aufschmelzen von festen StoffenInfo
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Description
Vorrichtung zum Aufschmelzen von festen Stoffen Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufschmelzen von festen Stoffen, die kurzfristig in den flüssigen Zustand übergeführt werden sollen, beispielsweise von Terephthalsäuredimethylester, der sich bekanntlich bei längerem Verweilen im geschmolzenen Zustand bei hohen Temperaturen verfärbt und dann nicht mehr für die Herstellung von Formgebilden, wie Fäden, Fasern u. dgl. eingesetzt werden kann. Der Terephthalsäuredimethylester wird üblicherweise in heissem Glykol gelöst, wobei in einem Gefäss mit Doppelmantel gearbeitet wird. Es entstehen Glykoldämpfe, die in die Fördereinrichtung für das Terephthalat eindringen und somit zu Verklebungen des Terephthalats führen können. Dadurch ist die Fördereinrichtung in ihrer Wirkungsweise beeinträchtigt bzw. ist ihre Funktion in Frage gestellt. Das Überführen von festen Stoffen in den flüssigen Zustand erfolgt auch in Gefässen, in denen ein Schmelzrost angeordnet ist, von welchem die geschmolzene Substanz in den unteren Teil des Gefässes fliesst und von dort dem weiteren Verarbeitungsprozess zugeführt wird. Diese Art ist beispielsweise aus den Spinnvorrichtungen für die Herstellung von Formgebilden aus synthetischen linearen Hochpolymeren bekannt. Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung der genannten Art, die ein mit einem aus beheizten Rohren bestehenden Schmelzrost versehenes Gefäss verwendet, aus welchem die flüssige Substanz am Boden abiliesst, und ist gekennzeichnet durch ein quaderförmiges Gefäss, von welchem im unteren Teil des Gefässes zwei gegenüberliegende Wände nach unten gegeneinander geneigt sind, deren den Gefässgrund bildender Zusammenschluss von beiden Seiten nach innen zur Abfluss öffnung für die flüssige Substanz abfällt, wobei ferner der beheizte Doppelmantel des Gefässes nur etwa bis in Rosthöhe reicht, und zur Zufuhr einer hochsiedenden Flüssigkeit an den geneigten, gegenüberliegenden Flächen versetzt zueinander angeordnete Heizstutzen angebracht sind, wodurch eine gute Zirkulation des Heizme diums erreicht wird. Der Rost kann aus in Reihe angeordneten, nach oben spitz oder rund bzw. abgerundet zulaufenden Lamellen bestehen, die in den Doppelmantel der Flüssigkeitsbeheizung einmünden, wobei die von den Lamellen gebildete untere Gesamtfläche eine nach oben durchgewölbte Fläche darstellen kann. Unterhalb des Rostes kann eine seiner gewölbten Unterfläche angepasste perforierte Platte angebracht sein. Zwischen Heizstutzen und Doppelmantel der gegenüberliegenden Wand können gegebenenfalls jeweils ein oder mehrere Zirkulationsrohre angebracht werden. Als Heizflüssigkeit kann beispielsweise Diphenyl, Diphenyloxyd oder Gemische von beiden verwendet werden. Die Vorrichtung gemäss der Erfindung ist auf der beigefügten Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform schematisch dargestellt. Fig. 1 und 2 zeigen das beschriebene Gefäss in perspektivischer Darstellung. Fig. 3 und 4 sind zwei Seitenansichten, im Schnitt dargestellt, und Fig. 5 ist die Draufsicht, in Höhe des Schmelzrostes geschnitten. Fig. 1 stellt das quaderförmige Gefäss 1, die gegen überliegende nach unten gegeneinander geneigten Wände 2 und 3 und den Gefässgrund 4 dar. Mit 5 ist die Abilussöffnung für die flüssige Substanz bezeichnet. Die beiden einander zugeneigten Wände können sich entweder in einem Winkel berühren oder können, wie auf der Zeichnung dargestellt, vorher in einer Rundung 6 zusammenlaufen. Fig. 2 zeigt den unteren Teil des Gefässes mit Doppelmantel 7, Heizstutzen 8 und 9 und Zirkulationsrohren 10 und lt. Fig. 3 lässt das Gefäss mit dem Doppelmantel 7 und der Abflussöffnung 5 erkennen. Der Schmelzrost besteht nach dem dargestellten Beispiel aus in Reihe angeordneten Lamellen 12. Unterhalb des Rostes befindet sich eine perforierte Platte 13. Diese hat den Zweck, evtl. durchfallende Substanz aufzuhalten und etwaige gröbere Fremdkörper zurückzuhalten. Die Lamellen 12 münden, wie aus Fig. 4 ersichtlich, in den Doppelmantel 7 der Flüssigkeitsheiuung; ein, wobei die von den Lamellen gebildete untere Gesamtfläche 14 nach oben durchgewölbt ist. Die unterhalb des Rostes befindliche perforierte Platte 13 passt sich im wesentlichen der Wölbung der Unterfläche 14 an. Die gleiche Figur zeigt weiterhin die Heizstutzen 8 und 9 und die Abflussöffnung 5. Die Lamellen verjüngen sich zweckmässig nach oben; sie sind beispielsweise spitz oder rund bzw. abgerundet nach oben zusammenlaufend gestaltet. Fig. 5 zeigt das Gefäss in der Draufsicht in der Höhe des Rostes geschnitten. Es sind die Lamellen 12, der Doppelmantel 7, die Heizstutzen 8 und 9 sowie die Zirkulationsrohre 10 und 11 dargestellt. Die feste Substanz wird in geeigneter Weise durch eine Öffnung des Deckels 15 in das Gefäss eingefüllt; sie schmilzt auf dem Rost auf und wird durch die Abfluss öffnung 5 abgeführt. Durch die besondere Gestalt des Gefässes sind günstige Strömungsverhältnisse des Heizmediums und günstige Abflussverhältnisse für die aufgeschmolzene Substanz gewährleistet. Ausserdem ist eine kurze Verweilzeit am Rost gegeben, so dass keine Nebenreaktionen auftreten; es kommt zu keiner Stagnation, so dass keine Überhitzungen entstehen können. Die Substanz, die auf dem Rost aufliegt, schmilzt nicht von den Seiten des Gefässes ab, weil der Heizmantel nur bis in Rosthöhe oder nur wenig darüber reicht; gegebenenfalls kann der obere Teil des Gefässes zusätzlich gekühlt werden. Die Fertigung der Apparatur ist sehr einfach; durch die Flüssigkeitsbeheizung sind Variationsmöglichkeiten für die Temperatureinstellung zwischen dem Schmelzpunkt der Substanz und dem Siedepunkt des Heizmediums gegeben. Das Gefäss gemäss der Erfindung ist besonders zum Aufschmelzen von Dimethylterephthalat als Vorstufe für. die Umesterung. geeignet. Die Gefahr der Sublimation ist nicht vorhanden, da die Fahrweise so zweckmässig gestaltet ist, dass der Rost während des Aufschmelzens ständig mit Substanz bedeckt ist. Das geschmolzene Terephthalat ist dünnflüssig, lässt sich dadurch leicht filtrieren und in einwandfreiem Zustand dem Umesterungsgefäss zuführen, in welchem es mit Glykol zur Reaktion gebracht wird. Die Reaktionszeit kann bei einer solchen Arbeitsweise verkürzt werden, was sich wiederum auf die Qualität des Polykondensats günstig auswirkt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Aufschmelzen von festen Stoffen, die kurzfristig in den flüssigen Zustand übergeführt werden sollen, unter Verwendung eines mit einem aus beheizten Rohren bestehenden Schmelzrost versehenen Gefässes, aus welchem die flüssige Substanz am Boden abfliesst, gekennzeichnet durch ein quaderförmiges Gefäss, von welchem im unteren Teil des Gefässes zwei gegenüberliegende Wände nach unten gegeneinander geneigt sind, deren den Gefäss grund bildender Zusammenschluss von beiden Seiten nach innen zur Abfluss öffnung für die flüssige Substanz abfällt, wobei ferner der beheizte Doppelmantel des Gefässes nur etwa bis in Rosthöhe reicht, und zur Zufuhr einer hochsiedenden Flüssigkeit an den geneigten, gegenüberliegenden Flächen versetzt zueinander angeordnete Heizstutzen angebracht sind,wodurch eine gute Zirkulation des Heizme diums erreicht wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Rost aus in Reihe angeordneten, nach oben spitz oder rund bzw. abgerundet zulaufenden Lamellen besteht, die in den Doppelmantel der Flüssig keitsheizvorrichtung einmünden, wobei die von den Lamellen gebildete untere Gesamtfläche eine nach oben durchgewölbte Fläche darstellt.2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Rostes eine seiner gewölbten Unterfläche im wesentlichen angepasste perforierte Platte angebracht ist.3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Heizstutzen und Doppelmantel der gegenüberliegenden Wand jeweils ein oder mehrere Zirkulationsrohre angebracht sind.
Applications Claiming Priority (1)
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1964
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