CH430065A - Schlichte zum Überziehen von verlorenen Schaumstoffmodellen für das Vollformgiessen - Google Patents
Schlichte zum Überziehen von verlorenen Schaumstoffmodellen für das VollformgiessenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Schlichte zum Überziehen von verlorenen Schaumstoffmodellen für das Vollformgiessen Die Erfindung bezieht sich auf eine Schlichte zum Überziehen von verlorenen Schaumstoffmodellen, wie sie beim sogenannten Vollformgiessen Verwendung finden. Im Gegensatz zu den üblichen Giessverfahren werden beim Vollformgiessen anstelle von Holz-, Gips- oder Metallmodellen Schaumstoffmodelle verwendet, die auch während des Giessens in der Giessform verbleiben und durch das in die Form einlaufende Metall vergast werden. Es hat sich nun geziegt, dass beim Vollformgiessen eine mehr oder minder starke Reaktion des in die mit dem Schaumstoffmodell gefüllte Form einfliessenden Metalls mit dem umgebenden Formstoff stattfindet. Um die sich aus dieser Reaktion ergebenden nachteihgen Folgen für die Oberfläche des Gussstückes zu vermeiden, überzieht man die Modelle mit einer gasdurchlässigen Schlichte. Solche Schlichten können z. B. auf der Basis Quarzpulver, Graphit, Zirkon beruhen. Ausser der Verwendung solcher gasdurchlässiger und nicht vergasbarer Schlichten ist auch bereits die Verwendung vergasbarer Schlichtem beim Vollformgiessen bekannt. Mit solchen Schlichten werden die Schaumstoffmodelle vor dem Einformen behandelt, um ihre Poren zu füllen und der Modelloberfläche eine besondere Güte zu verleihen. Da mithin zur Erzielung einer guten Gussstückoberfläche die Schaumstoffmodelle sowohl mit einer vergasbaren als auch einer nicht vergasbaren Schlichte versehen werden müssen, wird bisher zunächst eine vergasbare Schlichte auf das Modell aufgebracht, auf die dann eine oder mehrere nicht vergasbare Schlichten aufgetragen werden. Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht nun darin, das zeitraubende und umständliche Aufbringen von mehreren Schichten Schlichte zu vermeiden und eine Schlichte mit einer Zusammensetzung zu schaffen, die sowohl eine hervorragende Oberflächengüte als auch eine genügende Trennung des Gussstückes von dem umgebenden Formmaterial gewährleistet. Die Lösung dieser Aufgabe geht von der überraschenden Feststellung aus, dass es entgegen den theoretischen Überlegungen möglich ist, mit einer einzigen Schlichte sowohl eine hervorragende Oberflächengüte als auch die Vermeidung von Penetrationen zu erreichen. Daher ist die Schlichte nach der Erfindung sowohl aus vergasbaren als auch aus feuerfesten Stoffen zusam mengesetzt. Als Porenfüller für das Modell können dabei Wachse, Fette und dergleichen, vorzugsweise mit einem sowohl feuerfesten als auch in der Schmelze lösbaren Bestandteil, verwendet werden. Versuche ergaben, dass sich Graphit in besonderem Masse als ein solcher feuerfester und in der Schmelze lösbarer Bestandteil bewährt. Es hat sich weiterhin gezeigt, dass man die Feuerbeständigkeit und damit auch die Wirksamkeit der Schlichte durch die Beimengung weiterer feuerfester, jedoch in der Schmelze unlöslicher Bestandteile noch steigern kann. Dabei haben sich als feuerfeste, jedoch in der Schmelze unlösliche Stoffe insbesondere Zirkonoxyd, Aluminiumoxyd, Quarzmehl und Silizium karbid bewährt. Versuche haben nämlich ergeben, dass diese Bestandteile der Schlichte während des Vergasens des Schaumstoffmodells nicht etwa von dem Metall umschlossen, sondern von ihm entweder in bzw. an die Formwandung gepresst oder von der Formwandung aufgesogen wurden. Bei Versuchen, bei denen Gussstücke mit einer besonders guten Oberfläche erzielt wurden, erhielten die Schaumstoffmodelle für mittlere Gussstücke von 2001000 kg einen Überzug aus einer einschichtigen Schlichte folgender Zusammensetzung: 50 % Wachse, Fette oder dergleichen. 40 % Graphit 10 % Zirkonoxyd. Für schwerere Gussstücke mit über 1000 kg Gewicht hat sich eine einschichtige Schlichte mit: 30 % bis 40 % Wachse, Fette oder dergleichen. 10 bis 20 % Graphit 40 bis 50 % Zirkonoxyd sehr gut bewährt. Die Schlichten nach der Erfindung können durch Änderung des Geh altes der vergasbaren Bestandteile wie Wachs, Talk, Stearin oder dergleichen, sowie durch Zugabe von Lösungsmitteln, wie beispeilsweise Testbenzin, Alkohol usw. spachtelfähig, streichbar oder sprühfähig gemacht werden. Sie lassen sich insbesondere auch für solche Schaumstoffmodelle mit Vorteil verwenden, die in der Form mit einem umgebenen, rieselfähigen Formstoff hinterfüllt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schlichte zum Überziehen von verlorenen Schaumstoffmodellen für das Vollformgiessen, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus vergasbaren und feuerfesten Stoffen zusammengesetzt ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Schlichte nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als feuerfester Bestandteil ein in dem Metall löslicher Stoff, beispielsweise Graphit, verwendet wird.2. Schlichte nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als feuerfester Bestandteil eine Mischung aus in dem Metall löslichen und nicht löslichen Stoffen Verwendung findet.3. Schlichte nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als feuerfester Bestandteil Graphit und/ oder Zirkonoxyd, Aluminiumoxyd und Siliziumkarbid verwendet werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW0038995 | 1965-04-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH430065A true CH430065A (de) | 1967-02-15 |
Family
ID=7601968
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH193866A CH430065A (de) | 1965-04-17 | 1966-02-11 | Schlichte zum Überziehen von verlorenen Schaumstoffmodellen für das Vollformgiessen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH430065A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6732632B1 (en) * | 1999-12-02 | 2004-05-11 | Mahle Ventiltrieb Gmbh | Lost mould for producing a cylindrical bushing sleeve |
-
1966
- 1966-02-11 CH CH193866A patent/CH430065A/de unknown
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