CH431687A - Lösbare Verbindung für einen Polradkranz auf dem Radstern einer grossen vertikalachsigen elektrischen Maschine - Google Patents
Lösbare Verbindung für einen Polradkranz auf dem Radstern einer grossen vertikalachsigen elektrischen MaschineInfo
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Description
Lösbare Verbindung für einen Polradkranz auf dem Radstern einer grossen vertikalachsigen elektrischen Maschine Es ist bekannt, Polradkränze grosser elektrischer Ma schinen, insbesondere geblechte Kränze, derart auf die Polradkränze aufzuschrumpfen, dass sie auch bei über drehzahl und Voll-Last-Abschaltung noch fest auf dem Radstern sitzen, sich also nicht abheben.
Es ist dadurch eine einwandfreie Lage des Polradkranzes in bezug auf die Wellenachse gewährleistet. Das Schrumpfen kann durch Aufheizen der Polradkränze oder durch eine Ver- keilvorichtung erreicht werden. Die dadurch zwischen den Polradkränzen und Radsternarmen auftretenden Schrumpfkräfte können sehr gross werden und damit auch die Beanspruchung in den Radsternarmen, so dass in vielen Fällen eine Verstärkung des Polradsterns erfor derlich ist.
Dies trifft besonders bei vertikalachsigen Schirmrotoren zu, wodurch das Schrumpfen in den Rad sternarmen grosse Biegebeanspruchungen entstehen. Um dies zu vermeiden und zudem die Umtriebe und die Kosten des Schrumpfens oder Verkeilens zu ersparen, ist es erwünscht, auf das Schrumpfen oder Verkeilen überhaupt verzichten zu können.
Ferner ist es erwünscht, dass bei vertikalen elektri schen Maschinen (Turbinen oder Pumpengruppen) die Polradkränze von den Radnaben jederzeit durch das Maschinenpersonal leicht getrennt werden können. Dies ermöglicht das Vorsehen eines kleineren Krans, der nur für die schwersten Einzelteile des Rotors, d.h. für Pol radkranz, Radstern, Welle, Turbinenrad, auszulegen ist. Die vom Radstern abgetrennten Radkränze samt den Polen werden dabei auf Abstützspindeln in der Maschine abgestellt. Es soll auch möglich sein, das ganze Turbinen rad herauszuheben, ohne dass auch der Polradkranz her ausgehoben werden muss.
Die Erfindung betrifft eine leicht lösbare Verbindung für einen Polradkranz auf dem Radstern einer grossen vertikalachsigen elektrischen Maschine.
Die Erfindung besteht darin, dass der Übergang von jedem Radsternarm zum Polradkranz über eine Zwi schenplatte und eine Federplatte erfolgt und dabei zwi schen der Zwischenplatte und der Federplatte ein Spiel abstand besteht und dass radial verschiebbare Feder führungsbolzen vorhanden sind, welche zur Zentrierung die Federplatte durchdringen u.
zentrisch zu jenen inner- halb von Bohrungen in der Federplatte Druckfedern an geordnet sind, welche auf die Zwischenplatte Lund die Federplatte auseinander drückende Kräfte ausüben und dass Mittel vorgesehen sind, welche die Federführungs- bolzen unter Zusammenpressen der Druckfedern radial nach aussen verschieben und dass die Enden der Feder führungsbolzen Rillen aufweisen, in welche Laschen ein schiebbar sind, derart,
dass bei Verringerung der Zu sammenpressung der Druckfedern das Zurückgleiten der Federführungsbolzen unter Festklemmen der Laschen aufgehalten wird und dadurch die Zwischenplatte mit Spiel druckentlastet freiliegt und herausziehbar ist.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispie len näher erläutert.
Fig. 1 zeigt die lösbare Verbindung in einer Polrad ebene.
Fig. 1 a zeigt ein Detail. Fig. 2 zeigt eine Lasche.
Fig. 3 zeigt die lösbare Verbindung einer weiteren Ausführung.
In Fig. 1 ist 1 ein Ausschnitt am Polradkranz einer grossen elektrischen Maschine, dargestellt in einer Rad ebene. 2 ist ein Arm des Radsterns. Jeder Radsternarm weist eine lösbare Verbindung nach dem Polradkranz auf. Für den Übergang vom Radstemarm mit seiner End- platte 2a zum Polradkranz ist eine Zwischenplatte 5 und eine Federplatte 4 vorgesehen. Die Zwischenplatte bildet das eigentliche Mittel für die lösbare Verbindung.
Die Federplatte ist T-förmig und ist mit ihrem schwalben- schwanzförmigen Mittelstück 4b in einer entsprechend profilierten Nut des Polradkranzes starr eingeklemmt. Dazu sind längs der Nut einlegbare Stahlleisten 20 und 21 vorgesehen, die in ihrer Dicke Anzug aufweisen. Ihr Anzug ist gegeneinander gerichtet. Durch Hineinschlagen dieser Leisten von einer oder von beiden Seiten des Pol radkranzes wird eine starre Verklemmung des Mittel stückes der Federplatte mit dem Polradkranz erreicht. Dadurch werden unterschiedliche Beanspruchungen der Druckfedern 7 infolge des Drehmomentes vermieden.
Zwischen der Federplatte und der Zwischenplatte besteht ein Spielabstand a. Auf der Zwischenplatte liegen radial verschiebbare Federführungsbolzen 6 auf. Diese durch- dringen die Federplatte 4. Zentrisch zu den Federfüh- rungsbolzen und innerhalb abgesetzter Bohrungen 4a in der Federplatte sind Tellerfedern 7 angeordnet. Diese üben auseinanderdrückende Kräfte auf die Zwischen platte und die Federplatte aus, wobei die Zwischenplatte 5 auf die Endplatte 3 des Radstemarmes gedrückt wird.
Der Druck dieser Federn ist aus Sicherheitsgründen sehr gross. Dadurch sollen irgendwelche Ungleichheiten in der möglichen Deformation des Rotorkranzes z. B. infolge ungleicher Reibungskräfte in den Gleitflächen 11 zwi schen den Endplatten 3 und den anliegenden Leisten (siehe unten) 12 auf ein Minimum beschränkt bleiben.
Weiter sind Mittel vorhanden, die Federführungsbolzen 6 unter Zusammenpressen der Tellerfedern 7 radial nach aussen zu verschieben. Diese Verschiebung ist erforder lich, um erstmalig oder auch später bei Revisionen den Polradkranz und den Polradstern unter Einhaltung eines Spielabstandes in eine gegenseitige zentrische Lage zu bringen,
so dass bei nachhefigem Nachlassen der Zu- sammendrückung der Tellerfedern unter gleichzeitigem Aufdrücken der Zwischenplatten auf die Endplatten die gegenseitige Verspannung des Polradkranzes mit dem Polradstern erfolgt. Bevor aber diese Verspannung ein treten kann, müssen die Federführungsbolzen in einer ra dial nach aussen verschobenen Lage gehalten werden können. Zu diesem Zweck weisen die Federführungsbol- zen 6 Rillen 6a auf.
Wenn nun beide Bolzen eines jeden Radsternarmes nach aussen verschoben sind und die Rillen 6a an der Oberseite 4b der Federplatten frei liegen, wie auf der rechten Seite der Fig. 1 dargestellt, wird je eine Lasche 10 mit U-förmigem Ausschnitt entsprechend der Rillen 6a (Fig. 2) in Polachsen-Richtung in die Ril len 6a eingeschoben. Nach Loslassen der Bolzen 6 drük- ken die Federn 7 die Bolzen radial nach innen.
Letztere bewegen sich etwas zurück und bleiben dann in den Laschen hängen mit ebenfalls etwa einem Spielabstand a gegenüber der Zwischenplatte 5. In diese Lage der Federführungsbolzen ist der Polradkranz vom Polrad stern gelöst. Die lösbare Verbindung ist offen. Es kann nun der Radstern bei zurückbleibendem Polradkranz oder der Polradkranz gegenüber dem zurückbleibenden Radstern vertikal herausgehoben werden.
Um z. B. bei Revisionen an der bereits mit der Tur bine zusammenmontierten Maschine die Verbindung zwi schen Polradkranz und Radstern zu lösen, sind gemäss der Fig. 1 in den Endplatten der Radsterne koaxial mit den Federführungsbolzen 6 Abdrückschrauben 9 vorge sehen. Durch Herausdrehen dieser Abdrückschrauben von der Rotorachse weg, werden die Federführungsbol- zen 6 gehoben, bis die Rillen. 6a frei liegen und die La schen 10 eingeschoben werden können.
Hierauf werden die Abdrückschrauben 9 wieder zurückgeschraubt und herausgenommen und an einem anderen Arm wieder eingeschraubt, wo sich das gleiche Verschieben wieder holt.
Die Federplatten weisen Abkröpfungen 4b auf, in denen Stellschrauben 8 und 15 tangential eingesetzt sind. Diese übertragen das Betriebsdrehmoment der Maschine. Dabei pressen die Stellschrauben auf planparallel zum Radsternarm liegende Leisten 12 auf, welche seitlich an den Endplatten 3 anliegen. Die Pressleisten werden durch angeschweisste, tangential verschiebbare Bolzen 13 (Fig. la) gegen radiale Verschiebung gehalten. Die Bol zen sind in der Flucht und zwischen den Stellschrauben angebracht.
Im Betrieb liegen die Stellschrauben 8 und 15 und die Leisten 12 spielfrei unter einer gewissen Vor- spannung an. Für das Lösen der Verbindung werden diese zurückgedreht. Die Leisten 12 können auf Gleit flächen 11 gegenüber den Radsternarmen Verschiebun gen ausführen, wie solche bei grossen Maschinen normal vorhanden sind. Verschiebungen dieser Art können einige Milimeter ausmachen zufolge Polradkranz-Dehnung durch Fliehkräfte.
Trotz dieser Verschiebungen in den Gleitflächen be steht für die Drehmomentübertragung eine kraftschlüs sige Verbindung zwischen den Radsternarmen und den Federplatten und damit mit dem Polradkranz.
Bei grossen Kranzdurchmessern und hohen Kranz beanspruchungen, insbesondere, wenn die Überdrehzahl bei Vollastabschaltung hoch ist, heben sich nämlich die Kränze einseitig 2 bis 3 Millimeter von den Radstern armen ab. Der Spielabstand a vergrössert sich so um 2 bis 3 mm. Wenn eine Maschine täglich mehrmals ange lassen wird, z. B. in einem Spitzenkraftwerk könnten sich die Gleitflächen 11 mit 'der Zeit abnützen, so dass die Zentrierung der Kränze gefährdet wäre. Durch Nach stellung der Schrauben 8 kann dies korrigiert werden. Um die Abnützung klein zu halten werden die Gleitflächen mit einem Feststoffgleitmittel behandelt, z.
B. durch Mo- lybdänisulfid-Pulver. Die Löcher in den Abkröpfungen 4b weisen etwas Spiel auf, damit die Führungsleisten 12 bei einer Demontage zurückgeschoben werden können. Die auf der Gegenseite der Stellschrauben 8 eingesetzten Gewindebolzen 15 können bei der Montage angeschweisst werden.
In Fig. 3 ist eine Ausführungsvariante gezeigt, in welcher-die Zwischenplatte 5 doppel-T-förmig ausgebil det ist. Sie ist mit der Endplatte 3 verschraubt, so dass ihre verhältnismässig grosse Fliehkraft die Federn nicht zusätzlich belastet. Die Gleitflächen 11 befinden sich an planparallelen Seiten der Federplatte 4. Die grössere Dicke der Zwischenplatte ergibt beim Ausbau des Rad sternes gegenüber den Kranzteilen mehr Spiel.
Anstelle der Schrauben 9, deren ein- und ausgewinden ziemlich Zeit erfordert, können zum raschen Anheben der Federführungsbolzen hydraulische Pressen angewen det werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Lösbare Verbindung für einen Polradkranz auf dem Radstern einer grossen vertikalachsigen elektrischen Ma schine, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergang von jedem Radstern (2) zum Polradkranz (1) über eine Zwi schenplatte (5) und einer Federplatte (4) erfolgt und dabei zwischen der Zwischenplatte und der Federplatte ein Spielabstand (a) besteht und dass radial verschieb bare Federführungsbolzen (6) angeordnet sind, welche zur Zentrierung die Federplatte durchdringen und zen trisch dazu innerhalb von Bohrungen (4a) in der Feder platte Druckfedern (7) angeordnet sind,welche auf die Zwischenplatte und die Federplatte auseinander drük- kende Kräfte ausüben und dass Mittel vorgesehen sind, welche die Federführungsbolzen (6) unter Zusammen pressen der Druckfedern (7) radial nach aussen verschie ben und dass die Enden der Federführungsbolzen Rillen (6a) aufweisen, in welche Laschen (10) einschiebbar sind;derart, dass bei Verringerung der Zusammenpressung der Druckfedern das Zurückgleiten der Federführungs- bolzen (6) unter Festklemmen der Laschen (10) aufgehal ten wird und dadurch die Zwischenplatte mit Spiel druck- entlaset freiliegt und herausziehbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Lösbare Verbindung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfedern (7) Tellerfedern sind. 2.Lösbare Verbindung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenplatte (5) Doppel-T- Form aufweist (Fig. 3). 3. Lösbare Verbindung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Endplatten (3) zu den Rad sternarmen planparallele Gleitflächen (11) aufweisen, auf denen Leisten gleitbar angeordnet sind, welche über Stellschrauben kraftschlüssig mit den Federplatten (4) verbunden sind (Fig. 1). 4.Lösbare Verbindung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Federplatten (4) zu den Rad sternarmen planparallele Gleitflächen (11) aufweisen und darüber sowie über gleitbare Leisten und Stellschrauben mit den Zwischenplatten (5) kraftschlüssig verbunden sind.
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