CH432147A - Schalldämpfer für hydraulische Anlagen - Google Patents

Schalldämpfer für hydraulische Anlagen

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CH432147A
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CH1066465A
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Grob Gustav R I
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Gebauer & Cie
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Description


  Schalldämpfer für hydraulische Anlagen    Die Erfindung betrifft einen Schalldämpfer für hy  draulische Anlagen mit Pumpe, wobei zumindest ein  vom hydraulischen Medium     beaufschlagtes,    elastisch  nachgiebiges     Dämpfungsglied    vorhanden ist.  



  Bei bekannten hydraulischen Anlagen treten vor  allem bei mittleren und höheren Drücken Geräusche  auf, die dort, wo der umgebende Geräuschpegel nied  rig ist und Lärm vermieden werden soll, unangenehm  sind. Diese störenden Geräusche sind ein schweres  Hindernis für die Verbreitung von hydraulischen Auf  zügen.  



  Die unangenehmen Geräusche können vom nicht  ganz runden Lauf des Antriebsmotors und vom     Un-          gleichförmigkeitsgrad    der Pumpenförderung herrühren,  so dass Vibrationen auftreten, die sich über das Pumpen  gehäuse und Rohrleitung sowie durch das hydraulische  Medium als Schall fortpflanzen. Die unangenehmen Ge  räusche können noch durch einen ungünstigen Leitungs  verlauf verstärkt sein.  



  Als schalldämpfende Massnahme wurde bereits das       Motor-Pumpaggregat    mittels     Schwingmetallaufhängung     vom Fundament isoliert. Weiterhin wurde als von der  Pumpe wegführende Druckleitung ein Gummischlauch  verwendet. Es ist auch bekannt, die Pumpe in die zu  fördernde Flüssigkeit einzutauchen. Weiterhin werden  möglichst kontinuierlich fördernde     Pumpen,    zum Beispiel  Schraubenpumpen, verwendet. Die ebenfalls verhältnis  mässig ruhig laufenden     Zentrifugalpumpen    sind jedoch  nur für geringere Drücke, als sie bei hydraulischen  Aufzügen und manchen anderen Anlagen verwendet  werden, wirtschaftlich.

   Diese bekannten Massnahmen zur  Schalldämpfung haben nur Teilerfolge gezeigt, es ist  aber nicht gelungen, die störenden Geräusche vollstän  dig zu verhindern, im Gegenteil, es konnten Resonan  zen auftreten und     Echowirkungen    festgestellt werden.  



  Es ist noch ein Lärmunterdrücker bekannt, bei dem  mehrere Stahlrohre in der hydraulischen Leitung an  geordnet sind. Letztere dienen zum Erreichen einer       laminaren    Strömung des hydraulischen Mediums, so dass  eine Geräuschbildung infolge verhinderter turbulenter    Strömung ebenfalls verhindert wird. Mit diesem Lärm  unterdrücker kann aber eine Schallfortpflanzung infolge  der eingangs genannten Gründe nicht gedämpft oder  ganz vermieden werden.  



  Zur theoretisch richtigen Behebung der Auswirkung  der Druckwellen könnte ein     Bypass    gleichen Querschnit  tes wie die Hauptleitung über die Strecke der errech  neten Wellenlänge vorgesehen werden, wobei die       Bypasslänge        1,5mal    die Wellenlänge sein müsste.  



  Die Lösung ist zufolge der hohen Fortpflanzungs  geschwindigkeit des Schalles im Öl dimensionsmässig  nicht zu realisieren.  



  Aus der Erkenntnis heraus, dass ein wesentlicher  Teil der an der Pumpe entstehenden Schwingungen sich  nicht über das Leitungssystem, sondern über die Flüssig  keitssäule selbst fortpflanzt, sind bereits Schalldämpfer  vorgeschlagen worden, bei denen besondere     Dämpfungs-          glieder    an die hydraulische Leitung angeschlossen sind.  Diese als Gaskissen ausgebildeten     Dämpfungsglieder     stehen über eine Leitung mit dem Drucköl in Verbin  dung, liegen also nicht in der hydraulischen Leitung  selbst, sondern sind dieser parallel geschaltet. Diese Gas  kissen haben sich als     Druckgasspeicher    bewährt; zur  Schalldämpfung haben sie nur eine geringe Verbesse  rung gebracht.

   Es ist auch bekannt, in der hydrau  lischen Leitung Gummi-Membranen anzuordnen, die ein  Pulsieren der Flüssigkeit innerhalb der Leitung ver  hindern sollen. Diese Gummi-Membranen     wirken    ähn  lich dem erwähnten Gummischlauch in der von der  Pumpe wegführenden Druckleitung und bringen nur  eine Teillösung des vorhandenen Problems.  



  Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe ist  es, einen Schalldämpfer als Weiterentwicklung der letzt  genannten Art zu schaffen, mittels dessen die unange  nehmen Geräusche in den hydraulischen Anlagen ver  mieden werden. Der Schalldämpfer soll einfach im Auf  bau sowie raumsparend und mit einem geringen Strö  mungswiderstand anzuordnen sein. Diese Aufgabe     wird     dadurch gelöst, dass das elastisch nachgiebige     Dämp-          fungsglied    vom hydraulischen Medium umströmt oder      durchströmt ist und zumindest eine Gaskammer auf  weist.

   Der wesentliche Unterschied zu den bekannten  Verfahren ist der, dass die schallschluckenden Gaskam  mern im Ölstrom angeordnet sind und nicht     nur    am  Rande der Leitung oder im     Neb.enschluss    liegen.  



  In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungs  beispiele des Erfindungsgegenstandes, die z. B. zur Ver  wendung in einem hydraulischen Aufzugssystem geeig  net sind, dargestellt. Es zeigen:       Fig.    1 einen in einer hydraulischen Leitung zwi  schengeschalteten Schalldämpfer im Längsschnitt, mit  scheibenförmigen     Dämpfungsgliedern,          Fig.    2 einen Schnitt nach Linie     II-II    der     Fig.    1  ohne Leitungsrohr,       Fig.    3 einen Schnitt nach Linie     III-III    der     Fig.    1  ohne Leitungsrohr,

         Fig.    4 einen Schnitt nach Linie     IV-IV    der     Fig.    1  ohne Leitungsrohr,       Fig.    5 ein weiteres, schematisch dargestelltes Aus  führungsbeispiel des Schalldämpfers im Längsschnitt,  mit kugelförmigen     Dämpfungsgliedern,          Fig.    6 ein weiteres Ausführungsbeispiel des Schall  dämpfers im Längsschnitt, mit einer gerollten Matte  als     Dämpfungsglied,          Fig.    7 einen Schnitt nach Linie     VII-VII    der     Fig.    6.

    In einer hydraulischen Leitung strömt das Öl in  Richtung der Pfeile A durch den Schalldämpfer 5       (Fig.    1). Letzterer weist zwei Muffen 6, 7 und ein  diese verbindendes Rohr 8 auf. Der Schalldämpfer 5 ist  ein Stück der hydraulischen Leitung und vorzugsweise  in der     Nähe    einer nicht gezeigten Schraubenpumpe in  deren Druckleitung angebracht. Innerhalb des Rohres  8 befinden sich quer zur     Flussrichtung    angeordnete,  scheibenförmige     Dämpfungsglieder    9 bis 12     (Fig.    1 bis  3). Letztere bestehen aus einem Schaumstoff mit     ge-          schlossenzelliger    Struktur, z. B.

   Moosgummi; das ist eine  Masse, die eine     Vielzahl    geschlossene, voneinander ge  trennte, einzelne Gaseinschlüsse aufweist. Unter Druck  kann die Masse, dank der einzelnen eingeschlossenen  Gasblasen, stark komprimiert werden. Die Scheiben  9-12 weisen verschiedene Dicken und Ausschnitte 13  bis 16 auf     (Fig.    1-3). Die Scheiben 9-12 stehen in  Abständen voneinander, die mittels Distanzringen 17 ge  bildet werden     (Fig.    1). Die Stirnflächen benachbarter  Scheiben 9-12 stehen einander parallel gegenüber. Jede  Scheibe 9-l2 ist zwischen zwei gelochten Blechschei  ben 18 stirnseitig gehalten     (Fig.    1, 4). Die Scheiben  18 sind gitterartig über die ganze Fläche von Durch  brechungen 19 durchsetzt.

   Die Ausschnitte 13-16 be  nachbarter Scheiben 9-12 sind     zueinander    versetzt, so  dass das     Drucköl    wellenförmig durch den Schalldämpfer  5 geleitet wird. Die beiden äusseren Blechscheiben 18  des Schalldämpfers 5 liegen an je einem     Distanzring     20 an, der sich an der Muffe 6 bzw. 7 abstützt       (Fig.    1). Das durch den Schalldämpfer 5 strömende  öl     beaufschlagt    durch die     Durchbrechungen    19 der  Blechscheiben 18 hindurch die Stirnflächen und die  Wandungen der Ausschnitte 13-16 der Scheiben 9-l2.

    Der Einfachheit halber sind nur in der in     Fig.    1 links  aussen liegenden Blechscheibe 18 die     Durchbrechungen     19 eingezeichnet; aus dem gleichen Grund sind in     Fig.    4  nur einige der     Durchbrechungen    19 gezeigt.  



  Beim Beispiel nach     Fig.    5 sind anstelle der scheiben  förmigen     Dämpfungsglieder    Kugeln 21 aus dem Schaum  stoff mit     geschlossenzelliger        Struktur    vorhanden. Die  Kugeln 21 befinden sich in einzelnen Kammern, die  durch die gelochten Blechscheiben 18 und die Distanz-    ringe 17 gebildet werden.     Annähernd    die gesamte       Schaumstoffoberfläche    kann vom Drucköl umströmt  werden. Die Blechscheiben 18 dienen zum ortsfesten  Halten der Kugeln 21 in der hydraulischen Leitung  und stellen somit Verstrebungen zum Fixieren der  Kugeln in der Leitung dar.  



  Beim     Ausführungsbeispiel    nach     Fig.    6 und 7 sind  die     Dämpfungsglieder        in    Form einer Matte 22 vor  handen. Damit letztere vom Drucköl     beaufschlagt    wer  den kann und bereits bei niedrigem Öldruck ein Durch  strömen möglich ist, sind     zwischen    den Wandungen der  gerollten Matte 22 Verstrebungen 23 als     Distanzhalter     vorhanden     (Fig.    6, 7). Letztere können z. B. in Form  einer eingerollten Drahtmatte oder eines eingerollten  sogenannten Streckmetalls vorhanden sein.  



  Mittels des Erfindungsgegenstandes können alle  Schallübertragungen,     rühren    sie nun vom ungleichför  migen Antrieb oder von der Form der hydraulischen  Leitung oder von der Art des hydraulischen Mediums  her, wirkungsvoll gedämpft werden. Durch das Einbrin  gen einer Vielzahl von Gaseinschlüssen in die hydrau  lische Leitung können insbesondere     ölhydraulische    Auf  züge so geräuschlos gemacht werden, wie es der an  spruchsvolle Fahrgast erwartet. Es können hydrau  lische Antriebe für solche Personenaufzüge verwendet  werden, wo diese     Antriebsart    bisher aus Geräusch  gründen nicht verwendet werden konnte.  



  Die     Dämpfungsglieder    sollen so in der hydrau  lischen Leitung angeordnet werden, dass der Schall  dämpfer eine möglichst geringe     Drosselwirkung    hat. Im  Bereich des Schalldämpfers ist die hydraulische Leitung       im    Durchmesser vergrössert. Die     Querschnittsfläche     z. B. aller     Durchbrechungen    19 einer Scheibe 18 ent  sprechen der     Querschnittsfläche    der hydraulischen Lei  tung vor und nach dem Schalldämpfer, so dass die  Strömungsgeschwindigkeit und der Druck des Öles un  verändert bleibt. Beim     erfindungsgemässen    Schalldämp  fer liegen die     Dämpfungsglieder    direkt im Ölstrom, d. h.

    sie sind in Serie mit diesem geschaltet. Der Schall  dämpfer hat sich bei Aufzugsanlagen mit Öldrücken bis  zu etwa 50     at    bereits gut     bewährt.     



  Betrachtet man den     ölstrom    in der Leitung als  eine     ölsäule,    so wird letztere von der     Vielzahl    der  einzelnen Gaseinschlüsse durchsetzt, d. h. gewisser  massen aufgelockert. Bei der Verwendung von Schaum  stoff sind diese einzelnen Gaseinschlüsse durch ein ela  stisch nachgiebiges Bett miteinander verbunden und in  der Leitung festgehalten.  



  Der Einbau von Gaskammern, die nur als elastische  Polster wirken, genügt nicht. Die Druckänderungen bei  der Verwendung von Schraubenpumpen ergeben bei  Messungen mit einem     Lichtpunktschreiber    oder Ka  thodenoszillographen Werte, die etwa 2,5 % um den  als Mittelwert angegebenen Nenndruck     herumpendeln.     Diese Energieunterschiede, d. h.     Pulsationen,    müssen  vernichtet werden. Der neuartige Dämpfer hat nun die  Aufgabe, die Druckschwingungen, die durch die ver  schiedenen eingeschlossenen Gaskammern gestattet wer  den, zu dämpfen. Diese Dämpfung findet beim Durch  tritt des Mediums durch die feinmaschigen, eine grosse  Zahl von Blenden bildenden Blechscheiben 18 und Ver  strebungen 23 statt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schalldämpfer für hydraulische Anlagen mit Pumpe, wobei zumindest ein vom hydraulischen Medium be- aufschlagtes, elastisch nachgiebiges Dämpfungsglied vor- handen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das elastisch nachgiebige Dämpfungsglied (9-12, 21-22) vom hy draulischen Medium umströmt oder durchströmt ist und zumindest eine Gaskammer aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1. Schalldämpfer nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass für das Dämpfungsglied ein Schaum stoff mit geschlossenzelliger Struktur verwendet ist. 2.
    Schalldämpfer nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere im Abstand voneinander stehende, mit Ausschnitten (13=16) versehene Schaum stoffscheiben (9-12) innerhalb einer hydraulischen Lei tung hintereinander angeordnet sind, welche Scheiben mit ihren Stirnflächen einander gegenüberstehen, und dass die Scheiben den gesamten inneren Leitungsquer schnitt einnehmen. 3. Schalldämpfer nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschnitte (13-16) benach barter Schaumstoffscheiben quer zur Leitungsachse zu einander versetzt sind. 4.
    Schalldämpfer nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumstoff in Kugelform (21) vorhanden ist, und dass mehrere aneinander anliegende Schaumstoffkugeln (21) von gelochten Wänden (18) in der hydraulischen Leitung ortsfest gehalten sind. 5. Schalldämpfer nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich zumindest eine Schaumstoff- Matte (22) im gerollten Zustand innerhalb der hydrau lischen Leitung befindet, und dass sich zwischen den Wandungen der Matte Distanzhalter (23) befinden.
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