CH432380A - Spritzkorb - Google Patents
SpritzkorbInfo
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- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
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Description
Spritzkorb
Es ist bekannt, flüssiges Gut, wie konzentrierte Lösungen oder Schmelzen, z. B. Harnstoffschmelzen, durch Zerstäubung in sog. Spritztürmen in Körner, sog.
Prilis > , überzuführen. Die Zerstäubung wird mit Hilfe von Düsen, Zerstäuberscheiben oder Spritzkörben bewerkstelligt. Das zerstäubte Gut fällt im Spritzturm zu Boden, wobei es mit Luft oder Inertgas in Berührung gebracht wird. Spritzkörbe sind besonders geeignet, wenn eine möglichst regelmässige Körnung erwünscht wird, da nur damit eine stetige und leicht beeinflussbare Strahlbildung gewährleistet wird. Die Spritzkörbe stellen rotierende, unten geschlossene Zylinder dar, deren Mantel mit Löchern versehen ist. Die Füllung der Körbe geschieht kontinuierlich, wobei das zu zerstäubende Gut auf den Boden des Spritzkorbes gebracht wird.
Durch die Rotation des Spritzkorbes wird das Gut an den Wänden des Zylinders in Parabelform hochgetrieben und durch die Löcher herausgepresst. Da die Speisung des Spritzkorbes mit Schmelze und die Austrittsbedingungen durch Schwankungen in der Viskosität, Temperatur usw. nie ganz regelmässig gehalten werden kann, bewegt sich die Oberkante der die Wand herührenden Flüssigkeitsschicht dauernd etwas auf und ab. Es gibt somit Lochreihen, die nicht regelmässig mit Schmelze beschickt werden; der dort gebildete Flüssigkeitsstrahl wird folglich sehr häufig unterbrochen. Zudem schwankt der nötige (durch Zentrifugalkraft erzeugte) statische Druck an diesen Stellen sehr stark.
Die aus diesen nur zeitweise benetzten Löchern gebildeten Tropfen enthalten deshalb oft beim Abreissen des Films mitgerissene Luft; es resultieren daraus hohle Prills, die beim Manipulieren und Lagern leicht zerbrechen und unerwünschten Staub ergeben.
Es wurde nun gefunden, dass dieser Nachteil behoben werden kann durch Verwendung eines Spritzkorbes, der im Tnnern mit ringförmigen, parallel zueinander verlaufenden Schikanen versehen ist.
Durch den Einbau von Schikanen ist es möglich, die geringen Schwankungen der Flüssigkeitsoberfläche auszugleichen. Anstelle der nur zeitweise benetzten Lochreihen haben solche Variationen nur eine ohne fühlbare Nachteile bleibende Veränderung der Schichtdicke zur Folge.
Die Erfindung betrifft einen Spritzkorb, der dadurch gekennzeichnet ist, dass er aus einem unten dicht geschlossenen, oben offenen senkrechten, mit einer senkrechten, drehbaren, zentralen Welle verbundenen Zylinder besteht, dessen Mantel im Umfang mit Löchern versehen ist, und dass im Innern des Zylinders mehrere ringförmige, an der Wand liegende parallel zueinander liegenide Schikanen angeordnet sind.
Die zentrale drehbare Welle kann entweder im Innern des Zylinders an dessen Boden fest befestigt sein oder der Zylinder kann mit ; einem Deckel versehen sein, an dem die Welle, vorzugsweise etwas in den Zylinder hinreichend, befestigt ist, oder die Welle kann zentrisch im Zylinder durch Seitenarme mit der Zylinderwand starr befestigt sein.
Die ringförmigen, parallel zueinander stehenden Schikanen werden vorteilhaft so angeordnet, dass sie senkrecht zur Zylinderwand stehen.
Die Füllung des erfindungsgemässen Spritzkorbes kann kontinuierlich entweder von unten oder von oben erfolgen. Für die Füllung von unten wird das flüssige Gut entweder durch ein starres, neben der bis zum Boden reichenden drehenden Welle angebrachtes Einfüllrohr auf den Boden des Spritzkorbes gebracht oder durch die als Hohlwelle ausgebildete, bis zum Boden reichende rotierende Welle, wobei die zum Austritt des Gutes in den Korb benötigten Öffnungen an der Welle nahe am Boden angebracht sind.
Für die Füllung von oben wird das flüssige Gut im oberen Teil, vorzugsweise im oberen Drittel bis Fünftel des Korbes direkt an die Korbwand verteilt. Das kann so durchgeführt werden, dass man im oberen Teil des Spritzkorbes das Gut durch ein starres, nicht mitdrehendes Einfüllrohr an die Wand verteilt.
Eine weitere Ausführungsform besteht darin, die Welle bis zum oberen Drittel bis Fünftel des Spritzkor bes als Hohlwelle auszubilden und mit Austrittsöffnungen für das Gut zu versehen.
Vorzugsweise wird im oberen Drittel bis Fünftel des Korbes eine Spritzplatte starr an der Welle angebracht, auf die das zu zerstäubende Gut entweder mittels des Einfüllrohres oder mittels der mit Austrittsöffnungen versehenen Hohlwelle gebracht wird.
Bei der Füllung von oben ist es besonders zweckmässig, wenn das obere Drittel bis Fünftel der Korbwand frei von Löchern ist und in diesem Teil des Korbes mindestens eine, vorzugsweise mehrere vertikale, senkrecht zur Wand verlaufende Schikanen, die bis nahe an die erste Reihe Löcher reichen, angebracht sind.
Die parallel zueinander angeordneten, ringförmigen Schikanen werden zweckmässig in einem solchen Abstand zueinander angebracht, der der Ringbreite der Schikanen entspricht. Zweckmässig erhalten zumindest in der Nähe des Eintritts liegende, ringförmige Schikanen noch senkrecht auf sie stehende, vertikale Schikanen, um eine gleichmässige Beschleunigung des Gutes zu bewerkstelligen.
Die Löcher werden vorteilhaft in Reihen im Umfang des Zylinders angebracht, wobei die Löcher von Reihe zu Reihe gegeneinander versetzt sind.
Die Korngrösse kann durch die zu wählende Drehzahl und/oder durch den zu wählenden Lochdurchmesser auf die gewünschte Grösse eingestellt werden.
Anhand der Zeichnungen werden zwei beispielsweise Ausführungsformen wiedergegeben, die die Erfindung weder in Ausführungsart noch nach Dimension beschränken sollen.
In Fig. 1 ist der unten geschlossene Zylinder (z. B.
190 mm hoch, Durchmesser 130 mm), dessen oberer Teil la (z. B. 50 mm) ohne Löcher, der untere Teil 1b mit Löchern versehen ist. Die Löcher haben beispielsweise einen Durchmesser von 0,6 mm und sind zwischen je zwei ringförmigen Schikanen in 3 Reihen zu 26 Löchern im Abstand von 16 mm im Umfang angebracht. Der Abstand der Reihen zueinander beiträgt z. B.
4 mm, die Versetzung der Reihe 4 mm. Der Zylinder ist oben mit einem Deckel 2 abgeschlossen, durch dessen zentrale Öffnung die am Boden mit dem Zylinder verbundene rotierende Welle 5 und das Einfüllrohr 7 für das flüssige zu körnende Gut aus dem Zylinder ragen. 3 sind z. B. drei vertikale, senkrecht zur Wand verlau wende Schikanen, die um 1200 gegeneinander versetzt sind. 4 sind z. B. sechs ringförmige, parallel zueinander verlaufende Schikanen, deren Abstand und Tiefe ca.
20 mm betragen.
Mit diesem beispielsweise beschriebenen Spritzkorb, der sich in einem Spritzturm mit 5,5 m Durchmesser und 11 m Höhe und der mit einem Aufwind von 1,5-2 mlsec betrieben wurde, wurde eine 99 0/oige Harnstofflösung geprillt. Die Ergebnisse sind in nachfolgender Tabelle dargestellt.
Drehzahl U/min 350 450 540 700 Belastung L/h 650 650 650 650 Fallparabel Freier Fall Freier Fall Freier Fall Berühren z. T. Wand Korntemperatur am (nicht klebend)
Boden des Turms 54" 350 250 200 Stebanalysen Anteil Total Anteil Total Anteil Total Anteil Total
O/o O/o O/o O/o o/o O/o 0/0 0/o 1,50-2,00mm O 0 0 0 0 0 0 0 1,201,50 mm 6,3 6,3 2,2 2,2 2,8 2,8 0:
6 0,6 1,00-1,20 mm 22,5 28,8 6,5 8,7 3,6 6,4 0,5 1,1 0,75-1,001 mm 56,5 83,3 75,4 84,1 69,7 76,1 22,8 23,9 0,50-0,75 mm 11,6 96,9 13,3 97,4 22,9 99,0 66,9 90:8 0,25-0,50 mm 3,1 100,0 2,6 100,0 1,0 100,0 9,2 100,0 unter 0, 25 mm O 0 0 0 0 0 0 0 Anteil 0,25-0,85 mm 36 /o 440/o 82 lo 92 Olcu Anteil 0, 50-1, 20 mm 810/0 Anteil 0,50-1,00 mm 89 /o Olcu 890/o Mittl.
Korn durchmesser 0,96 mm 0,91 mm 0,87 mm 0,69 mm
Die Fig. 2 stellt eine Variante eines Spritzkorbes 1 mit Decke und Schikanen 3 für die Füllung von unten mit Hilfe einer Hohlwelle 4 dar. Die Austrittsöffaungen 5 für das flüssige Gut sind nahe am Boden angebracht.
Nachstehend werden noch zwei Beispiele für einen Spritzkorb mit Füllung von unten (Korb A) und für einen Spritzkorb mit Füllung von oben (Korb B) wiedergegeben. Als Spritzturm wurde ein Turm mit 5,5 m Durchmesser und 11 m Höhe verwendet. Geprillt wurde eine 99 0/oige Harnstofflösung, der Aufwind betrug 0,5-1 m/sec.
Korb A Durchmesser: 200/206 mm, Höhe 180 mm
Schikanen: 5 von oben, Abstand 21 mm,
Durchmesser 175 mm
Löcher: Durchmesser 0,8 mm,
18 Reihen à 36 Löcher Korb B Durchmesser: 200/206 mm, Höhe 320 mm
Schikanen: 10 mit Durchmesser von
150 mm, oberste 75 mm von oberem Rand, dann Abstand
25 mm. Die oberen zwei
Zwischenräume ohne Löcher.
Im oberen ungelochten Raum
3 senkrechte Schikanen.
Claims (1)
- Löcher: Durchmesser 0,8 mm, 18 Reihen à 30 Löcher Korb A Korb B Drehzahl U/min 420 400 Belastung kg/h 1000 1000 Siebanalyse: über 1,50 mm 0,1 O/o 0,1 O/o 1,20-1,50 mm 10,0 O/o 20,7 O/o 1,00-1,20i mm 31,0 O/o 62,0 O/o 0,75-1,00 mm 44,0 O/o 15,2 O/o 0,50-0,75 mm 12,5 O/o 1,8 O/o unter 0,50 mm 2,4 ovo 0,2 ovo Anteil 0,75-1,50 mm 97,5 O/o 97,9 O/o Mittl.Korndurchmesser 1,05 mm 1,17 mm PATENTANSPRUCH Spritzkorb, gekennzeichnet durch einen unten dicht geschlossenen, oben offenen senkrechten, mit einer senkrecht, drehbaren, zentralen Welle verbundenen Zylinder, dessen Mantel im Umfang mit Löchern versehen ist und der im Innern mehrere ringförmige, an der Wand liegende, parallel zueinander angeordneteSchikanen enthält.UNTERANSPRÜCHE 1. Spritzkorb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die drehbare Welle zentral im Zylinder mit dessen Boden fest t verbunden ist.2. Spritzkorb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder mit einem Deckel verschlossen ist, an dem die drehbare Welle zentral, vorteilhaft bis in den Zylinder hineinreichend, angebracht ist.3. Spritzkorb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die drehbare Welle zentral im Zylinder mit dessen Wänden starr verbunden ist.4. Spritzkorb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die im Innern ringförmigen, an der Wand befindlichen Schikanen senkrecht zur Wand angeordnet sind.5. Spritzkorb nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass er von oben zu füllen ist, indem die Welle bis im oberen Teil des Korbes als Hohlwelle ausgebildet und mit Austrittsöffnungen versehen ist.6. Spritzkorb nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass er von oben zu füllen ist, indem im oberen Drittel bis Fünftel des Spritzkorbes ein starr, nicht mitrotierendes Einfüllrohr neben der Welle angeordnet ist, durch das das zu zerstäubende Gut verteilt wird.7. Spritzkorb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass im oberen Drittel bis Fünftel des Spritzkorbes knapp unterhalb der Austrittsöffnungen für das Einfüllgut eine Spritzplatte starr an der Welle angebracht ist.8. Spritzkorb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Drittel bis Fünftel der Zylinderwand keine Löcher enthält.9. Spritzkorb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass im oberen Teil des Zylinders, der keine Löcher enthält, mindestens eine vertikale, senkrecht zur Wand verlaufende bis nahe an die erste Reihe Löcher reichende Schikane angebracht ist.10. Spritzkorb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er von unten zu füllen ist, indem ein konzentrisch neben der bis zum Boden reichenden drehbaren Welle starr, nicht mitrotierendes Einfüllrohr angebracht ist, durch Idas das zu zerstäubende Gut auf den Boden des Spritzkorbes gelangt.11. Spritzkorb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er von unten zu füllen ist, indem die bis zum Boden reichende Welle als Hohlwelle ausgebil det ist, die in Bodennähe mit Austrittsöffnungen für das zu zerstäubende Gut versehen ist.12. Spritzkorb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der parallel zueinander angeordneten ringförmigen Schikanen etwa der Ringbreite der letzteren entspricht.13. Spritzkorb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass die Löcher in Reihen und von Reihe zu Reihe gegeneinander versetzt im Umfang des Zylinders angebracht sind.14. Spritzkorb nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der äussere Teil der Spritzplatte unter einem Winkel von weniger als 900 C ringförmig nach unten abgebogen ist.15. Spritzkorb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-14, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens an den an der Eintrittsstelle des Gutes am nächsten liegenden ringförmigen Schikanen mindestens noch eine vertikale, senkrecht auf ihnen stehende Schikane angebracht ist.
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