CH432441A - Jigger - Google Patents
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Description
Jigger Beim Färben auf dem Jigger wird die Gewebebahn während mehrerer Durchgänge mit kochender Farb- flotte behandelt. Hierbei treten stets verschieden lange sogenannte Endfarbabläufe ein. Es handelt sich dabei um jedem Färbereifachmann bekannte sehr unliebsame Fehlererscheinungen, die sich darin zeigen, dass die Enden und insbesondere die Randteile der Enden der Farbpartien heller sind als die von den Enden bzw. den Randteilen abgelegenen Teile der Gewebebahn.
Die in der Mitte liegenden Metragen einer Farbpartie von z. B. 600 m erhalten beim Jiggerfärben den ge wünschten Farbton. Je weiter man jedoch in die Nähe der Enden bzw. der Kanten der Enden dieser Farb- partie abmustert, desto heller färbt die Ware aus. In folgedessen müssen von der Farbpartie nach der Fär bung an beiden Enden je nach der Qualität der Ware etwa 25 bis 30 m abgeschnitten und einer Nachfärbung unterworfen werden.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Jigger zum Färben von Textilgut, bei dem der Endfarbablauf ver mieden wird.
Der Erfindung zu Grunde liegende Untersuchungen haben ergeben, dass die Ursache für den Endfarbablauf die zu niedrige Temperatur in den Endteilen der Farb- partien ist. Diese Tatsache wurde durch eine Vielzahl von Messungen erwiesen.
Nimmt man z. B. einen normalen Automatjigger, bestückt mit etwa 600 m zu färbender Ware und färbt mit einer Laufgeschwindigkeit von 60 m/min, so erhält man bei einer Färbezeit von 3 Std. und einer Tauch länge von 0,5 m eine effektive Verweilzeit in der Farb- flotte von 9 sec. Diese Zeit reicht allein für eine Fär bung nicht aus. Die Färbung erfolgt vielmehr im we sentlichen im gewickelten Zustand auf der Jiggerwalze. Eine gleichmässige Färbung setzt jedoch voraus, dass die untere Temperaturgrenze für das maximale Auf ziehvermögen der einzelnen Farbstoffe nicht unterschrit ten wird.
Diese Temperaturen liegen bei vielen benutz ten Farbstoffen über 80 C. Dies gilt z. B. für: beim Färben von Indanthrenfarbstoffe Zellulosefasern Schwefelfarbstoffe Zellulosefasern substantive Farbstoffe Zellulosefasern Dispersionsfarbstoffe Azetat, Polyamid und Polyester neutrale, schwach sauer ziehende Wollfarbstoffe Wolle, Seide und Polyamid 1 :
2 Chrom-Komplex- Farbstoffe Wolle, Seide und Polyamid Diese Temperaturen werden im allgemeinen nicht wesentlich unterschritten, da die Ware aus dem kochen den Färbebad auf die Jiggerwalze aufläuft und sich dabei nur wenig abkühlt.
Anders liegen die Verhältnisse jedoch in der Nähe der Jiggerwalzen. Die Walzen sind aus Stahl und sind, je nach gefahrener Warenbreite am Rande mehr oder weniger unbedeckt. Die Wärmeleitfähigkeit und damit die Wärmeabgabe ist derart gross, dass die unbedeckten Walzenränder eine Temperatur von 50 C nicht über schreiten, obwohl die nasse Ware mit etwa 90-95 C auf die Walze aufläuft. Dabei kühlt sich die aufge wickelte Warenbahn auf der Walze ab, und zwar umso stärker, je näher das entsprechende Warenstück sich an der Walzenoberfläche befindet. Selbst bei geschlosse nen Jiggern bzw. bei gleichzeitiger Verwendung von Vorlauftüchern lässt sich diese Abkühlung nicht we sentlich verringern.
Um die Abkühlung der Walzen zu verhindern, sind beim erfindungsgemässen Jigger mindestens die mittleren Abschnitte der Jiggerwalzen beheizbar. Da durch kann erreicht werden, dass unter Berücksichtigung der Wärmeleitfähigkeit und der Abstrahlung die Tem peratur der auf den Jiggerwalzen aufliegenden Gewebe lagen in der Nähe der Solltemperatur für das Färben bleibt.
Erfahrungsgemäss lassen sich die eingangs ange- führten Färbemängel in den meisten Fällen schon durch eine solche Beheizung beheben. Es ist jedoch gemäss einer Ausgestaltung der Erfindung in manchen Fällen zweckmässig, auch die Kopfteile der Jiggerwalzen be heizbar auszuführen.
Damit die Beheizung den unterschiedlichen Textil qualitäten angepasst werden kann, empfiehlt es sich, die Jiggerwalzen mit einer in mindestens drei Stufen regel baren elektrischen Innenheizung zu versehen.
Wie die Beheizung der Jiggerwalzen vorgenommen wird, ist dabei im Prinzip gleichgültig. Die Beheizung kann auf jede übliche, zweckmässig regelbare Weise vor genommen werden, z. B. mit heissem Wasser, Dampf, mit Gas oder elektrisch.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand bei spielsweise veranschaulicht; es zeigen: Fig. 1 einen Jigger in einer schematisch gehaltenen Querschnittsdarstellung, Fig. 2 eine Jiggerwalze des Jiggers gemäss Fig. 1 in einem axialen Längsschnitt (in gegenüber Fig. 1 vergrössertem Massstab,
Fig. 3 die Jiggerwalze gemäss Fig. 2 in einem Querschnitt nach der Linie III-III der Fig. 2.
Der in Fig. 1 dargestellte Jigger besteht in üblicher Weise aus einem Farbstoffbehälter 1 mit der Farb- flotte 2, durch die hindurch das zu färbende Textilgut 3 mittels Walzen 4, 5 mit einer Laufgeschwindigkeit von etwa 60 m/min abwechselnd in beiden Richtungen hindurchbewegt wird. Zur Ab- und Aufwicklung des für eine Farbpartie etwa 600 m langen Textilgutes 3 dienen zwei Jiggerwalzen 6, von denen die eine in den Fig. 2 und 3 im einzelnen dargestellt ist.
Damit das Textilgut die Temperatur der Farbflotte von beispielsweise 90-95 C oder mehr auch an seinen über einen grossen Teil der Färbezeit auf den Jiggerwal- zen 6 aufgewickelten Enden beibehält, sind die Jigger- walzen 6 mit einer in drei Stufen einstellbaren elek trischen Innenheizung versehen, die im wesentlichen aus sechs konzentrisch zur Welle 7 der Walze innerhalb des Walzenmantels 8 angeordneten Heizstäben 9 besteht.
Die Heizstäbe 9 sind in Zwischenwänden 10 und 11 der Jiggerwalze gehalten, die die Kopfteile 12 und 12' der Walze frei von einer Beheizung lassen.
Die Welle ist ausserhalb der Jiggerwalze 6 mit drei Schleifringen 13 versehen, über die der Heizstrom mittels entsprechender Schleifbürsten 14 von einem Stu fenschalter 15 her zugeführt wird. Der auf der Welle 7 unverdrehbar gehaltene Walzenmantel 8 kann auf der axial festgelegten Welle 7 in nicht besonders dargestellter Weise verschoben werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Jigger zum Färben von Textilgut, dadurch gekenn zeichnet, dass mindestens die mittleren Abschnitte der Jiggerwalzen (6) beheizbar sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Jigger nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass auch die Kopfteile (12, 12') der Jigger- walzen (6) beheizbar sind. 2. Egger nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Jiggerwalzen (6) mit einer in min destens drei Stufen regelbaren elektrischen Innenhei zung versehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM0048995 | 1961-05-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=7306390
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH413162A CH377770A (de) | 1961-05-09 | 1962-04-04 | Verfahren zum Färben von Textilgut auf Jiggern |
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Family Applications Before (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (2) | CH377770A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1135288A (en) * | 1966-03-02 | 1968-12-04 | Smith F & Co Whitworth Ltd | Dyeing of textile materials |
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1962
- 1962-04-04 CH CH413162A patent/CH377770A/de unknown
- 1962-04-04 CH CH1392963A patent/CH432441A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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