Jigger Beim Färben auf dem Jigger wird die Gewebebahn während mehrerer Durchgänge mit kochender Farb- flotte behandelt. Hierbei treten stets verschieden lange sogenannte Endfarbabläufe ein. Es handelt sich dabei um jedem Färbereifachmann bekannte sehr unliebsame Fehlererscheinungen, die sich darin zeigen, dass die Enden und insbesondere die Randteile der Enden der Farbpartien heller sind als die von den Enden bzw. den Randteilen abgelegenen Teile der Gewebebahn.
Die in der Mitte liegenden Metragen einer Farbpartie von z. B. 600 m erhalten beim Jiggerfärben den ge wünschten Farbton. Je weiter man jedoch in die Nähe der Enden bzw. der Kanten der Enden dieser Farb- partie abmustert, desto heller färbt die Ware aus. In folgedessen müssen von der Farbpartie nach der Fär bung an beiden Enden je nach der Qualität der Ware etwa 25 bis 30 m abgeschnitten und einer Nachfärbung unterworfen werden.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Jigger zum Färben von Textilgut, bei dem der Endfarbablauf ver mieden wird.
Der Erfindung zu Grunde liegende Untersuchungen haben ergeben, dass die Ursache für den Endfarbablauf die zu niedrige Temperatur in den Endteilen der Farb- partien ist. Diese Tatsache wurde durch eine Vielzahl von Messungen erwiesen.
Nimmt man z. B. einen normalen Automatjigger, bestückt mit etwa 600 m zu färbender Ware und färbt mit einer Laufgeschwindigkeit von 60 m/min, so erhält man bei einer Färbezeit von 3 Std. und einer Tauch länge von 0,5 m eine effektive Verweilzeit in der Farb- flotte von 9 sec. Diese Zeit reicht allein für eine Fär bung nicht aus. Die Färbung erfolgt vielmehr im we sentlichen im gewickelten Zustand auf der Jiggerwalze. Eine gleichmässige Färbung setzt jedoch voraus, dass die untere Temperaturgrenze für das maximale Auf ziehvermögen der einzelnen Farbstoffe nicht unterschrit ten wird.
Diese Temperaturen liegen bei vielen benutz ten Farbstoffen über 80 C. Dies gilt z. B. für: beim Färben von Indanthrenfarbstoffe Zellulosefasern Schwefelfarbstoffe Zellulosefasern substantive Farbstoffe Zellulosefasern Dispersionsfarbstoffe Azetat, Polyamid und Polyester neutrale, schwach sauer ziehende Wollfarbstoffe Wolle, Seide und Polyamid 1 :
2 Chrom-Komplex- Farbstoffe Wolle, Seide und Polyamid Diese Temperaturen werden im allgemeinen nicht wesentlich unterschritten, da die Ware aus dem kochen den Färbebad auf die Jiggerwalze aufläuft und sich dabei nur wenig abkühlt.
Anders liegen die Verhältnisse jedoch in der Nähe der Jiggerwalzen. Die Walzen sind aus Stahl und sind, je nach gefahrener Warenbreite am Rande mehr oder weniger unbedeckt. Die Wärmeleitfähigkeit und damit die Wärmeabgabe ist derart gross, dass die unbedeckten Walzenränder eine Temperatur von 50 C nicht über schreiten, obwohl die nasse Ware mit etwa 90-95 C auf die Walze aufläuft. Dabei kühlt sich die aufge wickelte Warenbahn auf der Walze ab, und zwar umso stärker, je näher das entsprechende Warenstück sich an der Walzenoberfläche befindet. Selbst bei geschlosse nen Jiggern bzw. bei gleichzeitiger Verwendung von Vorlauftüchern lässt sich diese Abkühlung nicht we sentlich verringern.
Um die Abkühlung der Walzen zu verhindern, sind beim erfindungsgemässen Jigger mindestens die mittleren Abschnitte der Jiggerwalzen beheizbar. Da durch kann erreicht werden, dass unter Berücksichtigung der Wärmeleitfähigkeit und der Abstrahlung die Tem peratur der auf den Jiggerwalzen aufliegenden Gewebe lagen in der Nähe der Solltemperatur für das Färben bleibt.
Erfahrungsgemäss lassen sich die eingangs ange- führten Färbemängel in den meisten Fällen schon durch eine solche Beheizung beheben. Es ist jedoch gemäss einer Ausgestaltung der Erfindung in manchen Fällen zweckmässig, auch die Kopfteile der Jiggerwalzen be heizbar auszuführen.
Damit die Beheizung den unterschiedlichen Textil qualitäten angepasst werden kann, empfiehlt es sich, die Jiggerwalzen mit einer in mindestens drei Stufen regel baren elektrischen Innenheizung zu versehen.
Wie die Beheizung der Jiggerwalzen vorgenommen wird, ist dabei im Prinzip gleichgültig. Die Beheizung kann auf jede übliche, zweckmässig regelbare Weise vor genommen werden, z. B. mit heissem Wasser, Dampf, mit Gas oder elektrisch.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand bei spielsweise veranschaulicht; es zeigen: Fig. 1 einen Jigger in einer schematisch gehaltenen Querschnittsdarstellung, Fig. 2 eine Jiggerwalze des Jiggers gemäss Fig. 1 in einem axialen Längsschnitt (in gegenüber Fig. 1 vergrössertem Massstab,
Fig. 3 die Jiggerwalze gemäss Fig. 2 in einem Querschnitt nach der Linie III-III der Fig. 2.
Der in Fig. 1 dargestellte Jigger besteht in üblicher Weise aus einem Farbstoffbehälter 1 mit der Farb- flotte 2, durch die hindurch das zu färbende Textilgut 3 mittels Walzen 4, 5 mit einer Laufgeschwindigkeit von etwa 60 m/min abwechselnd in beiden Richtungen hindurchbewegt wird. Zur Ab- und Aufwicklung des für eine Farbpartie etwa 600 m langen Textilgutes 3 dienen zwei Jiggerwalzen 6, von denen die eine in den Fig. 2 und 3 im einzelnen dargestellt ist.
Damit das Textilgut die Temperatur der Farbflotte von beispielsweise 90-95 C oder mehr auch an seinen über einen grossen Teil der Färbezeit auf den Jiggerwal- zen 6 aufgewickelten Enden beibehält, sind die Jigger- walzen 6 mit einer in drei Stufen einstellbaren elek trischen Innenheizung versehen, die im wesentlichen aus sechs konzentrisch zur Welle 7 der Walze innerhalb des Walzenmantels 8 angeordneten Heizstäben 9 besteht.
Die Heizstäbe 9 sind in Zwischenwänden 10 und 11 der Jiggerwalze gehalten, die die Kopfteile 12 und 12' der Walze frei von einer Beheizung lassen.
Die Welle ist ausserhalb der Jiggerwalze 6 mit drei Schleifringen 13 versehen, über die der Heizstrom mittels entsprechender Schleifbürsten 14 von einem Stu fenschalter 15 her zugeführt wird. Der auf der Welle 7 unverdrehbar gehaltene Walzenmantel 8 kann auf der axial festgelegten Welle 7 in nicht besonders dargestellter Weise verschoben werden.
Jigger When dyeing on the jigger, the fabric web is treated with boiling dye liquor for several passes. So-called final color sequences of different lengths always occur here. These are very unpleasant error phenomena known to every dyeing specialist, which manifest themselves in the fact that the ends and in particular the edge parts of the ends of the colored areas are lighter than the parts of the fabric web remote from the ends or the edge parts.
The lying in the middle of a color lot of z. B. 600 m get the desired color when jigger dyeing. However, the further you sample near the ends or the edges of the ends of this color section, the lighter the color of the goods. As a result, depending on the quality of the goods, about 25 to 30 m must be cut off from the color section after dyeing at both ends and subjected to re-dyeing.
The invention now relates to a jigger for dyeing textiles in which the end color sequence is avoided.
Investigations on which the invention is based have shown that the cause of the end color flow is the too low temperature in the end parts of the color areas. This fact has been proven by a large number of measurements.
If you take z. B. a normal automatic jigger, equipped with about 600 m of goods to be dyed and dyed at a speed of 60 m / min, you get an effective dwell time in the color with a dyeing time of 3 hours and a dip length of 0.5 m - Fast of 9 seconds. This time is not enough for one color. Rather, the coloring takes place essentially in the wound state on the jigger roller. However, uniform coloring requires that the lower temperature limit for the maximum absorption of the individual dyes is not fallen below.
These temperatures are above 80 C for many dyes used. B. for: when dyeing indanthrene dyes cellulose fibers sulfur dyes cellulose fibers substantive dyes cellulose fibers disperse dyes acetate, polyamide and polyester neutral, weakly acidic wool dyes wool, silk and polyamide 1:
2 Chromium complex dyes wool, silk and polyamide These temperatures are generally not significantly undercut, as the goods from the boiling dyebath run onto the jigger roller and only cool down a little.
However, the situation is different in the vicinity of the jigger rollers. The rollers are made of steel and are more or less uncovered at the edge, depending on the width of the goods. The thermal conductivity and thus the heat dissipation is so great that the uncovered roll edges do not exceed a temperature of 50 C, although the wet goods run onto the roll at around 90-95 C. The rolled up material web cools down on the roller, the stronger the closer the corresponding piece of goods is to the roller surface. Even with closed jigging or with simultaneous use of pre-cloths, this cooling cannot be significantly reduced.
In order to prevent the rollers from cooling down, at least the central sections of the jig rollers can be heated in the jigger according to the invention. As a result, it can be achieved that, taking into account the thermal conductivity and the radiation, the temperature of the fabrics resting on the jigger rollers remains close to the target temperature for dyeing.
Experience has shown that the color deficiencies mentioned at the beginning can in most cases be remedied by such heating. However, according to one embodiment of the invention, it is expedient in some cases to also make the head parts of the jigger rollers be heatable.
So that the heating can be adapted to the different textile qualities, it is advisable to equip the jigger rollers with an electrical internal heating that can be regulated in at least three stages.
How the jigger rollers are heated is in principle immaterial. The heating can be taken in any conventional, appropriately controllable way, for. B. with hot water, steam, gas or electric.
In the drawing, the subject matter of the invention is illustrated for example; 1 shows a jigger in a schematic cross-sectional view, FIG. 2 shows a jigger roller of the jigger according to FIG. 1 in an axial longitudinal section (on an enlarged scale compared to FIG.
3 shows the jigger roller according to FIG. 2 in a cross section along the line III-III in FIG. 2.
The jigger shown in FIG. 1 consists in the usual way of a dye container 1 with the dye liquor 2 through which the textile material 3 to be dyed is moved alternately in both directions by means of rollers 4, 5 at a speed of about 60 m / min . Two jigger rollers 6, one of which is shown in detail in FIGS. 2 and 3, serve to unwind and wind up the textile material 3, which is about 600 m long for a batch of paint.
So that the textile material maintains the temperature of the dye liquor, for example 90-95 C or more, even at its ends that are wound on the jig rollers 6 for a large part of the dyeing time, the jig rollers 6 are provided with an electrical internal heating that can be set in three stages which consists essentially of six heating rods 9 arranged concentrically to the shaft 7 of the roller within the roller jacket 8.
The heating rods 9 are held in intermediate walls 10 and 11 of the jigger roller, which leave the head parts 12 and 12 'of the roller free from heating.
The shaft is provided outside of the jig roller 6 with three slip rings 13, via which the heating current is fed by means of appropriate grinding brushes 14 from a step switch 15. The roll shell 8 held non-rotatably on the shaft 7 can be displaced on the axially fixed shaft 7 in a manner not specifically shown.