CH432580A - Nutzbremsschaltung mit generatorisch geschalteter Serienerregung für Wechselstrom-Fahrmotoren - Google Patents
Nutzbremsschaltung mit generatorisch geschalteter Serienerregung für Wechselstrom-FahrmotorenInfo
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- B60L—PROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
- B60L7/00—Electrodynamic brake systems for vehicles in general
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Description
Nutzbremsschaltung mit generatorisch geschalteter Serienerregung für Wechselstrom-Fahrmotoren Gegenstand der Erfindung ist eine Nutzbremsschal- tung mit generatorisch geschalteter Serienerregung für Wechselstrom-Fahrmotoren unter Verwendung von Mitteln zur Begrenzung des Bremsstromes und zur Ver meidung von Selbsterregung mit netzfremder Frequenz.
Die Nutzbremsung d. h. die Zurückgewinnung wenig stens eines Teiles der Energie wird im Bahnbetrieb vielfach angewendet und zu diesem Zweck dafür ge sorgt, dass die Fahrmotoren während des Bremsvor ganges generatorisch auf das Fahrleitungsnetz zurück wirken können.
Zu diesem Zweck werden Anker- und Erregerstrom des Fahrmotors in Gegenphase die Mo- tor-EMK und der Ankerstrom dagegen möglichst in Phase gehalten, und die Netzspannung soll zur Motor- EMK in Gegenphase liegen. Zur Erfüllung dieser Be dingungen wird die Maschine in Serienschaltung von An ker und Feld beim Bremsen mit ihrem Feld umge polt gegenüber der Feldrichtung, die sie im Fahrbetrieb bei gleicher Fahrrichtung hat. In der Praxis hat sich die se Schaltung jedoch nicht durchsetzen können, da hier bei eine Nebenerscheinung auftritt, die zur Überlastung des Motors führt.
Diese Nebenerscheinung besteht dar in, dass zusätzlich zu einem stationären, vom Netz aufgedrückten Strom selbsterregte Ströme netzfremder Frequenz im Ankerstromkreis auftreten, die sich über die Transformatorwicklung schliessen. Diese Ströme wirken ebenfalls bremsend, jedoch muss die von ihnen herrührende Energie im Motor und im Transformator in Wärme umgesetzt werden, so dass eine thermische und gegebenenfalls auch mechanische Überlastung der Wicklungen auftritt.
Um zu vermeiden, dass sich die Mo toren im Generatorbetrieb nicht mit netzfremder Fre quenz selbst erregen, hat man schon versucht, den An kerstromkreis und Erregerstromkreis durch einen Strom transformator induktiv zu kuppeln. Dabei wird zusätz lich zur Einschränkung einer Selbsterregung durch netzfremde Wechselströme der Kupplungstransfor- mator mit hoher Sättigung oder Luftspalten im Kern ausgeführt und ferner im Erregerkreis zusätzlich ein Wi derstand angeordnet. Diese Schaltungen sind jedoch bei grossen Leistungen viel zu aufwendig.
Man hat des halb bisher beim Nutzbremsen von Reihenschlussmo- toren eine motorisch geschaltete Serienerregung ange wendet oder eine Umschaltung auf Nebenschluss vorge nommen. Dabei müssen aufwendige zusätzliche Impe danzen in den Anker- und/oder Erregerstromkreis ein gefügt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Mängel der be kannten Schaltungsanordnungen auf möglichst einfache Weise zu beseitigen. Die Lösung besteht darin, dass beim Nutzbremsen eine vom Bremsstrom gesteuerte Schaltanordnung wirksam gemacht ist, die mit jedem Nulldurchgang des Nutzbremsstromes die Stromrich tung der abgeklungenen Halbwelle unterbricht. Vor zugsweise sind zwei antiparallel geschaltete Thyristoren parallel zur Erregerwicklung des Fahrmotors geschaltet. Die beiden im Nebenschluss zur Erregerwicklung lie genden Thyristoren überbrücken zur Begrenzung des gesamten Motorstromes und somit auch des Selbst erregungsstromes in jeder Halbwelle zeitweise die Er regerwicklung.
Die Thyristoren brauchen dabei nicht für die Unterbrechung der gesamten Maschinenleistung, sondern nur zur Unterbrechung der Erregerleistung ausgelegt sein. Man kommt auf diese Weise mit Thyri- storen geringer Sperrspannung aus, wodurch sich der Aufwand für die Schaltanordnung sehr verringert.
Eine Ausführung der neuen Anordnung zum Nutz bremsen von Wechselstrom-Reihenschluss-Fahrmotoren ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.
Ein Reihenschluss-Fahrmotor M mit Anker A, Kompensationswicklung K, Wendepolwicklung W und Reihenschluss-Erregerfeldwicklung E liegt über einen Transformator T an der am Fahrdraht F gegenüber Erde anstehenden Spannung.
Die beiden antiparallel zur Er- regerfeldwicklung E angeordneten Thyristoren S 1 und S2 erhalten ihre Zündbefehle von einem Regler R, der eingangsseitig mit einem Sollwertgeber SG und einem Istwertgeber IG für den Strom der Reihenschlussma- schine in Verbindung steht.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise sei angenom men, dass die Erregerfeldwicklung E für die Nutzbrem sung bereits so gepolt ist, dass in dem Anker A eine der Transformatorspannung jeweils entgegengerichtete elektromotorische Kraft (EMK)
induziert wird. In Ab hängigkeit von der Grösse des vom Fahrmotor M ge- neratorisch gelieferten Stromes werden vom Regler R die Thyristoren S1 und S2 je nach Richtung der Halbwel len des Wechselstromes so gesteuert, dass der Effektiv wert des Maschinenstromes einen vom Sollwertgeber SG vorgegebenen Strom nicht überschreiten kann.
Die Begrenzung der Erregung wird in jeder Strom- halbwelle durch an sich bekannte Anschnittssteuerung mittels der Thyristoren S1 und S2 erreicht. Bei Beginn der Erregung des Fahrmotors M erhalten die Thyristoren S1 und S2 zunächst keine Zündbefehle, so dass der ge samte Erregungs-,
also auch Selbsterregungsstrom der Maschine in der Felderregerwicklung E wirksam wird. In dem Masse wie die Selbsterregung anwächst, erhal ten die Thyristoren S1 und S2 Zündbefehle und über nehmen damit einen Teil des Erregungsstromes der Ma- schine,
was wiederum zu einer Verringerung der von der Erregerwicklung E aufgebrachten Feldstärke für den Anker und somit zu einer Begrenzung des Maschinen stromes führt.
Bei Erregerfeldwicklungen E mit sehr kleiner Ent- regungszeitkonstante besteht die Möglichkeit, dass nach dem Zünden der Thyristoren der Strom in der Erreger wicklung noch vor dem Ende der Halbwelle seinen Nullwert erreicht hat, so dass in dem Anker A keine EMK mehr induziert würde.
Zur Steuerung der Nutz bremse bei Fahrmotoren mit derart kleiner Entre- gungszeitkonstante werden deshalb in Reihe zu den an tiparallelen Thyristoren S1 und S2 Drosseln geschal tet, die durch entsprechende Verzögerung des Strom anstieges im Nebenschluss einen noch ausreichenden Erregungsstrom in der Erregerfeldwicklung E nach dem Zünden der Thyristoren S1 und S2 sicherstellen.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird für bei de Thyristoren S1 und S2 eine gemeinsame Drossel D verwendet, die zwischen die antiparallele Schaltung der Thyristoren und die Erregerfeldwicklung E geschaltet ist. Dies führt zudem zu einer kleinen Baugrösse für diese zusätzliche Drossel, da sie vom Halbwellenstrom in beiden Richtungen durchflossen wird.
Für die Thyristoren S1 und S2 wie auch für den Regler R werden vornehmlich auf Halbleiterbasis arbei tende Schaltelemente verwendet.
Bei der neuen Anordnung zum Nutzbremsen wird nach dem Zünden eines Thyristors S1 bzw. S2 mit dem Erregerstrom auch der vom Anker A gelieferte Selbster- regungsstrom sicher nach Null geführt, so dass das in dieser Halbwelle gezündete Ventil während des Strom nulldurchganges seine Sperrfähigkeit wieder annehmen kann.
Die über Fahrdraht F und Transformator T an stehende Netzspannung kann nun bei gesperrten Thy- ristoren einen Erregerstrom in Gegenphase für die fol gende Bremsstromhalbwelle entgegengesetzter Polari tät durch Anker A und Erregerfeldwicklung E treiben. In dieser Zeit bis zum Zünden des der Stromrichtung zugehörigen Thyristors S1 bzw. S2 wird der Reihen- schlussmaschine M aus dem Netz die erforderliche An lauferregerleistung zugeführt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Nutzbremsschaltung mit generatorisch geschalteter Serienerregung für Wechselstrom-Fahrmotoren unter Verwendung von Mitteln zur Begrenzung des Brems stromes und zur Vermeidung von Selbsterregung mit netz fremder Frequenz, dadurch gekennzeichnet, dass beim Nutzbremsen eine vom Bremsstrom gesteuerte Schalt anordnung wirksam gemacht ist die mit jedem Null- durchgang des Nutzbremsstromes die Stromrichtung der abgeklungenen Halbwelle unterbricht.UNTERANSPRÜCHE 1. Nutzbremsschaltung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwei antiparallel geschaltete Thyristoren parallel zur Erregerwicklung des Fahrmo tors geschaltet sind. 2. Nutzbremsschaltung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass zu den Thyristoren Drossel spulen in Reihe geschaltet sind.3. Nutzbremsschaltung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die beiden antiparallelen Thy- ristoren mit einer gemeinsamen Drosselspule in Reihe geschaltet sind und die Reihenschaltung parallel zur Erregerwicklung des Fahrmotors liegt.4. Nutzbremsschaltung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass zur Steuerung der vornehm lich mit Halbleiterthyristoren arbeitenden Schaltanord nung ein ebenfalls vornehmlich mit statischen Bauele menten arbeitender Regler vorgesehen ist, dem als Ist wert der im Motorkreis fliessende Strom zugeführt wird und der seinerseits die Zündbefehle für die Thyristoren liefert. 5.Nutzbremsschaltung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass der Zündzeitpunkt der Thyristoren vom Regler in Abhängigkeit der gege benen Halbwellendauer des Netzwechselstromes, eines vorgegebenen Stromzeit-Sollwertes und des im Motor strom fliessenden Stromzeit-Istwertes eingestellt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1965S0096211 DE1261874B (de) | 1965-03-26 | 1965-03-26 | Nutzbremsschaltung fuer waehrend der Bremsung serienerregte Wechselstrom-Reihenschlussfahrmotoren mit einer vom Bremsstrom gesteuerten Schaltanordnung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH432580A true CH432580A (de) | 1967-03-31 |
Family
ID=7519895
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH382866A CH432580A (de) | 1965-03-26 | 1966-03-17 | Nutzbremsschaltung mit generatorisch geschalteter Serienerregung für Wechselstrom-Fahrmotoren |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (2) | AT263950B (de) |
| CH (1) | CH432580A (de) |
| DE (1) | DE1261874B (de) |
-
1965
- 1965-03-26 DE DE1965S0096211 patent/DE1261874B/de active Pending
-
1966
- 1966-01-27 AT AT74466A patent/AT263950B/de active
- 1966-03-09 AT AT221066A patent/AT261758B/de active
- 1966-03-17 CH CH382866A patent/CH432580A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT263950B (de) | 1968-08-12 |
| DE1261874B (de) | 1968-02-29 |
| AT261758B (de) | 1968-05-10 |
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