CH432678A - Verfahren zur Herstellung neuer polykondensierbarer Farbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer polykondensierbarer Farbstoffe

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CH432678A
CH432678A CH7559559A CH7559559A CH432678A CH 432678 A CH432678 A CH 432678A CH 7559559 A CH7559559 A CH 7559559A CH 7559559 A CH7559559 A CH 7559559A CH 432678 A CH432678 A CH 432678A
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CH7559559A
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Arthur Dr Maeder
Paul Dr Schaefer
Georg Dr Sulzer
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Ciba Geigy
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    • C01B11/06Hypochlorites
    • C01B11/064Hypochlorites of alkaline-earth metals
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • C09B62/04Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring to a triazine ring
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Description


  Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 387193    Verfahren zur Herstellung neuer     polykondensierbarer    Farbstoffe    Gegenstand des Hauptpatentes bildet ein Verfahren  zur Herstellung neuer     polykondensierbarer    Farbstoffe,  dadurch gekennzeichnet, dass man organische, wasser  lösliche Farbstoffe, welche mindestens eine primäre oder  sekundäre     Aminogruppe    enthalten, mit zur Bildung von  gegebenenfalls     verätherte        Alkylolgruppen    enthaltenden       Aminoplastvorkondensaten    geeigneten, Aldehyde und  Amine enthaltenden Gemischen umsetzt.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Ver  fahren zur Herstellung neuer     polykondensierbarer    Farb  stoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man organische,  wasserlösliche Farbstoffe, welche mindestens eine pri  märe oder sekundäre     Aminogruppe    enthalten, mit zur  Bildung von in Wasser begrenzt löslichen,     verätherte          Alkylolgruppen    enthaltenden     Aminoplastvorkondensa-          ten    geeigneten, Aldehyde und Amine enthaltenden Ge  mischen umsetzt.  



  In bezug auf die Ausgangsfarbstoffe gelten auch für  das vorliegende Verfahren die Angaben des Hauptpaten  tes; auch hier verwendet man vorzugsweise Ausgangs  farbstoffe, welche Atomgruppierungen der Formel  
EMI0001.0013     
    enthalten, worin A ein Wasserstoffatom oder einen     Sub-          stituenten,    vorzugsweise eine     Alkyl-    oder     Arylgruppe,     und B eine     -HN-A-Gruppe    (worin A die angegebene  Bedeutung hat), eine ,substituierte     Oxygruppe    oder ein  Halogenatom bedeuten.  



  Die Ausgangsfarbstoffe werden mit den Bildungs  gemischen von solchen     verätherte        Alkylolgruppen    ent  haltenden     Aminoplastvorkondensaten    umgesetzt, welche  in Wasser begrenzt löslich sind. Der Begriff  in Wasser    begrenzt löslich  bedeutet, dass das     Vorkondensat    eine  gewisse, meist ziemlich geringe Menge Wasser zu lösen  vermag, seinerseits jedoch in Wasser schwer- bis prak  tisch unlöslich ist.  



  Als Gemische, die Aldehyde und Amine enthalten  und zur Bildung von lediglich begrenzt wasserlöslichen,       verätherte        Alkylolgruppen    enthaltenden     Aminoplasten     geeignet sind, seien insbesondere diejenigen erwähnt, die  a) Harnstoff oder ein     Aminotriazin,    vorzugsweise       Melamin,     b) Formaldehyd und  c) vorzugsweise     aliphatische    Alkohole mit 3 bis 7     Koh-          lenstoffatomen        enthalten.     



  Die neuen     polymerisierbaren    Farbstoffe werden zweck  mässig in der Weise hergestellt, dass man in konzentrier  ter wässeriger Lösung den     Ausgangsfarbstoff    und den  Harnstoff bzw. das     Aminotriazin        gleichzeitig    mit Form  aldehyd umsetzt und hierauf in den so entstandenen       Methylolverbindungen    die     Methylolgruppen    weitgehend  mit     aliphatischen,    3 bis 7     Kohlenstoffatomen    enthalten  den Alkoholen wie     n-Propanol,        Isopropanol,        Isobutanol,

            n-Pentanol    oder vorzugsweise     n-Butanol        veräthert;    fer  ner kommen für die     Verätherung        Cyclohexanol    und       Benzylalkohol    in Betracht.  



  Das Mengenverhältnis, in welchem der reaktions  fähige Farbstoff mit dem Bildungsgemisch des in Was  ser begrenzt löslichen     Aminoplastvorkondensates    zur  Reaktion gebracht wird, kann in weiten Grenzen  schwanken. Wertvolle Produkte werden vor allem er  halten, wenn man die Farbstoffe mit einem wesentlichen       Überschuss    an     Aminoplast-Bildungsgemisch        umsetzt.    So  kann man beispielsweise auf 1 Teil     Farbstoff    etwa 5-100  Teile Harnstoff oder     Aminotriazin    und die für die Ein  führung der     gewünschten    Anzahl     Methylolgruppen    er  forderliche Menge Formaldehyd verwenden.

   Im allge  meinen empfiehlt es sich, für die     Verätherung    der       Methylolgruppen    einen wesentlichen     überschuss    an Al  kohol zu verwenden. Die Umsetzung der     Farbstoffe    mit      den Bildungsgemischen der     Aminoplastvorkondensate     kann im übrigen so ausgeführt werden, wie dies bei der  Herstellung der entsprechenden     Vorkondensate    ohne  den Farbstoff geschieht.  



  Um die neuen Farbstoffe auf     Textilmaterialien    zu  fixieren, ist es in der Regel angezeigt, sie in feine wäs  serige Dispersionen     überzuführen.    Hierzu     können        anion-          aktive    oder     nichtionogene        Dispergiermittel    verwendet  werden. Unter den letzteren sind insbesondere die       Polyglykolabkömmlinge        höhermolekularer    Amine oder       Oxyverbindungen,    z.

   B.     Polyglykoläther        höhermoleku-          larer    Alkohole zu     erwähnen.     



  Die Dispersionen können mit einem hohen Gehalt,  z. B. 30 bis 40 % an Trockengehalt hergestellt werden,  und sie besitzen eine gute     Lagerbeständigkeit.    Für die  Fixierung auf Textilmaterialien lassen sie sich in üblicher  Weise in die für diesen Zweck geeignete Form überfüh-         ren,    also mittels Wasser auf die zum Imprägnieren von  Textilien geeignete Verdünnung bringen oder in Druck  pasten einarbeiten. In dieser Form können sie nach den  Angaben des Hauptpatentes zum     Färben    und Bedrucken  von Textilien verwendet werden.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile,  sofern nichts anderes bemerkt wird, Gewichtsteile, die  Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind  in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  In einem     Reaktionsgefäss    mit     Rührer,        Rückfluss-          kühler    und Thermometer werden 290 Teile 37%ige  wässerige     Formaldehydlösung    und 9 Teile konzentrierte  wässerige     Ammoniaklösung    auf 60  erwärmt. Nach Zu  satz und Lösung von 40 Teilen     Melamin    werden 18  Teile Farbstoff der Formel  
EMI0002.0027     
    gelöst in 100 Teilen destilliertem Wasser, zugefügt.

         Während    der folgenden Kondensation     wird    der       pH-Wert    in     regelmässigen    Abständen elektrometrisch  geprüft und     erforderlichenfalls    mit 30 %     iger    Natrium  hydroxydlösung auf 8 bis 8,5 eingestellt. Die Lösung  wird unter Rühren so lange (etwa 15 Minuten) auf 85   erhitzt, bis eine     abgekühlte    Probe klar bleibt.

   Bei 80   werden im Vakuum 80 bis 100     Volumteile        abdestilliert.     Nach Zugabe von 300     Volumteilen        Butanol    wird die De  stillation     im    Vakuum fortgesetzt, bis man     als    Destillat  etwa 100     Volumteile    Wasser und 130     Volumteile        Buta-          nol        erhält.    Das abgetrennte     Butanol        wird    zusammen  mit 1,4 Teilen konzentrierter Ameisensäure dem Reak  tionsgemisch zugegeben. Die Destillation wird weiterge  führt.

   Nach Zugabe von 150 Teilen     Butanol    wird das  Gemisch     im    Vakuum     konzentriert,    bis man etwa 210  Teile einer viskosen Suspension mit etwa 75 % Trocken  gehalt     erhält.     



  207 Teile dieser Suspension werden mit 57,6 Teilen  einer 50 %     igen    wässerigen Lösung eines mit etwa 1 %       Hexamethylendiisocyanat    vernetzten Umsetzungspro  duktes von 1     Mol        Hydroabietylalkohol    und 200     Mol          Äthylenoxyd    verrührt.

   Unter kräftigem Rühren wird das  Harz durch     allmähliche    Zugabe von 202 Teilen destil  liertem Wasser     dispergiert.    Man     erhält    etwa 460 Teile  einer gelbgefärbten Harzdispersion mit etwa 34 %     Trok-          kengehalt,    die wie folgt angewendet werden kann:

    Ein Gewebe aus gebleichter und     mercerisierter     Baumwolle wird bei Raumtemperatur am     Foulard    mit  einer wässerigen Flotte behandelt, welche in<B>1000</B>     Vo-          lumteilen    147 Teile der oben beschriebenen, etwa  34 %     igen    Harzdispersion und 20 Teile     Zinknitrat    ent  hält, und auf 60 % Gewichtszunahme     abgepresst.    Hierauf  wird das Gewebe bei 60 bis 70  getrocknet und dann       während    5 Minuten bei 150  gehärtet.

       Gewünschtenfalls     kann das Gewebe noch     während    einiger     Minuten    bei  40  in einer wässerigen Lösung nachgewaschen werden,    welche im Liter 2 g     2-heptadecyl-N-benzyl-benzimid-          azol-disulfonsaures    Natrium und 2 g     wasserfreies    Na  triumcarbonat     enthält.    Die so erhaltene, gleichmässig  gelbe Färbung besitzt eine gute Wasch-, Schrubb-,       Trockenreinigungs-,    Licht- und Reibechtheit.  



  Eine wesentlich stärkere Färbung erhält man, wenn  die     Foulardierflotte        im    Liter 588 Teile der Harzdisper  sion enthält.  



  <I>Beispiel 2</I>  a) In der im Beispiel 1 beschriebenen Apparatur  werden 145 Teile 37 %     ige    wässerige     Formaldehydlösung     und 4,5 Teile konzentrierte wässerige     Ammoniaklösung     auf 60  erwärmt. Nach Zugabe und Lösung von 20 Tei  len     Melamin    werden 19,2 Teile Farbstoff der     Formel     
EMI0002.0086     
    gelöst in 100 Teilen destilliertem Wasser zugefügt.       Während    der folgenden Kondensation wird der       pH-Wert    erforderlichenfalls mit 30 %     iger        Natriumhy-          droxydlösung    auf 8,5 eingestellt.

   Die Lösung     wird     15 Minuten auf 77 , dann 35 Minuten auf etwa 85       erwärmt. Bei 80      Badtemperatur    werden im Vakuum  etwa 50     Volumteile        abdestilliert.    Nach Zugabe von  150     Volumteilen        n-Butanol    wird die Destillation im  Vakuum fortgesetzt, bis man als Destillat etwa 40     Vo-          lumteile    Wasser und 80     Volumteile        Butanol    erhält.

    Nach Zugabe von 100     Volumteilen        n-Butanol    stellt  man durch Zusatz von 1 Teil Ameisensäure in 3 Teilen       n-Butanol    die Mischung auf einen     pH-Wert    von 5,0 bis  5,5 ein und destilliert im Vakuum weiter, bis kein  Wasser mehr     abdestilliert    werden kann. Das Gemisch  wird bei 50  konzentriert, bis man etwa 100 Teile  einer viskosen Suspension mit etwa 66 % Trockengehalt  erhält.  



  50 Teile dieser Suspension werden mit 20 Teilen  einer 50 %     igen    wässerigen Lösung des in Beispiel 1  beschriebenen     Dispergiermittels    verrührt und unter kräf  tigem Rühren durch allmähliche Zugabe von 50 Teilen  destilliertem Wasser     dispergiert.    Man erhält etwa 120  Teile einer blaugefärbten Harzdispersion mit etwa 35  Trockengehalt.  



  b) Stellt man nach der oben angegebenen     Vorschrift     ein Derivat her aus 10 Teilen eines durch drei     Sulfon-          säuregruppen    und eine Gruppe der Formel  
EMI0003.0021     
    weitersubstituierten     Kupferphthalocyanins,    so erhält  man etwa 100 Teile einer viskosen Suspension mit etwa  66 % Trockengehalt.  



       Emulgiert    man diese Suspension in der oben ange  gebenen Weise, so erhält man etwa 120 Teile einer  blaugefärbten Harzdispersion mit etwa 35 % Trocken  gehalt.  



  c) Stellt man nach der oben angegebenen Vorschrift  ein Derivat her aus 11 Teilen Farbstoff der Formel  
EMI0003.0024     
    so erhält man etwa 100 Teile einer viskosen Suspension  mit etwa 67 % Trockengehalt.  



       Emulgiert    man diese Suspension in oben angegebe  ner Weise, so erhält man etwa 120 Teile einer rubinrot  gefärbten Harzdispersion mit etwa 36 % Trockengehalt.  



  Mit den nach a), b) oder c) erhaltenen Farbstoffderi-         vaten    kann man Gewebe aus gebleichter und     merceri-          sierter    Baumwolle wie folgt färben:  Das Gewebe wird am     Foulard    bei Raumtemperatur  mit einer wässerigen Flotte behandelt, welche in 1000       Volumteilen    125 Teile einer der nach a), b) oder c) er  haltenen,     gefärbten    Harzdispersionen und 20     Teile    Zink  nitrat enthält,

   und auf 60 %     Gewichtszunahme        abge-          presst.    Hierauf wird das Gewebe an der Luft getrocknet  und dann     während    6 Minuten bei 150      gehärtet,        ge-          wünschtenfalls    wie im Beispiel 1 angegeben gewaschen,  mit kaltem Wasser gespült und getrocknet. Man erhält  im Falle a) eine blaue, im Falle b) eine     grünstichig    blaue  und im Falle c) eine rubinrote Färbung, und die Färbun  gen besitzen eine gute Wasch-, Schrubb- und Reibecht  heit.  



  Die Waschechtheit kann noch verbessert werden,  wenn man zur Behandlung am     Foulard    eine Flotte  verwendet, welche in 1000     Volumteilen    neben den ange  gebenen Mengen gefärbter Harzdispersion und Zink  nitrat 55 Teile einer 75 %     igen    wässerigen Lösung von       Hexamethylolmelamintrimethyläther    enthält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer polykondensierba- rer Farbstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man orga nische, wasserlösliche Farbstoffe, welche mindestens eine primäre oder sekundäre Aminogruppe enthalten, mit zur Bildung von verätherte Alkylolgruppen enthal tenden Aminoplastvorkondensaten, die eine geringe Menge Wasser zu lösen vermögen, jedoch selber in Wasser schwer- bis unlöslich sind, geeigneten, Aldehyde und Amine enthaltenden Gemischen umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man Ausgangsfarbstoffe verwendet, die einen Rest der Formel EMI0003.0051 enthalten, in welcher A ein Wasserstoffatom oder einen Substituenten, vorzugsweise einen Alkyl- oder Arylrest, und B eine -HN-A-Gruppe (worin A die angegebene Bedeutung hat), eine substituierte Oxygruppe oder ein Halogenatom bedeuten. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Ausgangsfarbstoffe zusammen mit Harnstoff oder einem Aminotriazin mit Formaldehyd umsetzt und die so erhaltenen Methylolverbindungen mit aliphatischen, 3 bis 7 Kohlenstoffatome enthalten den Alkoholen veräthert. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Methylolverbindungen mit n-Butanol veräthert. <I>Anmerkung des</I> Eidg. <I>Amtes für geistiges Eigentum:</I> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentanspruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Einklang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Gel tungsbereich des Patentes massgebend ist.
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