CH497601A - Verfahren zum Färben und/oder Bedrucken von Textilien - Google Patents

Verfahren zum Färben und/oder Bedrucken von Textilien

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CH497601A
CH497601A CH780867A CH780867A CH497601A CH 497601 A CH497601 A CH 497601A CH 780867 A CH780867 A CH 780867A CH 780867 A CH780867 A CH 780867A CH 497601 A CH497601 A CH 497601A
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CH
Switzerland
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dye
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dependent
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reactive hydrogen
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CH780867A
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Knowles Barben Ian
Morris Cyril
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Ici Ltd
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Description


  
 



  Verfahren zum Färben und/oder Bedrucken von Textilien
Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues und verbessertes Verfahren zum Färben und/oder Bedrucken von Textilien, insbesondere von Cellulosetextilien.



   In der französischen Patentschrift Nr.   1 359 935    wird ein Verfahren zum Färben und/oder Bedrucken von Textilien beschrieben und beansprucht. Gemäss diesem Verfahren wird das Textilgut behandelt mit reaktionsfähige Wasserstoffatome enthaltenden Farbstoffen und mit ungefärbten, mehrere funktionelle Gruppen enthaltenden Verbindungen, die unter alkalischen Bedingungen eine waschechte Fixierung derartiger Farbstoffe auf Cellulosefasern zu bewirken vermögen.



     Die    verwendeten Farbstoffe sind Reaktivfarbstoffe, die
1. entweder ein oder mehrere, vorzugsweise über Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel gebundene reaktionsfähige Wasserstoffatome enthalten oder diese während des Verfahrens zu bilden vermögen und die
2. ferner entweder mindestens einen, vorzugsweise über Stickstoff gebundenen Acryloylrest oder Vinylsulfonsäurerest oder Propionylrest, der in p-Stellung eine mit einer starken Sauerstoffsäure veresterte Hydroxylgruppe oder eine Äther-, Thioäther- oder Sulfongruppe trägt, oder einen mit einer starken Sauerstoffsäure veresterten ss-Hydroxyäthylrest oder mindestens einen   ss-    Halogenäthylsulfonamidrest oder mindestens einen die Gruppierung
EMI1.1     
 aufweisenden Rest enthält oder derartige Reste während des Verfahrens zu bilden vermag.

  Die im obigen Verfahren verwendeten Reaktivfarbstoffe können einen durch ein Chloratom und eine Sulfophenylaminogruppe substituierten Triazinylkern enthalten.



   Vergleichsversuche, bei denen der Farbstoff von Beispiel 2, welcher der Formel
EMI1.2     
 entspricht, mit einem Farbstoff der Formel  
EMI2.1     
 (durch Ersatz des Anthrachinonkerns durch eine Azofarbstoffgruppierung abgeleitet von dem Farbstoff von Beispiel 18 der genannten französischen Patentschrift) verglichen wurde, zeigten, dass die erfindungsgemäss verwendeten Farbstoffe auf Cellulosetextilien besser fixiert werden als die in der Entgegenhaltung genannten Farbstoffe.



   Die Farbstoffe wurden mit Hexahydro-1,3,5-triacryloyl-s-triazin und üblichen Zusatzstoffen zu Druckpasten mit einer Farbstoffmolkonzentration von 1/400 und   1,5 M;    Natriumbicarbonatgehalt verarbeitet. Entsprechende natriumbicarbonatfreie Druckpasten dienten als Blindprobe. Die Druckpasten wurden auf mercerisierte Baumwollgewebe gedruckt und, falls sie Natriumbicarbonat enthielten, an der Luft bei 600 C getrocknet und durch Erhitzen auf 1500 C während 5 Minuten fixiert, während die Blindproben nur an der Luft bei Raumtemperatur getrocknet wurden. Durch Extraktion der bedruckten Gewebe mit heissem destilliertem Wasser und Bestimmung der optischen Dichte des Extraktes bei der Wellenlänge der maximalen optischen Dichte desselben wurde der Fixierungsgrad in   S    bestimmt.

  Der Fixierungsgrad betrug bei
Farbstoff 1 (erfindungsgemäss) 95,4 %
Farbstoff II   89,4 %   
Da die Entfernung von nicht fixiertem Farbstoff durch Waschen eines der grössten Probleme beim Drucken mit Reaktivfarbstoffen darstellt, bedeutet die Erhöhung der prozentualen Fixierung einen technischen Fortschritt. Im Falle des Farbstoffes I braucht nur weniger als halb soviel des aufgebrachten Farbstoffes (nämlich   4,6 %)    ausgewaschen zu werden wie im Falle des Farbstoffes II (nämlich   10,6 %).   



   Aus der französischen Patentschrift Nr.   1 384448    ist die Verwendung von Reaktivfarbstoffen der Formel
EMI2.2     


<tb> NH// <SEP> -NHNH--SOaNHCHzso3Na
<tb> Chromogen <SEP> l <SEP> l
<tb>  <SEP> N <SEP> N
<tb>  <SEP> (sO3Na)n <SEP> \/
<tb>  <SEP> Cl
<tb>  worin n die Zahl 2 oder 3 bedeutet und die Gruppe   -CHSOSNa    löslichmachend wirkt, bekannt. Es findet sich aber kein Hinweis darauf, dass die Farbstoffe vorteilhaft in Gegenwart eines ungefärbten, mehrere funktionelle Gruppen enthaltenden Hexahydrotriazinderivats auf Cellulosetextilien aufgebracht werden.



   Durch entsprechend wie im Falle der französischen   Patentschrift    Nr. 1 359 935 ausgeführte Vergleichsversuche liess sich zeigen, dass durch Verwendung der genannten ungefärbten Hexahydrotriazinderivate die prozentuale Fixierung wesentlich erhöht wird, und zwar
1. auf mercerisierter Baumwolle nach Fixierung durch Erhitzen auf 1500 C: beim Farbstoff von Beispiel 5 von 25,0 auf   47,0%    beim Farbstoff von Beispiel 6 von 62,6 auf   79,7 %   
2. auf mercerisierter Baumwolle nach Fixierung durch Dämpfen: beim Farbstoff von Beispiel 6 von 65,1 auf 84,3    %   
3. auf Viskosereyon nach Fixierung durch Dämpfen:

   beim Farbstoff von Beispiel 5 von 53,4 auf 69,3 % beim Farbstoff von Beispiel 6 von 71,2 auf 86,3 %
Beispiele von ungefärbten, mehrere funktionelle Gruppen aufweisenden Verbindungen, die unter alkalischen Bedingungen die waschechte Fixierung von reaktionsfähige Wasserstoffatome enthaltenden Farbstoffen auf Cellulosefasern zu bewirken vermögen und deren Verwendung bereits früher vorgeschlagen wurde, sind Verbindungen, die mindestens zwei Gruppen der Formel   CH = CH-CO-    über Stickstoff gebunden oder mindestens zwei Gruppen der Formel   CH2=CH-COo    über Stickstoff oder Sauerstoff gebunden oder mindestens drei   Äthyleniminogruppen,    vorzugsweise an Kohlenstoff oder Phosphor gebunden, enthalten oder im Verlaufe des Verfahrens   derartige    Gruppen zu bilden vermögen.



   Es wurde nun gefunden, dass Textilien, wie beispielsweise Fasern, Filamente, Flocken, Gewebe und Gewirke, in besonders vorteilhafter Weise gefärbt und/oder bedruckt werden können, indem man das Material in Gegenwart eines alkalisch reagierenden Mittels, erforderlichenfalls bei erhöhter Temperatur, mit mindestens einem ungefärbten, mehrere funktionelle Gruppen aufweisenden Hexahydrotriazinderivat, das die waschechte Fixierung von reaktionsfähige Wasserstoffatome enthaltenden Farbstoffen auf Cellulosefasern unter alkalischen Bedingungen zu bewirken vermag, und mit mindestens einem wasserlöslichen Azofarbstoff, der einen oder mehrere über ein Stickstoffatom an ein Kohlenstoffatom des Farbstoffmoleküls gebundene Reste der Formel
EMI2.3     
  worin X eine mono- oder polysubstituierte Arylaminogruppe bedeutet, sowie ein oder mehrere, vorzugsweise über Stickstoff,

   Sauerstoff oder Schwefel gebundene, reaktionsfähige Wasserstoffatome enthält, von denen mindestens eines an einen Substituenten der Gruppe X gebunden ist, behandelt. Die sauren Wasserstoffatome von direkt an aromatische Kerne gebundenen Sulfogruppen sind keine reaktionsfähigen Wasserstoffatome im Rahmen der obigen Definition.



   Das neue Verfahren kann vorzugsweise zum Färben und/oder Bedrucken von Hydroxylgruppen enthaltenden Textilien, das heisst Textilien aus nativer und/oder regenerierter Cellulose, verwendet werden. Es kann jedoch auch auf Textilien aus Celluloseacetat, Polyacrylnitril oder Copolymeren von Acrylnitril mit anderen Vinylverbindungen oder auf Textilien aus linearen Polyestern, beispielsweise   Polyäthylenglycolterephthalat,    oder Polyestern auf Basis von Terephthalsäure und p Dimethylolcyclohexan und auch auf Textilien aus natürlichen und/oder synthetischen Substanzen, die Carbon   siiureamidgruppen    enthalten, wie beispielsweise Wolle, natürliche Seide oder lineare Polyamide, angewendet werden.



   In dem neuen Verfahren kann beispielsweise ein   Disazofarbstoff    verwendet werden, vorzugsweise aber ein   lvlonoazofarbstoff    oder ein Metallkomplex, beispielsweise der Kupfer-, Chrom- oder Kobaltkomplex, eines Monoazofarbstoffes. Damit der Farbstoff wasserlöslich ist, sollte er im allgemeinen mindestens eine, vorzugsweise mehr als eine Sulfonsäuregruppe aufweisen, aber anstelle der Sulfonsäuregruppe oder -gruppen oder zusätzlich zu denselben können beispielsweise Carbonsäure-, Alkylsulfon- oder Sulfonamidgruppen vorhanden sein.



   Die im Verfahren gemäss der Erfindung verwendeten Reaktivfarbstoffe des oben beschriebenen Typs enthalten mindestens ein reaktionsfähiges Wasserstoffatom, vorzugsweise über   Stickstoff    Sauerstoff oder Schwefel gebunden, beispielsweise in Form mindestens einer primären oder sekundären Aminogruppe, mindestens einer heterocyclisch gebundenen Gruppe der Formel -NH-, mindestens einer Sulfonamidgruppe, mindestens einer Sulfonalkylamidgruppe, beispielsweise einer solchen mit niedermolekularen Alkylresten, die substituiert sein können, mindestens einer Sulfonsäurearylamidgruppe, wie beispielsweise einer Sulfonanilidgruppe, mindestens einer   Carbonsäureamidgruppe,    mindestens einer Carbonsäurealkylamidgruppe, beispielsweise einer solchen mit niedermolekularen Alkylen- oder Alkylresten,

   mindestens einer Hydroxylgruppe und/oder mindestens einer Mercaptogruppe. Farbstoffe des oben erwähnten Typs, die besonders interessant sind, enthalten mindestens ein reaktionsfähiges Wasserstoffatom in Form von   OH-Alkylengruppen,      HnN-Alkylengruppen,    Sulfonamid- und/oder Sulfonsäurealkylamidgruppen, vorzugsweise mit niedermolekularen Alkylgruppen oder substituierten Alkylgruppen, wie beispielsweise Farbstoffe mit Gruppen der Formeln   
H.N-SO. , HO-CH > CH , H2N-CH,
HO-CH-CH.NWSO NElSO2, ClCH2CHgNHSO2,       HOsSOCHnCII > NHSO2-    und/oder   H3C-NHSO-.   



   Derartige Farbstoffe können leicht erhalten werden, indem man beispielsweise Cyanurchlorid mit einem eine acylierbare Aminogruppe enthaltenden Farbstoff und mit dem entsprechend substituierten Arylamin, beispielsweise p-Aminobenzolsulfonamid,   p-Aminobenzolsulfon-    N-methylamid,   p-Aminobenzolsulfon-N-ss-aminoäthyl-    amid und   p-Aminobenzolsulfon-N,N-di-(8-hydroxy-    äthyl)-amid, kondensiert.



   Beispiele von alkalisch reagierenden Mitteln, die verwendet werden können, sind anorganische alkalisch reagierende Verbindungen, wie beispielsweise Alkalimetallhydroxyde oder Alkalimetallsalze von schwachen Säuren, beispielsweise Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat, Natriumacetat, Dinatriumphosphat oder Trinatriumphosphat. Es können jedoch auch organische, alkalisch reagierende Mittel, wie beispielsweise Pyridin oder B enzyltrimethylammoniumhydroxyd, verwendet werden. Es können auch Mischungen von mindestens zwei alkalisch reagierenden Verbindungen verwendet werden.



   Beispiele von ungefärbten, mehrere funktionelle Gruppen aufweisenden Hexahydrotriazinderivaten, die unter alkalischen Bedingungen eine waschechte Fixierung von reaktionsfähige Wasserstoffatome enthaltenden Farbstoffen auf Cellulosefasern zu bewirken vermögen, sind Hexahydrotriazinderivate, die mindestens zwei Gruppen der Formel CH2=CH-CO- über Stickstoff gebunden oder mindestens zwei Gruppen der Formel   CH2=CH-SOr    über Stickstoff oder Sauerstoff gebunden oder mindestens drei   Äthyleniminogruppen,    die gcgebenenfalls aliphatische Reste enthalten, vorzugsweise über Kohlenstoff oder Phosphor gebunden enthalten oder derartige Gruppen im Verlauf der Reaktion zu bilden vermögen.

  Zu dieser Klasse gehören auch die Produkte, die durch Umsetzung eines Mols Hexahydro-1,3,5-triacryloyl-s-triazin mit mindestens zwei Mol mindestens eines sekundären Amins erhältlich sind.



   Als Beispiele derartiger Verbindungen seien genannt:
Hexahydro-l ,3,5-triacryloyl-s-triazin,   
Hexahydro- 1,3 ,5-tris-(fl-chlorpropionyl)-s-triazin,
Hexahydro- 1,3,5-tris-(}-äthyleniminopropionyl)-    s-triazin,    Hexahydro- 1 ,3,5-tris-äthylenimino-s-triazin,
Hexahydro- 1,3,5 -tris-vinylsuifonyl-s-triazin,
Hexahydro-1,3-di-(j-dialkylaminopropionyl)-   
5-acryloyl-s-triazine und   
Hexahydro-1,3,5-tris-[ss-(2,3-epoxypropoxy)- propionyll-s-triazin.   



  Die Fixierung der Farbstoffe auf dem zu färbenden Material ist gemäss dem neuen Verfahren bei Raumtemperatur, das heisst bei etwa 15 bis 300 C, möglich.



  Es ist jedoch vorteilhaft, die Farbstoffe in der für Reaktivfarbstoffe gebräuchlichen Weise zu fixieren, beispielsweise durch Dämpfen oder durch trockenes Erhitzen auf Temperaturen bis zu 2000 C, vorausgesetzt natürlich, dass das zu färbende und/oder zu bedruckende Material die Anwendung dieser Temperaturen gestattet.

 

  Es ist vorteilhaft, die Farbstoffe auf Cellulosetextilien durch Dämpfen oder durch trockenes Erhitzen auf 70 bis 1500 C zu fixieren. In diesem Temperaturbereich ist die Fixierung der Farbstoffe gewöhnlich innerhalb etwa 5 bis 10 Minuten beendet.



   Das Verfahren gemäss der Erfindung kann ausgeführt werden, indem man das zu färbende und/oder zu bedruckende Material nacheinander und in beliebiger Reihenfolge mit dem alkalisch reagierenden Mittel, dem Farbstoff und den ungefärbten, mehrere funktionelle Gruppen aufweisenden Hexahydrotriazinderivaten des oben erwähnten Typs behandelt. Es wird jedoch bevorzugt, das zu färbende und/oder zu bedruckende Material  mit einer Färbeflotte oder Druckpaste zu behandeln, die gleichzeitig das alkalisch reagierende Mittel, den Farbstoff und die ungefärbte, mehrere funktionelle Gruppen enthaltende Verbindung des oben erwähnten Typs enthält. Das so behandetle Material wird dann in üblicher Weise gespült, erforderlichenfalls geseift und fertiggestellt.



   Die ungefärbten, mehrere funktionelle Gruppen enthaltenden Verbindungen werden im allgemeinen in   wässnger    Lösung oder zusammen mit Dispergiermitteln   undioder      Schutzkolloiden    in fein zerteilter Form oder als Lösungen in mit Wasser mischbaren Lösungsmitteln verwendet. Beispiele von mit Wasser mischbaren Lö   sungslnirteln    für diesen Zweck sind Dialkylcarbonsäureamide, wie beispielsweise Dimethylformamid oder Dimethylacetamid, Lactame, wie beispielsweise N-Methyl2-pyrrolidon, Äther, wie beispielsweise Glycoläther oder Tetrahydrofuran, und auch Alkohole, wie beispielsweise   Methanol,      Athanol    oder Isopropanol, Ketone, wie beispielsweise Aceton, und/oder organische Säuren, wie beispielsweise Ameisensäure oder Essigsäure.



   Die Färbeflotten und Druckpasten können auch andere übliche Färbehilfsmittel oder Druckhilfsmittel enthalten, vorausgesetzt, dass diese nicht in unerwünschter Weise mit den Ausgangsmaterialien reagieren. Beispiele von derartigen   Färbehilfsmitteln    und/oder Druckhilfsmitteln sind oberflächenaktive Verbindungen, wie beispielsweise Alkylsulfonate, oder Verbindungen, die die Farbstoffwanderung verhindern, wie beispielsweise   Natriumacetat,    oder Mittel, die die Löslichkeit und die Fixierung der Farbstoffe verbessern, wie beispielsweise Harnstoff, oder Verdickungsmittel, wie beispielsweise   öl-in-Wasser-Emulsionen,    Tragantverdickungen, Alginate oder Methylcellulose.



   In der Regel werden die Färbeflotten oder Druckpasten auf das zu behandelnde Material durch Imprä   gnieren,    durch Klotzen oder durch Drucken aufgebracht.



   Im allgemeinen werden etwa 10 bis 200 Teile eines alkalisch reagierenden   Mittels    und etwa 20 bis 400 Teile einer ungefärbten, mehrere funktionelle Gruppen enthaltenden Verbindung der oben erwähnten Art auf je 100 Teile Farbstoff im neuen Verfahren zum Färben und'oder Bedrucken von Textilien verwendet.



   Mittels des Verfahrens gemäss der Erfindung erhaltene Färbungen und Drucke sind mit Reaktivfarbstoffen gemäss üblichen Verfahren erhaltenen Färbungen und Drucken wegen einer beträchtlichen Verbesserung der Farbstärke und einer Verkürzung der für die Fixier- und Waschprozesse erforderlichen Zeit überlegen. Messungen weisen daraufhin, dass dies darauf zurückzuführen ist, dass während des Färbeprozesses ein viel höherer Anteil des Farbstoffes fixiert wird.



   Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele, in denen Teile und Prozentsätze gewichtsmässig angegeben sind, wenn nichts anderes bemerkt ist, weiter erläutert.



      Beispiel 1   
2,35 Teile (1/400 Mol) des durch Kondensieren von Cyanurchlorid mit einem Mol des Trinatriumsalzes von
2-(2'-Sulfophenylazo)-8 -amino- 1 -naphthol
3,6-disulfonsäure und einem Mol   4-Aminobenzolsulfon-di-N,N-(ss-hy-    droxyäthyl)-amid erhaltenen Farbstoffes, 10 Teile Harnstoff, 2 Teile   Hexahydro-1,3,5-triacryloyl-s-triazin,    2 Teile Natriumbicarbonat, 35 Teile 4 % ige Natriumalginatlösung und 49 Teile Wasser werden zu einer Druckpaste gemischt, und die Paste wird mittels einer Walze auf mercerisiertes Baumwollgewebe aufgebracht.



  Das Gewebe wird getrocknet, 5 Minuten bei 1020 C gedämpft, dann in einer siedenden,   0,2 % eigen    Waschmittellösung 5 Minuten gewaschen, mit Wasser gespült und getrocknet. Das Gewebe wird in einem bläulichroten Farbton gefärbt.



   Die Messung der ausgewaschenen Menge Farbstoff zeigt, dass die prozentuale Fixierung in der Grössenordnung von   84 %    liegt.



   Die folgende Tabelle enthält die prozentuale Fixierung und die Farbtöne, die mit anderen Farbstoffen bei analogem Vorgehen erhalten werden. Die Farbstoffe der Beispiele 2 bis 9 wurden durch   Kondensieren    von Cyanurchlorid mit einem Mol der in der dritten Spalte genannten Aminoazoverbindung und einem Mol des in der zweiten Spalte genannten Amins hergestellt. Im Falle der Verbindungen der Beispiele 10 bis   15    wurde 0,5 Mol der Aminoazoverbindung pro Mol Cyanurchlorid verwendet.



  Beispiel Amin Aminoazoverbindung Farbton    O    Fixierung
2 p-Aminobenzol-   2-(2'-Sulfophenylazo)-8-amino-1-naphthol-    Bläulichrot 85 sulfonamid   3,6-disulfonsäure   
3 p-Aminobenzolsulfon do do 92    ,P-aminoäthylamid   
4 p-Aminobenzolsulfon   2-(2'-Sulfophenylazo)-8-[2"-(3"'-amino-4"'-sulfo-    do 91 di-N,N-(ss-hydroxy-   anilino)-4"-chlor-s-íriazinyl-6")-amino]-1-naphthol-     äthyl)-amid 3,6-disulfonsäure
5 p-Aminobenzol- 2-(5'-Amino-2'-sulfophenylazo)-8-benzamido- do 90 sulfonamid   l-naphthol-3,6-disulfonsäure   
6 do   2-(4'-Sulfophenylazo)-6-amino- 1 -naphthol-    Orange 88    3 -sulfonsäure   
7 do Kupferkomplex der 2-(3'-Chlor-2'-hydroxy-5'-sulfo- Purpur 77 phenylazo)-8-amino-  <RTI  

    ID=4.28> 1 -naphthol-3 6-disulfonsäure   
8 do Kupferkomplex der   2-t4'-(2",5"-Disulfophenylazo)-    Blau 82
5'-methyl-2'-hydroxyphenylazo]-6-amino-1 -naphthol
3,5-disulfonsäure   Beispiel Amin Aminoazoverbindung Farbton % Fixierung
9 p-Aminobenzol- Kupferkomplex der 2-[4'-(2",5"-Disulfophenylazo)- Bläulichgrau 69 sulfonamid   5'-methyl-2'-hydroxyphenylazo]-7-(3"'-sulfo-       LC"-aminoanilino)- l-naphthol3-sulfons äure   
10 do 1: 2-Kobaltkomplex der 2-(5'-Nitro-2'-hydroxy- Rötlich- 95    phenylazo)-8 -amino- 1 -naphthol-3 , 6-disulfonsäure    schwarz
11 p-Aminobenzolsulfon do do 95    ss-aminoäthylamid   
12 do 1:

   2-Chromkomplex der 2-(5'-Nitro-2'-hydroxy- Grünlich- 96    phenylazo)-8-amino-1-naphthol-3,6-disulfonsäure    schwarz
13 p-Aminobenzol- do do 94 sulfonamid
14 do   1: 2-Chwmkomplex    der 2-(2'-carboxyphenylazo)- Rötlichbraun 93    6-amino- 1 -naphthol-3 -sulfonsäure   
15 do   1 -Amino-2,7-di-(5'-amino-2'-sulfophenylazo)-    Grünlichblau 88,4    8-naphthol-3,6-disulfonsäure   
Beispiel 16
Eine Druckpaste wurde hergestellt, indem man 20 Teile Harnstoff, 35 Teile 4 % ige Natriumalginatlösung, 2 Teile   Hexahydro-1,3,5-triacryloyl-s-triazin,    1,5 Teile Natriumcarbonat, 5 Teile (1/400 Mol) des Natriumsalzes des 1:

   2-Chromkomplexes des durch Kondensieren von Cyanurchlorid mit p-Phenylendiaminsulfonsäure (1 Mol) und   2-(5 '-Nitro-2'-hydroxyphenyl-      azo)-8-amino-1 -naphthol-3,6-disulfonsäure    (1 Mol) erhaltenen Farbstoffes und 37,5 Teile Wasser mischte.



  Die Paste wurde auf mercerisiertes Baumwollgewebe gedruckt, und das Gewebe wurde dann 5 Minuten auf 1500 C erhitzt und wie in Beispiel 1 beschrieben gewaschen. Das Gewebe wurde grünlichschwarz gefärbt, wobei die Fixierung des Farbstoffes in der Grössenordnung von 94 % lag.



   Beispiel 17
Eine Druckpaste wurde hergestellt, indem man 20 Teile Harnstoff, 35 Teile Natriumalginatlösung, 2 Teile Hexa   hydro-1,3,5-triacryloyl-s-triazin,    1,5 Teile Natriumcarbonat, 2 Teile (1/400 Mol) des Trinatriumsalzes des durch Kondensieren von Cyanurchlorid mit 4-N-Methylsulfamylanilin (1 Mol) und   l-Amino-7-(2'-sulfophenyl-    azo)-8-naphthol-3,6-disulfonsäure (1 Mol) erhaltenen Farbstoffes und 37,5 Teile Wasser mischte. Die Paste wurde auf mercerisiertes Baumwollgewebe gedruckt, und das Gewebe wurde dann 5 Minuten auf 1500 C erhitzt und wie in Beispiel 1 beschrieben gewaschen. Das Gewebe wurde bläulichrot gefärbt, wobei die Fixierung des Farbstoffes in der Grössenordnung von 93 % lag.



   Die folgende Tabelle gibt die prozentuale Fixierung und die Farbtöne an, die mit anderen Farbstoffen bei analogem Vorgehen erhalten werden. Die Farbstoffe wurden durch Kondensieren der in der dritten Spalte genannten Aminoazoverbindung mit Cyanurchlorid und dann mit dem in der zweiten Spalte genannten Amin erhalten.



  Beispiel Amin Aminoazoverbindung Farbton % Fixierung
18   Anilin-3,5-    1 -Amino-7-(2'-sulfophenylazo)-8-naphthol- Bläulichrot 95 disulfonamid 3,6-disulfonsäure
19 N-(ss-Hydroxyäthyl)- do do 92  äthylendiamin
20 4-(N-ss-Chloräthyl- do do 94    sulfamyl)-anilin   
21 do 1-(4'-Sulfophenyl)-4-(5'-amino-2'-sulfophenylazo)- Gelb 85
5-pyrazolon-3-carbonsäure
22 4-(N-ss-Sulfato-   1 -Amino-7-(2'-sulfophenylazo)-8-naphthol-    Bläulichrot 93  äthylsulfamyl)- 3,6-disulfonsäure anilin
23 p-Phenylendiamin- do do 75 o-sulfonsäure
Im obigen Verfahren sind ausserordentlich gute Fixierungen erhältlich bei der Verwendung der neuen Klasse von chrom- und kobalthaltigen Azofarbstoffen, in denen 1 Atom Chrom oder Kobalt komplex an zwei Moleküle einer Monoazoverbindung gebunden sind, wobei jede Monoazoverbindung eine Aminogruppe enthält, 

   die durch einen Rest der Formel  
EMI6.1     
 substituiert ist, worin X eine Arylaminogruppe bedeutet, die einen Sulfamylsubstituenten trägt, worin mindestens ein reaktionsfähiges Wasserstoffatom an den aromatischen Kern gebunden ist. In dieser Klasse bedeutet X vorzugsweise einen Analinorest, der einen Sulfanylsubstituenten mit mindestens einem reaktionsfähigen Wasserstoffatom enthält, vorzugsweise einen Substituenten der Formel   -NH C < 3H4 SO2NH9,    während die Monoazoverbindung vorzugsweise die Formel
EMI6.2     
 hat, worin A einen p-Phenylen- oder Naphthylenkern, E einen Naphthylenkern mit einer Hydroxylgruppe in o-Stellung zur Azogruppe und mindestens einer Sulfonsäuregruppe und n 0 oder 1 bedeuten.



   Derartige Farbstoffe können erhalten werden, wenn man 1 Mol Cyanurchlorid mit 0,5 Mol eines Metallkomplexes, worin 1 Atom Chrom oder Kobalt komplex an zwei Moleküle einer-Monoazoverbindung, von denen jedes eine acylierbare Aminogruppe enthält, gebunden sind, und mit einem Mol eines Arylamins, das einen Sulfamylsubstituenten mit mindestens einem an den aromatischen Kern gebundenen reaktionsfähigen Wasserstoffatom trägt, umsetzt. Die Reaktion kann zweckmässig ausgeführt werden, indem man eine wässrige Suspension des Cyanurchlorids rührt, einen der beiden anderen Reaktionsteilnehmer zusetzt, das Gemisch bei etwa 0 bis   100 C    rührt, bis die Umsetzung praktisch beendet ist, dann den anderen Reaktionsteilnehmer zusetzt und das Gemisch bei einer etwas höheren Temperatur, etwa 25 bis 500 C, rührt, bis die Umsetzung beendet ist.

  Die Umsetzung wird durch Zugabe eines säurebindenden Mittels zur Neutralisation des während der Reaktion gebildeten Chlorwasserstoffes erleichtert; zur Verhinderung einer Hydrolyse wird das säurebindende Mittel vorzugsweise mit einer solchen Geschwindigkeit zugsetzt, dass der pH-Wert im Gebiet von 6 bis 8 gehalten wird. Die Farbstoffe können mittels üblicher Verfahren zur Isolierung von wasserlöslichen Reaktivfarbstoffen isoliert werden, beispielsweise durch Aussalzen oder durch Sprühtrocknen des Reaktionsgemisches, in welchem der Farbstoff gebildet worden ist.



   Eine weitere neue Klasse von Farbstoffen, die für die Verwendung in dem beschriebenen Färbeprozess besonders wertvoll sind, bilden die Monoazofarbstoffe der Formel
EMI6.3     
 worin Al und   A.2    Benzolkerne bedeuten, wobei A1 mindestens eine Sulfonsäuregruppe und A2 mindestens einen Sulfamylsubstituenten mit mindestens einem an den aromatischen Kern gebundenen reaktionsfähigen Wasserstoffatom enthalten, und die Gruppe der Formel -B-NH- den Rest einer Aminonaphtholsulfonsäurekupplungskomponente mit der Hydroxylgruppe in   o-    Stellung zur Azogruppe oder den Rest einer   l-Aryl-5-    pyrazolonkupplungskomponente, worin die Gruppe der Formel -NH- an die Arylgruppe gebunden ist, bedeutet,

   wobei B insbesondere einen   l-Hydroxy-3,6-disulfo-2,8-    naphthylen- oder einen l-Hydroxy-3-sulfo-2,6-naphthylenrest bedeutet.



   Derartige Farbstoffe können mittels eines Verfahrens erhalten werden, das dem oben im Zusammenhang mit der Herstellung von Metallkomplexfarbstoffen beschriebenen analog ist, das heisst durch Umsetzung von 1 Mol Cyanurchlorid mit 1 Mol eines Amins der Formel   A-NHo    und mit 1 Mol einer Aminoazoverbindung der Formel    A1-N=N-B-NH2    (5) oder sie können auch durch Kuppeln des Diazoniumsalzes eines Amins der Formel   A1NH    mit einem Naphthol oder Pyrazolon der Formel
EMI6.4     
 erhalten werden. Die Kupplung wird vorzugsweise in neutralem, schwach saurem oder schwach alkalischem wässrigem Medium ausgeführt, um die Hydrolyse der Chlortriazinreste möglichst gering zu halten.



   Die folgenden Beispiele erläutern typische Herstellungsverfahren für diese bevorzugten Klassen von Farbstoffen.



   Beispiel 24
Eine neutrale Lösung von 75,9 Teilen des 1: 2 Chromkomplexes der   l-Amino-7-(2'-hydroxy-5t-nitro-        phenylazo)-8-naphtllol-3,6-disulfonsäure    in 500 Teilen Wasser wird langsam unter Rühren bei 0 bis 50   C    zu einer Suspension von 30 Teilen Cyanurchlorid in 200 Teilen Aceton und 150 Teilen Eiswasser gegeben, während man den pH-Wert durch gleichzeitige Zugabe einer   20 & igen    wässrigen Natriumcarbonatlösung auf 5,5 bis 6,5 hält. Das Gemisch wird dann bei pH 6,5 bis 7,0 gerührt, bis die Kondensation beendet ist, und dann filtriert. Eine Acetonlösung von 26,5 Teilen Sulfanilamid wird innerhalb von 5 Minuten zugesetzt, und der pH-Wert wird wie vorstehend beschrieben auf 6,5 bis 7,0 gehalten.

  Die Temperatur wird auf 35 bis 400 C erhöht, und das Gemisch wird gerührt, bis die Kondensation   beendet    ist. Die filtrierte Lösung wird dann nach Zugabe von Kaliumchlorid bei Raumtemperatur gerührt, um den Farbstoff auszufällen, der dann abfiltriert und getrocknet wird. Der Farbstoff, der in Beispiel 13 in   dr    obigen Tabelle verwendet wird, enthält, wie gefunden wird, 1,05 ersetzbare Chloratome pro Azogruppe.



   Beispiel 25
Eine neutrale wässrige Lösung von 17,9 Teilen des   Trinatnumsalzes    der    1 {2',4QDidlorstriazinyl(6')amino7  (2'-sulfophenylazo)-8-naphthol-3 , 6-disulfonsäure    in 250 Teilen Wasser wird bei 100 C gerührt, und eine wässrige Lösung von 6,8 Teilen 4-Aminobenzolsulfon-di   N,N-(ss-hvdroxyäthvi)-amid    wird zugesetzt. Die Temperatur wird auf 35 bis 400 C erhöht, und der pH-Wert wird durch Zugabe von 2n Natriumcarbonat auf 6,5 bis 7,0 gehalten. Nach Beendigung der Kondensation wird der Farbstoff, der in Beispiel 1 verwendet wurde, durch Zugabe von Salz isoliert. Die Analyse des Farbstoffes ergibt, dass er 0,94 Atome ersetzbares Chlor pro Azogruppe enthält.



   Beispiel 26
Der in Beispiel 1 verwendete Farbstoff kann auch gemäss folgendem Verfahren erhalten werden:
Zu einer Suspension von 18,5 Teilen Cyanurchlorid in 150 Teilen Aceton und 150 Teilen Eiswasser, die bei 0 bis 50 C gerührt wird, wird langsam eine neutrale Lösung von 31,9 Teilen   l-Amino-8-naphthol-3,6-disul-    fonsäure gegeben. Nach dem Rühren des Gemisches während zwei Stunden wird eine Lösung von 26 Teilen   4-Aminobenzolsulfon-di-N,N-(A-hydroxyäthyl)-amid    in Wasser zugesetzt, und die Temperatur wird auf 35 bis 400 C erhöht. Dann wird der pH-Wert durch Zugabe von 2n Natriumcarbonat langsam auf 4 erhöht und auf 4 gehalten, bis die Kondensation beendet ist. Der pH Wert wird dann auf 6 bis 7 erhöht, und eine Suspension des in üblicher Weise hergestellten Diazoniumsalzes aus 18,9 Teilen Orthanilsäure wird zugegeben. 

  Der pH-Wert wird auf 6 bis 7 gehalten, bis die Kupplung beendet ist, und der Farbstoff durch Zugabe von Salz isoliert. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zum Färben und/oder Bedrucken von Textilien, dadurch gekennzeichnet, dass man das Textilgut in Gegenwart eines alkalisch reagierenden Mittels mit mindestens einem ungefärbten, mehrere funktionelle Gruppen enthaltenden Hexahydrotriazinderivat, das die waschechte Fixierung von reaktionsfähige Wasserstoffatome enthaltenden Farbstoffen auf Cellulosefasern unter alkalischen Bedingungen zu bewirken vermag, und mit mindestens einem wasserlöslichen Azofarbstoff, der einen oder mehrere über ein Stickstoffatom an ein Kohlenstoffatom des Farbstoffmoleküls gebundene Reste der Formel EMI7.1 worin X eine mono- oder polysubstituierte Arylaminogruppe bedeutet sowie ein oder mehrere reaktionsfähige Wasserstoffatome enthält, von denen mindestens eines an einen Substituenten der Gruppe X gebunden ist, behandelt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die reaktionsfähigen Wasserstoffatome über Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel an den wasserlöslichen Azofarbstoff gebunden sind.
    2. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Textilgut nach der Behandlung mit dem mehrere funktionelle Gruppen enthaltenden Hexahydrotriazinderivat, dem Farbstoff und dem alkalisch reagierenden Mittel einer Wärmebehandlung unterwirft.
    3. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Hexahydrotriazinderivat Hexahydro-1 ,3,5-triacryloyl-s-triazin verwendet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Textilgut ein Cellulosetextilmaterial verwendet, wobei der Farbstoff vorzugsweise durch Dämpfen oder trockenes Erhitzen auf eine Temperatur im Bereich von 70 bis 1500 C auf dem Textilgut fixiert wird.
    5. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Textilgut mit einer Färbeflotte oder einer Druckpaste behandelt, die das alkalisch reagierende Mittel, den Farbstoff und die ungefärbte, mehrere funktionelle Gruppen enthaltende Verbindung enthält.
    6. Verfahren nach Patentaspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Azofarbstoff mindestens ein reaktionsfähiges Wasserstoffatom in Hydroxyalkylen-, Aminoalkylen-, Sulfonamid- und/oder Sulfonsäurealkylamidgruppen enthält.
    7. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Azofarbstoff mindestens einen ein reaktionsfähiges Wasserstoffatom enthaltenden Substituenten enthält, der an den aromatischen Kern einer Arylaminogruppe gebunden ist, die den Substituenten X in der Gruppe der Formel I darstellt.
    8. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als wasserlöslichen Azofarbstoff einen Monoazofarbstoff oder den Metallkomplex eines Monoazofarbstoffes verwendet.
    9. Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man einen chrom- oder kobalthaltigen Azofarbstoff verwendet, worin 1 Atom Chrom oder Kobalt komplex an zwei Moleküle einer Monoazoverbindung gebunden sind, von denen jedes eine Aminogruppe enthält, die durch einen Rest der Formel EMI8.1 substituiert ist, worin X' eine Arylaminogruppe bedeutet, die, an den aromatischen Kern gebunden, einen SuIf- amylsubstituenten mit mindestens einem reaktionsfähigen Wasserstoffatom enthält.
    10. Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Monoazofarbstoff der Formel EMI8.2 verwendet, worin A1 und A2 Benzolkerne bedeuten, von denen einer mindestens eine Sulfonsäuregruppe und der andere mindestens einen Sulfamylsubstituenten mit mindestens einem reaktionsfähigen Wasserstoffatom an den aromatischen Kern gebunden enthalten, und worin die Gruppe der Formel -B-NH- den Rest einer Aminonaphtholsulfonsäurekupplungskomponente mit der Hydroxylgruppe in stellung zur Azogruppe oder den Rest einer l-Aryl-5-pyrazolonkupplungskomponente, bei der die Gruppe der Formel -NH- an die Arylgruppe gebunden ist, bedeutet Entgegengehaltene Schrift- und Bildwerke Schweizerische Patentschriften Nrn. 377312, 377313, 389 568, 406130, 410 852,
    412 788, 415540 Französische Patentschriften Nrn. 1 359 935, 1 384448
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