Behälter, insbesondere Silo
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Behälter, insbesondere einen Silo, mit einer Behälterwand beste. hend aus grösseren Flächen, die wieder aus kleineren Flächen zusammengesetzt und mittels Verbindungsorganen zusammengehalten werden, wobei die kleineren Flächen mit Zwischenräumen angebracht und mittels Querverbindungsorganen miteinander verbunden sind.
Derartige Behälter lassen sich für viele Zwecke verwenden, so z.B. in der Landwirtschaft zur Aufbewahrung von Getreide, und sie können auch zum Trocknen von Getreide angewandt werden, wenn die Behälterwand mit angemessenen Perforationen versehen ist. Die Behälter sind oft kreisrund am Umfang und aus grösseren Flächen zusammengesetzt, die sich in der ganzen Höhe des Behälters erstrecken. Es ist daher notwendig, bei Vorherstellung solcher Flächen viele Flächengrössen zu machen, um einen Behälter von beliebiger Grösse aufbauen zu können. Aufbewahrung und Versand von solchen Flächen bewirken bedeutende Nachteile.
Die Flächen können aus vertikalen Brettern auf horizontalen Rippen bestehen. Die Befestigung kann mittels Nägel erfolgen, was aber oft ungenügend ist, so dass die Bretter ausserdem mit den Rippen verleimt werden müssen, was besonders bei zylindrischen Behältern in Frage kommt. Sowohl Vernageln wie Verleimen ist zeitraubend.
Falls Perforationen in dem Holz vorgesehen sind, werden dieselben oft durch Staub verstopft und weil das Holz arbeitet .
Ein zweckmässiges Material für die Behälterwand ist Holz mit kleinen Jahresringen oder langsamwachsendes Holz. Es ist aber schwer, solches Holz in allen gewünschten Dimensionen zu beschaffen, und es kann daher notwendig sein, um Verluste von Materialien zu vermeiden, Bretter zu verleimen und sie dann auszuschneiden, um die gewünschten Längen zu erzielen. Das Verleimen verteuert die Herstellung.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die angeführten Nachteile zu vermeiden. Erfindungsgemäss ist der Behälter dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsorgane mit zungenartigen, mit den Zwischenräumen zwischen den kleineren Flächen korrespondierenden Teilen versehen sind, mit welchen die Querverbindungsorgane in Eingriff bringbar sind.
Die Erfindung soll nachstehend unter Hinweis auf die Zeichnung beispielsweise erläutert werden.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Teil einer Ausführungsform eines erfindungsgemässen Behälters in Seitenansicht,
Fig. 2 einen Vertikalschnitt nach der Linie II-II in der Fig. 1,
Fig. 3 einen Ausschnitt der Oberkante des genannten Behälters in Seitenansicht,
Fig. 4 eine Horizontalschnitt durch die Wand in der gezeigten Ausführungsform eines erfindungsgemässen Behälters,
Fig. 5 einen Vertikalschnitt durch die Oberkante der gezeigten Ausführungsform des genannten Behälters,
Fig. 6 zur Darstellung des Zusammenbaues einen Teil einer solchen Behälterwand in Seitenansicht,
Fig. 7 einen Eckteil einer rechtwinkligen oder quadratischen Ausführungsform des Behälters,
Fig. 8 schematisch den Zusammenbau eines erfindungsgemässen Behälters mit quadratischer Grundform,
Fig. 9 bis 12 in gleicher Weise den Zusammenbau von Behälters mit kreisrundem Querschnitt mit verschiedenen Durchmessern, und
Fig.
13 in Seitenansicht eine Ausführungsform eines erfindungsgemässen Behälters mit quadratischem oder rechtwinkligem Grundriss.
In Fig. 1 bezeichnen 10, 11 und 12 drei Bretter, von welchen nur wenig von ihrem oberen Teil sichtbar ist, und 13, 14 und 15 drei Bretter, von welchen nur wenig von ihrem unteren Teil sichtbar ist. Die Bretter 10-15 sind mit einer Ausfräsung versehen, worin ein Querverbindungsorgan, und zwar ein Rundeisen, angebracht ist.
Das Rundeisen 16 ist mit den Brettern 10-15 mittels Krampen 17 verbunden, vgl. Fig. 2 und 4, und ist mit Verbiegungen in Form einer Kurbel 18 mit Zwischenräumen versehen. Eine Anzahl Bretter, die mit zwei Rundeisen verbunden sind, bilden eine Sektion von angemessener Grösse und passendem Gewicht, und die Verbiegung oder Kurbel 18 steht in einer solchen Sektion beinahe rechtwinklig zu den Brettern, in einer weiteren Ausfräsung an den Bretterkanten angeordnet, welche Ausfräsung, vgl. Fig. 2 und 4, mit 19 bezeichnet ist, während die vorgenannte Ausfräsung, die rechtwinklig zu der Ausfräsung 19 und entlang der Fläche der Bretter verläuft, mit 20 bezeichnet ist.
Ferner sind in den schmalen Seiten der Bretter Nuten 21 ausgefräst, worin Streifen aus Kunststoff oder Metall, zB. Aluminium, die mit 22 bezeichnet werden, eingeschoben werden. Diese Streifen 22 können perforiert oder mit Schlitzen versehen sein, die nach aussen gepresst sein können, so dass die Öffnung nach oben wendet.
Zwei Profileisen 23 und 24, die aus Winkeleisen oder Eisen mit anderem Profil sein können, sind mit öffnun- gen 25 für die Kurbeln 18 und vorstehenden Teilen oder Zungen 26 versehen.
An passenden Stellen, z.B. inmitten zwischen den Öffnungen 25 - wie durch einen Strich 27 angedeutet, können Organe angebracht sein, die dazu dienen, die Eisen 23 und 24 gegeneinander zu ziehen und festzuhalten.
Diese Organe können in ihrer einfachsten Form so sein, wie in Fig. 2 gezeigt, die als ein Schnitt nach der Linie II-II in der Fig. 1 betrachtet werden kann, und zwar passende Öffnungen in den Eisen 23 und 24 sowie Schrauben oder Bolzen 28 mit Muttern 29. Doch lassen sich auch andere Organe verwenden, wie z.B. eine einfache Kniepresse oder ein Verschluss mit einem exzentrischen Körper.
Die Profileisen 23 und 24 können mit den Zungen 25 in die Kurbeln 18 in einer ganzen Brettersektion auf einmal eingreifen. Wenn die Eisen 23 und 24 dann in der Richtung der mit 30 in Fig. 2 bezeichneten Linie zusammengespannt werden, werden die Kurbeln 18 aus den Ausfräsungen 19 gezwungen und sie werden die in Fig. 2 gezeigten Stellungen einnehmen. Hierdurch werden die Bretter an allen vier Seiten eingespannt, und man erreicht ein Festhalten der Bretter, das weit besser ist als was mit Nägeln erreicht werden kann.
In den Streifen 22 ist ein zweckmässig ausgebildeter Schlitz für die Kurbel 18 ausgelocht, so dass ein Zipfel entsteht, der nach der Durchführung der Kurbel auf seinen Platz zurückgeschlossen werden kann. Bei der Drehung der Kurbel 18 während der Zusammenspannung wird jede Kurbel 18 an den betreffenden Streifen 22 ziehen, und die Streifen 22 werden deshalb in den Nähten gegeneinander gepresst werden, so dass gute Dichtheit erzielt wird. Damit diese Bewegung unbehindert erfolgen kann, ist es zweckmässig, dass anstatt eines Streifens in jedem Zwischenraum zwischen den Brettern zwei Streifen eingeschoben werden, die sich an der Mitte des Brettes überlappen, vgl. auch Fig. 5.
Der obere Teil des Behälters kann - wie in Fig. 3 und 5 gezeigt - mit einem Randteil 31 ausgebildet sein, der mittels Bolzen 32 und Muttern 33 mit einem Profileisen 34 zusammengespannt werden, das wie die Eisen 23 und 24 ausgebildet ist.
Fig. 6 stellt den Zusammenbau des Behälters dar.
Mit einem Profileisen 35, das auf einem Fussboden oder anderem Boden angebracht ist, werden Sektionen 36 und 37 festgeschraubt. In die Öffnung zwischen denselben wird ein Streifen 38 eingeschoben, der aus demselben Material, aber etwas stärker als die Streifen 22, sein kann. Auf den Sektionen 36 und 37 wird eine Sektion 39 so verschoben festgeschraubt, dass eine Behälterwand im Verband entsteht. Es lassen sich auf diese Weise mit Wandsektionen von einheitlicher Grösse Behälter von weit verschiedener Grösse bilden.
Es sei bemerkt, dass die Streifen 22 in Fig. 6 wie angedeutet mit Schlitzen 40 ausgeführt sind.
Der in Fig. 6 angedeutete Behälter ist zylindrisch, aber man kann mit denselben Wandsektionen einen Behälter auf einem quadratischem oder rechtwinkligem Grundrahmen 41 aufbauen, vgl. Fig. 7, aus Sektionen 42, 43, 44, 45. Ein quadratischer Behälter wird so zusammengebaut, wie schematisch in Fig. 8 angedeutet und kann in seiner vollen Höhe so aussehen, wie in Fig. 13 gezeigt.
Fig. 9 bis 12 zeigen schematisch den Zusammenbau von Behältern mit kreisrunden Querschnitt mit verschiedenen Durchmessern.
Ein wichtiger Vorteil an der hier genannten und besonders in Verbindung mit Fig; 1 bis 5 beschriebenen Ausführungsform einer Wandsektion ist, dass die Verbiegungen oder Kurbeln 18 bewirken, dass die neutrale Linie der Wandsektion, wenn dieselbe in verschiedener Weise verbogen wird (vgl. 9-12) entlang den Profileisen 23 und 24 verbleibt (vgl. Fig. 1 und 2, oder 35, Fig. 6).
Deshalb gibt es immer Übereinstimmung zwischen den Teilungen an den Verbiegungen der Rundeisen und den Zungen der Profileisen.
Trotzdem können die Sektionen, wenn sie in Paketen von z.B. 5 oder 6 Stück gesammelt werden, eine starre Einheit bilden, die leicht zu hantieren ist. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Verbiegungen oder Kurbeln 18 vorteilhaft ein wenig vor der Vorderfläche der Sektionen hervorragen und deshalb die Verschiebungskräfte zwischen den Sektionen übertragen. Hierdurch kann auch erreicht werden, dass es nicht unbedingt notwendig ist, dass die Zungen 26 aus den Öffnungen 25 ausgebogen werden.
Falls die Profileisen 23 und 24 als U-Eisen mit Zungen 26 an beiden Flanschen ausgebildet werden, lassen sich diese Eisen sowohl aussen an einer Behälterwand als auch innen verwenden, was - wie schon erwähnt vorteilhaft sein kann.
Der beschriebene Behälter weist eine Reihe von Vorteilen auf. Die zungenartigen Teile eines Verbindungsorgans können bei der Einführung in die Zwischenräume auf einmal die Bretter, d.h. die kleineren Flächen, festklemmen, wenn die Verbindungsorgane miteinander, z.B. durch Schrauben oder Bolzen verbunden werden, um die grösseren Flächen zusammenzuhalten und die Kräfte zwischen dieselben zu übertragen. Die genannten Verbindungsorgane bekommen auf diese Weise mehrere Funktionen, und sie können auch dazu angewandt werden, die grösseren Flächen im Verhältnis zueinander zu steuern.
Mit der beschriebenen Ausbildung des Behälters ist aber auch der Vorteil verbunden, dass die kleineren Flächen in planem Zustande hergestellt, aufbewahrt und versandt werden können, auch wenn sie später beim Aufbau eines zylindrischen Behälters angewandt werden sollen.
Es ist auch möglich, dieselben kleinen Flächen sowohl für zylindrische Behälter von verschiedenen Durchmessern, als auch für Behälter mit anderen Formen zu verwenden, z.B. mit rechtwinkligem, quadratischem oder polygonalem Querschnitt.
Die zur Verbindung der Bretter oder kleinen Flächen vorgesehenen, in den Zwischenräumen mit einer Verbiegung ausgebildeten Rundeisen funktionieren in gleicher Weise wie der eine Faden einer Maschinennaht, wo das Verbindungsorgan mit den vorstehenden Teilen oder Zungen als der zweite Faden wirkt. Hierdurch wird eine besonders gute Verbindung der Bretter erzielt.
Die Streifen aus Kunststoff oder Metall können zum völligen Verschluss der Behälterwand dienen, aber sie können auch vorteilhaft mit Ventilationsöffnungen versehen sein. Letztere Ausbildung hat den Vorteil, dass ein solcher Behälter mit weit mehr Ventilationsöffnungen als ein ganz aus Holz bestehender Behälter versehen werden kann, und die öffnungen können so ausgeführt werden, dass sie nicht so leicht verstopft werden.
Auf beiden Seiten der Verbindungsorgane befindliche Zungen weisen den Vorteil auf, dass dieselben Verbindungsorgane sowohl aussen an einer Behälterwand als auch innen an einer solchen angewandt werden können.
Hierdurch wird auch erzielt, dass es möglich wird, zwei der genannten Behälter konzentrisch mit glatten Wänden gegen einander gekehrt anzubringen. Eine solche Anordnung kann bei Getreidetrocknung ausgewertet werden.