Kragen, insbesondere Oberkragen Aus dem deutschen Patent<B>1039</B> 961 des Anmelders ist ein Kragen bekannt, bei welchem die bei den üb lichen Kragen entlang den Vorderkanten und der Unter kante vorhandenen Verdickungen durch einfaches Um schlagen des Ober- und Unterstoffes um die Seitenrän- d;
,r der Einlage, welche die späteren Kragenvorderkan- ten bilden, sowie um die Einlagen-Unterkante, welche die spätere Kragenunterkante bildet, vermieden sind, wobei die Verbindung des Oberstoffs und Unterstoffs durch Sturznähte sowohl entlang der späteren Kragen unterkarte als auch auf der Kragenunterseite verdeckt erfolgt.
Nach dieser Anweisung lassen sich mit gutem Er folg die unter den Handelsnamen Nylon und Perlon bekannten bügelfreien Kunststoffgewebe verarbeiten. Neuerdings werden diese Stoffe immer mehr durch kochfeste und trotzdem bügelfreie andere Stoffe ver drängt, wozu eine Änderung in der Kragenmachart zweckmässig ist.
Es hat sich bei der Verarbeitung dieser neuen Stoffe gezeigt, dass das Umschlagen des Ober uni Unterstoffes um die Einlage entlang der späteren Kragenunterkante ohne eine Verbindung mit der Ein lage nicht möglich ist, es sei denn, der Kragen würde - wie an sich bekannt - wieder abgesteppt, wodurch der Vorteil der Nahtlosigkeit der Vorderseite, den das oben angegebene ältere Patent des Anmelders neben anderen Vorteilen bringt, verlorengeht.
Der erfindungsgemässe Kragen ist dadurch gekenn zeichnet, dass die aus einem Zuschnitt oder mehreren Zuschnitten von den Seiten her durch Umfalten und Zusammennähen mit mindestens einer Quernaht be stehende, die Einlage auf beiden Seiten abdeckende Oberstoffhülle mit dem an der späteren Kragenunter kante liegenden Rand auf den Unterkantenrand der Einlage genäht ist.
Mit der Erfindung wird die Aufgabe gelöst, einen für alle Stoffarten und für alle Zwecke passenden Kra gen mit wirtschaftlichem Aufwand zu erzeugen, der die Vorteile des Kragens nach dem deutschen Patent <B>1039</B> 961 aufweist und darüber hinaus die Verwendung kochfester bügelfreier Stoffe gestattet.
Neben dieser Verbindungsnaht zwischen der Hülle und der Einlage kann noch eine Längsverbindungsnaht zwischen den beiden Oberstoffbahnen der Hülle vor handen sein.
Die Einlage kann einstöckig ausgebildet sein oder mit einem weiteren Einlagezuschnitt oder mehreren sol chen durch Nähen, insbesondere aber durch Kleben verbunden sein, wobei diese weiteren Einlagezuschnitte über die späteren Kragenvorderkanten vorstehende Sei tenteile aufweisen können, die bei der Kragenfertigung auf die Einlage-Innenseite entlang den Kragenvorderkan- ten umgeschlagen werden. Der dabei entstehende Kra gen ist dadurch einfach im Aufbau und ausserordentlich wirtschaftlich in der Fertigung.
Er ist durch die be sondere Art der Befestigung der Oberstoffhülle an der Einlage gegen Verzerrungen entlang der geschwungenen Kragenunterkante gesichert und damit kochbeständig. Darüber hinaus sind Verdickungen entlang den Kragen vorderkanten ebenso vermieden wie entlang der Kra- genunterkante. Diese neuartige Kragenmachart lässt sich für jede beliebige Kragenform und jeden beliebigen Kragenzuschnitt anwenden.
In der Zeichnung sind .drei Ausführungsbeispiele dargestellt. Anhand des Ausführungsbeispiels der Fig. 1-6 ist das Herstellen eines Oberkragens erläutert, mit demjenigen der Fig. 7-1l das Herstellen eines Einstück- kragens, soweit sich die Einzelheiten unterscheiden, und die Fig. 12-20 zeigen eine weitere Herstellungsart eines Einstückkragens.
Es zeigen: Fig. 1 den ausgebreiteten Oberstoffzuschnitt für die Oberseite und Teile der Unterseite des Oberkragens; Fig. 2 den ausgebreiteten Oberstoffzuschnitt für den Rest der Unterseite des Oberkragens; Fig. 3 die aus beiden Zuschnitten durch Quernähte zusammengenähte Oberstoffhülle; Fig. 4 das Anlegen der Teile als Vorbereitung für die Verbindungsnaht zwischen Oberstoffhülle und Ein lage; Fig. 5 den Zustand nach dem Herstellen der Ver bindungsnaht;
Fig. 6 den fertigen Oberkragen nach dem Wenden vor dem Annähen an der Unterkragen bzw. das Kra- gnbündchen; Fig. 7 den ausgebreiteten Oberstoffzuschnitt für die Ober- und Unterseite eines Einstückkragens, mit den Zuschnitten für die Laschen; Fig. 8 den zugehörigen Einlag:_zuschrin, eb:nfalls ausgebreitet; Fig. 9 den ausgebreiteten Oberstoffzuschnitt mit den ang--aähten Laschen;
Fig. 10 di.-- durch Zusammennähen der beiden schmalen Zuschnittenden und Zusammenhg r. gebadete Oberstoffhülle für die Einlage; Fig. 11 den fertigen Kragen mit um die Faltkante auf den Unterkragen umgeschlagenen Oberkragen;
Fig. 12 die Draufsicht auf den Oberstoffzuschnitt für die Kragenaussenseite einer weiteren Einstückkra- genausbildung; Fig. 13 eine Draufsicht auf den Oberstoffzuschnitt für die Krageninnenseite des Einstückkragens der Fig. 12;
Fig. 14 den Zustand beim Herstellen der Verbin dungsnaht zwischen den beiden in den Fig. 12 und 13 gezeigten Oberstoffzuschnitten; Fig. 15 die Draufsicht auf die Innenseite der gemäss Fig. 14 hergestellten Oberstoffhülle; Fig. 16 die Draufsicht auf die Einlage; Fig. 17 den Zustand beim Annähen der Oberstoff hülle an der Einlage; Fig. 18 den Zustand nach dem Umfalten der an genähten Oberstoffhülle um die Einlage;
Fig. 19 die Krageninnenseite nach dem Umstülpen der Oberstoffhülle über die Einlage und vor dem An nähen an das zughörige Hemd; und Fig. 20 die Kragenaussenseite nach dem Umstiil- pen der Oberstoffhülle über die Einlage entsprechend Fig. 19.
Ausgegangen wird im Beispiel nach Fig. 1-6 von einem Oberstoffzuschnitt 1 für .die Oberseite des Kra gens, der länger als dieser zugeschnitten ist (Fig. 1). Demzufolge isst der Obers:toffzuschnitt 2 für die Unter seite des Kragens kleiner geschnitten (Fi.g.2). Dieser Zuschnitt kann auch mehrteilig ausgebildet sein.
Fig. 3 zeigt, dass diese Zuschnitte 1 und 2 auf dem Rücken mit quer verlaufenden Sturznähten 3 und 4 verbunden werden, so dass eine Oberstoffhülle ent steht. Anschliessend werden die beiden aufeinanderlie- genden beider Stoffbahnen an der Unterkante mit der Naht 5 zusammengenäht, die in einiger Entfernung vom Zuschnittrand 6 verläuft, z.
B. in einer Entfernung von ca. 7 mm. Dies-- Hülle wird nun - wie Fig. 4 zeigt mit der Unterkantenseite spiegelverkehrt an dem die spätere Kragenunterkante bestimmenden Unterrand 7 des Einlagezuschnitts 8 angelegt. Anschliessend wird die Hülle auf die Einlage 8 entlang dem Unterrand im Sinne der in Fig. 4 eingezeichneten Pfeile herangeführt und mit der Naht 9 an der Einlage 8 angenäht (Fig. 5). Dabei verläuft die Naht 9 etwa parallel zur Naht 5 und im Bereich zwischen dieser und dem Zuschnittrand 6.
Die zuerst gefertigte Naht 5 zum Schliessen der Hülle an der Unterseite dient lediglich zum Erleichtern des Annähens der Hülle an der Einlage. Sie ist entbehrlich, sobald die betreffende Arbeitskraft geschickt genug ist, um die Hülle mit offener Unterseite, also ohne die Naht 5, unmittelbar mit einer Naht 9 auf der Einlage anzu nähen. Sobald diese Verbindung an der spiegelverkehrt aufeinander gelegten Unterseite von Einlage und Hülle hergestellt ist, wird letztere aus der Lage der Fig.5 über die Einlage 8 gewendet und es entsieht die in Fig. 6 gezeigte Kragenform, die dann entlang der Oberkante 10 mit dem Unterkragen bzw. dem Bündchen versehen wird.
Beim Ausführungsbeispiel eines Einstückkrag ns nach den Fig. 7-11 wird von einem einstöckigen Ober- stofzuschnitt 12 für die Ober- und Unt rseite des in Fig.8 dargestellten, ebenfalls einstidckigen Einlagezu schnitts<B>1.3</B> ausgegangen. Auch hier können beide Zu schnitte aus mehreren Teilen bestehen.
D. -r Oberstoff zuschnitt ist bei 14 winkelförmig ausgvschiiiti>>i mit Einem Winkel wenig grösser als 90 derart, dass dessen Spitze jeweils auf der punktiert angedeuteten Linie 15 liegt, welche jeweils eine der späteren XLragenvorder- kanten bildet. In diese Ausschnitte werden die beiden Zuschnitte 16 für die Knopfloch- bzw. Knopflaschen an genäht, wie Fig. 9 zeigt.
Dabei liegen zufolge der Aus schnitte 14 diese Nähte 17 soweit zurück, dass, wenn d--r fertige Einstückkragen mit seinem Oberkragen 18 entlang der Faltkante 19 über den Unterkragen 20 ge faltet ist, von vorn her an den Laschen 21 keine Nähte zu sehen sind (Fig. 11).
Das Zusammenfügen des Ober stoffzuschnitts 12 zu einer die Eillage 8 beiderseits ab deckenden Hülle erfolgt mit Hilfe der Naht 22 (Fig. 10) beim Zusammenfalten der beiden freien seitlichen Enden an der Kragenrückseite und damit unsichbar von vorn genau so, wie beim anderen Ausführungsbeispiel be schrieben worden ist.
Auch das Annähen der spiegelver kehrt zueinander verlaufenden Unterkante 23 der Ober- stoffhülle an die Unterkante 24 dür Einlage erfolgt in der weiter vorn geschilderten Weise sowie der vaeitere Fer tigungsabiauf.
Anhand der Figuren 12-20 ist der Werdegang eine weiteven erfindungsgemässen Einstückkragens erläutert. Fig. 12 zeigt den Oberstoffzuschnitt 1 für die Kra genoberseite des dargestellt?n Einstückkrageus, bei dem der Ober- und Unterkragen ein einheitliches Ganzes bilden.
Fig. 13 zeigt den Oberstoffzuschnitt 2 für die Rück seite bzw. Unterseite des gesamten Kragens. Diese Ober stoffzuschnitte zeigen die erfindungsgemäss angeschnit tenen Vorsprünge 24 und 25 für die späteren Knopf- bzw. Knopflochlaschen, die im zusammengearbeheten Zustand die bekannten Schnäbel bilden.
Der Ober- stoffzusehnitt 1 für die Kragenoberseite ist läng r als der Oberstoffzuschnitt 2 für die Kragenunterseite halten. Unterschiedlich gross sind auch die angeschnit tenen Oberstoffteile 24 und 25 für die Schnabellaschen gehalten.
Beide Oberstoffzuschnitte werden dann zu einer Hülle durch zwei Quernähte zusammengenäht Die Form dieser Quernähte entspricht den Seitenrändern 26 und 27 beider Zuschnitte, die erfindungsgemäss unter gleichen Winkeln u verlaufen. Um die Oberstoffteile durch Zusammennähen der beiden Oberstoffzuschnitte der Fig. 12 und 13 zu bilden, werden diese im Winkel mit den Seitenrändern 26 und 27 - wie Fig. 14 zeigt - aufeinandergelegt und durch eine durchgehende Naht 28 zunächst auf der einen Seite und dann an der an deren Seite zusammengenäht.
Es entsteht dann die an beiden Seitenrändern geschlossene Oberstoffhülle der Fig. 15 mit den auf der späteren Kragenrückseite ver laufenden und von vorn unsichtbaren Quernähten 28.
Diese Hülle wird etwa in Höhe des Überganges der späteren Kragenvorderkanten 29 in die Schnabellaschen 21 in bekannter Weise bis zur Naht 28 eingeschnitten (30<B>)</B>.
In Fig. 16 ist die Einlage dargestellt, die auch in anderer T,-@eise und insbesondere auch einschichtig her- g-stellt -erden. kann?. Im Ausführungsbeispiel besteht die Einlage aus einer di spätere Form der Oberkragens im wesentlichen bestimmenden Einlage 31 sowie einer grösser ehaltenen Grundeinlage 32.
Dabei ist die form- bestiriirnende Einlag 31 mit der Grundeinlage verbun den, vorzutgsweise durch Kleben. Diese Grundeinlage 32 ist an d--n Seiten mit Vorsprüngen 33 versehen, die vorzugsweise etwa 40 mm die Seitenränder 34 der form bestimmenden Einlage 31 überragt. Diese beiden Vor sprünge werd n im Laufe der Fertigung, wie noch ge zeigt wird, auf die formbestimmende Einlage entlang den Seitenrändorn 34 zurückgeschlagen und verhindern später das Durchstossen des Oberstoffes an den Vor derkanten.
Diese Vorsprünge 34 können noch zusätz lich mit aufgeklebten oder aufg-steppten Kragen stäbchen 35 verstärkt sein.
Die Grundeinlage 32 ist entlang der Unterkante etwa 8 mm breiter als die formbestimmend-- Einlage 31 ge halten. Die 1. tztere besitzt an beiden Seiten einen in die Grundeinlage des Unterkragens hineinreichenden Steg 36, der im fertigen Kragen eine ausgezeichnete Rundung i:-1 der Faltkarte zwischen Ober- und Unterkragen be wirkt, so dass die Krawatte einen ausgezeichneten Halt findet.
Rückseitig im Bereich des Unterkragens ist auf die Grundeinlage ein Straffen 37 insbesondere aufgeklebt, der dann von Bedeutung ist, wenn es sich um eine Ober stoffhülle aus Baumwollstoffen handelt. Ausserdem ist die Einlage noch von den Vorderkant m nach rückwärts um eine gewisse Länge durch aufgeklebte Streifen 38 v-jrstärkt. An der Grundeinlage kömien ausserdem noch Teile 39 angeschnitten werden, welche die Knopf- bzw. Knopflochlaschen formbestimmend ausfüllen.
Auf eine solche Einlage wird dann, wie Fig. 17 zeigt, die Hülle der Fig. 15 Unterkante auf Unterkante auf die Einlage gelegt und entlang der Unterkante etwa in eine Entfernung von 4 mm von der Unterkante der formbe stimmenden Einlage miteinander vernäht (40). Die so befestigte Oberstoffhülle wird dann - wie in Fig. 17 mit Pfeil eingezeichnet - um die Unterkante auf die Rück seite der Einlage herumgeschlagen, was Fig. 18 zeigt.
Dadurch entsteht zwischen der angenähten Oberstoff hülle und der formbestimmenden Einlage eine schmale Fläche von ca. 4 mm Breite, entlang welcher mit Hilfe einer Biesennaht 41 die umgeschlagene Grundeinlage an der Kragenunterkante mit der formbestimmenden Einlage zusammengenäht wird. Diese Biesennaht ver läuft cline irgendeine Berührung mit der Oberstoffhülle. Sie dient dazu, das Vortreten des rückseitigen Ober stoffes üb r die Kragenunterkante beim fertigen Kragen zu verhindern.
Nun wird der Kragen dadurch fertiggestellt, dass die Vorsprünge 33, wie in Fig. 18 mit Pfeil angedeutet, Entlang den Vorderkanten der formbestimmenden Ein lage 31 auf diese umgefaltet werden und anschliessend dig,- Oberstoffhülle um die Einlage geschlagen wird, so dass nunmehr die Einlage von beiden Seiten her mit Oberstoff abgedeckt wird.
Den so fertiggestellten Kragen zeigen die Fig. 19 und 20. Fig. 19 zeigt dabei die Kragenrückseite mit den quer darauf verlaufenden Verbindungsnähten der beiden Oberstoffzuschnitte, die - wie Fig. 20 als Ansicht auf die Kragenaussenfläche zeigt - von vorn nicht sichtbar sind.
Beide Figuren lassen darüber hinaus erkennen, dass im Bereich der Knopf- und Knopflochlasche auf derjenigen Seite des Unterkragens die Verbindungsnaht der beiden mit ang,-schnittenen Schnabellaschenzu- schnitte liegt, die irrt fertigen Kragen von vorn nicht sichtbar ist, nämlich dort, wo die Krawatte liegt. Dort ist keinerlei Naht zu sehen, was einen wesentlichen Vorteil des erfindungsgemässen Kragens darstellt.
Das Herstellen eines derartigen Kragens bzw. Ober kragens erfolgt derart, dass der vorzugsweise aus einem Stück bestehende Oberstoffzuschnitt für die Ober- und Unterseite des Kragens an den Schmalseiten durch min destens eine beliebig verlaufende Quernaht verbunden, anschliessend zur Oberstoffhülle für den Einlagezu schnitt zusammengelegt, diese mit ihrem an der späteren Kragenunterkante liegenden Rand nach einer Ausbil dungsart auf dem spiegelverkehrt liegenden Kragen unterkantenrand der Einlage mit einer Naht befestigt und anschliessend die Hülle über die Einlage gewendet wird,
worauf in bekannter Weise das Annähen am Hemd oder Unterkragen erfolgt, der in gleicher Weise hergestellt sein kann. Für den- Fall, dass beim spiegel verkehrten Annähen der entlang den aufeinander liegen den beiden Längsrändern noch offenen Oberstoffhülle an dem Kragenunterkantenrand der Einlage durch An lernkräfte oder Hilfskräfte Schwierigkeiten entstehen sollten, die bei geübten Arbeitskräften entfallen, können die beiden Stoffbahnen der Obers,toffhülle vor dem An nähen an die Einlage durch eine Längsnaht entlang der späteren Kragenunterkante zusammengenäht werden,
so dass die Oberstoffhülle an derjenigen Seite, an welcher sie spiegelverkehrt an dem Kragenunterkantenrand der Einlage angenäht wird, bereits eine Verbindungsnaht aufweist, so dass nunmehr das Annähen an der Einlage sozusagen nur noch entlang der bereits bestehenden Ver bindungsnaht zu erfolgen braucht.
Die Erfindung eignet sich gleich gut für Einstück kragen, bei denen der Oberkragen und der Unterkragen bzw. das Bündchen nicht getrennt hergestellt werden und dann entlang der Faltkante zusammengenäht wer den, sondern von vornherein eine Einheit bilden. Dieser Einstückkragen hat viele Vorteile, z. B. einen einzigen Einlagezuschnitt, im Optimalfall ebenfalls nur einen ein zigen Oberstoffzuschnitt, das Annähen zwischen Ober kragen und Unterkragen entfällt, wodurch Arbeitszeit gespart wird, die Oberkragen-Fahkante ist dünn.
Ander seits ist es schwer, einen solchen Kragen zu fertigen, weil die Einsätze der Knopfloch- und Knopflasche ange schnitten und durch Sturznähte am übrigen Zuschnitt angenäht werden müssen, was an den Kragenecken hässliche Verzerrungen und Verdickungen zur Folge hat. Dazu kommen noch die Verdickungen der Kragen schnäbel, und die von vorn sichtbaren, unschönen Sturz nähte.
Es ist daher besonders beachtlich, dass es mit der Erfindung gelingt, diese Mängel zu beseitigen.
Dazu kann nach einer weiteren Ausbildung der aus einem oder mehreren Teilen bestehende Oberstoffzu- schnitt für die Ober- und Unterseite des Einstückkragens von der die Annähseite an das Hemd oder die Zusam- mennähseite des Kragens bildenden Unterkante her an zwei Stellen dreieckartig mit einem Winkel von vorzugs weise 95 ausgeschnitten werden-, wobei die Winkel- spitzen in die Linien der späteren Kragenvorderkanten münden.
In diese Ausschnitte werden getrennt zuge schnittene Laschenstücke angenäht. Dabei liegen diese Nähte soweit zurück, dass sie nach -dem Umschlagen des Oberkragens über die Faltkante auf den Unterkragen von vorne unsichtbar sind. Die Laschenschnäbel liegen somit dünn und weisen keine Sturznähte auf. Da die Schnäbel beim Annähen an das Hemd oder beim über steppen vorn umgeschlagen werden, bleibt auch hier die Annähstelle dünn. Bisher waren hier die Faltkanten dick, so dass am Anfang und am Ende dieser Nähte stets Wülste entstanden.
Auch diese Ausbildung lässt sich noch dadurch wei ter verbessern, dass die beiden gesonderten Zuschnitte für die Kragenschnäbel und damit der zusätzliche Ar beitsaufwand für das Zuschneiden sowie das Annähen in Fortfall kommen und weiter, dass dort, wo am Kra gen die Krawatte getragen wird, keine Nähte an den Kragenschnäbelkanten sichtbar sind und die Einschnitt ecken zu den Kragenschnäbeln an den rückseitigen Quernähten zum Verbinden der Zuschnitte für die Ober stoffhülle hinter die Kragenvorderkanten zurücktreten.
Dazu sind diejenigen Oberstoffteile, welche die Kra- g--nschnäbel bilden, an die unterschiedlich lang gehal tenen Zuschnitte der Oberstoffhülle angeschnitten, wo bei die Zuschnitte für die Oberseite der Kragenschnäbel unterschiedlich gross gegenüber denjenigen für die Un terseite und derart gehalten sind, dass ihre an den Rand kanten der Oberstoffzuschnitte anschliessenden Seiten ränder etwa gleiche Winkel mit diesen bilden.
Mit diesen gleichen Winkelrändern werden die Zu schnitte für die Oberseite und die Unterseite des Kragens erst an einer Seite aufeinandergelegt und mit einer durchgehenden Naht zusammengenäht und dann an der anderen Seite ebenfalls aufeinandergelegt und zusam mengenäht. Damit ist die Oberstoffhülle fertig. Damit sind die Knopf- und Knopflochschnäbel stets gleich lang und brauchen nicht mehr wie bisher nach Fertig stellung einer Seite mit der anderen auf die gleiche Länge geprüft und nach Feststellung von Längenunter schieden begradigt zu werden.
Diese Oberstoffhülle kann dann, wie weiter vorn beschrieben, mit dem an der späteren Kragenunterkante liegenden Rand auf den spiegelverkeht liegenden Unter kantenrand der Einlage genäht werden.
Dieses Zusammennähen von Oberstoffhülle und Ein lage erfolgt vorteilhaft auf andere Weise. Dabei ist die Einlage zweckmässig mehrschichtig. Sie besteht dann aus einer Grundeinlage und einer mindestens die Ober- kragenfrom bestimmenden weiteren Einlage, die mit einander, vorzugsweise durch Kleben verbunden sind. Die Grundeinlage weist an beiden Seiten zunächst je einen Vorsprung auf, welche die Form der Kragen schnäbel bestimmen. Entlang den Kragenvo:rderkanten können weiter je ein Vorsprung vorgesehen sein, der ca.
40 mm die formbestimmende Einlage überragt. Weiter ist die Grundeinlage an der Kragenunterkante um ca. 8 mm breiter als die formbestimmende Einlage. Auf diese Gesamteinlage wird die Hülle Unterkante auf Unterkante aufgelegt und beide durch eine Naht im Abstand von ca. 4 mm von der formbestimmenden Ein lage miteinander vernäht. Die so befestigte Hülle wird dann mit der Grundeinlagenunterkante, die um ca. 8 mm unterhalb der formbestimmenden Einlage liegt, gegen letztere geschlagen.
Dadurch entsteht zwischen ange nähter Hülle und der formbestimmenden Einlage eine Fläche von ca. 4 mm Breite, welche es gestattet - ohne die Kragenhülle zu berühren - durch eine Biesennaht die umgeschlagene Grundeinlage an der Kragenunter kante mit der formbestimmenden Einlage zu befestigen. Durch diese Naht wird das Vortreten des Kragenrücken stoffes über die Kragenunterkante beim fertigen Kragen verhindert.
Vor dem Wenden des Kragens wird dann, falls vorhanden, der an den Kragenvorderkanten über stehende Grundeinlageteil, der mit Kragenstäbchen ver sehen werden kann, nach innen, also gegen die form bestimmende Einlage geschlagen.
Diese Handhabung verhindert das Durchstossen der Kragenspitzen, da der Oberstoff in keiner Weise mit dem Rand der formbestimmenden scharfen Einlage in Be- rührung kommt, was z. B. bei allen Popelinestoffen wichtig ist.
Die formbestimmende Einlage kann in weiterer Aus gestaltung in der Kragenfaltkante ausgespart sein, geht aber an den Vorderkragenenden in den Unterkragen hinein. Dadurch ergibt sich beim Umlegen des Ober kragens in die Faltkante an den Kragenvorderkanten eine einmalig schöne Rundung, in der die Krawatte liegt.
Die formbestimmende Einlage kann noch durch ins besondere Klebeeckchen verstärkt werden. Der Unter kragen kann ebenfalls mit einem Klebestreifen ver sehen sein. Das ist bei Baumwollstoffen (Popelinestof- fen) wichtig.
Bei Nylon- und Perlönstoffen brauchen an den Kra- genvorderkanten keine Grundeinlageüberstände vorge sehen zu sein, auch kann im Unterkragen der Klebe- streifen fehlen.
Die für einen Einstückkragen beschriebenen Vor teile können auch auf den Zweistückkragen angewandt werden, vor allem die Hüllenbildung des Oberstoffes, die Befestigung der Hülle an der Grundeinlagenunter- kante, die Ausstattung der Grundeinlage mit einer die Form des Kragens bestimmenden Klebeeinlage, die noch durch Klebeecken verstärkt werden kann, das Umschla gen der mit der Hülle vernähten Grundeinlage-Unter- kante gegen die Klebeeinlage und die Anbringung der Biesennaht.
Auch ist es denkbar, dass die Grundeinlage an der Kragenunterkante keine 8 mm breiter isst, als die form bestimmende Einlage zugeschnitten ist, sondern mit die ser abschneidet.