CH435318A - Einrichtung zur Regelung des Mediumstromes von mehreren Quellen verschiedenen Druckes zu einer Turbine - Google Patents
Einrichtung zur Regelung des Mediumstromes von mehreren Quellen verschiedenen Druckes zu einer TurbineInfo
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Description
Einrichtung zur Regelung des Mediumstromes von mehreren Quellen verschiedenen Druckes zu einer Turbine Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Regelung der Durchflussmengen von kompressiblen Medien, die aus zwei oder mehreren Quellen von ver schiedenem Druck durch mehrere Einlassdüsen eines Turbinengehäuses in eine Turbine geleitet werden.
Es ist oft erforderlich, einer Turbine unter Druck stehendes Arbeitsmedium von mehr als einer Quelle zu zuführen. Als Beispiel hierfür sei eine Hilfsturbine zum Antrieb der Kesselspeisepumpe bei einem grossen Tur- bogeneratorkraftwerk genannt. Aus Gründen der Wär mebilanz mag es angezeigt scheinen, den Dampf für die Hilfsturbine zur Kesselspeisung an einer Stelle abzuzap fen, wo er bereits teilweise in der Hauptturbine ent spannt wurde, um auf diese Weise einen möglichst gün stigen Wirkungsgrad des Kreisprozesses zu erzielen.
Bei niedriger Teillast der Hauptturbine wird jedoch hierbei der Dampfdruck am Zapfpunkt zu niedrig und .die Lei stung der Hilfsturbine daher zu klein, so dass man die Hilfsturbine mit Dampf höheren Druckes speisen muss.
Ein Mittel zur Überwindung dieser Schwierigkeit fand man in einer ausserhalb der Turbine vorgesehenen Ventileinrichtung, die ein Abschalten des Turbinenein lasses von der Niederdruckdampfquelle und ihren An schluss an eine Hochdruckdampfquelle ermöglicht. Eine andere Lösung bestand in der Verwendung einer ge trennten Hochdruckventileinheit am Turbineneinlass mit eigenem Regelventil und Abschlussventil, wobei der Dampf zu einem eigenen Hochdruck-Düsenstock oder zu Düsen vor der ersten Stufe .der Turbinenbeschaufe- lung geleitet wird.
Die erstgenannte Methode hat den Nachteil, dass die Hilfsturbine bei der Umschaltung von der einen Dampfquelle auf die andere einen Wärmestoss erleidet, sodass eine Drosselung des Hochdruckdampfes mit den damit verbundenen zusätzlichen Verlusten not wendig ist.
Die zweite Lösung (Verwendung einer kleinen, sepa raten Hochdruckventileinheit) ist teurer und arbeitet bei Verwendung mit Hochdruckdampf mit schlechterem Wirkungsgrad, da Rotordrehzahl, Stufenzahl und Schaufelhöhen der Hilfsturbine für guten Wirkungsgrad im Niederdruckbereich ausgelegt sind. Demgemäss ist ihr Wirkungsgrad beim Druckverhältnis und den ande ren Kenndaten des in der Regel sehr hohen Betriebs druckes, wie bei Verwendung der Hoch.druckventilein- heiten üblich, nicht ausreichend.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer verbesserten Einrichtung für die automatische Versorgung einer Turbine mit Dampf aus Quellen mit unterschiedlichem Druck und im richtigen Zeitpunkt.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Regelung der Durchflussmengen von kompressiblen Medien, die aus zwei oder mehreren Quellen von verschiedenem Druck durch mehrere Einlassdüsen eines Turbinenge häuses zu einer Turbine geleitet werden, besitzt ein Ventilgehäuse, das eine durch eine Trennwand in wenig stens eine erste und eine zweite Einlasskammer geteilte Kammer bildet, und ist gekennzeichnet durch eine Mehrzahl von zu beiden Seiten der Trennwand liegen den Auslässen im Gehäuse,
sowie durch eine Mehrzahl von in einer Reihe angeordneten Ventilen für die Rege lung des Durchflusses des Mediums durch die Auslässe zu den Einlassdüsen des Turbinengehäuses, sowie durch gemeinsame Ventilbetätigungsmittel für das individuelle, der Reihe nach aufeinanderfolgende Öffnen der Ventile in der Kammer.
Aufbau und Anwendung der Erfindung gehen am besten aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbin dung mit .der beigefügten Zeichnung hervor. Darin zei gen: Fig. 1 einen Querschnitt durch das Turbinengehäuse, von der ersten Turbinenstufe gegen das Einlassende in Richtung der Turbinenachse gesehen; Fig. 2 ein Schema einer Turbogeneratoranlage mit einer Kesselspeisepumpen-Hilfsturbine, die eine Ein richtung nach Figur 1 aufweist.
In Fig. 1 der Zeichnung bildet das mit 1 bezeichnete Ventilgehäuse einen aus einem Stück gefertigten Be standteil der oberen Hälfte 2 eines Turbinengehäuses. Es ist mit der unteren Hälfte 3 des Gehäuses durch Schrauben 4 verbunden. Die Wände der Gehäuseteile 1,2 tragen einen mit 5 bezeichneten Düsenkasten, dessen Seitenwände 6,7 im Schnitt ersichtlich sind und dessen Deckwand 8 das Innere .des Ventilgehäuses 1 vom Inne ren des Düsenkastens 5 trennt.
Der Düsenkasten 5 besteht in konventioneller Weise aus einer Zahl innerer Teilwände 9, 10, 11, 12, 13, die den Düsenkasten in Kanäle 14, 15, 16, 17, 18, 19 unter teilen. Jeder der Kanäle 14 bis 19 kommuniziert mit einem bogenförmigen Einlasskanal 20 bis 25 bezie hungsweise. Die Einlasskanäle 20 bis 25 sind mit (nicht dargestellten) Leitschaufeln versehen, die so gerichtet sind, dass sie den Dampf unter dem richtigen Winkel auf die Laufschaufelnder ersten Stufe leiten.
Gemäss der Erfindung besitzt das Ventilgehäuse 1 zwei getrennte Einlässe für Dampf von zwei verschiede nen Drücken. Der Hochdruckeinlass 26 befindet sich hier an der linken Seite des Gehäuses 1, der Niederdruck einlass 27 an der rechten Seite. Zwischen einer Deck wand 28 des Ventilgehäuses 1 und der Deckwand 8 er streckt sich eine Trennwand 29, die den Innenraum des Ventilgehäuses 1 in zwei getrennte Kammern 30 und 31 teilt. Auslassöffnungen 32, 33, 34 mit passend geform ten Ventilsitzen leiten den Dampf aus der Kammer 30 durch Kanäle 14, 15, 16 in die bogenförmigen Kanäle 20, 21, 22.
In gleicher Weise wird Dampf aus den Aus- lassöffnun.gen 35, 36, 37 in die bogenförmigen Kanäle 23, 24, 25 geleitet.
Zur Regelung des Dampfstromes durch die Auslass- öffnungen 32 bis 34 dient eine erste Gruppe von Tel lerventilen 38, 39, 40, deren Betätigung über entspre chende Ventilschäfte 44 bis 46 erfolgt. Ähnlich sind für die Auslassöffnungen 35 bis 37 Tellerventile 41 bis 43 vorgesehen, die von entsprechenden Ventilschäften 47 bis 49 gesteuert werden.
Erfindungsgemäss ist ausserhalb des Ventilgehäuses 1 eine gemeinsame Betätigungseinrichtung vorgesehen, mit der die Tellerventile 38 bis 43 aufeinanderfolgend betätigt werden, beginnend in der Kammer 31 rechts der Trennwand 29 und anschliessend in der linken Kammer 30. Es kommen hierfür beliebige geeignete Betätigungs mittel in Frage, jedoch wird im vorliegenden Falle, um die Erläuterung zu vereinfachen, ein .durch Stangen 51, 52 heb- und senkbarer Balken 50 verwendet, der mit Stangenköpfen 53 bis 58, die in verschiedenen Abstän den von den entsprechenden Tellerventilen angeordnet sind, der Reihe nach in Wirkungsverbindung kommen.
Aus dem vorstehenden ergibt sich, dass in .den Ein lass 27 einströmender Dampf zuerst über die in der Rei henfolge: 43, 42, 41 öffnenden Tellerventile in die Tur bine gelangt. Sobald der Regler mehr Dampf verlangt, hebt sich der Balken 50 weiter und öffnet die Tellerven tile auf der anderen Seite der Trennwand in der Reihen folge 40, 39, 38. Durch die letztgenannten Tellerventile tritt Dampf aus einer Hochdruckquelle ein, die mit der Einlassöffnung 26 in Verbindung steht.
Das Schliessen der Ventile geschieht in der umgekehrten Reihenfolge, so dass zuerst der Auslass aus der Kammer 30 und dann jener aus der Kammer 31 abgesperrt wird.
Die Fig. 2 zeigt eine Anwendung der Regeleinrich tung an einer Turbine zum Antrieb einer Kesselspeise- pumpe. Natürlich sind auch noch viele andere Anwen dungen möglich. Ein typisches Dampfturbinenkraftwerk umfasst eine Hochdruckturbine 59, eine Mitteldrucktur- bine 60 und eine Niederdruckturbine 61 in Tandeman- ordnung, die gemeinsam einen Generator 62 antreiben.
Der Dampf wird zwischen den Turbinen 59 und 60 in einem Zwischenüberhitzer 63 zwischenüberhitzt und gelangt nach seiner Expansion in der Mitteldruckturbine 60 durch eine Verbindungsleitung 64 in die Nieder druckturbine 61. Der Dampf am Eintritt in den überhit- zer 63 besitzt höheren Druck als in der Verbindungslei tung 64, Für besten Gesamtwirkungsgrad des Prozesses sollte jedoch eine für den Antrieb einer Kesselspeise pumpe 66 bestimmte Hilfsturbine 65 mit Dampf aus der Verbindungsleitung 64 gespeist werden.
Aus diesem Grunde ist die Verbindungsleitung 64 über ein Rück schlagventil 68 und eine Leitung 67 mit dem Ventilge häuse 1 der Speisepumpenturbine verbunden.
Um bei Teillastbetrieb der Hauptturbine eine ausrei chende Dampfmenge und genügenden Dampfdruck für den Speisepumpenantrieb zu gewährleisten, verbindet eine zusätzliche Leitung 69 den Dampfeinlass am Zwi- schenüberhitzer mit dem Einlass 26 am Einlass der Speisepumpenturbine. Die Trennwand 29, die die zwei Dampfquellen verschiedenen Druckes separiert, ist in Fig. 2 schematisch dargestellt. Die Überweisungszahlen entsprechen den auch in Figur 1 vorkommenden glei chen Zahlen.
Der Betrieb ,des Regelventils geht aus der folgenden Beschreibung hervor. Bei normalem Vollastbetrieb wird der Dampf von der Niederdruckverbindungsleitung 64 in die Kammer 31 des Ventilgehäuses für die Speise pumpenturbine geleitet. Um besten Wirkungsgrad zu erzielen, werden die Tellerventile 41 bis 43 in der oben beschriebenen Reihenfolge geöffnet und geschlossen und ,damit die Dampfmenge geregelt.
Bei kleiner Last fällt der Dampfdruck in der Niederdruckleitung 64 auf einen für den richtigen Betrieb der Speisepumpenturbine ungenügenden Wert, sodass es notwendig ist, den Bal- ken 50 weiter anzuheben, sobald der Regler der Speise pumpenturbine mehr Leistung verlangt. Nun werden die Ventile 38 bis 40 in .der beschriebenen Reihenfolge ge öffnet oder geschlossen, um ,den aus der Leitung 69 kommenden und in die bogenförmigen Kanäle 20 bis 22 gelangenden Hochdruckdampf mit gutem Wirkungsgrad zu verarbeiten.
Sobald die Speisepumpenturbine 65 keinen Hochdruckdampf mehr benötigt, erfolgt automatisch die Umschaltung auf die Niederdruckdampfquelle durch Absenken des Balkens 50.
Die beschriebene Anordnung ist im Rahmen der Er findung vielseitig variierbar. Wenn auch die Trennwand 29 das Ventilgehäuse 1 symmetrisch teilt, müssen die beiden Einlasskammern nicht notwendigerweise die glei che Zahl von Ventilen aufweisen, :ebensowenig wie die Trennwand symmetrisch angeordnet oder sechs Ventile verwendet werden müssen. Zusätzliche Tellerventile, sog. überlast-Ventile können in jeder der Kammern vorhanden sein, um den Dampf um die ersten Stufen in das Turbinengehäuse umzuleiten.
Mit derartigen über last-Ventilen lässt sich die Hilfsturbine bei niedrigeren Dampfdrücken verwenden als wenn diese nicht verwen det werden. überlast-Ventile bringen zwar einen kleinen Verlust an Wirkungsgrad, doch nimmt man dies in Kauf, um die Hilfsturbine bei niedrigeren Einlassdrücken be treiben zu können. Die Einrichtung kann mit jeder praktischen Zahl von Ventilen in jeder der Kammern verwendet werden. Figur 1 zeigt Tellerventile in Verbin dung mit einem ausserhalb des Ventilgehäuses angeord neten heb- und senkbaren Balken für die Betätigung der Ventile. Diese Anordnung wurde hier gewählt, um die Erläuterung zu vereinfachen. Es ist aber natürlich auch möglich, .die Ventilbetätigung mittels Nocken oder Kur venscheiben vorzunehmen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Reglung der Durchflussmengen von kompressiblen Medien, die aus zwei oder mehreren Quellen von verschiedenem Druck durch mehrere Ein- lassdüsen eines Turbinengehäuses zu einer Turbine ge leitet werden, mit einem Ventilgehäuse, das eine durch eine Trennwand in wenigstens eine erste und eine zweite Einlasskammer geteilte Kammer bildet, gekennzeichnet durch eine Mehrzahl von zu beiden Seiten der Trenn wand liegenden Auslässen im Gehäuse,sowie durch eine Mehrzahl von in einer Reihe angeordneten Ventilen für die Regelung des Durchflusses des Mediums durch die Auslässe zu den Einlassdüsen des Turbinengehäuses, sowie durch gemeinsame Ventilbetätigungsmittel für das individuelle, der Reihe nach aufeinanderfolgende öff nen der Ventile in der Kammer. UNTERANSPRÜCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die erste Einlasskammer über einen ersten und die zweite Einlasskammer über einen zweiten Einlass mit den Druckquellen in Verbindung steht, und die ersteXinlasskammer eine erste und die zweite Ein- lasskammer eine zweite Gruppe von Auslässen aufweist, und die erste Kammer eine erste und die zweite Kammer eine zweite Gruppe von Ventilen aufweist, und dass durch das gemeinsame Ventilbetätigungsmittel zuerst die Ventile der ersten Gruppe nacheinander und dann die Ventile der zweiten Gruppe nacheinander betätigbar sind. 2.Einrichtung nach Patentanspruch, für die Rege lung der Dampfzufuhr von einer Hochdruck- und einer Niederdruckquelle zu einer Turbinenstufe, gekennzeich net durch eine Anzahl von stromaufwärts der genannten Turbinenstufe auf einem Umfang angeordneten bogen förmigen Dampfeinlässen sowie durch eine Anzahl von Kanälen, die die genannten Auslässe mit den genannten bogenförmigen Dampfeinlässen verbinden. 3.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die in zwei Einlasskammern unter teilte Kammer des Ventilgehäuses länglich ist, die erste Einlasskammer mittels des ersten Einlasses mit einer Hochdruckquelle in Verbindung steht, die zweite Ein- lasskammer mittels des zweiten Einlasses mit einer Nie derdruckquelle in Verbindung steht, die genannten Ein lässe an zwei einander gegenüberliegenden Seiten der länglichen Kammer liegen, und dass die zwischen den Einlässen liegende Kammer in einen Hochdruckraum und einen Niederdruckraum unterteilt ist.
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