DE2425794A1 - Dampfkraftanlage mit speisewasservorwaermung durch anzapfdampf - Google Patents

Dampfkraftanlage mit speisewasservorwaermung durch anzapfdampf

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DE2425794A1 DE19742425794 DE2425794A DE2425794A1 DE 2425794 A1 DE2425794 A1 DE 2425794A1 DE 19742425794 DE19742425794 DE 19742425794 DE 2425794 A DE2425794 A DE 2425794A DE 2425794 A1 DE2425794 A1 DE 2425794A1
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Description

Patentanw&ito DIpl.-lng. R. BEFTZ βθΐν,
DIpS-·':·.", Κ. i. Λ;.^r--JiTCHT
DiV;::;/. /■ - :. -' .: C Z Jf.
β M ti η oh a η '/.i, Sismsdoristr, 1β
81-22.682Ρ(22.683H) 28. 5. 1974
HITACHI, LTD., Tokio (Japan)
Dampfkraftanlage mit Speisewasservorwärmung durch Anzapfdampf
Die Erfindung betrifft Dampfkraftanlagen mit Speisewasservorwärmung durch Anzapfdampf und insbesondere Verbesserungen der Beheizung der Speisewasservorwärmer.
Bisher pflegt man Wärmekraftanlagen so zu betreiben, daß ihre Istleistung nahe ihrer Nennleistung ist. So hat man Fortschritte in der technischen Entwicklung dieses Gebietes mit besonderem Streben nach
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81-(A 199-03)-Bgn-r (12)
Erhöhung des thermischen Wirkungsgrades bei Istleistung nahe der Nennleistung der Anlage erzielt. Es ist daher allgemein üblich gewesen, Dampfturbinenanlagen so zu entwerfen, daß ihr thermischer Wirkungsgrad seinen Höchstwert dann erreicht, wenn ihre Istleistung nahe der Nennleistung ist. Jedoch ist in den letzten Jahren mehr und mehr gewünscht worden, eine Dampfturbine so zu betreiben, daß sie eine ihrer Nennleistung nahe Istleistung nur dann, wenn der Bedarf an elektrischer Leistung seinen Höchstwert erreicht, erzeugt, dagegen normalerweise nur mit Teillast von 50 - 80 % betrieben wird. So ist das hier zu lösende Problem nicht, wie man den thermischen Wirkungsgrad dann erhöhen kann, wenn die Anlage eine Istleistung nahe ihrer Nennleistung erbringen soll, sondern wie man den thermischen Wirkungsgrad bei Teillast von 50 - 80 % erhöhen kann.
Eines der Verfahren zur Erhöhung des thermischen Wirkungsgrades bei Teillast würde darin bestehen, die Anlage so zu entwerfen, daß die Dampfturbine ihren besten Wirkungsgrad in der Regelstufe bei Teillast erreicht. Aber dieses Verfahren bringt keine deutliche Verbesserung des Wirkungsgrades, weil es von Verbesserung des inneren Wirkungsgrades in der Regelstufe abhängt.
Allgemein ist bekannt, daß der thermische Wirkungsgrad eines mit Speisewasservorwärmung durch Anzapfdampf arbeitenden Dampfkraftprozesses je nach der Anzahl der Anzapfstufen und nach der Speisewasser-Endtemperatur (das ist die Speisewassertemperatur am Eintritt in den Dampferzeuger) veränderlich ist. In der Praxis geschieht die Dampfanzapfung, wenn der Druck in der Hauptdampfleitung etwa 130 at beträgt, in fünf oder sechs Stufen und, wenn dieser Druck etwa 170 at beträgt, in sechs bis acht Stufen, damit die An-
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lage wirtschaftlich arbeitet. Ferner ist allgemein bekannt, daß die vom Standpunkt des thermischen Wirkungsgrades günstigste Höhe der Speisewasser-Endtemperatur je nach der Anzahl der Dampfanzapfungsstufen schwanken kann. Im allgemeinen wird die Speisewasser-Endtemperatur etwas niedriger als diejenige gewählt, bei der der thermische "Wirkungsgrad am höchsten sein würde. Dies geschieht im wesentlichen deshalb, weil, wenn die Speisewasser-Endtemperatur erhöht wird, das zur Speisewasservorwärmung nötige Dampfvolumen und somit auch der Dampfverbrauch der Turbine höher wird und infolgedessen die Leistungsfähigkeit des Dampferzeugers und der Speisepumpen höher sein muß; dies hat die Nachteile, daß es die Anlagekosten erhöht und die Anlage unwirtschaftlich macht.
Die Erfindung hat als Aufgabe, eine Dampfkraftanlage mit Speisewasservorwärmung durch Anzapfdampf zu schaffen, deren thermischer Wirkungsgrad bei Teillast durch Verbesserungen der Speisewasservorwärme-Einrichtung bei Teillast verbessert ist, ohne daß die Kosten der Anlage merklich höher wären. Dabei soll die Speisewasser-Endtemperatur je nach der Last gesteuert werden können, und zwar auf verhältnismäßig einfache Weise.
Die wichtigsten Merkmale der Erfindung, welche eine mit Speisewasservorwärmung durch Anzapfdampf arbeitende Dampfkraftanlage, die eine Dampferzeugungsanlage, eine Dampfturbinenanlage und Wntereinandergeschaltete Hochdruck- und Niederdruck-Speisewasservorwärmer aufweist, in der oben erwähnten Weise zu betreiben ermöglicht, sind folgende: Eines von ihnen besteht darin, daß der hochdruckseitige Speisewasservorwärmer an Anzapfleitungen angeschlossen ist, die an mindestens zwei Dampfturbinen-Entspannungsturbinen vonein-
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ander verschiedenen Druckes angeschlossen sind, so daß dem hochdruckseitigen Speisewasservorwärmer Anzapfdampf dann, wenn die Dampfturbine mit höherer Last betrieben wird, aus der Stufe niederen Druckes und dann, wenn die Turbine mit niederer Last betrieben wird, aus der Stufe höheren Druckes zugeführt wird. Ein zweites Merkmal ist, daß der niederdruckseitige Speisewasservorwärmer an Anzapfleitungen angeschlossen ist, die an mindestens zwei Dampfturbinen-Entspannungsstufen voneinander verschiedenen Druckes angeschlossen sind, die an der niedrigeren Druckseite als die beiden vorerwähnten Dampfturbinen-Entspannungsstufen angeschlossen sind, so daß dem niederdruckseitigen Speisewasservorwärmer Anzapfdampf dann, wenn die Turbine mit höherer Last betrieben wird, aus der Stufe niederen Druckes und dann, wenn die Turbine mit niederer Last betrieben wird, aus der Stufe höheren Druckes zugeführt wird. Ein drittes Merkmal besteht darin, daß in den Anzapfleitungen Drosselvorrichtungen angeordnet sind.
Die Erfindung erhöht den thermischen Wirkungsgrad einer mit Speisewasservorwärmung durch Anzapfdampf arbeitenden Dampfkraftanlage bei Teillast, ohne aber die Anlage bei Höchstlast-Betrieb unwirtschaftlich zu machen. Erfindungsgemäß wird eine wirtschaftliche Dampfkraftanlage geschaffen, die bei höherer Last mit verhältnismäßig niedriger Speisewasser-Endtemperatur arbeitet, damit der Dampfverbrauch geringer wird, und die bei Teillast mit Erhöhung der Speisewasser-Endtemperatur auf fast die bei Teillast günstigste Temperatur arbeitet, so daß der thermische Wirkungsgrad bei Teillast erhöht werden kann, ohne daß die Kosten der Anlage höher würden.
Die Erfindung schafft eine zur Verbesserung des thermischen
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Wirkungsgrades einer Dampfkraftanlage bei Teillast dienende Einrichtung, die auf einem technischen Gedanken beruht, der sich vor der herkömmlichen Technik auszeichnet.
Die Erfindung betrifft also eine Anlage, die eine Dampferzeugungsanlage einer Dampfturbinenanlage, eine Kondensationsanlage und Hochdruck- und Niederdruck-Speisewasservorwärmer aufweist, die zu einer von Dampf und Wasser im Kreislauf durchströmten Anlage vereinigt sind. Der hochdruckseitige Speisewasservorwärm er ist an Anzapfdampfleitungen angeschlossen, die an mindestens zwei Dampfturbinen-Entspannung sstufen vom untereinander. verschiedenen Druck und verschiedener Temperatur angeschlossen sind, und in diesen Anzapfdampfleitungen sind Steuerungsvorrichtungen angeordnet, welche Anzapfdampf in den hochdruckseitigen Speisewasservorwärmer dann, wenn die Turbine mit höherer Last läuft, von der niedrigeren Turbinen-Druckstufe , aber dann, wenn die Turbine mit niedrigerer Last läuft, von der höheren Turbinen-Druckstufe einführt, so daß der thermische Wirkungsgrad dann, wenn die Turbine mit Teillast von 50 bis 80 % läuft, erhöht wird.
Gewisse im folgenden benutzte Begriffe dienen nur zur Vereinfachung der Beschreibung und bilden keine Beschränkung. "Anzapfdampf" bezeichnet auch den aus der letzten Stufe der Hochdruckturbine oder der Mitteldruckturbine ausströmenden "Abdampf". "Hochdruckseitiger Speisewasservorwärmer" bezeichnet einen Speisewasservorwärmer, der an einer den Dampferzeuger näheren Stelle angeordnet und dessen Druck um eine Stufe niedriger als derjenige des Speisewasservorwärmers mit dem höchsten Druck ist, wenn mehr als drei Speisewasservorwärmer vorhanden sind.
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Die Anzapfung von Dampf höheren Drucks und Anzapfung von Dampf niedrigen Druckes können mittels geeigneter Umschaltvorrichtungen untereinander ausgetauscht werden. Es ist zu beachten, daß die Stellung, in der das Umschalten bewirkt wird, nach Wunsch gewählt werden und daß in gewissem Grad der Dampf höheren Drucks mit dem Dampf niederen Druckes gemischt werden kann, ohne daß die Erfindung verlassen würde.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert: Es zeigen:
Fig. 1, 2 und 3 im Wärmeflußbild die Anordnung der verschiedenen, durch Rohrleitung miteinander verbundenen Teile einer ersten bzw- zweiten bzw. dritten Ausführungsform der Erfindung.
Die in Fig. 1 gezeigte Dampfkraftanlage besteht aus einer Dampferzeugungsanlage 10, einem Dampfturbo-Generator 20, einer Kondensationsanlage 30 und einer Speisewas servorwärm-Anlage 40. Die Dampferzeugungsanlage 10 enthält einen Verdampfer 11, in dem Dampf erzeugt wird. Dieser Dampf strömt durch eine Haupt-Dampfleitung 13 zu einer Hochdruckturbine 21, in der er Arbeit leistet, und danach durch eine Leitung 14 von niedrigerer Temperatur zum Zwischenüberhitzer 12, in welchem er zwischenüberhitzt wird. Der zwischenüberhitzte Dampf strömt durch eine Dampfleitung 15 höherer Temperatur zur Niederdruckturbine 22, in der er Arbeit leistet.
Die Hochdruckturbine 11 und die Niederdruckturbine 22 sind durch eine Welle miteinander gekuppelt, und die Niederdruckturbine
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ist an ihrem Wellenende mit einem Stromerzeuger 23 gekuppelt. Der Abdampf der Niederdruckturbine 22 strömt durch eine Abdampfleitung 24 zu einem Kondensator 31, wo er gekühlt und zu Wasser kondensiert wird. Das Wasser wird mittels einer Kondensatpumpe 32 zur Speisewasservor wärm-Anlage 40 gefördert; diese enthält, wie aus der Zeichnung ersichtlich, Speisewasservorwärmer in vier Stufen, nämlich einen Niederdruck-Speisewasservorwärmer 42, einen Entgaser 43 und zwei hintereinandergeschaltete Hochdruck-Speisewasservorwärmer 44 und 45; zu.bzw. von der Vorwärmanlage führen eine Kondensatleitung 41 bzw. eine Speisewasserleitung 47. Am Ausgang des Entgasers 43 ist eine Speisepumpe 46 angeordnet, die das Wasser zur Dampferzeugungsanlage 10 fördert.
An den Hochdruck-Speisewasservorwärmer 45 sind eine Anzapfleitung 48, die für Anzapfung bei Betrieb mit höherer Last dient und von der Abdampfleituhg der Hochdruckturbine 21 oder der zum Zwischenüberhitzer führenden Dampfleitung 14 abzweigt, und eine Anzapfleituhg 49, die für Anzapfung bei Betrieb mit niedrigerer Last dient und von der Mitte der Hochdruckturbine 21 abzweigt, angeschlossen, so daß dem Vorwärmer 45 Heizdampf aus zwei Anzapfstufen voneinander verschiedenen Druckes zugeführt werden kann. In der für Betrieb mit höherer Last dienenden Anzapfleitung 48 ist ein Rückschlagventil 53 und in der für Betrieb mit niedrigerer Last dienenden Anzapfleitung 49 ist ein Anzapf-Umschaltventil 54 angeordnet. Wenn dieses Anzapfungs-Umschaltventil 54 geöffnet wird, schließt sich infolge des Druckunterschiedes zwischen den durch diese beiden verschiedenen Leitungen fließenden Abdampf ström en das Rückschlagventil 53 von selbst, so daß Anzapfdampf aus der Mitte der Hochdruckturbine 21 in den Hochdruck-Speisewasservorwärmer 45 fließt. Umgekehrt wird,
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wenn das Anzapfungs-Umschaltventil 54 geschlossen wird, das Rückschlagventil 53 von selbst sich öffnen, so daß dem Hochdruck-Speisewas servorwärmer 45 Anzapfdampf durch die zum Zwischenüberhitzer führende Dampfleitung zufließt. Anzapfdampfleitungen 50, 51 und 52 führen Anzapfdampf von der Niederdruckturbine 22 zum Hochdruck-Speisewasservorwärmer 44 bzw. zum Entgaser 43 bzw. zum Niederdruck^Speisewasservorwärmer 42.
Wie ersichtlich, erhält, wenn die Anlage mit höherer Last betrieben wird und daher das Anzapfungs-Umschaltventil 54 geschlossen ist, der Speisewasservorwärmer 45 seinen Heizdampf aus dem Abdampf der Hochdruckturbine 21, so daß die Temperatur des der Dampferzeugungsanlage 10 zugeführten Wassers, also die Speisewasser-Endtemperatur, verhältnismäßig niedrig ist. Infolgedessen ist der Dampfverbrauch verringert, und daher können die Hochdruckturbine 21, die Dampferzeugungsanlage 10, die Speisewasservorwärmer 44 und 45 und die Speisepumpe 46 für kleineren Durchsatz ausgelegt, also die Anlagekosten verringert werden. Dagegen wird, wenn die Anlage mit Teillast betrieben und das Anzapfungs-Umschaltventil 54 geöffnet wird, dem Speisewasservorwärmer 45 aus der Mitte der Hochdruckturbine Dampf höheren Druckes zugeführt, also die Speisewasser-Endtemperatur erhöht und somit der thermische Wirkungsgrad der mit Anzapfdampf-Speisewasservorwärmung arbeitenden Anlage erhöht.
Bisher ist es allgemein üblich gewesen, die Speisewasser-Endtemperatur einer mit Speisewasservorwärmung durch Anzapfdampf arbeitenden Dampfkraftanlage bei hoher Last unter ihren zur Erhaltung des thermischen Wirkungsgrades günstigsten Wert abzusenken. Zu dieser
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Übung haben in gewichtigem Maße Kostenerwägungen, nämlich der Zwang, an Anlagekosten, wie oben beschrieben, zu sparen, beigetragen.
Wenn die Erfindung ausgeführt wird, wird aus derselben Anzapfstelle wie bei einer Anlage früherer Art bei Betrieb mit höherer Last Anzapfdampf niedrigeren Druckes gewonnen, so daß der gleiche thermische Wirkungsgrad wie bei der Anlage früherer Art erzielt wird. In der erfindungsgemäßen Anlage wird bei Betrieb mit Teillast Anzapfdampf höheren Druckes an der hinsichtlich des thermischen Wirkungsgrades günstigsten Stelle entnommen und dadurch der thermische Wirkungsgrad der Anlage bei Teillast auf den für die Anlage mit Speisewasservorwärmung durch Anzapfdampf höchstmöglichen Wert gehoben.
Außer dem oben erwähnten Faktor kann zu der durch Anwendung dieser Erfindung erreichten Erhöhung des thermischen Wirkingsgrades bei Teillast auch eine Steigerung des inneren Wirkungsgrades der Hochdruckturbine beitragen. Genauer gesagte Im allgemeinen wird der innere Wirkungsgrad der Hochdruckturbine 21 bei Betrieb mit höherer Last niedriger, da der in der Regelstufe durch Drosselung entstehende Energieverlust bei niedrigerer Last zunimmt. Erfindungsgemäß wild bei Teillast der dem letzten Vorwärmer zuzuführende Heizdampf von der Seite niedrigeren Druckes zur Seite höheren Druckes umgeschaltet und dadurch das Volumen des in die Hochdruckturbine 21 eintretenden Dampfes vergrößert. So kann Drosselregelung selbst bei Teillast mit dem bei Vollast erreichbaren günstigen Wirkungsgrad angewendet werden. Auch dies trägt dazu bei, den thermischen Wirkungsgrad, wenn die erfindungsgemäße Anlage mit niedriger Last betrieben wird, zu erhöhen.
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Fig- 2 zeigt im Wärmeflußbild eine mit Zwischenüberhitzung, mit Speisewasservorwärmung durch Anzapfdampf und mit Kondensation ausgestattete Dampfturbinenanlage mit einer anderen Ausführungsfonn der Erfindung, die auf demselben Grundgedanken wie die in Fig. 1 dargestellte Anlage beruht.
Die in Fig. 2 gezeigte Anlage ähnelt der in Fig. 1 gezeichneten mit Ausnahme dessen, daß die Anzapfleitung 48, durch die bei Betrieb mit höherer Last Anzapfdampf zum Hochdruck-Speisewasservorwärmer 45 geleitet wird, mit der Anzapfleitung 50, die zum Hochdruck-Speisewasservorwärmer 44 führt, durch eine Zweigleitung 55 verbunden und daß ein Anzapfungs-Umschaltventil 56 in dieser Zweigleitung 55 und ein Rückschlagventil 57 in der Anzapfleitung 50 angeordnet ist. Die Anzapfungs-Umschaltventile 54, 56 werden, wenn die Anlage mit höherer Last betrieben wird, geschlossen, so daß Anzapfdampf dem Speisewasservorwärmer 45 durch die zum Zwischenüberhitzer führende Dampfleitung 14 und dem Speisewasservorwärmer 44 von der Niederdruckturbine 22 her zugeführt wird. Umgekehrt werden die Anzapfungs-Umschaltventile 54, 56 dann, wenn die Anlage mit niedrigerer Last betrieben wird, geöffnet; dadurch schließen sich selbsttätig die Rückschlagventile 53, 57, so daß Anzapfdampf dem Speisewasservorwärmer 45 von der Mitte der Hochdruckturbine 21 her und dem Speisewasservorwärmer 44 durch die zum Zwischenüberhitzer führende Leitung 14 vom Austritt der Hochdruckturbine 21 her zuströmt.
Wenn die Erfindung, wie in Fig. 1 gezeigt, ausgeführt wird, kann die Speisewassertemperatur im Hochdruck-Speisewasservorwärmer 45 auf ungeordnet hohen Wert ansteigen. Wenn das der Fall
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ist, kann der Anstieg der Speisewassertemperatur im Hochdruck-Speisewasservorwärmer 45 verringert und ein gleichmäßiger Anstieg der Speisewassertemperatur in allen Speisewasservorwärmern dadurch erreicht werden, daß dem Hochdruck-Speisewasservorwärmer 44 Anzapfdampf von um eine Stufe niedrigerem Druck aus der Turbine 21 durch die für Betrieb mit höherer Last bestimmte AnäZäpfdämpfieitung 48 zugeführt wird. So ist also der thermische Wirkungsgrad der Anlage bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführung höher als bei der in Fig;. I dargestellten Bauart.
Bei den in Fig. 1 und Fig» 2 gezeigten Ausführungsformen ist der Hochdruck^Speisewasservorwärmer 45 an Abdampfleitungen angeschlossen, die an zwei Entspannungsstufen der Dampfturbine angeschlossen sind, die voneinander verschiedenen Druck haben. Die Erfindung ist nicht auf diese Ausführungsformen beschränkt, und ähnliche Ergebnisse kann man erzielen, wenn man den Hochdruck-Speisewasservorwärmer 45 nur an die Abdampfleitung 49, die an die Hochdruckturbine in der Mitte angeschlossen ist, anschließt und in dieser Leitung 49 ein Abdampfdruckminderventil 60 anordnet, wie in Fig 3 gezeigt. Durch diese Einrichtung kann man den Druck des dem Hochdruck-Speisewasservorwärmers 45 zugeführten Abdampfes dann,. wenn die Dampfturbine mit höherer Last betrieben wird, mindern, aber dann, wenn die Dampfturbine mit niedrigerer Last betrieben wird, jenem Vorwärmer 45 Anzapf dampf zuführen, ohne seinen Druck zu mindern.
Man hat die Steigerung des thermischen Wirkungsgrades, die sich gemäß Erfindung in einer Dampfturbinenanlage von etwa 2QO 000 Kilowatt Leistung erreichen ließe, aufgrund von Versuchen errechnet.
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Die Ergebnisse zeigen, daß die Steigerung, wenn die Anlage bei Teillast von weniger als 85 % der Nennleistung betrieben wird, bei den Ausführungen nach Fig. 1 und nach Fig. 3 etwa 0,7 % und bei der Ausführung nach Fig. 2 etwa 1 % gegenüber einer ähnlichen Anlage früherer Art betragen würde.
Bei den gezeichneten und beschriebenen Ausführungsformen sind zwei Anzapfungs-Umschaltstellen vorhanden. Aber die Erfindung ist nicht auf diese Anzahl von Anzapfungs-Umschaltstellen beschränkt, und die Anzahl kann drei oder noch mehr betragen. Ferner ist die Erfindung anhand einer Turbine mit Zwischenüberhitzung und mit Kondensation beschrieben worden; aber sie kann natürlich auch in einer Turbine ohne Zwischenüberhitzung oder in einer Gegendruckturbine angewendet werden.
Für das Umschalten der Anzapfstellen lassen sich verschiedene Verfahren anwenden. Zum Beispiel kann das Umschalten vom Bediener von Hand nach dessen Entscheidung vorgenommen werden, oder es kann automatisch durch Erfassen der Betriebsverhältnisse, unter denen die Erfindung angewendet wird, geschehen. Wenn es automatisch geschieht 3 kann dieser Vorgang auf Erfassen beliebig vieler Veränderlicher wie z. B. der Generator-Belastung, der Verdampfung im Dampferzeuger, des Speisewassers, des Öffnungsgrades des Dampfturbinen-Regelventils, des Entspannungsdruckes der Dampfturbine oder des Anzapfdruckes gestützt werden. Zum Beispiel kann die Last des Generators 23 durch einen Generator last—Fühler 61 erfaßt werden, der Fühler-Signale für die Betätigung des Anzapfungs-Umschaltventils 54 durch eine elektrische Einrichtung 62 erzeugt-
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Claims (3)

A nspriiche
1./Dampfkraftanlage mit Speisewasservorwärmung durch Anzapfdampf, mit einer Dampferzeugungsanlage, einer Dampfturbinenanlage und hintereinandergeschalteten Hochdruck- und Niederdruck-Speisewasservorwärmern, dadurch gekennzeichnet, daß der Hochdruck-Speisewasservorwärmer (45) an mindestens eine Leitung (48) angeschlossen ist, durch die Dampf von einer Entspannungsstufe der Dampfturbinenanlage (20) iii ihn eingeführt wird, und daß in dieser mindestens einen Leitung (48) eine solche Steuerungseinrichtung (49, 53, 54) angeordnet ist, daß dem Hochdruck-Speisewasser-Vorwärmer (45) bei Betrieb der Dampfturbine mit niedriger Last Dampf von einem Druck und einer Temperatur zugeführt wird, der bzw. die ähnlich wie oder höher als der Druck und die Temperatur ist, mit dem bzw. mit der dem Vorwärmer Dampf bei Betrieb der Dampfturbine mit höherer Last zugeführt wird.
2. Dampfkraftanlage mit Speisewasservorwärmung durch Anzapfdampf, mit einer Dampferzeugungsanlage, einer Dampfturbinenanlage und hintereinandergesehalteten Hochdruck- und Niederdruck-Speisewasservorwärmern, dadurch gekennzeichnet, daß die Hoch-• druck-Speisewasservorwärmer (45 5 44) an Anzapfdampfleitungen (48, 49; 55, 50) angeschlossen sind, die an mindestens zwei Entspannungsstufen der Dampfturbinenanlage angeschlossen sind, deren Druck und deren Temperatur voneinander verschieden sind, und daß in diesen Anzapfdampfleitungen solche Steuerungsvorrichtungen (53, 54; 56, .57") angeordnet sind, daß den Hochdruck-Speisewasservorwärmern
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Anzapfdampf bei Betrieb mit hoher Last aus den Dampfturbinen-Entspannungsstufen niederen Druckes und bei Betrieb mit niederer Last aus den Entspannungsstufen höheren Druckes zugeführt wird (Fig. 2).
3. Dampfkraftanlage mit Speisewasservorwärmung durch Anzapfdampf, mit einer Dampferzeugungsanlage, einer Dampfturbinenanlage und hintereinandergeschalteten Hochdruck- und Niederdruck-Speisewasservorwärmern, dadurch gekennzeichnet, daß der Hochdruck-Speisewasservorwärmer (45) an eine Anzapfdampfleitung (49) angeschlossen ist, die an eine Dampfturbinen-Entspannungsstufe höheren Druckes angeschlossen ist und durch die dem Hochdruck-Speisewasservorwärmer bei Betrieb der Dampfturbinenanlage mit hoher Last Anzapfdampf von vermindertem Druck (60) zugeführt wird, aber bei Betrieb der Dampfturbinenanlage mit niedriger Last Anzapfdampf ohne wesentliche Druckminderung zugeführt werden kann (Fig. 3).
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