CH435460A - Gasentladungsdiode - Google Patents
GasentladungsdiodeInfo
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Description
Gasentladungsdiode Die Erfindung betrifft eine Gasentladungsdiode zur simultanen Erzeugung von elektrischen Impulsen und Lichtblitzen im Nanosekundenbereich. Ein solcher Impulsgeber kann Strom- und Lichtimpulse mit einer Anstiegszeit z < 10-1 s erzeugen.
Mit einem mechanischen Impulsgeber gelang es 1958 Kerns, Kirsten und Cox nahezu simultane Strom- und Lichtimpulse im Nanosekundenbereich zu erzeugen. Allerdings betrug dabei die Folgefrequenz der Impulse im Höchstfall einige 10= Hz. 1961 bauten Kerns und Cox eine Entladungsröhre, in der eine Koronaentladung Lichtblitze mit einer Anstiegszeit von etwa 10-9 s lie ferte.
Caplan und Stewart nutzten im gleichen Jahre eine von Malmberg 1957 untersuchte Gasentladung zur simultanen Erzeugung von Licht- und Stromimpulsen aus. Es handelt sich hierbei um eine Entladung zwischen Elektroden in einer Wasserstoffatmosphäre, die perio disch mit hohen Folgefrequenzen zündet. Caplan und Stewart massen der Reinheit des verwendeten Wasser stoffs grosse Bedeutung bei. Die angegebene Impulsan- stiegszeit von 1-10-9 s wurde mit einer Füllung er zielt, die man durch Destillation von flüssigem Wasser stoff erhält.
Die Elektrodenabstände betrugen 0,5 bis 2 mm und die Fülldrücke unter 1 atm. Bekannt ist auch die Verwendung von Edelgasen in Entladungsröhren, insbesondere von Xenon, mit einem Druck von über 10 atm sowie Xenon-Krypton von etwa 20 atm. Bisher verwendete Elektroden weisen kugelförmig bzw. spitz kegelige Enden auf, wobei der Spitzenwinkel kleiner als 90" war. Elektroden solcher Art sind auch bei Funken induktoren bekannt. Der Elektrodenabstand betrug 1 mm und weniger.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gasentladungs.röhre zu schaffen, mit der Impulsan- stiegszeiten unter 10-9 s bei geringstem Aufwand, ins besondere hinsichtlich der Reinheit des Füllgases er reicht werden können.
Die erfindungsgemässe Gasentladungsdiode zur simultanen Erzeugung von Strom- und Lichtimpulsen für den Nanosekundenbereich ist dadurch gekennzeich net, dass a) der Elektrodenabstand kleiner als 0,5 mm ist, b) der Fülldruck des Füllgases zumindest 760 Torr beträgt, c) die Elektroden stiftförmig sind, 2 mm Durchmes ser und 20 mm Länge aufweisen, und d) die Anode in .einem Kegel endet und das ihr ge genüberstehende Ende der Kathode abgerundet ist.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausfüh- rungsbeispiel näher erläutert werden.
In einem Hartglaskolben sind zwei Wolframstifte von 2 mm Durchmesser und 20 mm Länge als Elektro den eingeglast. Der Elektrodenabstand beträgt 0,2 mm. Der Anodenstift endet in einem Kegel von 90 Öff nungswinkel, dessen Spitze schwach gerundet ist. Die Kathode stellt .eine Kugelkathode von 20 mm Krüm- mungsradius dar.
Bei dieser Elektrodengeometrie, Elek- trodenabständen kleiner als 0,2 mm und Drücken grös- ser als 760 Torr, werden Anstiegszeiten der Spannungs- und Lichtimpulse von einigen 10-19 s erreicht. Durch Variation des Elektrodenabstandes kann die Impulsan- stiegszeit verändert werden. Als Füllgas dient techni scher Wasserstoff von 1,5 atm. Andere Füllgase, insbe sondere Edelgase erscheinen ebenfalls geeignet.
Füllgase mit hoher Zündspannung, z. B. Argon, können bei ent sprechenden Drücken Impulsamplituden über 5 Ampere liefern. Eine spektrale Verschiebung .des Strahlungsma ximums der Lichtimpulse ist über einen veränderten Fülldruck möglich. Die Röhre liefert bei Betrieb Span nungsimpulse von 50 Volt an einem Arbeitswiderstand von 70 Ohm mit einer Folgefrequenz von einigen kHz.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Gasentladungsdiode zur .simultanen Erzeugung von Strom- und Lichtimpulsen für den Nanosekundenbe- reich, dadurch gekennzeichnet, dass a) der Elektrodenabstand kleiner als 0,5 mm ist, b) der Fülldruck des Füllgases zumindest 760 Torr beträgt, c) die Elektroden stiftförmig sind, 2 mm Durchmes ser und 20 mm Länge aufweisen, d) die Anode in einem Kegel endet und .das ihr ge genüberstehende Ende der Kathode abgerundet ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Gasentladungsdiode nach Patentanspruch,dadurch gekennzeichnet, dass das Füllgas Wasserstoff ist. 2. Gasentladungsdio@de nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, ,dass das Füllgas ein Edelgas ist.3. Gasentladungsröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Kathode an ihrem freien Ende einen Krümmungsradius von etwa 20 mm besitzt und die Anode in einem Kegel mit einem öffnungs- winkel G90 ausläuft.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD8371763 | 1963-01-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH435460A true CH435460A (de) | 1967-05-15 |
Family
ID=5477834
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1332563A CH435460A (de) | 1963-01-11 | 1963-10-29 | Gasentladungsdiode |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH435460A (de) |
| CS (1) | CS155056B1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0408954A3 (en) * | 1989-07-19 | 1991-05-15 | Yazaki Corporation | Gas-filled discharge tube |
-
1963
- 1963-10-29 CH CH1332563A patent/CH435460A/de unknown
-
1964
- 1964-01-11 CS CS19064A patent/CS155056B1/cs unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0408954A3 (en) * | 1989-07-19 | 1991-05-15 | Yazaki Corporation | Gas-filled discharge tube |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CS155056B1 (de) | 1974-05-30 |
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