CH437031A - Universalschleifmaschine zum Rundschleifen, Einstechschleifen und Tauchschleifen - Google Patents
Universalschleifmaschine zum Rundschleifen, Einstechschleifen und TauchschleifenInfo
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Description
Universalschleifmaschine zum Rundschleifen, Einstechschleifen und Tauchschleifen Die Erfindung betrifft eine Universalschleifmaschine zum Rundschleifen, Einstechsahleifen und Tauchschlei- fen. Bisher musste jeder der drei Arbeitsgänge auf einer besonderen Maschine durchgeführt werden.,
was höhere Kosten und grösseren Zeitaufwand bedingte.
Die Erfindung bezweckt eine Universalschleifmaschi- ne zu schaffen, welche alle diese Aufgaben erfüllen kann. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die Maschine für spanabhebende Fertigung zusätzlich, einen auf einem Schlitten beweglichen Revolverkopf mit vollhydrauli- scher Steuerung und eine automatisch arbeitende Zuführ- einrichtung besitzt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Er findungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Univer- salschleifmaschine mit Revolversupport nebst Revolver kopf mit horizontaler Lagerung und automatisch arbei- tender Material-Zuführeinrichtung,
Fig. 2 ein Schnitt durch eine Universalschleifmaschi- ne mit automatisch arbeitender Einrollvorrichtung in Verbindung mit einem Revolversupport und Fig. 3 ein im Tauchschleifverfahren hergestelltes Werkstück mit weiteren Bearbeitungsfolgen.
Der Grundaufbau der Maschine ist bekannter Art, weshalb auch die Darstellung des Maschinenbettes 1 und des hydraulischen Antriebs des Schlittens 2, der durch Zylinder, Kolben und Kolbenstange in den Gleitführun- gen des Maschinenbettes 1 hin- und herbeweglich ist, in der Zeichnung fortgelassen wurde.
Der Werkstückspindelstock 3 ist mit dem Schlitten 2 fest verschraubt und zur Aufnahme von Stangenmate rial mit einer Spannvorrichtung 4 ausgerüstet. Die Spann- einrichtung ist auswechselbar und kann, falls Werkstük- ke zwischen Spitzen geschliffen werden sollen, durch eine Körnerspitze 5 ersetzt werden.
In Verlängerung der Hauptspindelachse des Werkstückspindelstocks 3 ist auf einem eigenen Untersatz 20 eine Materialzuführeinrich- tung 6 fest montiert, deren Arbeit elektro-hydraulisch gesteuert wird. Auf dem Zwischenschlitten 8, der mit denn Schlitten 2 fest verbunden ist, ist der längsverschiebbare Revolversupport 9 gelagert.
Von einem Zylinder 10 wird über eine Kolbenstange 11 und ein Böckchen 12, das fest mit dem Revolversupport 9 verschraubt ist, die ho rizontale Bewegung eingeleitet. Die Zuführung des Druck öls erfolgt wechselweise über die Leitungen 13 und 14 vom Steuerventil 15 aus,
das durch einen Elektroma gneten 16 je nach der erforderlichen Bewegungsrichtung des Revolversupports 9 gesteuert wird. Die Leitungen 17 und 18 dienen für die Zu- und Abführung des Druck- mittels.
Zur Begrenzung der Längsverschiebbarkeit des Re- volversupports 9 ist am rückwärtigen Ende eine Lager stelle 21 zur Aufnahme einer drehbaren Anschlagtrom- mel 22 mit 6 verstellbaren Anschlagschrauben 23 ange ordnet.
Eine Bohrung 26 im vorderen Teil des Revolversup- ports 9 dient zur Aufnahme des mit 6 Werkzeugaufnah- men 25 bestückten Revolverkopfes 24 mit horizontaler Lagerung. Eine elektrisch-hydraulische Schalteinrichtung zum Einschwenken der Werkzeuge 27 in die Arbeitsstel- lung des Revolverkopfes 24 ist mit der Schaltanordnung der Anschlagtrommen 22
synchronisiert.
Für Arbeiten zwischen Spitzen ist eine Arretierein- richtung des Revolverkopfes 24 und eine Festklemm- vorrichtung des Revolversupports vorgesehen (nicht ge zeichnet).
Der in Fig. 2 dargestellte Schnitt zeigt die Anordnung des Schleifspindelstocks 34 zur Stellung des Revolver kopfs 2:
4. Auf dem Bett 1 ist der Untersatz 30, in dem die Zustelleinrichtung 31 für den Schleifspindelstock 34 un tergebracht ist, fest montiert. Die Zustellung des Schleif spindelstocks 34, der im rechten Winkel zur Lage des Revolversupports 9 angeordnet ist,
wird über eine Ge windespindel 32 und eine Mutter 33 auf den Schleif spindel'stock 34 übertragen. Die Zustellbewegung des Schleifspindelstocks 34 ist mit der Schaltung des Revol verkopfs hydraulisch abstimmbar, so dass bei gleichr zeitigen Arbeitsoperationen kein Überschneiden der Ar beitsfolgen eintreten 'kann.
Als weitere Einrichtung der universellen Ausrüstung der Maschine ist im Schleifspindelstock 34 eine Dop- peleinrollvorrichtung 35 eingebaut, mit der zum Form- und Tauschschleifen das notwendige Profil auf den Um fang der Schleifscheibe 36 eingerollt wird. Zweckmässig ist die Einrollvorrichtung 35, wie Fig. 2 zeigt, in schwenk barer Ausführung direkt hinter der Schleifscheibe 36 an geordnet.
Mit 40 ist ein um eine feste Achse 39 schwenk barer Hebelbock bezeichnet, der zur Aufnahme der bei den Profilierrollen 37 und 40 dient, von denen die erste mittels eines auf dem Hebelbock 40 fest verankerten Bolzens 41 drehbar gelagert, die zweite dagegen halb starr mit der Welle 42 verbunden und zum Antrieb durch einen Elektromotor 44 drehbar im Hebelbock 40 einge bettet ist.
Die schwenkbare Anordnung hat den Vorteil, dass die bei wiederholter Benutzung der Profilierrolle 37 bemerkbare Abnutzung, die sich gleichzeitig auf die Schleifscheibe 36 überträgt und eine Verzerrung des Pro fils hervorruft, ausgeglichen werden kann, indem durch eine kleine Drehung des Hebelbockes 40 die Mutterpro filierrolle 43 in Arbeitsstellung gebracht und durch deren Funktion die Profiltreue an der Schleifscheibe 36 wieder hergestellt wird.
Die Schwenkung des Hebelbocks 40 mit dem Elektromotor 44 und den Profilierrollen 37 und 43 erfolgt hydraulisch durch den im Zustellschlitten 45 hin und herbeweglichen Kolben 46 über die Kolbenstange 47, die durch ein Gelenk 48 mit dem Hebelbock gekup pelt ist.
Die Zustellung der Profiliereinrichtung 35 kann sowohl hydraulisch über die Gewindespindel 50, die Mutter 49, über ein Zahnradgetriebe 51 und den Hy- draulikkolben 52 als auch von Hand über das Hand rad 53, die Welle 54, die Zahnräder 55, 56 und 57, über die Gewindespindel 58 und die Mutter 59 rauf das La ger 60 und den Vorschubschlitten 45 erfolgen.
Die Arbeitsweise der Einrollvorrichtung 35 ist fol gende: Bei der in Fig. 2 gezeigten Stellung befindet sich die Profilierrolle 37 mit der Schleifscheibe 36 in Ein- griffsstellung. Die Schleifscheibe 36 dreht sich bekannt lich beim Einrollen des Profils mit stark verminderter Drehzahl, die eine Umfangsgeschwindigkeit von 0,5 bis 1,
5 m/s nicht überschreiten soll. Wird nun die Profilier rolle 37 mit einem Druck von 20 bis 100 kp/cm je nach Scheibenbreite gegen die Schleifscheibe 36 gedrückt, so überträgt sich die Form der Profilierrolle durch das Aus- brechen von Körnern aus der Bindung auf den Um fang der Schleifscheibe 36.
Wird nach längerer Benut zung der Profilierrolle 37 eine Verzerrung des Profils, die sich auch im Profil der Schleifscheibe 36 bemerkbar macht, festgestellt, so muss eine Korrektur des Profils sowohl an der Schleifscheibe 36 als auch an der Pro filierrolle 37 vorgenommen werden.
Der Ablauf ist folgender: Eine in der Zeichnung nicht dargestellt Steuerung führt über ein Leitungssy- stem Drucköl in den Zylinder 62. Durch die Beauf- schlagung schiebt sich der Kolben 46 mit der Kolben stange 47 nach vorn, schwenkt den Hebelbock 40 um seine Achse 39 und bringt die sogenannte Mutterprofi- lierrolle 43 in Arbeitsstellung.
Ein Kontaktschalter schal- tet den für den Antrieb der Mutterprofilierrolle 43 vor gesehen Elektromotor ein und versetzt sie in langsame Umdrehungen.
Gleichzeitig tritt der Beistellkolben 52 in Tätigkeit und drückt über den Beistellschlitten 45, der mit dem Hebelbock 40 über den Bolzen 39 in. Verbin dung steht, die Mutterprofilierrolle 43 gegen die Schleif- scheibe 36 und führt somit die Korrektur des Profils durch.
Nach Beendigung des Arbeitsganges wird der Beistellschlitten wieder automatisch zurückgezogen, der Hebelbock 4.0 schwenkt durch entgegengesetzte Druck- bea.ufschlagung auf den Kolben 46 um, bringt die Mut terprofilierrolle 43 in Ruhestellung und. setzt gleichzei tig den Antriebsmotor 44 still. Die Profilierrolle 37 wird zwangsläufig mit der Schleifscheibe 36 in, Eingriff ge bracht.
Der Antriebsmotor der Schleifscheibe 36 schal tet sich ein und bringt diese auf Schleifgeschwindigkeit. Die Beistelleinrichtung 50-52 tritt in Tätigkeit und fühlt die Profilierrolle 37 an den Umfang der Schleifscheibe 36, wobei die Korrektur auf die Profilierrolle 37 über tragen wird und dadurch ihre ursprüngliche Form zu rückerhält. Erst hiernach kann der Einsatz der Schleif scheibe 36 wieder beginnen.
Fig. 3 stellt den Vorgang eines im Tauschschleifver- fahren gefertigten Weckstücks dar. In Fig. 3a ist die Schleifoperation des ersten Werkstücks beendet, die Schleifscheibe 36 ist in ihre Ausgangsstellung zurückge zogen.
Die automatisch arbeitende Materialzuführein- richtung hat den Werkstoff bis zum Anschlag 60, der zugleich auch als Führung für die Weiterverarbeitung des Werkstücks dient, geschoben und mittels der Spannvor- richtung 4 geklemmt. Gleichzeitig fährt der in Fig. 1 an geführte Revolversupport 9 vor und setzt den Revolver kopf 24 zum ersten Arbeitsgang, dem Zentrieren, ein; es folgt anschliessend der zweite, das Bohren und gleich darauf das Gewindeschneiden.
Der Revolversupport 9 mit dem Revolverkopf 24 wird automatisch in seine Ausgangsstellung gebracht. Inzwischen hat die Schleif- scheibe das zweite Werkstück geschliffen und gleich zeitig das erste vom zweiten getrennt, Fig. 3b. Die Schleifscheibe fährt in ihre Ausgangsstellung zurück, die Führung 60 öffnet sich, und der Ausstosser 61 tritt in Tätigkeit, Fig. 3c. Das Arbeitsverfahren beginnt von neuem.
Durch die Abstimmung der Einsetzzeit der verschie denen Maschinen-Einrichtungen untereinander ist ein 'überschneiden der Arbeitsfolgen nicht möglich.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Universalschleifmaschine zu Rundschleifen, Ein- stechschleifen und Tauchschleifen, dadurch gekenn zeichnet, dass die Maschine für spanabhebende Ferti- gung zusätzlich einen auf einem Schlitten (9) beweglichen Revolverikopf (24) mit vollhydraulischer Steuerung und eine automatisch arbeitende Zuführeinrichtung (6) besitzt,UNTERANSPRÜCHE 1. Universalschleifmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschine mit einer au tomatisch oder von Hand zuzustellenden Einrollvorrich- tung (35) mit Profilierrolle (37) und Mutterprofilierrolle (43) ausgerüstet ist.2. Universalschleifmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschine für Tauch schleifen mit einem beweglichen Anschlag (60) nebst Ausstosser (61) zusätzlich zu der Spannvorrichtung (4) bestückt ist.3. Universalschleifmaschine nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrollvorrichtung (35) in einem um eine feste Achse (39) schwenkbaren Hebel bock (40) angeordnet ist, auf dessen festem Bolzen (41) die Profilierrolle (37) drehbar gelagert ist, während die Mutterprofilierrolle (43) halbstarr mit einer von einem Elektromotor (44) angetriebenen Welle (42) verbunden ist.4. Universalschleifmaschine nach Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebelbock (40) mit dem Elektromotor (44) und den Profilierrollen (37, 43) hydraulisch durch einen im Zustellschlitten (45) hin und herbeweglichen Kolben (46) mit Kolbenstange (47) schwenkbar ist.5. Universalschleifmaschine nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorschubschlitten (45) der Einrollvorrichtung (35) hydraulisch über eine Ge- windespindel (50) mit Mutter (49) und ein. Zahnradge triebe (51) oder von Hand mittels eines Handrades (53), einer Welle (54), der Zahnräder (55, 56, 57) und einer Spindel (58) mit Mutter (59) beweglich ist.
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