Beschlag für in Liegestellung bringbare Sitzmöbel, insbesondere Bettbänke Die Erfindung bezieht sich auf einen Beschlag für in Liegestellung bringbare Sitzmöbel, insbesondere Bett bänke, und zwar der bekannten Art, bestehend aus einem unter der Spannung einer Feder beweglichen, aus vier Stäben gebildeten Gelenkviereck, von dem der erste Stab ortsfest am Gestell des Möbels festgelegt ist und einer der beiden an ihn angelenkten Stäbe an seinem Ende schwenkbar mit den beiden jeweils den Sitz- bzw. Lehnenteil tragenden Lagerteilen verbunden ist,
die als breite Laschen mit zweckmässig abgewin- keltien Endteilen zur Festlegung in Sitz- bzw. Lehnen- teil ausgebildet sind und von denen einer den die beiden Lenker (zweiten und dritten Stab) verbindenden vierten Stab des Gelenkviereckes bildet, wobei ein zwischen den Lagerteilen wirkendes Sperrglied zur Begrenzung und bzw. oder Verriegelung des in die aufrechte Stel lung zu bewegenden Innenteiles vorgesehen ist.
Die bekannten Beschläge dieser Art sind deswegen nachteilig, weil die konstruktive Ausbildung des Sperr gliedes, z. B. als eine lange, unter Federdruck stehende Lasche oder als eine mit Haken versehene, unter Fe derdruck stehende Klinke, nicht nur den starken Be anspruchungen beim Gebrauch eines derartigen Möbels nicht gewachsen ist, sondern weil die bekannten Sperr glieder darüber hinaus durch die Verwendung von Bolzen als Widerlager durch die grossen, zu übertragen den Kräfte anfällig gegen Deformierungen sind, wo durch eine störungsfreie Funktion nicht gewährleistet ist, ja der Beschlag sogar unbrauchbar werden kann.
Insbesondere ist eine solche Funktion dann oft ge fährdet, wenn der Lehnenteil des Möbels aus seiner aufrechten Stellung in die Liegestellung umgeklappt werden muss, bei welcher Bewegung bei den bekannten Konstruktionen nicht ausreichend Raum vorgesehen ist, damit die Entriegelung des Sperrgliedes sicher erfolgen kann.
Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu be seitigen und einen Beschlag der eingangs genannten Art zu schaffen, der, konstruktiv einfach ausgebildet, in seiner Funktionsweise zuverlässig ist und schliesslich auch besonders einfach handzuhaben ist. Der erfin dungsgemässe Beschlag unterscheidet sich bekannten gegenüber dadurch, dass das an dem einen der beiden Lagerteile angeordnete Sperrglied eine Auflagefläche aufweist, die mit dem anderen der beiden Lagerteile an dessen schmaler Stirnkante in und ausser Eingriff bring- bar ist.
Bei der bevorzugten Ausführungsform des erfin dungsgemässen Beschlages ist das Sperrglied als Klappe mit aussen abgewinkeltem, die Auflagerfläche bildenden Endteil um eine parallel zur Beschlagfläche liegende Achse in einer Ausnehmung derselben kippbar gelagert, Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung, in welcher eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes beispiels weise dargestellt ist, Es zeigen:
Fig. <B>1</B> und 2 Seitenansichten des Beschlages, unter Andeutung der Bettbank, in Liege- und Sitzstellung, wobei das Sperrglied weggelassen ist, Fig. <B>3</B> eine vergrösserte Darstellung des Zentral teiles des Beschlages in Seitenansicht, Fig. 4 einen Schnitt nach der Kreisbogenlinie IV-IV der Fig. <B>3</B> und Fig. '5-7 der Fig, 4 entsprechende Schnitte in ver schiedenen Stellungen des Beschlages während seiner Arbeitsweise.
Der erfindungsgemässe Beschlag besteht, wie aus Fig. <B>1</B> und 2 hervorgeht, aus einem Gelenkviereck, das aus vier Stäben 1-4 zusammengesetzt ist, wo bei ein fünfter Stab<B>5</B> an einem Punkt<B>6</B> des Gelenk- viereckes frei schwenkbar angelenkt ist.
Der erste Stab<B>1</B> des Gelenkviereckes wird in ub- licher Weise etwa horizontal am strichliert angedeute ten kastenartigen Unterteil<B>7</B> des Möbels, beim dar- gestellen Ausführungsbeispiel einer Bettbank, befestigt, und zwar mittels Schrauben<B>8,</B> welche Bohrungen in den Enden des Stabes<B>1</B> durchsetzen.
Nahe den Enden des ersten Stabes sind der zweite Stab 2 und der dritte Stab<B>3</B> des Gelenkviereckes, welche beiden Stäbe Lenker bilden, gelenkig angeschlossen, wobei der dritte Stab<B>3</B> über eine Zugfeder<B>9</B> mit dem ersten Stab<B>1</B> verbunden ist; in üblicher Weise stützt sich dabei das eine Ende dieser Druckfeder unmittelbar im dritten Stab<B>3</B> ab, während das andere Ende an einer Lasche <B>10</B> eingehakt ist, die am ersten Stab<B>1</B> drehbar gelagert ist.
Die freien Enden der beiden Lenker 2,<B>3</B> sind durch den einen Lagerteil 4 verbunden, welcher den (strichliert angedeuteten) Sitzteil<B>11</B> aufnimmt; an dem Gelenkpunkt<B>6</B> zwischen dem zweiten Stab 2 und dem vierten Stab 4 ist ferner noch der zweite Lagerteil<B>5</B> für den (strichliert angedeuteten) Lehnenteil ange schlossen. Der zweite Stab 2 und die beiden Lagerteile 4,<B>5</B> besitzen also eine einzige, ihnen gemeinsame Dreh achse<B>6,</B> die durch einen Bolzen gebildet ist. Der Lager teil 4 für den Sitzteil<B>11</B> besitzt an seinem anderen Ende den ebenfalls durch einen Bolzen gebildeten An- schlusspunkt <B>13</B> für den dritten Stab<B>3.</B>
Die beiden Lagertefle 4,<B>5</B> selbst sind in üblicher Weise in Form von breiten Laschen ausgebildet, die an ihren voneinander abgekehrten Enden, also der ge meinsamen Schwenkachse<B>6</B> gegenüber,<B>je</B> mit einem winkelig abgebogenen Endteil 14 versehen sind, der in üblicher Weise Bohrungen aufweist, durch welche hindurch mittels Schrauben die starre Verbindung der Lagerteile 4,<B>5</B> mit dem Sitzteil<B>11</B> bzw. dem Lehnen- teil 12 erfolgt.
Am Lagerteil<B>5</B> für die Lehne 12 (Fig. <B>3)</B> ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein Sperrglied<B>15</B> angeordnet, das in Form einer Klappe ausgebildet ist. Im Lagerteil<B>5</B> ist zu diesem Zweck eine Ausnehmung <B>16</B> vorgesehen, die im wesentlichen rechteckige Form aufweist, jedoch in der Mitte der beiden längeren Seiten Laschen<B>17</B> aufweist, die den einen Anschlag für die Klappe<B>15</B> bilden, um deren Bewegung gegen den La- ,erteil (Y <B>5</B> hin zu begrenzen.
An den gegenüberliegenden, die Laschen<B>17</B> tra genden Rändern der Ausnehmung <B>16</B> im Lagerteil<B>5</B> sind unter rechtem Winkel zu diesem zwei parallele Lappen<B>18</B> vorgesehen, welche zur Aufnahme der Schwenkachse für die Klappe durchbohrt sind. Letztere besteht beim dargestellten Ausführungsbeispiel aus ei nem Spl-int <B>19.</B>
Auf diesen Splint ist die Klappe<B>15</B> aufgeschoben; die Klappe<B>15</B> selbst besteht aus einem winkelförmigen Formstück, von dem ein Schenkel 20 zwei zueinander und zu den beiden Lappen<B>18</B> parallele, im Abstand voneinander liegende Laschen 21 aufweist, welche von dem Splint<B>19</B> durchsetzt werden. Der andere Schenkel 22 des Winkelstückes ist aussen abgewinkelt und bildet innen eine gerade Auflagerfläche <B>23,</B> die mit der schma len Stirnkante 24 des anderen Lagerteiles 4 in und ausser Eingriff gebracht werden kann. Die Anordnung ist dabei im wesentlichen so getroffen, dass die Achs richtung des Splintes<B>19</B> im wesentlichen zu der Schwenkachse<B>6</B> hin verläuft.
Zwischen den beiden Laschen 21 des Schenkels 20 ist über den Splint<B>19</B> eine Schraubendrehfeder <B>25</B> geschoben, die sich mit beiden Enden am Schenkel 20 der Klappe<B>15</B> abstützt bzw. an diesem festgelegt ist. Den Mittelteil der Schraubenfeder <B>25</B> bildet ein Führungsbügel<B>26,</B> der sich unter rechtem Winkel vom Federende vom Spliht weg in die im Lagerteil<B>5</B> vor gesehene Ausnehmuno, <B>16</B> hinein erstreckt, diese durch setzt und um ein kurzes Stück, etwa entsprechend der Stärke des anderen Lagerteiles 4, überragt (Fig. 4).
<B>0 -.</B> Dieser Führungsbügel<B>26</B> wird zweckmässig von einer Gleitrolle<B>27</B> umgeben, um sein leichtes Abrollen auf den Führungsteilen des anderen Lagerteiles 4 zu er möglichen. In der NormalsteRung nach Fig. <B>3</B> (span nungslose Feder<B>25)</B> befindet sich der Bügel<B>26</B> der Schraubenfeder<B>25</B> etwa unter rechtem Winkel ge neigt zum Schenkel 20 der Klappe<B>l'5,</B> somit parallel zu deren zweiten Schenkel 22.
Im anderen Lagerteil 4 ist zur Betätigung des Führungsbügels<B>26</B> eine sektorartige Aussparung<B>28</B> (Fig. <B>3)</B> vorgesehen, die in der Bahn des Führungs bügels beim Verschwenken der Lagerteile 4,<B>5</B> zueinan der liegt und in welche der Fürhungsbügel <B>26</B> ein treten kann, wenn die beiden Lagerteile 4,<B>5</B> überein ander hinweg verschwenkt werden.
Die Arbeitsweise des erfindungsgemässen Beschlages wird nun an Hand der Fig. 4-7 näher erläutert.
Wenn beispielsweise das Möbel sich in der Liege stellung nach Fig. <B>1</B> befindet, dann stehen die beiden La,-erteile 4,<B>5</B> etwa unter einem Winkel von<B>60'</B> zu einander, so dass ihre abgewinkelten Endteile 14 in einer Geraden liegen (Fig. <B>5).</B> Dabei ist der Führungsbügel <B>26</B> gegen die Laschen<B>17</B> in der Ausnehmung <B>16</B> hin im Lagerteil<B>5</B> verschwenkt worden, so dass also die Schraubenfeder einen Druck auf das abgewinkelte Ende 22 der Klappe<B>15</B> ausübt, und zwar im Sinne einer Verdrehung (in der Fig. <B>5)
</B> im Uhrzeigersinn; die Klappe<B>15</B> befindet sich daher ausserhalb der Aus- nehmung <B>16;</B> in dieser Stellung liegen die Endkanten <B>30</B> der Laschen 21 am Lagerueil <B>5</B> auf und bilden demnach den anderen Anschlag für Begrenzung ihrer Verschwenkung.
Erfolgt nun in an sich bekannter Weise eine Be wegung der beiden Laggerteile 4,<B>5</B> in Richtun <B>g</B> emier Entfernung ihrer abgewinkelten Endteile 14 vonein ander, um7das Möbel aus der Liegestellung in die Lehn- stellun- nach Fi-. 2 zu bringen, so tritt zunächst der Führungsbügel<B>26</B> der Schraubenfeder<B>25</B> unter Ent spannung derselben in die, Ausnehmung <B>28</B> am anderen Lagerteil 4 ein und wird durch diese hindurch bewegt-,
bis der Bügel<B>26</B> an der Endkane <B>29</B> dieser Ausneh- mung <B>28</B> aufgehalten (Fig. <B>6)</B> und unter dem Spat <B>19</B> hinweg (in der Fig. <B>6)</B> entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird.
Bei weiterem Auseinanderschwen- ken der Lagertefle 4,<B>5</B> übt daher die auf diese Weise gespannte Schraubenfeder<B>25</B> einen Druck auf die Klappe<B>15</B> aus, derart, dass diese durch die Ausnehmung <B>16</B> hindurchtritt und auf dem Bereich zwischen der Kante<B>29</B> der Ausnehmung <B>28</B> und der Stirnkante 24 des Lagerteiles 4 an diesem angehalten wird.
Wenn der abgewinkelte Schenkel 22 dabei die Stirnkante 24 des Lagerteiles überschreitet, wird durch den Druck der Feder<B>25</B> die Klappe<B>15</B> (in Fig. <B>6</B> im Ge- genuhrzeigersinn) zum Einrasten gebracht,<B>d.</B> h. sie verschwenkt sich in die Stellung nach Fig. <B>7,</B> so dass die Auflagerfläche <B>23</B> die Ausnehmung <B>16</B> im Lagerteil <B>5</B> durchtritt und daher den Lagerteil<B>5</B> gegenüber dem Lagerteil 4 durch Umgreifen der Kante 24 mit dem Schenkel 22 verriegelt.
In dieser Stellung gemäss Fig. <B>7</B> können also beliebig grosse Kräfte auf die beiden Lager teile 4,<B>5</B> in Richtung ihrer gegenseitigen Annäherung einwirken, ohne dass irgend eine Beschädigung des Beschlages zu befürchten -ist,
denn über das gemeisame Schwenklager<B>6</B> und die durch die Auflagerfläche <B>23</B> gebildete Berührungszone mit der Stimkante 24 ergibt sich eine einwandfreie und sichere Kraftübertragung vom Lehnenteil 12 zum Sitzteil<B>11.</B> aus dieser Sperrstellung wiederum in die Liege stellung nach Fig. <B>1</B> bzw. <B>6</B> zurückzukehren, genügt es, den Lehnenteil 12 so weit anzuheben, dass der Führungs bügel<B>26</B> bzw. seine Rolle<B>27</B> über die Stirnkante 24 des Lagerteiles 4 hinweggeglitten ist,
somit die Feder spannung der Klappe aufgehoben wird; diese nimmt daher die Stellung nach den Fig. <B>3</B> und 4 ein, worauf die Lagerteile 4,<B>5</B> wieder zueinander verschwenkt werden können. Bei dieser Bewegung bewirkt nuninehr der Führungsbügel<B>26</B> das Freigeben der Klappe-<B>15</B> dadurch, dass er, in Fig. 4 gesehen, hinter dem Splint<B>19</B> auf die Kante 24 aufläuft und dadurch unter Spannung der Feder<B>25</B> die Klappe<B>15</B> aus der Ausnehmung <B>16</B> im Lagerteil<B>5</B> heraushält;
letzterer kann daher unge hindert über den anderen Lagerteil 4 hinweg geschwenkt werden, so lange, bis der Führungsbügel<B>26</B> in die Ausnehmung <B>28</B> dieses anderen Lagerteiles 4 einrastet bzw. diese wieder verlässt. Damit ist die ursprüngliche Liegestellung für den Beschlag wieder erreicht worden.
Bei der Beschreibung der Wirkungsweise der er findungsgemässen Anordnung wurde darauf verzichtet, die Funktion des Gelenkviereckes 1-4 näher zu be schreiben, da diese der bei derartigen Beschlägen allge mein üblichen vollständig entspricht und nicht Gegen stand der Erfindung ist.
Im Rahmen der Erfindung sind mancherlei<B>Ab-</B> änderungen an dem beschriebenen Ausführungsbeispiel möglich; insbesondere kann die Klappe an dem einen oder dem anderen der beiden Lagerteile vorgesehen werden, und an Stelle einer Schraubenfeder könnten natürlich auch zwei voneinander getrennte Federn oder ähnliche federnde Elemente vorgesehen werden.