CH438094A - Handgranate - Google Patents
HandgranateInfo
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Description
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Handgranate Die vorliegende Erfindung betrifft eine Handgranate mit einer Sprengladung, einem Zündverzögerungsele- ment mit Sprengkapsel, einer über eine mechanische Abzugsvorrichtung auslösbaren mechanischen Schlagvorrichtung zum Anschlagen des Zünders, einem Deto- nator und einem übertragungselement zwischen Sprengkapsel und Detonator.
Bekannte Handgranaten dieser Art weisen den Nachteil auf, dass sie im entsicherten Zustand in der Hand des Werfenden explodieren können, wenn sie nicht frühzeitig genug abgeworfen werden. Die Zeitver- zögerungszeit muss aus Sicherheitsgründen relativ gross, d. h. 4-6 Sekunden gewählt werden, Um einem solchen Unfall, der sich leider immer wieder ereignet, vorzubeugen, werden Handgranaten insbesondere von ängstlichen, nervösen Soldaten vielfach zu früh und ziellos abgeworfen. In diesem Fall und bei schnellem Abwerfen hat der zu bekämpfende Feind noch Zeit, sich in Dek- kung zu bringen oder die Granate zurückzuwerfen.
Es gibt weiterhin Handgranaten der vorerwähnten Art, die mit einer zusätzlichen, zwischen dem Zündver- zögerungselement und dem Detonator plazierten Sicherheitsvorrichtung ausgerüstet sind. Diese besteht im wesentlichen aus einem ortsveränderbaren übertra- gungselement, das zeitlich nach dem Zünden bzw. Anschlagen des Zünders, und zwar durch die letzte Bewegungsphase der Abzugvorrichtung, in die wirksame Stellung, d. h. in die Wirkungslinie Zündverzögerungsele- ment - Detonator gebracht wird.
Trotz der grösseren Sicherheit, die eine solche Handgranate bietet, indem bei nicht ganz betätigter Abzugvorrichtung eine Explosion in der Hand ausgeschlossen ist, besteht ein Nachteil darin, dass die nicht völlig entsicherte Granate nach Abbrennen des Zündverzögerungselements nicht mehr einsatzfähig ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Handgranate zu entwickeln, die unter Ausschaltung dieser Nachteile die grösstmögliche Sicherheit für die Bedienungsperson aufweist und den Zweck er- füllt, nach kurzer Zeitverzögerung nach dem Aufschlag zu explodieren.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zur mechanischen Abzugvorrichtung - eine in ihrer Grundstellung durch die Abzugvorrichtung gesperrte und ihrerseits die Schlagvorrichtung sperrende Handsicherungsvorrichtung vorgesehen ist, welche ein in einer nach aussen offenen Gehäusekammer untergebrachtes, mittels Federkraft nach aussen gedrängtes Handsicherungsorgan aufweist, zu dem Zweck, während und nach dem Betätigen der Abzugvorrichtung das Entsperren der Schlagvorrichtung so lange mittels der die Granate umspannenden und das Handsicherungsor- gan überdeckenden Hand zu verhindert, bis sich die Granate auf dem Fluge befindet.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine stiellose Handgranate entsprechend der Linie A-A der Fig. 4, Fig.2 einen Längsschnitt entsprechend der Linie B-B der Fig. 4, Fig.3 einen Längsschnitt entsprechend der Linie C-C der Fig. 4, Fig.4 einen Querschnitt entsprechend der Linie D-D der Fig. 2,
Fig. 5 eine Ansicht der Handgranate von oben und Fig.6 einen Schiessbecher zum Abschiessen der Handgranate mittels Karabiner oder Schneilfeuerge- wehr.
Die Handgranate besteht, abgesehen von einem später noch beschriebenen Abdeckkäppchen, aus dem einteiligen Gehäusekörper 1 aus thermoplastischem Material. Dieser beinhaltet zunächst den nach unten mittels einem angefalzten Deckel 2 abgeschlossenen und von dem Mantel la und dem Boden 1b gebildeten zylinder- förmigen Sprengstoffraum 7. In seinem oberen Bereich besitzt der Gehäusemantel la Aussengewinde 1c zur Befestigung eines Splittermantels 3, welcher mit seinem oberen Rand gegen die Gehäuseschulter 1k anliegt.
Zwischen dem Gehäuseboden 1b des Sprengstoffraumes
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7 und der durch senkrechte Verbindungswandungen 1e, 1f, 1g, 1h, 1i, 1j an diesen angeformten äusseren Stirnwand 1d befinden sich die Kammern 4, 12 zur Unterbringung der verschiedenen Funktionsorgane. Eine erste, zum Gehäusemantel hin offenen Kammer 4 dient zur Unterbringung der Handsicherungsvorrichtung. Das Hauptorgan derselben ist das als Schwenkhebel ausgebildete Handsicherungsorgan 5i.
Es ist an einem Ende mittels des halbkreisförmigen Vorsprunges 5a in dem ebenso geformten Pfannenlager 1e' einer Verbindungswandung 1e schwenkbar gelagert. In dem dem Pfannenlager 1e' gegenüberliegenden Endbereich besitzt es die Bohrung 5b, welche von dem eine Bohrung 1d' der äus- seren Stirnwand, die Kammer 4, sowie eine Bohrung 1b' des Bodens 1b des Sprengstoffraumes 7 durchragenden und innerhalb letzteren mittels des Halteringes 8 gesicherten Abzugbolzen derart durchdrungen ist, dass dessen eingeschnürter Bereich 6a mit der Bohrung Sb zusammentrifft.
Ein mit dem Abzugbolzen 6 in dessen Kopfbereich gelenkig verbundener Abzugring 9 lagert in der schlitzförmigen, grossflächigen Kammer 10, die von der äusseren Stirnwand ld und einer dieser planparallel angeformten Wandung 11 gebildet wird. Der Boden 1f der Kammer 4 für die Handsicherungsvorrichtung bildet gleichzeitig eine Seitenwandung der im weiteren von der Seitenwandung lg, der hinteren Abschlusswandung 1h und dem vorderen Abdeckkäppchen 13, sowie dem Boden 1b des Sprengstoffraumes 7 und der äusseren Stirnwand 1d gebildeten Schieberkammer 12.
Diese besitzt runden Querschnitt, welcher im Bewegungsbereich des Schiebers 14 zur Trennwand 1f hin durch die Längsnute 1f' erweitert ist. Der hintere, zur Unterbringung der Schlagfeder 15 dienende Bereich der Schieberkammer 12 ist verjüngt ausgebildet. Das mittels der beiden Bügel 16 befestigte Abdeckkäppchen 13 trägt den eingeformten, in Längsrichtung der Schiebekammer 12 ausgerichteten, nach innen weisenden Zündstift 17. Der Schieber 14 weist entsprechend seiner Kammer 12 ebenfalls runden Querschnitt auf und ist in seinem hinteren Bereich mit einem seitlichen, in der Nut 1f' gleitenden Vorsprung 14a versehen.
In diesem befindet sich ein mit seiner Spitze schräg nach vorne geneigtes Sackloch 14b, in das zur Schieberverriegelung die vordere Spitze eines Sicherungsstifts 18 eingreift. Dieser durchdringt von der Kammer 4 aus die Trennwand 1f mit der Neigung des Sackloches 14b und liegt mit seinem Kopf 18a mit dem Druck einer sich einerseits gegen den Kopf 18a und andererseits gegen einen Vorsprung der Trennwand 1f abstützenden Druckfeder 23 innenseitig gegen das Handsicherungsorgan 5 an.
Der Angriffspunkt zwischen dem Sicherungsstift 18 und dem Handsicherungs- orCan 5 liegt verhältnismässig nah am Schwenklager 1e, um zu verhindern, dass geringfügige Schwenkbewegungen des Organes 5 bereits eine Entriegelung des Schiebers 14 herbeiführen. Die schräge Anordnung des Sicherungsstifts 18 im bezug auf die Schieberlängsachse wurde zur Verminderung von Reibungswiderständen gewählt.
Der Schieber 1 besitzt zunächst eine zum Schlagstift 17 hin offene Längsbohrung 14d, die im hinteren Schie- berbereich in die zum Boden 1b des Sprengstoffraumes 7 hin offene Senkrechtbohrung 14c mündet. In der Längsbohrung 14d lagert das den Zünder 19a und die Sprengkapsel 19b aufweisende Zündverzögerungsele- ment 19 und in der Senkrechtbohrung 14c das übertra- gungselement 20. Der Boden 1b des Sprengstoffraumes 7 ist zur Unterbringung des in den Raum 7 ragenden Detonators 21 zentrisch bzw. zur Schieberkammer 12 hin durchbrochen.
Die gegenseitige Anordnung von Detonator 21 und Übertragungselement 20 ist so getroffen und die beiden Schieberstellungen sind konstruktiv so festgelegt, dass das Übertragungselement 20 bei hinterer, also verriegelter Schieberstellung gegenüber dem Detonator 21 soweit verschoben ist, dass eine gegenseitige Zündbeeinflussung unmöglich ist. Bei der vorderen, die Zündung einleitenden Schieberstellung überdecken sich der Detonator 21 und das Übertragungselement 20 derart, dass die Wirkungslinie Zünder 19a - Detonator 21 geschlossen ist.
Die Funktion der Handgranate ist folgende: Zunächst wird durch Herausdrehen des Abzugringes 9 aus seiner Kammer 10 die Transportsicherung aufgehoben. Während nun eine Hand die Granate aussen umspannt und auf das Handsicherungsorgan 5 drückt. wird der Abzugbolzen 6 entsperrt und mittels des in Axialrichtung des Abzugbolzens 6 geschwenkten Abzugringes 9 aus der Granate herausgezogen und somit das Handsicherungsorgan 5 entsichert.
Die Sperrstellung des Abzugbolzens 6 bezweckt, dass erst nachdem die Handgranate richtig umfasst und auf das Handsiche- rungsorgan 5 gedrückt wird, der Abzugbolzen 6 herausgezogen werden kann. Ohne diese Sperrung könnte die Abzugvorrichtung beliebig ausgezogen werden, so dass das Handsicherungsorgan ungewollt aus der Handgranate gestossen würde, was einen Unfall zur Folge haben könnte.
Das Handsicherungsorgan 5 wird also durch die die Granate umspannende Hand am Ausschwenken, d. h. an der Entriegelungsbewegung für den Schieber 14 gehindert. Sollte sich in diesem Augenblick das Werfen der Granate für den Moment oder überhaupt erübrigen, so kann dieselbe nicht nur beliebig lange gefahrlos in der Hand gehalten werden, sondern sie kann gegebenenfalls durch Wiedereinstecken des Abzugbolzens 6 in den ursprünglichen, völlig gesicherten Zustand zurückversetzt werden. Wird die Granate jedoch geworfen, so stösst die Sicherungsfeder 23 im Augenblick des Flugbeginns den Sicherungsstift 18 und mit diesem das Handsicherungselement 5 aus und löst diese Organe völlig von der Granate.
Der Schieber 14 schnellt gegen den Zündstift 17, der seinerseits den Zünder 19a ansticht. Da sich in dieser Schieberstellung das übertra- gungselement 20 mit dem Detonator 21 überdeckt, erfolgt nach Ablauf der dem Zündverzögerungselement 19 eigenen Verzögerungszeit die Zündung auf den Detona- tor 21, der seinerseits die Sprengladung im Raume 7 auslöst und die Granate zur Explosion bringt. Da die Zündung erst im Granatenflug erfolgt, können Zündver- zögerungselemente 19 mit äusserst kurzen Verzögerungszeiten verwendet werden, die dem Feind keine Zeit zur Deckung lassen,
vielweniger für das Zurückwerfen der Granate.
Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass sich die Handgranate nicht nur in der aussergewöhnlichen Sicherheit für die Bedienungsperson und in der Zweckerfüllung, namentlich möglichst wenig verzögert nach dem Aufschlag zu explodieren, auszeichnet, sondern durch einen äusserst einfachen und kostensparenden Aufbau;
denn in dem bis auf das kleine Abdeckkäppchen 13 einteiligen Kunststoffgehäusekörper 1 sind alle Kammern für die Funktionsorgane in nur einer senkrecht zur Gra- natenlängsachse verlaufenden Ebene von der Seite her angeformt. Der zylindrische Sprengstoffraum 7 besitzt eine maximale Grösse, indem er in seiner ganzen Länge
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den gesamten Granatenquerschnitt ausfüllt ohne dass irgend eine Kammer für die Funktionsorgane, von der Sicherung des Abzugstifts 6 abgesehen, in ihn hineinragt. Die Granate ist gegen Wasser und Feuchtigkeit praktisch unempfindlich.
Ein weiterer Fortschritt wird dadurch erzielt, dass die Handgranate bei Verwendung eines Schiessbechers 22 als Gewehrgranate mit Karabiner oder Sturmgewehr geschossen werden kann. Die Granate wird in den auf den Gewehrlauf aufgesteckten Schiessbecher 22 gesteckt. Nach Entsicherung derselben mittels des Abzugringes 9 liegt das Handsicherungsorgan 5 gegen die Innenwand 22a des Schiessbechers an, die somit die Sicherungsfunktion der die Granate sonst vor dem Wurf umspannenden Hand übernimmt.
Nach Abschuss der Granate mittels einer in das Gewehr eingesetzten Treib- patrone, d. h. sobald die Granate den Schiessbecher 22 verlässt, werden, wie beim Abwurf, das Handsiche- rungsorgan 5 und der Sicherungsstift 18 ausgestossen, und somit die Zündkapsel 19a angestochen.
Die Handgranate kann ohne den Splittermantel 3 als Offensiv-Handgranate und mit aufgeschraubtem Splittermantel 3 als wirksame Defensiv-Handgranate verwendet werden.
Es ist ohne weiteres Ausführungsbeispiel verständlich, dass die beschriebene Handgranate auch in Eierform als sogenannte Eierhandgranate hergestellt werden kann. Dabei empfiehlt es sich, die Zünd- und Schlagvorrichtung in der Handgranaten-Längsachse anzuordnen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Handgranate mit einer Sprengladung, einem Zünd- verzögerungselement mit Sprengkapsel, einer über eine mechanische Abzugvorrichtung auslösbaren mechanischen Schlagvorrichtung zum Anschlagen des Zünders, einem Detonator und einem Übertragungselement zwischen Sprengkapsel und Detonator, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zur mechanischen Abzugvor- richtung eine in ihrer Grundstellung durch die Abzugvorrichtung gesperrte und ihrerseits die Schlagvorrichtung sperrende Handsicherungsvorrichtung vorgesehen ist, welche ein in einer nach aussen offenen Gehäusekammer untergebrachtes,mittels Federkraft nach aussen gedrängtes Handsicherungsorgan aufweist, zu dem Zweck, während und nach dem Betätigen der Abzugvorrichtung das Entsperren der Schlagvorrichtung so lange mittels der die Granate umspannenden und das Handsicherungsorgan überdeckenden Hand zu verhindern, bis sich die Granate auf dem Fluge befindet. UNTERANSPRÜCHE 1.Handgranate nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Handsicherungsorgan (5) als Schwenkhebel ausgebildet ist, welcher mit einem Ende (5a) in einem Pfannenlager (1e') der Kammerwandung (1e) lagert und im anderen Ende eine vom Bolzen (6) der Abzugvorrichtung durchtretende Bohrung (5g-) aufweist, weiterhin durch einen eine Bohrung des Kammerbodens (1f) durchtretenden Sicherungsstift (18), dessen vorderes Ende die Schlagvorrichtung sperrt und dessen hinteres, kopfförmig erweitertes Ende (18a) mit dem Druck einer sich einerseits gegen das kopfförmige Stiftende (18a) und andererseits gegen den Kammerboden (1f) abstützenden Schraubenwindungsfeder (23) von innen gegen das Handsicherungsorgan (5) anliegt. 2.Handgranate nach Patentanspruch I, bei der das Übertragungselement in einem über die Abzugvorrich- tung betätigbaren Schieber sitzt, der im gesicherten Zustand der Handgranate das Übertragungselement ausser- halb der Übertragungszone Sprengkapsel-Detonator hält, dadurch gekennzeichnet, dass der durch den Sicherungsstift (18) in seiner unwirksamen Lage gehaltene, unter der Wirkung einer Schlagfeder (15) stehende Schieber (14) ausser dem Übertragungselement (20) auch das Zündverzögerungselement (19) mit Zünder (19a) und Sprengkapsel (19b) enthält und dass der Zünd- stift (17) ortsfest in einer Schieberkammerwandung (13)eingeformt ist. 3. Handgranate nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, in stielloser Ausführung, dadurch gekennzeichnet, dass alle Organe (5, 18, 19) der Handsiche- rungsvorrichtung und der Schieber (14) in derselben, senkrecht zur Granatenlängsachse verlaufenden Ebene angeordnet sind und in dieser Ebene ihre Funktionsbewegungen ausführen, während der Abzugbolzen (6) senkrecht zu dieser Ebene ausgerichtet ist. 4.Handgranate nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 2 und 3, in stielloser Ausführung, gekennzeichnet durch einen bis auf ein seitliches Abdeck käppchen (13) für die Schieberkammer (12) einteiligen, nach unten becherförmig offenen, aus thermoplastischem Material oder Aluminiumguss gefertigten Gehäusekörper (1), welchem zwischen dem zur Lagerung des Detonators (21) zentrisch durchbrochenen Boden (1g-) des zylinderförmigen Sprengstoffraumes (7) und einer parallel zu dem Boden (1b) verlaufenden, durch senkrechte Verbindungswände und -Rippen (le, 1f, 1g, Ih, 1i, 1j) mit diesem verbundenen äusseren Stirnwand (1d)die Kammer (4) für die Handsicherungsvorrichtung und die Schieberkammer (12) von der Seite her angeformt sind, weiterhin durch eine der äusseren Stirnwand (1d) direkt angeformte, schlitzförmige, grossflächige, seitlich offene Kammer (10) zur Aufnahme des Abzugringes (9) und durch den die äussere Stirnwand (1d), die Kammer (4) für die Handsicherungsvorrichtung, das Handsiche- rungsorgan (5) und den Boden (1g-) des Sprengstoffraumes (7) durchragenden, innerhalb der Sprengstoffkammer (7) durch einen Haltering (8) gesicherten und im Höhenbereich der Bohrung (5g-) des Handsicherungsor- gans (5)eine Einschnürung (6a) aufweisenden Abzugbolzen (6). 5. Handgranate nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 2 bis 4 in stielloser Ausführung, dadurch gekennzeichnet, dass der in die Schieberkammer (12) ragende Zündstift (17) dem durch zwei Klammern (1g-) am Gehäusekörper (1) befestigten Abdeckkäppchen (13) der Schieberkammer (12) eingeformt ist. 6.Handgranate nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 2 bis 5, in stielloser Ausführung, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (1f) der Kammer (4) für die Handsicherungsvorrichtung gleichzeitig eine Längs- seitenwand der Schieberkammer (12) bildet, welche im Bewegungsbereich des Schiebers (14) einen runden, in die genannte, Längaseitenwand (1f) nutenförmig erweiterten Querschnitt aufweist, weiterhin dadurch, dass ein seitlicher, in der Nut (1f) gleitender Schiebervorsprung (14a) ein mit seiner Spitze zum Zündstift (17) hin geneigtes Sackloch (14b) aufweist,in das der vordere Bereich des mit gleicher Neigung die Trennwand (1f) durchdringenden Sicherungsstiftes (18) eingreift und den Schieber (14) gegen die Wirkung der sich im dem Zündstift (17) entgegengesetzten, verengten Endbereich der Schieberkammer (14) befindenden schraubenförmigen Schlagfeder (15) in der unwirksamen Grundstellung hält. <Desc/Clms Page number 4> 7.Handgranate nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch eine in Schieberlängs- richtung verlaufende, zum Zündstift (13) hin offene Schieberbohrung (14d), welche kurz vor dem Schieberende in eine zum Boden (1b) des Sprengstoffraumes (7) hin offene Senkrechtbohrung (14c) übergeht, weiterhin dadurch, dass sich in dem in Schieberlängsrichtung geführten Bohrungsbereich (14d) das Zündverzögerungs- element (19) und im senkrecht verlaufenden Bohrungsbereich (14c) das Übertragungselement (20) befindet,welches sich nur bei entsichertem, zum Zündstift (17) hin verschobenem Schieber (14) mit dem Detonator (21) überdeckt. B. Handgranate nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch die Ausbildung als Eierhandgranate, indem die Zünd- und Schlagvorrichtung in der Handgra- naten-Längsachse angeordnet ist. 9. Handgranate nach Patentanspruch 1 und Unteranspruch 4, in stielloser Ausführung, dadurch gekennzeichnet, dass der zylinderförmige Sprengstoffraum (7) nach unten hin durch einen aufgefalzten oder selbsthaltend aufgepressten Deckel (2) abgeschlossen ist.PATENTANSPRUCH II Verwendung der Handgranate nach Patentanspruch I als Gewehrgranate, dadurch gekenzneichnet, dass sie stiellos ausgebildet ist und auf einen auf einen Gewehrlauf aufsteckbaren Schiessbecher (22) aufgesteckt wird, welcher die Granate soweit umschliesst, dass das Handsicherungsorgan (S) gegen die Becherinnenwand (22a) anliegt.
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1964
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