CH438262A - Verfahren zur Herstellung von 2,5-Di-carbalkoxyamino-3,6-diamino-1,4-benzochinonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2,5-Di-carbalkoxyamino-3,6-diamino-1,4-benzochinonen

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CH438262A
CH438262A CH970763A CH970763A CH438262A CH 438262 A CH438262 A CH 438262A CH 970763 A CH970763 A CH 970763A CH 970763 A CH970763 A CH 970763A CH 438262 A CH438262 A CH 438262A
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diamino
benzoquinone
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benzoquinones
carbalkoxyamino
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CH970763A
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Erhart Winkelmann
Wolf-Helmuth Wagner
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Hoechst Ag
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C271/00Derivatives of carbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C271/06Esters of carbamic acids

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von 2, 5-Di-carbalkoxyamino-3, 6-diamino-1, 4-benzochinonen
Es sind bisher keine 2, 5-Di-carbalkoxyamino-1, 4benzochinone bekannt, die in 3-und   6-Stellung    eine unsubstituierte Aminogruppe tragen. In der deutschen Patentschrift Nr. 1 047 204 werden in 3-und 6-Stellung durch alkylierte oder   arylierte Aminogruppen    substituierte 2,   5-Dicarbalkoxyarnino-1,    4-benzochinone beschrieben, die durch Umsetzung von 2,   5-Di-carbalkoxy-    amino-3,   6-dihalogen-1,    4-benzochinon mit primären oder sekundären aliphatischen oder aromatischen Aminen hergestellt werden k¯nnen.



   Es wurde nun gefunden, dass man 2,   5-Di-carbalkoxy-    amino-3,   6-diamino-1,    4-benzochinone der Formel
EMI1.1     
 worin R einen Alkylrest mit   1    bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, dadurch herstellen kann, dass man auf 2, 3, 5, 6  Tetramino-1,    4-benzochinon   Chlorameisensäurealkyl-    ester der Formel
Cl-CO-O-R II einwirken lasst. Das nach dem Verfahren gemäss der Erfindung als Ausgangskomponente dienende 2, 3, 5, 6-Tetraamino-1, 4-benzochinon kann durch Reaktion von Chloranil mit Phthalimidl-Kalium und darauffolgende Hydrazinolyse des 2, 3, 5, 6-Tetra-phthalimido-1, 4-benzochinons dargestellt werden.



   In dem erfindungsgemäss zur Anwendung kommenden ChlorameisensÏurealkylester der Formel II kann R z. B. einen Methyl-, ¯thyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyloder Isobutylrest bedeuten.



   Das Verfahren, gemäss der Erfindung kann in der Weise durchgeführt werden, dass man 2, 3, 5, 6-Tetramino  I,    4-benzochinon in einem geeigneten, wasserfreien Ver  dünnungs-odler Lösungsmittel, vorzugsweise N-alkylier-    ten Amiden von niederen Carbonsäuren mit 1-2 C-Ato  men    wie
N,   N-Dimethylformamid,       N,    N-DiÏthylformamid,
N,   N-Dimethylacetamid,   
N,   N-Diäthylacetamid,   
N-Methyl-formamid,    N-Athyl-formamid,   
N-Methyl-acetamid,
N-Athyl-acetamid suspendiert und den Chlorameisensäurealkylester unter Rühren bei einer Temperatur zwischen 0 und   30     C zutropfen   lÅasst.    Bei der Umsetzung können auf ein Mol 2, 3,   5,

      6-Tetramino-1, 4-benzochinon zwei Mole Chlorameisensäurealkylester zur Anwendung kommen, jedoch empfiehlt es sich, für einen   Uberschuss    der zweiten Komponente zu sorgen, welcher bei niedrigsiedenden Chlor  ameisensäurealkylestern    bis zu   100% betragen    kann.



  Vorteilhafterweise wird nach   abgeklungener    Reaktion noch einige Stunden bei erhöhter Temperatur,   insbeson-    dere bei   90-100  C nachgerührt.    Da das Halogenatom bei der Umsetzung als Halogenwasserstoff abgespalten wird, empfiehlt es sich, zur Bindung der Säure einen geeigneten Säureacceptor zuzusetzen. Hierfür kommen beispielsweise in Betracht tertiÏre Amine wie Trimethylamin, TriÏthylamin, Dimethylanilin oder Alkali- bzw.



  Erdalkalicarbonate wie Natriumcarbonat,   Natriumbicar-    bonat, Kaliumcarbonat und Calciumcarbonat. Die Reaktion kann auch besonders vorteilhaft in einem Vertei  lungsmittel    durchgeführt werden, welches wie z. B. Pyridin gleichzeitig als Säureacceptor dient. Ferner kommen hierfiir andere organische Stickstoffbasen, z. B. a-,   ss-    und   y-Picolin,    Lutidin,   Kollidin,    Chinolin, Isochinolin und Chinaldin in Betracht. Vorzugsweise arbeitet man in der 10 bis 20fachen Menge eines solchen   Verdünnungs-    mittels. Die Umsetztemperatur kann zwischen Raum temperatur und   120  C liegen    ; zweckmässig arbeitet man bei 90 bis   100  C    (Dampfbad).

   Die Reaktionszeiten betragen je nach dem verwendeten   Chlorameisensäure-    alkylester und den sonstigen Bedingungen ein bis mehrere Stunden.



   Im allgemeinen fallen die gewünschten Verfahrenserzeugnisse sofort oder beim Abkühlen der Reaktionsmischung in kristalliner Form oder als Pulver an und können auf übliche Weise durch Absaugen isoliert werden. Das Reaktionsgut wird nach dem Absaugen mit Wasser behandelt oder die Reaktionsmischung   zweck-      mässigerweise    vor dem Absaugen mit etwa dem gleichen Volumen Wasser versetzt und das Reaktionsprodukt dann erst abgesaugt. Die   Verfahrenserzeugnisse    können gegebenenfalls durch Umkristallisieren aus einem geeigneten Lösungsmittel wie z. B. Nitrobenzol gereinigt werden.



   Die neuen   Verfahrenserzeugnisse    stellen wertvolle Heilmittel dar. Sie sind insbesondere für die Prophylaxe und Therapie der Geflügel-Coccidiose geeignet. Bereits bei Applikation geringer Dosen der Verfahrenserzeugnisse können voll ausgebildete Erkrankungen an Coccidiose ausgeheilt oder bei prophylaktischer Anwendung Infektionen überhaupt verhindert werden.



   Der folgende Versuch zeigt die ausgezeichnete therapeutische Wirksamkeit von erfindungsgemäss   dargestell-    tem 2,   5-Di-carbomethoxyamino-3,      6-diamino-l,      4-benzo-    chinon bei der Behandlung   coccidioseerkrankter    Küken.



  Einen oder wenige Tage alte Küken (weisse Leghorn) wurden mit einer bestimmten Menge versporter   Oocysten    von Eimeria tenella durch die   Schlundsonde    infiziert. Jeweils 10 Tiere wurden zu einer   Behandilungsgruppe    zu  sammengefasst.    Die therapeutische Behandlung begann einen Tag nach der Infektion und wurde bis zum 9. Versuchstag fortgeführt (lmal täglich an   aufeinanderfolgen-    den Tagen). Es wurden als Einzeldosis jeweils 5 mg 2, 5  Di-carbomethoxyamino-3, 6-diamino-1, 4-benzochinon    pro kg   Lebendgewicht    in einem geeigneten Medium gelöst oder suspendiert und mit der   Schlundsonde    gegeben.

   Als Kriterien des Behandlungserfolges dienten dabei die Uberlebensquote, die Gewichtsentwicklung und der sich nach Sektion bei Versuchsende ergebende Oocystengehalt des   Blinddarms.   



   Der beschriebene therapeutische Versuch zeigte die folgenden Ergebnisse : Alle mit der erfindungsgemäss dargestellten Verbindung behandelten Tiere blieben am Leben. Im   Blinddarm waren    bei Versuchsende keine Oocysten mehr nachzuweisen. Trotz der Infektion konnte noch eine mittlere Gewichtszunahme von 70 g pro Küken beobachtet werden. Die zur Kontrolle infizierten, nicht behandelten Küken starben ohne Ausnahme.



   Auch bei der prophylaktischen Behandlung der Ge  flügelcoccidiose    zeigen die Verfahrenserzeugnisse eine aus dem nachfolgend beschriebenen Futtervensuch hervorgehende ausgezeichnete Wirkung.



   Einem aus
3,   50 kg    Dorschmehl
9,   00kg Sojaschrot   
2, 50 kg Gerstenschrot
20, 75 kg Maisschrot
10, 00kg Weizenschrot
2,   50kg Weizenkleie   
0, 50kg Calciumphosphat
0, 50kg Calciumcarbonat
0, 75 kg Vitamin-Mineralsalz bestehenden Futter wurde soviel 2,   5-Di-carbomethoxy-    amino-3,   6-diamino-l,    4-benzochinon beigemischt, dass sein Gehalt im Futter 0, 006 bzw. 0,   0125    % betrug. Die in Gruppen zu je 10 Tieren zusammengefassten Küken erhielten dieses Futter während der Versuchsdauer, be  ginnend einige    Tage vor der Infektion, die wie oben beschrieben durchgefiihrt wurde. Die Infektionsdosis be  brug    120 000   Ooc./Küken.

   Für die Beurteilung des    Er  fol'ges    der Behandlung gelten die gleichen Kriterien wie oben angegeben. Die Ergebnisse der Prüfung sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst.



      Prophylaktisch behandelte Tiere Infizierte nicht behandelte Nicht infizierte
Konzentration an I im Futter Kontrolltiere Kontrolltiere  @@@@@@ @@@@@@   
0, 006% 0, 0125%    Sterblichkeit/Gesamt      0/10      0./10    10/10 0/10
Mittl. prozentuale Gewichtszunahme   +221, 0% +192, 0%-+181, 0%    I = 2, 5-Di-carbomethoxyamino-3,   6-diamino-1,    4-benzochinon.



   Die prophylaktisch mit 2,   5-Di-carbomethoxyamino-    3,   6diamino-1,    4-benzochinon behandelten Tiere blieben nach der Infektion ausnahmslos am Leben.   Bey veiner    am 14. Tage nach Versuchsbeginn vorgenommenen Sektion ergab sich ein praktisch oocystenloser Blinddarmbefund.



   Die beschriebenen pharmakologischen Versuche lassen erkennen, dass die erfindungsgemäss herstellbaren Verbindungen zur Therapie bzw. Prophylaxe der Geflü  gelcoccidiose    sehr gut geeignet sind.



   Die Applikation der   Verfahrenserzeugnisse    erfolgt peroral. Zu diesem Zweck werden die Substanzen orteilhaft mit einer festen, inerten und gut verträglichen Masse verdünnt, in der sie, am besten mit Hilfe eines dazu geeigneten Mischapparates, homogen verteilt werden. Vorzugsweise mischt man die Wirksubstanzen dem Futter bei, mit dem sie dann von den Tieren aufgenommen werden.



   Um eine gute und gleichmässige Verteilung zu erreichen, ist es zweckmässig, zunächst eine Vormischung herzustellen, in der die Wirksubstanzen stark   angerei-    chert sind. Praktisch kommen Konzentrationen von 10 bis 50%, vorzugsweise um 25%, in Frage. Als   Träger-    stoff können anorganische oder organische Produkte herangezogen werden. Beispielsweise können Calciumcarbonat, Mehl verschiedener Getreidearten oder Trok  kenmycel    aus der   Antibiotica-Fermentation    Verwendung finden. Vorteilhaft setzt man Weizennachmehl für diesen Zweck ein. Daneben können den Vormischungen noch andere, in der   Tierernährung    eine Rolle spielende Stoffe wie Antibiotica oder Vitamine zugefügt werden.

   Eine entsprechende Menge einer solchen Vormischung wird dann mit dem Küken-oder Hühnerfutter so gemischt, dass eine gleichmässige Verteilung in der gewünschten Konzentration erhalten wird. 



      Beispiel I   
2, 5-Di-carbomethoxyamino-3,   6-diamino-1, 4-benzo-    chinon
16, 8 g (0, 1 Mol) feingepulvertes 2, 3, 5,   6-Tetramino-    1,4-benzochinon werden in 250 cm3 trockenem Pyridin suspendiert und unter R hren und Eisk hlung 37,8 g   (0,    4 Mol) Chlorameisensäuremethylester zugetropft. Sodann wird die Reaktionsmischung 5 Stunden lang am Dampfbad unter Rühren erhitzt. Nach dem Abkühlen wird der Ansatz mit etwa dem gleichen Volumen Wasser versetzt, der Niederschlag abgesaugt, nochmals mit Wasser behandelt, abgesaugt, mit Wasser und Aceton gewaschen und am Dampfbad getrocknet.



   Es werden 23,   5    g (83 % der Theorie) 2, 5-Di-carbo  methoxyamino-3,    6-diamino-1, 4-benzochinon in Form eines braunen Pulvers erhalten. Die Verbindung besitzt keinen charakteristischen Schmelzpunkt.



     CloHi2N406    (Mol. Gew. 284)
Ber. : C 42,2% H 4, 2% N 19,7%
Gef. : C 42,2% H 4, 1%   N19, 7%   
Auf gleiche Weise k¯nnen folgende 2,5-Di-carboalkoxy-amino-3,6-diamino-1,4-benzochinone dargestellt werden :
EMI3.1     
    Substituent R Angewandter ¯berschu¯ Reaktionszeit am Dampfbad Ausbeute in % Farbe an X-CO-O-R in Stunden der Theorie    Äthyl-10% 3 80% rotbraune Kristalle   Isopropyl-10%    3 72% hellockerfarbiges Pulver   Isobutyl-10%    3 76% dunkelbraune Kristalle Die Elementaranalyse zeigt für die beschriebenen Stoffe folgende Werte :   
Substituent R Summenformel Molgewicht Stickstoff
Ber. Gef.   



   ¯thyl- C12H16N4O6 312 N 18,   0%    N 18,   5 %   
C 46,   2%      C    45,   8%    %
H 5,   1%    H 5,   1%       Isopropyl-C14H20N40G    340 N 16,   5 %    N 16,   7 %   
C 49, 4% C 48, 9%
H 5, 9 % H 6,   1 %       Isobutyl-Ci6H24N406    368 N 15,   2 %    N 15,   6 %   
C 52,   2%    C 52, 8%
H 6,   5 %    H 6,   5 %  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 2, 5-Di-carbalkoxy- amino-3, 6-diamino-1, 4-benzochinon der Formel EMI3.2 worin R einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man auf 2, 3, 5, 6 Tetramino-1, 4-benzochinon Chlorameisensäurealkylester der Formel C@-CO-O-R (II) einwirken lässt.
    UNTERANSPRt} CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in einem wasserfreien Lösungs-oder Verdünnungsmittel vornimmt.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungs-oder Verdünnungs- mittel N-Methylformamid, N-Athylformamid, N-Methylacetamid oder N-¯thylacetamid verwendet.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungs-oder Verdünnungs- mittel N, N-Dimethylformamid, N, N-Diäthylformamid, N, N-Dimethylacetamid oder N, N-DiÏthylacetamid verwendet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung bei Temperaturen unterhalb 120¯ C durchf hrt.
    5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung bei Temperaturen von 90 bis 100¯ C durchf hrt.
CH970763A 1962-08-09 1963-08-06 Verfahren zur Herstellung von 2,5-Di-carbalkoxyamino-3,6-diamino-1,4-benzochinonen CH438262A (de)

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