CH438958A - Anordnung zur Luftverbesserung in Räumen von Bauten oder in geschlossenen Fahrzeugen - Google Patents

Anordnung zur Luftverbesserung in Räumen von Bauten oder in geschlossenen Fahrzeugen

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CH438958A
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Eduard Dr Woellner
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Berckheim Graf Von
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60HARRANGEMENTS OF HEATING, COOLING, VENTILATING OR OTHER AIR-TREATING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR PASSENGER OR GOODS SPACES OF VEHICLES
    • B60H3/00Other air-treating devices
    • B60H3/0071Electrically conditioning the air, e.g. by ionizing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Building Environments (AREA)

Description


      Anordnung    zur Luftverbesserung in Räumen von Bauten oder in geschlossenen     Fahrzeugen       Die Erfindung betrifft eine Anordnung     zur    Luftver  besserung in Räumen von Bauten oder in geschlosse  nen Fahrzeugen, zwecks Errichtung eines den natürli  chen Verhältnissen entsprechenden elektrostatischen  Feldes mittels an eine Gleichstromquelle von hoher  Spannung angeschlossener Elektroden.  



  Zu diesem Zwecke hatte man bisher in einem  Raum sowohl an der Decke als auch am Boden eine  Elektrode angeordnet, wobei die isoliert aufgehängte  Deckenelektrode mit dem positiven Pol einer Gleich  stromquelle von hoher Spannung, die Bodenelektrode  jedoch mit dem negativen Pol verbunden war. Die  Wirkung eines so erzeugten elektrostatischen Feldes  besteht darin,     dass    hierdurch die für das menschliche       Wohlbefinden    ungünstigen, in städtischer Raumluft in       aussenordentlich    hoher Zahl vorhandenen     Jonen    und  gleichzeitig auch die in der Luft enthaltenen Staub  und andere     Materieanteile    ausgeschieden werden.

   Das  in der freien Natur vorhandene elektrische Spannungs  gefälle kann sich in Räumen infolge der     Käfigwirkung     moderner Bauwerke und in geschlossenen Fahrzeugen  entweder gar nicht oder nur in äusserst geschwächter  Form auswirken.     Hinzu    kommt, dass in bewohnten  Räumen durch elektrische Funkenbildung, durch  UV-Lichtstrahlen und durch thermische Zerlegung       ständig    wesentlich mehr     Jonen    neu erzeugt werden     als     dies in der freien Natur der Fall ist. In der Natur ist  für eine solche Neubildung von     Jonen    hauptsächlich  die natürliche Radioaktivität des Bodens und die  Höhenstrahlung wirksam.

   Messungen haben ergeben,  dass .die Atmosphäre in Höhenlagen 500     Jonen/ccm     enthält, während diese Zahl in städtischen     Innenräu-          msn    auf     annähernd    100 000 ansteigen kann. Es ist  daher wesentlich, das Spannungsgefälle in Innenräu  men erheblich höher zu halten als in der freien Natur.  Die bekannte Anordnung einer positiv geladenen     Dek-          kenelektrode    in Räumen bewirkt, insbesondere wenn  man mit Rücksicht auf das notwendige Spannungsge  fälle eine hohe Spannung wählt, die Ausbildung eines  starken Feldes     zwischen    der Deckenelektrode und der         darüberliegenden    Raumdecke.

   Es     findet    daher an der  Deckenelektrode bzw. an der Decke und in dem zwi  schen     .diesen    liegenden Raum eine sehr hohe     Staubab-          scheidung    statt. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit  von     Reinigungsmassnahmen    in sehr geringen Zeitab  ständen, .die gerade im Bereich der Decke und der  Deckenelektrode besonders schwierig sind. Eine     isoliert     unter der Decke zu befestigende Elektrode ist     ausser-          dem    erheblich     schwieriger    zu     errichten    und     beeinflusst     in hohem Masse das Aussehen des Raumes.

   Dem  könnte nur begegnet werden durch Anordnung einer  Zweit- oder     Blinddecke    unterhalb der Deckenelek  trode, was wiederum einen starken     Eingriff    in die  übrige Ausgestaltung des Raumes bedeutet und auch  die Gesamtkosten ganz erheblich erhöht. Im Falle der  Anordnung einer Deckenelektrode, die am positiven  Pol der     Gleichstromquelle        liegt,    ergibt sich, dass sich  an ihr die im Raum     befindlichen    negativen     Jonen    abla  gern.

   Es werden also die negativen     Jonen    aus dem  Raum verhältnismässig schnell beseitigt, was     .deshalb     nachteilig ist, weil Sauerstoff gerade in negativ     jonisier-          ter    Form zum menschlichen     Wohlbefinden    im besonde  ren Mass beiträgt, wogegen positiv     jönisiertes        C02    mit  seinen nachteiligen Wirkungen weniger rasch ausge  schieden wird.  



  Die Erfindung beseitigt die     Nachteile    der bekann  ten Anordnungen. Sie besteht darin, dass im     Fussbo-          denbereich    des Raumes mindestens eine mit dem nega  tiven Pol der Gleichstromquelle verbundene, die       Bodenfläche    möglichst vollständig bedeckende, gegen  über     -an    Erde     angeschlossenen    Begrenzungsflächen .des  Raumes elektrisch     isolierte    Bodenelektrode vorgesehen  ist     und    der positive Pol der Gleichstromquelle mit  Erde, bzw.

   mit den     Begrenzungsflächen    des Raumes  verbunden ist, wobei eine unterhalb der     Jonisations-          spannung    der Raumluft liegende Spannung angewandt  wird.  



  Vorzugsweise wird die Höhe der Spannung so ge  wählt, dass sich je nach den örtlichen Verhältnissen ein           vertikales    Spannungsgefälle von 500 bis 1500     V/in     ausbildet.  



  Vielfach verläuft die Boden-     bzw.    Aufenthaltsflä  che eines Raumes     nicht    in einer durchgehenden Ebene.  Die     Bodenfläche    kann stufenförmig sein oder es befin  den sich z.     B.    in     Gestalt    grösserer     Liegemöbel        Aufent          haltsflächen    in etwas erhöhter Lage gegenüber der  Bodenfläche des Raumes, also in geringerer Entfer  nung von der Raumdecke als .die     Bodenfläche.    Um  auch in diesen Fällen an allen Stellen ein annähernd       gleiches    Spannungsgefälle zu erzielen,

   kann es     zweck-          mässig    sein, in Höhe dieser Flächen weitere elektrisch  isolierte Elektroden anzuordnen, die jedoch an einer  geringeren negativen Spannung als die Bodenelektro  den liegen.  



       Zweckmässigerweise    bestehen die Elektroden aus  einer     zwischen    zwei     Isolierschichten    eingebetteten elek  trisch leitenden Schicht, wobei die dem Rauminneren  zugekehrte isolierende Schicht einen begehbaren  Bodenbelag bildet, bzw. mit einem solchen versehen  sein kann. Die leitende Schicht der Elektrode kann aus  einem auf die Innenfläche mindestens einer der Isolier  schichten aufgesprühten oder aufgedampften metalli  schen Belag bestehen. Ebenso     ist    es möglich, die lei  tende Schicht der Elektrode aus einem in die Innenflä  che mindestens einer der     Isolierschichten    eingewalzten  Belag aus Metallpulver zu     bilden.     



  In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand bei  spielsweise veranschaulicht. Es zeigen:       Fig.l    die schaubildliche Schnittdarstellung eines       Raumes    mit Bodenelektrode und zusätzlicher Elek  trode in gegenüber der Bodenfläche etwas erhöhter  Lage,       Fig.2    eine schaubildliche Schnittdarstellung einer  aus zwei     Isolierschichten    und dazwischen angeordneter  leitender Schicht bestehenden Bodenelektrode,       Fig.3    eine schaubildliche Schnittdarstellung einer  Bodenelektrode mit einem zwischen zwei Isolierschich  ten angeordneten auf die     Innenfläche    der einen Isolier  schicht aufgedampften Metallbelag,

         Fig.4    einen Längsschnitt durch zwei aufeinander       liegende    isolierende Schichten und in die Innenfläche  mindestens einer dieser beiden Schichten     eingewalztem     Belag aus Metallpulver.  



  Der Raum eines durch den Boden 1, die Wände 2  und die Decke 3 gebildeten Raumes ist     mit    4 bezeich  net. Auf dem Boden 1 des     Raumes    ist eine Elektrode  angeordnet, die nach     Fig.    2 aus einer elektrisch isolie  renden     Unterlageschicht    5, einer ebenfalls isolierenden  Deckschicht 6 und einem dazwischen angeordneten  elektrisch leitenden Belag 7 besteht. Letzterer kann aus  einem Metallgewebe oder einer     Metallfolie    hergestellt  sein.

   Eine solche Elektrode könnte nach     Fig.3    vor  allem wenn die Herstellung der isolierenden Schichten  5, 6 in ganzen Bahnen stattfindet, auch so gebildet  werden,     dass    man .den elektrisch leitenden Belag auf  die Innenfläche mindestens einer dieser Bahnen in  dünner Schicht 7a     aufsprüht    oder aufdampft. Gleichfalls  möglich wäre es, nach     Fig.    4 den leitenden Belag zwi  schen beiden isolierenden Schichten 5, 6 durch Einwal  zen von Metallpulver in dünner Schicht 7b in die in  nere Fläche mindestens einer der isolierenden Schich  ten 5, 6 herzustellen.

   Der Metallbelag kann auch in       pastenartiger        Form    auf die eine Fläche mindestens  einer der beiden Isolierschichten 5, 6 aufgebracht sein,  was ebenfalls in laufenden Bahnen möglich ist.  



  Die dem Rauminneren zugekehrte isolierende    Schicht 6     kann    entweder einen beliebigen begehba  ren nicht dargestellten Belag in Form eines Teppichs  tragen,     sie    kann aber ebenso auch im Falle ihrer Her  stellung beispielsweise aus Kunststoff selbst einen  begehbaren Bodenbelag bilden. Die Grösse der Boden  elektrode wird so gewählt,     dass    sie möglichst die ganze  Fläche des Bodens 1 oder     mindstens    einen grossen  Anteil davon bedeckt.  



  Der metallische Belag 7, 7a, 7b der Bodenelek  trode     ist    mit dem negativen Pol 8 einer beliebigen       Gleichstromquelle    9 von hoher Spannung verbunden,  die aus einem Hochspannungsgenerator     bekannter     Bauart oder auch aus einem entsprechenden Trans  formator mit nachgeschaltetem Gleichrichter ebenfalls  bekannter Bauart bestehen kann. Der positive Pol 10  dieser Gleichstromquelle 9 ist mit Erde bzw. den Be  grenzungsflächen 1, 2, 3 des Raumes 4 verbunden.     Die     Spannung der Gleichstromquelle 9 wird so gewählt,  dass im Raum 4 ein Spannungsgefälle von 500 bis  1500     V/m    entsteht.  



  Weist die Bodenfläche 1 des Raumes über grössere  Flächenanteile einen stufenförmigen Verlauf auf, oder  befinden sich z. B. Liegemöbel 11 mit grösserer       Aufenthaltsfläche    in erhöhter Lage gegenüber der  Bodenfläche 1, so kann eine gleichartig aufgebaute  Elektrode 5, 6, 7 vorgesehen sein, die ebenfalls     mit     dem negativen Pol der Gleichstromquelle 9 verbunden  ist.

   Mit Rücksicht auf die der Decke 3 des Raumes  etwas näherliegende Oberfläche dieser Elektrode und  auf das zu erzielende Spannungsgefälle     kann    es     zweck-          mässig    sein, wenn die gegenüber dem Boden 1 etwas  erhöht liegende Elektrode 5, 6, 7 des Liegemöbels 11  an einer geringeren negativen Spannung als die unmit  telbar .auf dem Boden 1 angeordnete Elektrode liegt.  Wenn die Elektrode auf dem Boden 1 an einer negati  ven Spannung von     beispielsweise    1500 V liegt, so wird  die Elektrode des Liegemöbels 11 am Pol 12 der       Gleichstromquelle    9 mit einer negativen Spannung von  1000 V angeschlossen.  



  Die     Staubabscheidung    erfolgt in Bodennähe, also  an einer bei Durchführung der üblichen Reinigungsar  beiten ohne weiteres leicht zugänglichen Stelle, so dass       die    Reinigung schon bei der normalen Reinigung vor  genommen wird.  



  Die     erfindungsgemässe    Anordnung ist nicht an  ortsfeste Räume gebunden, sondern kann ebenso auch  bei Fahrzeugen, insbesondere solchen die aus Metall  bestehen mit     Vorteil    angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Anordnung zur Luftverbesserung in Räumen von Bauten oder in geschlossenen Fahrzeugen, mit Errich tung eines elektrostatischen Feldes mittels an eine Gleichstromquelle von hoher Spannung angeschlosse ner Elektroden, dadurch gekennzeichnet, dass im Fuss- bodenbereich des Raumes (4) mindestens eine mit dem negativen Pol (8, 12) der Gleichstromquelle (9) ver bundene, die Bodenfläche möglichst vollständig bedek- kende, gegenüber an Erde angeschlossenen Begren zungsflächen (1, 2, 3) des Raumes (4) elektrisch iso lierte Bodenelektrode (5, 6, 7) vorgesehen ist und der positive Pol (10) der Gleichstromquelle (9)
    mit Erde bzw. mit den Begrenzungsflächen des Raumes verbun den ist, wobei eine unterhalb der Jonisationsspannung der Raumluft liegende Spannung angewandt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Anordnung nach Patentanspruch, gekennzeich net durch eine Spannung, bei welcher sich je nach den örtlichen Verhältnissen ein vertikales Spannungsgefälle von 500-1500 V/m ausbildet. 2. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass eine erhöhte Bodenfläche (II) mit einer weiteren elektrisch isolierten Elektrode versehen ist, die an einer geringeren negativen Spannung als die Bodenelektrode liegt. 3.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Elektrode (5, 6, 7) eine zwi schen zwei Isolierschichten (5, 6) eingebettete elek trisch leitende Schicht (7, 7a, 7b) aufweist, wobei die dem Rauminneren zugekehrte isolierende Schicht (6) als begehbarer Bodenbelag ausgebildet ist. 4. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die isolierende Schicht (6) mit einem gesonderten Bodenbelag versehen ist.
    5. Anordnung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die leitende Schicht der Elektrode aus .einem auf die Innenfläche mindestens einer der Isolierschichten (5, 6) aufgesprühten oder aufgedampf ten, metallischen Belag (7a) besteht. 6. Anordnung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die leitende Schicht der Elektrode aus einem in die Innenfläche mindestens einer der Iso lierschichten (5, 6) eingewalzten Belag (7b) aus Metall pulver besteht.
CH527965A 1965-03-29 1965-04-14 Anordnung zur Luftverbesserung in Räumen von Bauten oder in geschlossenen Fahrzeugen CH438958A (de)

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