CH306042A - Apparatur zur elektrostatischen Abscheidung fester und flüssiger Fremdpartikel aus einem Gasstrom. - Google Patents
Apparatur zur elektrostatischen Abscheidung fester und flüssiger Fremdpartikel aus einem Gasstrom.Info
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Description
Apparatur zur elektrostatischen Abscheidung fester und flüssiger Fremdpartikel aus einem Gasstrom. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Apparatur zur elektrostatischen Abscheidung fester und flüssiger Fremdpartikel aus einem Gasstrom, bestehend aus einem radioaktiven Ionisator zur Erzeugung von Ionen im Gas strom, die ihrerseits eine elektrische Aufla dung der von demselben mitgeführten Fremd partikel bewirken, und einem nachfolgenden Abscheider-Elektrodensystem mit vorwie gend quer zum Gasstrom gerichtetem elektro statischem Feld.
Durch die Verwendung elek- irisch hochisolierender Baustoffe ist der Stromverbrauch des Abscheider-Elektroden- systems auf den zur Neutralisation der Ladun gen der abgeschiedenen Fremdpartikel erfor derlichen Bruchteil reduziert. Dieser Neutrali sierungsstrom wird aus einer radioaktiven Spannungsquelle geliefert, in der radioaktive Substanzen mit vorwiegender Beta-Emission einer hochisoliert angebrachten metallischen Sammelelektrode gegenüber angeordnet sind in einer Weise, die zu einer Speicherung der von den Beta-Teilchen beim Auftreffen auf die Sammelelektroden abgegebenen elektrischen Ladungen führt.
Dadurch entsteht zwischen der radioaktiven Strahlungsquelle und der Sammelelektrode eine elektrische Gleichspan nung.
Die bisher üblichen Bauweisen von Elek trofiltern arbeiten mit relativ hohen Spannun- gen in der Grössenordnung einiger 10000 Volt und weisen einen beträchtlichen Stromver brauch auf, der grösstenteils auf mangelhafte Isolation, unerwünschte Sprüherscheinungen an den Elektroden und durch die üblichen Glimmlicht-Ionisatoren und deren Ionisa tionsstrom verursacht wird. Nur ein ver schwindend kleiner Bruchteil des Stromver brauchs dient im Abscheider-Elektroden- system zur Neutralisierung der Ladungen der abgeschiedenen Fremdpartikel.
Während alle Stromverluste durch geeignete Konstruktion der Elektrofilter vermieden werden können, sind der Neutralisierungsstrom des Abschei- der-Elektrodensystems und der Ionisierungs strom des Ionisators durch das Verfahren der Elektrofilterung bedingt.
Ein seit kurzem bekannt gewordenes Elek trofilter, bei dem der bisherige Glimmlicht- Ionisator durch einen radioaktiven Ionisator ersetzt und ein Abscheider-Elektrodensystem mit relativ geringer Betriebsspannung ver wendet ist, ermöglicht nunmehr die Reduzie rung des Gesamtstromverbrauchs auf einen kleinen Bruchteil, nämlich den unbedingt er forderlichen Neutralisierungsstrom des Ab scheider-Elektrodensystems.
Da anderseits diese Elektrofilter auch als Kleinelektrofifcer und für tragbare Zwecke angewendet werden, ist das Bedürfnis nach einer Hochspannungs- batterie hierfür entstanden, die bei sehr gerin ger Stromergiebigkeit eine Spannung von eini gen Tausend Volt liefern kann, ohne zu grosses Gewicht und grossen Platzbedarf aufzuweisen. Während die Batterien aus den üblichen nach chemischen Prinzipien arbeitenden Zellen hierfür einen zu grossen Aufwand ergebe n wür den, ermöglichen gemäss vorliegender Erfin dung radioaktive Zellen die Herstellung von Spannungsquellen genügend hoher Spannung und kleinster Abmessungen.
Das Prinzip der Erzeugung von elektri schen Spannungen mittels radioaktiver Strah lungsquellen ist seit Jahrzehnten in der Physik bekannt, wurde aber bisher für technische Zwecke kaum angewendet, da die Stromergie bigkeit für alle in Frage kommenden Zwecke viel zu gering erschien. Die Neukonstruktion von Kleinelektrofiltern mnit sehr geringem Strombedarf einerseits und die Schaffung radioaktiver Isotopen genügender Aktivität anderseits hat nunmehr den Bau tragbarer Elektrofilter mit radioaktiver Spannungs quelle gemäss vorliegender Erfindung ermög licht.
Der Erfindungsgegenstand ist in der bei liegenden Zeichnung beispielsweise darge stellt; es zeigt Fig. 1 das Prinzip der radioaktiven Span nungsquelle.
Fig. 2 und 3 eine Ausführung des Zusam- mnenbaus von radioaktiver Spannungsquelle mit Abscheider-Elektrodensystemn, Fig. 4 schematisch den Innenaufbau einer radioaktiven Spannungsquelle.
Fig. 5 eine Ausführung des Abscheider- Elektrodensystems.
Fig. 6 eine Kombination von radioaktiver Spannungsquelle mnit dem Abscheider-Elek- trodensystem, Fig. 7 und 8 eine Ausführung von radio aktivem Ionisator und radioaktiver Span nungsquelle mit gemeinsamen Strahlungs quellen.
Das Prinzip einer radioaktiven Span nungsquelle ist in Fig. 1 schematisch im Quer schnitt dargestellt. Auf einem metallischen Träger 1 befindet sich ein Belag 2 aus radio- aktiven Substanzen mnit vorwiegender Beta- Emission. Die vom Belag 2 emittierten Beta- Partikel (Elektronen), angedeutet durch die Pfeile 3, gelangen zu der metallischen Sanmmnel- elektrode 4, nachdem sie den Zwischenraum 5 durchdrungen haben.
An der Sammelelek- trode 4, deren Material und Dicke so gewählt ist, dass auch die energiereichsten Beta-Par tikel sie nietet durchdringen können, geben sämtliche auftreffenden Partikel ihre elek trische Ladung ab und die Sammelelektrode 4 speichert dieselben. Dieser aus den Elektro denladungen herrührenden negativen Ruf ladung der Sammelelektrode 4 entspricht eine um den gleicher Betrag verringerte Ladung des metallischen Trägers 1 der Strahlungs quelle 2', so dass die Anschlussklemme 6 des selben eine positive Spannung gegenüber der Anschlussklemme 7 der Sammelelektrode 4 aufweist.
Die Speicherung der Ladungen auf der Sammelelektrode 7 setzt sich so lange fort, bis die pro Zeiteinheit an der Sammelelektrode 4 auftreffende Ladung gleich gross ist wie die über die Anschlussklemnme 7 und die Isolation innerhalb der Spannungsquelle abfliessende Elektrizitätsmenge. Um den Verluststrom über die Isolation innerhalb der Spannungs quelle genügend klein zu halten, ist insbeson dere im Zwischenraum 5 zwischen der Strah lungsquelle 2 und der Sammelelektrode 5 jede Ionenbildung zu vermeiden..
Deinentspre- chen.d muss entweder die ganze Spannungs quelle im Vakuum. sich befinden, in welchem Fall der Abstand zwischen Strahlungsquelle 2 und Sammelelektrode 4 ohne grossen Einfluss auf die Stromergiebigkeit. ist, oder es muss ein hochwertiges festes oder flüssiges Isolierniate- ria.lvorgesehen sein.
das aber die Beta-Eniis- sion der Strahlungsquellen nur wenig absor bieren darf und dein grössten 'feil. der emittier ten Partikel das Erreichen der Sainnielelek- trode 4 ermöglicht.
Bei Verwendung von Iso lierstoffen im Zwischenraum 5 ist aus diesem Grunde der Abstand zwischen Strahlungs quelle 2 und Sammelelektrode 4 von grossem Einfluss auf die v an der radioaktiven Span nungsquelle gelieferte Elektrizitätsmenge. Eine beispielsweise Ausführung des Ab- scheider-Elektrodensystems mit radioaktiver Spannungsquelle, besonders geeignet für transportable Kleinelektrofilter, zeigt schema tisch Fig. 2 in Vorderansicht und Fig. 3 im. Längsschnitt.
Die radioaktive Spannungs quelle S, deren Aufbau in Fig. 4 schematisch wiedergegeben ist, bildet hierbei den axialen Dorn für das in Wickelbauweise ausgeführte Elektrodensystem 9, das in einem rohrförmi- gen Gehäuse 10 untergebracht ist. Die radio aktive Spannungsquelle 8 ist im Elektroden- systemn auswechselbar befestigt und besteht, wie Fig. 4 zeigt, aus einer Anzahl Bänder, die gemeinsam um einen Mitteldorn 11 aufgewik- kelt werden. Als Strahlungsquelle ist beid seits der metallischen Trägerfolie 1 je ein Be lag 2 aus radioaktiven Substanzen mit vorwie gender Beta-Emission vorhanden.
Die Sam- mnelelektrode 4 ist ebenfalls eine dünne Metall folie, die allseits von einer Schicht 12 aus hoch- wertigem elektrischem Isoliermaterial um geben ist, das einerseits zwar dem grössten Teil der von den Belägen 2 emittierten Elektronen den Durchtritt zur Sammelelektrode 4 ermög licht, anderseits aber den Abfluss der dort sich aufspeichernden Ladungen verhindert. Durch die beidseits des Metallbandes 1 vorhandenen radioaktiven Schichten 2 wird nach erfolgter Aufwicklung aller Bänder um den Dorn 11 die Sammelelektrode 4 von beiden Seiten auf geladen.
Die an Hand von Fig. 4 beschriebene radio aktive Spannungsquelle in Wickelbauart be sitzt den Vorteil, dass bei entsprechend gerin gen Schichtdicken der einzelnen Bänder radio aktive Beläge mit insgesamt sehr hoher Akti vität auf kleinstem Raum untergebracht und dementsprechend eine genügend hohe Strom ergiebigkeit der radioaktiven Spannungs quelle erzielt werden kann.
Der Betrieb eines Abscheider-Elektroden- systems aus einer radioaktiven Spannungs quelle ist überhaupt nur dann durchführbar, wenn alle Stromverluste durch mangelhafte Isolation innerhalb des Elektrodensystems beim Betrieb mit Sicherheit vermieden sind und nur der für die Abscheidung der elektrisch geladenen Fremdpartikel erforderliche Neu tralisierungsstrom von der Spannungsquelle geliefert werden muss. Eine beispielsweise Bauart des in Fig. 2 und 3 mit 9 bezeichneten Elektrodensystems zeigt Fig. 5 in schemati scher Darstellung.
Das Elektrodensystem be steht aus den beiden metallischen Elektroden bändern 13 und 14, von denen das erstere durch eine dünne Metallfolie, allseits und lük- kenlos von hochwertigen Isolierstoff 15 um geben, gebildet wird, während die zweite aus feinmaschigem Metallnetz besteht, das rillen- förmnige Diagonalprägungen aufweist.
Wird ein derartiges isoliertes Elektrodenband 13 und ein geprägtes Metallnetz 14 aufeinander liegend zusammen um einen zylindrischen Kern aufgewickelt, beispielsweise wie in Fig. 2 und 3, auf die Spannungsquelle 8, so ergibt sich ein spiralförmiges Elektrodensystem mit schmalen, durch die rillenförmigen Prägungen des Metallnetzbandes 14 gebildeten Kanälen, durch die das von mitgeführten Partikeln zu reinigende Gas in Richtung der Pfeile 16 hin durchgeleitet wird.
Der Gasstrom steht dabei unter der Wirkung des vorwiegend quer zu seiner Strömungsrichtung verlaufenden elek trischen Feldes, das durch eine Gleichspan nung zwischen den Elektroden 13 und 14 her vorgerufen wird. Durch die allseitige Isolation des Elektrodenbandes 13 wird gewährleistet, dass nur der zur Aufrechterhaltung der Ab scheidungswirkung erforderliche Neutralisie- rungsstrom seitens der radioaktiven Span nungsquelle geliefert werden muss, deren An schlussklemmen mit den Elektroden 13 bzw.14 verbunden sind.
Durch diese Konstruktion des Abscheider-Elektrodensystemsist die not wendige hervorragende Isolation auch bei Be trieb in feuchten Räumen oder init wasser- dampfhaltigen Gasen aufrecht zu erhalten.
Eine besonders zweckmässige Kombina tion von radioaktiver Spannungsquelle 8, auf gebaut, wie in Fig. 4 dargestellt, und Abschei- der-Elektrodensystem 9 gemäss Fig. 5 zeigt schematisch die Fig. 6 im Querschnitt.
Hier bei setzt sich die aus Sammelelektrode 4 und Strahlungsquellen 2 auf dem Träger 1 beste hende radioaktive Spannungsquelle 8 un,mit- telbar fort als aufgewickeltes Abscleider- Elektrodensystem 9, bestehend aus gepräg tem Elektrodenband 14 und isolierter Elek trode 13, wobei die gleiche hochisolierte Me tallfolie als Sammelelektrode 4 und als Elek trode 13 benützt wird. Der Auf bau von radio aktiver Spannungsquelle 8 und Elektroden system 9 erfolgt somit in einem Arbeitsgang.
Besonders bei Verwendung von solchen radioaktiven Substanzen für die Strahlungs quellen 2, die nur eine geringe spezifische Akti vität besitzen, würde bei einem nach Fig. 6 aufgebauten Abscheider-Elektrodensystem mit radioaktiver Spannungsquelle der für den Abscheider 9 zur Verfügung stehende Raum gegenüber demjenigen, den die Spannungs quelle 8 benötigt, stark reduziert. Diesen Nacht eil vermeidet eine Konstruktion, bei der das gesamte Abscheider-Elektrodensystem gemäss Fig. 5 gleichzeitig als radioaktive Span nungsquelle dient, in dem das Metalldrahtnetz 14 gleichzeitig als Träger für auf der Draht oberfläche als dünner Belag aufgebrachte radioaktive Substanzen mit vorwiegender Beta-Emission dient.
Die hochisolierte Metall folie 13 dient dann sowohl als Abscheider- elektrode wie auch als Sammelelektrode für die Speicherung der Ladungen der durch die Isolierschicht 15 hindurchdringenden Beta- Partikel. Das Abscheider-Elektrodensystem ist in dieser Bauweise somit völlig unabhängig von äussern Spannungsquellen und erzeugt seine Betriebsspannung selbst. Eine dünne Schicht aus abgeschiedenen Fremdpartikeln auf der Metallnetzelektrode 14 wird von den emittierten Beta-Elektronen ohne Schwierig keiten durchdrungen, da dieselben ohnedies genügend Energie besitzen müssen, um die Isolierschicht 15 durchdringen zu können.
Die radioaktive Spannungsquelle nach dem in Fig. 1 dargestellten Prinzip kann nicht nur, wie an Hand der Fig. 2 bis 6 erläutert, mit dem Abscheider-Elektrodensystem kombi niert werden, sondern auch mit dem radio aktiven Ionisator, der dem Abscheider-Elek- trodensystem vorausgeht und zur Erzeugung einer grossen Zahl ionisierter Moleküle im Gas strom dient, die ihrerseits eine elektrische Auf- ladung der vom Gasstrom nitgeführten Fremdpartikel bewirken. Insbesondere kann die gleiche radioaktive Strahlungsquelle mit vorwiegender Beta-Emission gleichzeitig so wohl zur Ionisierung des Gasstromes wie auch zur Erzeugung der zum Betrieb des nachfol genden Abscheider-Elektrodensystems erfor derlichen Spannung verwendet werden.
Eine beispielsweise Konstruktion eines derartigen Ionisators und einer radioaktiven Spannungsquelle zeigt Fig. 7 im Querschnitt und Fig. 8 im Längsschnitt, wobei auf einem metallischen Mitteldorn 17 als Träger ein Belag 2 aus radioaktiven Substanzen als ge meinsame Strahlungsquelle mit vorwiegender Beta-Emission vorhanden ist. Die vom Be lag 2 in vorwiegend radialer Richtung emit tierten Elektronen bewirken die Ionisierung des in Richtung der Pfeile 18 in den Ionisator eintretenden Gasstromes, erreichen dann aber die dünne hochisolierende Schicht 12, durch dringen dieselbe und werden in dem Metall ring 4 absorbiert, der als Sammelelektrode ihre Ladungen speichert. An den Klemmen 19 bzw.
20 der Sammelelektrode 4 bzw. des metalli schen Trägers 17 der Strahlungsquelle ent steht dann eine Gleichspannung, die zum Be trieb des Abscheider-Elektrodensystems ver wendet wird. Durch die hochisolierende Um hüllung 12 der Sammelelektrode 4 wird ein Abfluss der auf letzterer gespeicherten Ladun- gen über den ionisierten Innenraum des Ioni- sators zur Strahlungsquelle ? verhindert.
Schliesslich kann, bei Verwendung von radioaktiven Substanzen finit geeigneter Ener gie der vorwiegenden Beta-Einission, eine ein zige Baugruppe gleichzeitig als radioaktiver Ionisator, als Abscheider-Elektrodensystem und als radioaktive Spannungsquelle dienen. Der Aufbau erfolgt beispielsweise, wie in Fig. 5 schematisch dargestellt, in dem das ge prägte Metallnetzband 14 an der Oberfläche seiner Drähte einer.
dünnen Belag radioakti ver Substanzen mit vorwiegender Beta-Emis- sion erhält, und zusammen mit der durch die Umhüllung 15 hochisolierten Metallfolie 13 um einen Mitteldorn aufgewickelt wird. Der in Richtung der Pfeile 16 in die, vom geprägten Metallnetzband 14 gebildeten, nach erfolgter Aufwicklung spiralförmig um die Wickelachse verlaufenden Kanäle eintretende Gasstrom wird durch die radioaktive Emission der auf demn Metallnetzband 14 befindlichen Strah lungsquellen ionisiert. Die erzeugten Gasionen bewirken ihrerseits eine elektrische Auf ladung der vom Gasstrom mitgeführten festen und flüssigen Fremdpartikel.
Da die von den Strahlungsquellen emittierten Elektronen aber zum grossen Teil die hochisolierende Um hüllung 15 der bandförmigen Metallelektrode 13 durchdringen und erst in letzterer absor biert werden, tritt auf der Metallelektrode 13, die lückenlos von der Isolierhülle 15 umgeben ist, eine Speicherung der bei der Absorption der auftreffenden Elektronen freiwerdenden elektrischen Ladungen auf. Damit bildet sich aber ein elektrisches Feld aus zwischen der Metallelektrode 13 und dem geprägten Metall netzband 1.4, unter dessen Wirkung die vom Gasstrom mitgeführten, elektrisch geladenen Fremdpartikel seitlich aus dem Gasstrom ab gelenkt werden und sich entweder auf der Elektrode 14 oder der isolierenden Umhüllung 15 der Elektrode 13 niederschlagen und dort haften bleiben.
Die technische Realisierung der radioakti ven Spannungsquelle erfordert einerseits die Beseitigung aller Stromverluste durch man gelhafte Isolation des Abscheiders und genü gend hohe Strahlungsaktivität der radioakti ven Substanzen. Für tragbare Kleinelektro filter treten reine Neutralisierungsströme in der Grössenordnung von 1 ³ 10-7Ampere auf, und wenn die radioaktive Spannungsquelle im wesentlichen nur diesen Strom liefern soll, müssen Isolationswiderstände des Abschei- ders in der Grössenordnung von 1011 Ohmn er reicht werden. Bei der beispielsweisen Aus führung gemäss Fig. 3 ist die Isolation ledig lich eine Materialfrage und beispielsweise durch Verwendung von Stoffen auf Tetra fluoräthylenbasis und aus Polyäthylenen an derer Art zu verwirklichen.
Bei derart geringer Strombelastung sind zur Erziehung von eini gen Tausend Volt an der radioaktiven Span- nungsquelle Beta-Aktivitäten in der Grössen ordnung von 10 Curie notwendig, was bei spielsweise beim Thallium-Isotop 204 und bei andern Beta-Quellen durchaus im Bereich der zeitiger technischer Möglichkeiten liegt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Apparatur zur elektrostatischen Abschei dung fester und flüssiger Fremdpartikel aus einem Gasstrom, die einen radioaktiven Ioni- sator zur Erzeugung von Ionen im Gasstrom zwecks elektrischer Auf ladung der vom Gas strom mitgeführten Fremdpartikel, und ein Abscheider-Elektrodensystem mit vorwie gend quer zum Gasstrom gerichtetem elektro statischem Feld aufweist, dadurch gekenn zeichnet;dass im Abscheider-Elektroden- system elektrisch hochisolierende Baustoffe zur Reduktion des Stromverbrauches dieses Systems auf den zur Neutralisation der La dungen der abgescl-iedenen Fremdpartikel er forderlichen Bruchteil verwendet sind, und zur Erzeugung dieses Neutralisierungsstro- mes eine radioaktive Spannungsquelle vor gesehen ist,in welcher radioaktive Substanz mit vorwiegender Beta-Emission einer hoch isoliert angebrachten metallischen Sammel- elektrode gegenüber angeordnet ist, die zur Speicherung der von den Beta-Teilchen beim Auftreffen auf die Sammelelektrode abgege benen elektrischen Ladungen dient, um zwi schen der radioaktiven Strahlungsquelle und der Sammelelektrode eine elektrische Gleich spannung zu erzeugen. UNTERANSPRÜCHE: 1.Apparatur nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die radioaktive Spannungsquelle aus zwei Metallbändern be steht, von denen das eine beidseitig einen Be lag aus radioaktiver Substanz trägt und das andere lückenlos von einer Schicht aus hoch wertigem elektrischem Isoliermaterial um geben ist, welche beiden Metallbänder aufein- anderliegend gemeinsam um einen Mitteldorn spiralförmig aufgewickelt sind, das Ganze der art, dass mindestens ein Teil der von den radio- aktiven Belägen emittierten Beta-Partikel die Isolierschicht des isolierten Metallbandes durchdringt, in diesem Metallband absorbiert wird und seine elektrische Ladung abgibt, welche Ladungen vorn isolierten Metallband gespeichert werden,um zwischen dem isolier ten Metallband und dem die radioaktiven Be läge tragenden Metallband eine elektrische Spannung zu erzeugen. 2. Apparatur nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine in ihren Aussenabmessungen zylin drisch geformte, radioaktive Spannungsquelle vorhanden ist, die als Mitteldorn dient für die Aufwicklung der beiden Elektroden des Ab- scheider-Elektrodensystems, von denen die eine ein dünnes Metallband in einer lücken losen Umhüllung aus hochwertigem elektri schem Isoliermaterial ist, während die andere aus einem feinmaschigen Metallnetzband mit schräg zur Bandlängsrichtung verlaufenden rillenförmigen Prägungen besteht, welche Elektroden ein System spiralförmig um den Mitteldorn angeordneter Kanäle für den Gas strom bilden,das Ganze derart, dass das hin durchströmende Gas unter der Wirkung des vorwiegend quer zur Gasströmung gerichteten elektrischen Feldes steht, das von der als Mit teldorn dienenden radioaktiven Spannungs quelle erzeugt wird, deren Anschlussklemmen mit den beiden Abscheider-Elektroden ver bunden sind. 3.Apparatur nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass sowohl die radioaktive Span nungsquelle als auch das Abscheider-Elektro- densystem je aus zwei bandförmigen Elektro den bestehen, von denen die eine ein dünnes Metallband in einer lückenlosen Umhüllung aus hochwertigem elektrischem Isoliermate rial ist, während die andere aus einem fein maschigen Metallnetzband besteht,das über einen Teil seiner Gesamtlänge als metallischer Träger für einen beidseitig angebrachten Be lag aus radioaktiver Substanz mit vorwiegen der Beta-Emission dient und längs seiner übri gen Ausdehnung mit rillenförmigen Prägun- gen schräg zur Bandlängsrichtung zur Bildung des Abscheider-Elektrodensystems mit spiral förmigen Kanälen für den Gasstrom versehen ist, welche beiden so präparierten bandförmi gen Elektroden aufeinanderliegend um einen Mitteldorn zusammen aufgewickelt sind und ein Abscheider-Elektrodensystem bilden. 4.Apparatur nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass das Abscheider-Elektroden- system aus zwei aufeinanderliegenden und ge meinsam um einen Mitteldorn spiralig auf gewickelten Elektrodenbändern besteht, von denen das eine eine Metallfolie in einer lücken losen Umhüllung aus hochwertigem elektri schem Isoliermaterial ist, während das andere von einem feinmaschigen Metallnetzband mit rillenförmigen Prägungen schräg zur Band längsrichtung gebildet ist,wobei die Ober flächen der Drähte des geprägten Met.allnetz- bandes allseits eine dünne Schicht radioakti ver Substanzen mit vorwiegender Beta-Einis- sion aufweisen, das Ganze derart, dass die emittierten Beta-Partikel zumindest teilweise die Umhüllung der isolierten gegenüberliegen den Elektrode durchdringen, in derselben ab sorbiert werden und ihre Ladung abgeben, die in der isolierten Elektrode gespeichert wird,um die zum Betrieb des Abscheider-Elektro- densystems erforderliche Spannung zwischen der isolierten Elektrode und der geprägten iNTetallnetzelektrode zu erzeugen. 5. Apparatur nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der radioaktive Ionisator auf einem metallischen Träger eine Strahlungsquelle mit vorwiegender Beta- Emission aufweist, deren Energie ausreicht, um nach Erzeugung von Ionen in dem durch den Innenraum des Ionisators strömenden Gas, die Umhüllung aus hochwertigem elek trischem Isoliermaterial um eine,die äussere Peripherie des Ionisatorrauines bildende Metallelektrode zu durchdringen, die zur Absorption der Beta-Partikel'und zur Speiche rung ihrer Ladung dient. um gegenüber dem metallischen Träger der Strahlungsquelle eine Spannung zu liefern, die zum Betrieb des dem Ionisator nachgeschalteten Abscheider-Elek- trodensystems verwendet wird. 6. Apparatur nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2, 4 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass der radioaktive Ionisator und die radioaktive Spannungsquelle mit dem Abseheider-Elektrodensystem vereinigt ist.
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Cited By (2)
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| US3948625A (en) * | 1972-07-24 | 1976-04-06 | Environmental Master Systems, Inc. | Irradiation and electrostatic separator |
| CN110354995A (zh) * | 2018-04-10 | 2019-10-22 | Bsh家用电器有限公司 | 静电的过滤器单元和带有静电的过滤器单元的通风装置 |
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| CN110354995B (zh) * | 2018-04-10 | 2022-11-29 | Bsh家用电器有限公司 | 静电的过滤器单元和带有静电的过滤器单元的通风装置 |
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