Gewindeanschluss Die Erfindung betrifft den Gewindeanschluss von mit überwurfmuttern unter Zwischenlage von Dich tungsringen an den Gewinde tragenden Ausläufen von Armaturen anzubringenden Zubehörteilen.
Beim Verkauf der mit überwurfmuttern anzubrin genden Zubehörteile begegnet man der Schwierigkeit, dass die Käufer oft nicht wissen, mit welchem An schlussgewinde die Ausläufe ihrer Armaturen versehen sind. Am häufigsten führen die Rohrgewinde 3/4" und 1/2" und das metrische Feingewinde M 22 X 1 zu Verwechslungen, die dann entsprechend zahlreiche Umtauschvorgänge hervorrufen. Zubehörteile mit überwurfmuttern jeweils für die verschiedenen Aus laufgewinde vorrätig zu halten, führt ausserdem zu kostspieliger Lagerhaltung bei den Gross- und Einzel händlern.
Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Schwierigkeiten zu beheben.
Die Erfindung besteht darin, dass die überwurf- mutter für mehrere verschiedene Auslaufgewinde pas send ausgebildet ist, und zwar in der Weise, dass sie ein für ein erstes Auslaufgewinde passendes Innenge winde enthält und ihr ein in sie einschraubbarer, die sem ersten Auslaufgewinde entsprechendes Aussenge winde tragender Gewindenippel, der im folgenden als Anpassring bezeichnet ist, mit mindestens zwei ver schiedenen, zu anderen Auslaufgewinden passenden In nengewinden zugeordnet ist.
Der Anpassring wird bei Neulieferungen mit den Zubehörteilen im allgemeinen mitgeliefert, ebenso die den verschiedenen Anschlussfällen angepassten Dich tungsringe. Die Ersparnisse, die durch das Wegfallen der Lagerhaltung für drei oder mehr Anschlussgewin- den angepasste Zubehörteile erzielt werden, übertref fen die Kosten des mitgelieferten Anpassringes und der zugehörigen Dichtungsringe bei weitem, Reklamationen wegen nicht passender Gewinde fallen weg.
Soweit das Aussengewinde der Anpassringe dem vielfach genormten oder doch handelsüblichen An schlussgewinde entspricht, lassen sich die Anpassringe nicht nur zusammen mit neu zu liefernden Zubehör teilen, und zwar eines bestimmten eigenen Fabrikations- und Lieferprogrammes, sondern auch zusammen mit schon früher gelieferten und fremden Erzeugnissen vor- teilhaft verwenden, für die sie nachträglich bzw. zu sätzlich bezogen werden können.
Weiterbildungen und weitere Einzelheiten der Er findung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeich nung und den Ansprüchen.
Fig. 1 zeigt einen an ein Auslaufgewinde anzu- schliessenden Zubehörteil für ein erstes, Fig. 2 für ein zweites und Fig. 3 für ein drittes Anschlussgewinde, wobei ein zelne Teile voneinander entfernt und teilweise im Schnitt gezeichnet sind.
Fig. 4 zeigt den zugehörigen Anpassring in grösse- rem Massstabe halb in Ansicht, halb im Schnitt.
Bei dem gezeichneten Beispiel ist der an einen Was serleitungsarmaturenauslauf 1 mitRohrgewinde 3/4' bzw. einen Auslauf 1' mit metrischem Feingewinde M 22 X 1 bzw. einen Auslauf 1" mit 1/2" Rohrgewinde anzu- schliessende Zubehörteil 2 eine Wassersteckkupplung. Dieser Zubehörteil 2 wird mittels einer überwurfmut- ter 3 an den Auslauf angeschlossen. Die überwurfmut- ter trägt aussen eine Rändelung 4.
Sie enthält das für das grösste in Betracht kommende Auslaufgewinde pas sende Innengewinde 5, bei dem gezeichneten Beispiel also Rohrgewinde 3/4'. Mit diesem Innengewinde lässt sie sich unter Zwischenlage eines Dichtungsringes 6 in bekannter Weise auf das Aussengewinde des Auslau fes 1, Fig. 1, aufschrauben.
Der überwurfmutter 3 ist ein in sie einschraubba- rer Anpassring 7 zugeordnet, vgl. besonders Fig. 4. Der Anpassring 7 trägt aussen zu dem Innengewinde 5 der überwurfmutter 3 passendes Aussengewinde 8, das dem Gewinde des Anschlusses 1 entspricht, im vorliegenden Falle also Rohrgewinde 3/4". Innen trägt der Anpassring 7 zwei verschiedene Innengewinde, die von aussen her bis etwa zur halben Ringtiefe reichen, nämlich ein erstes Innengewinde 9,
im Beispiel metri sches Feingewinde 22 X 1 mm und von der andern Seite Innengewinde 10, im Beispiel Rohrgewinde 1/2". Die Gewindebereiche sind durch eine innere Ringnut 11 voneinander getrennt, deren Tiefe dem Nenndurchmes ser des grösseren der beiden Innengewinde, im vorlie genden Fall also des metrischen Feingewindes 22 X 1 mm entspricht. Im Bereich des kleineren Innengewin des, in welchem die grössere Ringdicke stehen bleibt, sind stirnseitig einander diametral gegenüberliegende Ausschnitte 12 angebracht, z.
B. eingefräst, deren Grundflächen Teil eines Kreiszylinders sind und die so bemessen sind, dass eine Münze in sie eingesetzt und der Anpassring mittels der eingesetzten Münze einge schraubt werden kann. Auf der anderen Stirnseite könnten entsprechende Ausschnitte vorgesehen sein; doch sind solche Ausschnitte an und für sich entbehr lich, da beim Festziehen des Anschlusses sich alle Ge winde ohnehin soweit wie möglich aufeinander auf und ineinander einschrauben;
Schlitze 12 nur auf einer Stirnseite lassen sich bei geeigneter Montagefolge auch für beide Lagen des Anpassringes benutzen, wie sich aus einem Vergleich der Fig. 2 und 3 ergibt.
Wenn der Zubehörteil 2 auf das Auslaufgewinde 1', M22 X 1, Fig. 2, aufgeschraubt werden soll, wird der Anpassring 7 mit seiner das zum Auslaufgewinde 1' passende Innengewinde tragenden Seite auf das Aus laufgewinde aufgeschraubt. Gegen seine andere Seite wird ein Dichtungsring 13 gedrückt, und die überwurf- mutter 3 wird dann über diesen Dichtungsring gesetzt und auf das Aussengewinde 8 des Anpassringes 7 auf geschraubt.
Dabei zieht sich auch der Anpassring 7 auf dem Auslauf 1' voll fest, soweit er nicht mittels einer in die Ausschnitte 12 eingeführten Münze oder eines anderen Schlüssels schon vorher festgezogen wor den war.
Wie Fig. 3 zeigt, wird bei nur einseitig vorhande nen Ausschnitten 12 für den Anschluss des kleinsten Innengewindes 10 des Anpassringes an das Auslauf gewinde 1" der Anpassring 7 zunächst in die über- wurfmutter 3 eingeschraubt, nachdem ein Dichtungs ring 14 in ihn eingelegt worden war, der auf dem Bo den der Überwurfmutter ruht.
Wird dann die über- wurfmutter auf das Auslaufgewinde 1" aufgeschraubt, so drückt die Stirnfläche des Auslaufes auf den Dich tungsring 14, der somit sowohl das Auslaufgewinde ge genüber dem zugehörigen Innengewinde 10 als auch das Innengewinde der überwurfmutter 3 gegenüber dem Aussengewinde 8 des Anpassringes dichtet. Entspre chend wirkt auch der Dichtungsring 13 des Beispiels nach Fig. 2.
Statt einfacher zylindrischer Dichtungsringe lassen sich auch innen oder aussen gestufte Dichtungsringe verwenden, so dass eine Stufe des Dichtungsringes die Dichtung des Innengewindes der Mutter und eine an dere Stufe die Dichtung des Innengewindes des An passringes bzw. der Auslaufstirnfläche übernimmt. Während bei dem beschriebenen Beispiel eine Was sersteckkupplung als an einen Auslauf anzuschliessen- der Zubehörteil dargestellt ist, ergeben sich dieselben Anwendungsmöglichkeiten gleichwohl z.
B. auch bei Schlauchverschraubungen, beim Anschliessen von Me- tallzwischenschläuchen und beim Anschliessen von Zweiwegeventilen und dgl.
Weitere Abwandlungen ergeben sich, wenn die überwurfmutter nicht, wie beschrieben, das für das grösste in Betracht kommende Auslaufgewinde passen de Innengewinde, sondern das Innengewinde für eine Mittelgrösse eines Auslaufgewindes enthält. Der An- passring muss dann die überwurfmutter nach aussen überragend gestuft sein.
Allerdings sind solche im Rah men des Grundgedankens der Erfindung liegende Ab wandlungen insofern weniger vorteilhaft, als das be schriebene bevorzugte Ausführungsbeispiel, als dann bei einigen Anschlussfällen ein Abstand eines grössten In nengewindes des Anpassringes von dem Umfang des Auslaufes, dessen Gewinde in ein tieferliegendes Ge winde des Anpassringes eingeschraubt ist, in Kauf ge nommen werden muss, der von aussen sichtbar ist. Ebenso ist es möglich, den Anpassring mit drei Innen- gewindestufen auszurüsten.
Schliesslich ist es auch mög lich, dasselbe Anpassprinzip bei Ausläufen mit Innen- gewinde statt bei Ausläufen mit Aussengewinde anzu wenden. Eine besondere Möglichkeit liegt darin, der überwurfmutter eines Zubehörteiles nicht nur einen, sondern mehrere Anpassringe mit je zwei Innengewin den zuzuordnen, für den Verkauf nach Ländern, in denen mit noch mehr verschiedenen Auslaufgewinden zu rechnen ist.