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Zähleinrichtung mit einem den Zählerstand angebenden Anzeigeglied Der Patentanspruch des Hauptpatentes hat eine Zähleinrichtung mit einem den Zählerstand angebenden Anzeigeglied zum Gegenstand, wobei das Anzeigeglied eine den einzelnen Stellungen zugeordnete magnetische Beschriftung aufweist, die mit Hilfe von auf die magnetische Feldstärke ansprechenden Abfra- georganen lesbar ist.
Die Abfrage erfolgt beispielsweise durch Entlangführen des Abfrageorgans an den magnetisch beschrifteten Ziffernrollen. Nach dem Abfragevorgang wird dann das Abfrageorgan wieder in seine Ausgangsstellung zurückgeführt.
Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit der Weiterbildung einer Zähleinrichtung nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Abfrageorgane beim Abfragevorgang mit Hilfe eines motorisch angetriebenen Lenkgetriebes an der magnetischen Beschriftung des Anzeigeorganes' entlanggeführt werden. Vorzugsweise wird ein Lenkgetriebe mit schwenkbar und verschiebbar gelagerter Schubstange verwendet, das in an sich bekannter Weise eine Kreis- in eine Geradebe- wegung mit annähernd konstanter Geschwindigkeit umformt. Ein solches Lenkgetriebe ist beispielsweise in der deutschen Patentschrift 851443 beschrieben.
Derartige Getriebe werden insbesondere bei schreibenden Geräten, beispielsweise Maximumzähler, benötigt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung anhand der Zeichnung beschrieben.
Fig.1 zeigt in schematischer Darstellung das Grundprinzip der Erfindung. Mit 1 ist allgemein ein Ziffernrollenwerk bezeichnet, wie es beispielsweise in Elektrizitätszählern u. dgl. Verwendung findet. Das Ziffernrollenwerk besteht bei dem gewählten Ausführungsbeispiel aus acht dekadisch gestuften Ziffernrollen 2, die über ein Antriebsrad 3 mit dem in der Zeichnung nicht dargestellten Zählwerkantrieb in Verbindung stehen. Die einzelnen Ziffernrollen sind in an sich bekannter Weise am Umfang mit ihre jeweilige Stel- Jung anzeigenden Ziffern versehen.
Damit man den Stand eines solchen Ziffernrollenwerkes aus der Ferne abfragen und übertragen kann, sind die Ziffernrollen ausserdem mit einer magnetischen Beschriftung versehen. Hierbei kann die magnetische Beschriftung aus konstruktiven Gründen gegenüber den zugeordneten sichtbaren Kennzeichen um einen bestimmten Winkel versetzt sein. Zur Abfrage der magnetischen Beschriftung, die aus Platzgründen meist in zwei voneinander getrennten Spuren angeordnet ist, sind zwei Hallgene- ratoren bzw. Hallsonden 4 und 5 vorgesehen, die auf einem Träger 6 aus unmagnetischem Material befestigt sind. Die magnetische Beschriftung kann hierbei so angeordnet sein, dass u.
U. auf Flussleitbleehe für die Hallgeneratoren verzichtet werden kann. Der Träger 6 besitzt zweckmässigerweise L-Form und wird von einer Stange 7 so geführt, dass die Hallsonden eine geradlinige Bewegung in einem bestimmten Abstand von den Ziffernrollen ausführen. Aus diesem Grunde ist der Träger am oberen Ende über einen Zapfen 8 drehbar an dem vorderen Ende 9 einer dreh- und verschiebbar gelagerten Schubstange 10 befestigt. Ein am vorderen Ende 9 der Schubstange 10 befestigter Stift 11, der in eine Aussparung 12 des L-förmig abgebogenen Endes des Trägers 6 eingreift, verhindert ein unzulässig gros- ses Verdrehen des Trägers gegenüber der Schubstange.
Mit 13 ist ein ortsfest gelagerter Zapfen bezeichnet, der in einen Schlitz 14 der Schubstange eingreift und um den die Schubstange 10 schwenkbar ist. Das hintere Ende 15 der Schubstange 10 steht über einen Antriebsbolzen 16 und einen Lenker 17 mit einem Antriebsmotor 18 in Verbindung. Die Länge des Lenkers 17 und die Länge der Schubstange 10 sind in Bezug auf den Schwenkzapfen 13 so aufeinander abgestimmt, dass über einen bestimmten Winkel der Bewegung des Zapfens 16 das vordere Ende 9 der Schubstange 10 mit dem Träger 6 über die gesamte Breite der Zifferndruckrolle eine annähernd geradlinige Bewegung ausführt. Wird der Lenker 17 einmal um 360 durchgedreht, so führt der Träger 6 eine Bewegung aus, die
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durch die strichpunktierte Linie 19 veranschaulicht ist.
Daraus ist zu ersehen, dass bei einer Umdrehung der die Abtasteinrichtung tragende Träger wieder in die Ausgangsstellung zurückkehrt, wobei die Hallsonden bei der Rückführbewegung von den Ziffernrol- len entfernt werden. Das hat den Vorteil, dass die Hallgeneratoren bei der Rückführbewegung nicht abgeschaltet zu werden brauchen, was dann vorgenommen werden müsste, wenn die Rückkehrbewegung gleich der Abfragebewegung verlaufen würde.
Der erfin- dungsgemässe Antrieb hat weiter den Vorteil, dass im Gegensatz zu Führungsschienen oder Führungsspindeln für den Antrieb der Abfrageorgane nur Drehbolzen und Lenker verwendet werden, deren Herstellung und Wartung wesentlich einfacher und billiger sind. Ausser- dem bereitet die Leitungsführung zu den Hallsonden keine Schwierigkeiten, da sich die Schubstange um den Schwenkzapfen 13 nur wenig bewegt, was für die lose Weiterführung der Zuleitungsdrähte sehr günstig ist.
Wenn ein Rollenwerk abgefragt werden soll, das sehr lang ist, wird der-Lenkerantrieb u. U. zu lang und zu sperrig. Gemäss einem weiteren Vorschlag der Erfindung werden daher die Ziffernrollen in mehreren Reihen, insbesondere in zwei Reihen aufgeteilt. Fig. 2a zeigt eine solche Aufteilung der Ziffernrollen. Derartig viele Ziffernrollen werden benötigt, wenn ausser dem Messwert noch die Kennung, die Messperiode und eventuell die Rückstellkontrolle angezeigt werden sollen.
In Fig.2a dienen beispielsweise die Ziffernrollen 20 bis 24 zur Anzeige des Messwertes, die Ziffernrol- len 25 bis 29 zur Anzeige der Messperiode und die Ziffernrollen 30 bis 32 zur Anzeige der Kennung. Ferner ist die Ziffernrolle 33 der Rückstellkontrolle zugeordnet. Fig. 2b und Fig. 2c zeigen eine Drauf- bzw. Seitenansicht des Antriebsystems im Prinzip, wobei gleiche Teile mit gleichen Bezugsziffern wie in Fig. 1 versehen sind. Die Schubstange 10 ist so angeordnet, dass ihre Bewegung zwischen den in zwei Reihen aufgeteilten Ziffernrollen verläuft.
Dementsprechend müssen an der Schubstange 10 zwei Hallsondenträger 34 bzw. 35 vorgesehen sein, die an Führungsstangen 36 bzw. 37 ent- langgleiten. Der Antrieb erfolgt über eine Antriebsscheibe 38, von einem in der Zeichnung nicht dargestellten Antriebsmotor entweder unmittelbar oder über ein Schaltgetriebe.
Der Antrieb kann nun so geschaltet sein, dass die Kurbel 17 nur eine Schwenkbewegung um einen bestimmten Winkel ausführt, und zwar derart, dass bei der Bewegung der Kurbel 17 entgegengesetzt dem Uhrzeigerdrehsinn in bezug auf Fig. 2b eine geradlinige Bewegung der Hallsondenträger 34 und 35 von links nach rechts und bei der Rückdrehung der Kurbel im Uhrzeigerdrehsinn eine geradlinige Bewegung der Träger von rechts nach links bewirkt wird. Bei der Hinbewegung wird dann die eine Ziffernrolle und bei der Rückbewegung die andere Ziffernrolle abgefragt. Bei einer derartigen Abfrage muss aber die beim Rücklauf abgefragte Rollenreihe eine verkehrte Ziffernfolge haben.
Zweckmässig werden das die Ziffernrollen sein, die nicht mit dem Auge abgelesen zu werden brauchen. Ferner müssen die Hallsonden entsprechend ab- bzw. umgeschaltet werden.
Um den Antrieb der Antriebsscheibe nicht umschalten zu müssen, kann man auch die Bogenführung der Schubstange ausnützen und die Antriebsscheibe des Lenkers 17 voll umlaufen lassen. In diesem Falle vollführt dann die Antriebsscheibe 38 zwei volle Umdrehungen, wobei beim ersten Umlauf die eine Rollen- reihe und beim zweiten Umlauf die zweite Rollenreihe abgefragt wird. Die Abfrageköpfe führen dann die in Fig. 1 angedeutete Bewegung aus. Diese Ausführung ist dann zweckmässig, wenn die Ziffern aller Rollen mit dem Auge abgelesen werden müssen.
In Fig.3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel im Prinzip dargestellt, wobei die Ziffernrollen ebenfalls in zwei Reihen aufgeteilt sind. Gleiche Teile sind wieder mit gleichen Bezugsziffern wie zuvor bezeichnet. Fig. 3a zeigt eine Draufsicht und Fig. 3b eine Seitenansicht. Ausser Schubstange 10 und Lenker 17 ist noch eine zweite um den Zapfen 13 schwenkbare und verschiebbare Schubstange 40 vorgesehen, die über einen Lenker 41 von der Antriebsscheibe 38 angetrieben wird.
Die beiden Lenker 17 und 41 sind etwa um 180 gegeneinander versetzt, so dass bei einer Umdrehung der Antriebsscheibe 38 die Hallsondenträger 34 und 35 hintereinander an den Ziffernrollen vorbeigeführt werden. Diese Ausführung hat den Vorteil, dass beide Rollenreihen ablesbar sind und zur Abfrage eine Umdrehung der Antriebsscheibe genügt. Ausserdem wird keine Motor- und Hallsondenumschaltung benötigt. Die Versetzung der Lenker kann auch mit geringerem Winkel erfolgen; es muss nur gewährleistet sein, dass die Abfrage der Reihen hintereinander erfolgt.
Der Vorteil nur einer Umdrehung der Antriebsscheibe ist sehr erheblich; denn der Antriebsmotor muss ohnehin über eine Eintourenkupplung wirken, da die Hallsonden nach jedem Vor- und Rücklauf vor- übergehend stehenbleiben sollen bzw. müssen; denn es wird ja nur alle z.B. 15 Minuten abgefragt. Wenn die Antriebsscheibe aber z.B. zwei Umdrehungen ausführen muss, so ist auch eine Zweitourenkupplung erforderlich.
In Fig.4 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, dass dem in Fig.3 dargestellten ähnlich ist. Fig.4a zeigt eine Draufsicht und Fig.4b eine Seitenansicht. Die Hallsondenträger 34, 35 der beiden getrennt angeordneten Ziffernrollen werden von zwei Lenkern 10 bzw. 40 derart angetrieben, dass beide Rollenreihen wechselweise abgefragt werden. Dabei ist ebenfalls nur eine Umdrehung der Antriebsscheibe 38 erforderlich. Wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist keine Umschaltung des Motors und keine Umschaltung der Hallsonden erforderlich.
Auch eine Rückwärtsbeziffe- rung ist entbehrlich, wenn man die beiden mit dem Auge abzulesenden Zählangaben der beiden Reihen auf zwei einander gegenüber liegenden Seiten der Apparatur anordnet.