CH441179A - Vorrichtung zum Aufbereiten von Müll - Google Patents
Vorrichtung zum Aufbereiten von MüllInfo
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Description
Vorrichtung zum Aufbereiten von Müll Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufbereiten von kommunalen sowie verrottbare Bestand teile enthaltenden industriellen Abfällen - im folgenden allgemein als Müll bezeichnet -, mit einem Vorratsbun ker und einer raspelartigen Zerkleinerungs- und Sortier- einrichtung.
Eine Verwertung des Mülls kann z.B. auf dem Wege der Kompostierung erfolgen. Dabei wird der zerkleinerte Müll etwa unter Zuführung von Klärschlamm in einer entsprechenden Anlage einem Kompostierungsprozess unterworfen, nachdem die für diesen Zweck unbrauchba ren Teile des Mülls vorher ausgeschieden wurden.
Als Zerkleinerungsvorrichtungen sind für diesen Zweck Hammer- und Prallmühlen bekannt, in welchen das Gut durch die Wucht des Auschlages von Hämmern oder Kugeln zerkleinert wird. Bei derartigen Mühlen wird das Gut sehr stark pulverisiert, während bei der Verwertung des Mülls durch Kompostieren eine faserig flockige Form des zerkleinerten Gutes mit nicht zu feiner Mindestkörnung erwünscht ist. Wenn dem aufzubereiten den Müll noch Klärschlamm beigemischt wird, der eine sehr feine Körnung hat, dann ist umsomehr eine grosse Flockung des Mülls erwünscht.
Es wurde deshalb auch schon eine Zerkleinerungsvorrichtung zur Aufbereitung von Müll und ähnlichen Abfallstoffen vorgeschlagen, die aus einer als Siebplatte ausgebildeten raspelartig oder in ähnlicher Weise gerauhten Fläche und aus einer oder mehreren im Abstand dazu angeordneten, Reibdruck erzeugenden Vorrichtungen besteht, durch welche der Müll unter Druck über die gerauhte Fläche geschoben und so einer Raspelbehandlung unterzogen wird.
Die Zerkleinerungsvorrichtung wird dabei fortlaufend aus einem Bunker über ein Förderband oder einen Schaufel förderer oder durch fortlaufendes Ausschütten von auf Fahrzeugen oder mittels Kränen herangeholter Müllsam- melbehälter beschickt.
Diese bekannte Einrichtung braucht wegen der Trennung von Bunkerstelle und Zerkleinerungsvorrich tung und wegen der deshalb erforderlichen Transportein richtungen eine grosse Grundfläche. Dieser Aufwand steht darüberhinaus in einem Missverhältnis zu dem mit dieser Zerkleinerungseinrichtung erzielbaren relativ ge ringen Durchsatz.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, welche die aufgezeigten Nachteile nicht hat und welche insbesondere auf einer möglichst geringen Grund fläche einen möglichst grossen Durchsatz von zerkleiner tem Müll gewährleistet.
Die Erfindung löst das Problem dadurch, dass die Zerkleinerungs- und Sortierungseinrichtung unmittelbar unter dem Vorratsbunker angeordnet wird derart, dass die mit Durchlassöffnungen versehene Raspelfläche wenigstens teilweise den unteren Abschluss des Bunkers bildet. Schüttbunker und Zerkleinerungseinrichtung bil den also zweckmässig eine kompakte Einheit und die bisher erforderlichen Transporteinrichtungen zwischen Bunker und Zerkleinerungseinrichtung fallen völlig weg.
Besonders vorteilhaft kommt die Erfindung dann zur Geltung, wenn - nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung - zur Erzeugung der Reibbewegung zwischen dem zu zerkleinernden Gut und der Raspelfläche letztere - unter Verzicht auf Reibdruck erzeugende umlaufende Vorrichtungen - selbst beweglich eingerichtet ist derart, dass der Andruck der Bunkerfüllung den Reibdruck bewirkt.
Hierdurch ist es möglich, den Durchsatz gegenüber den bekannten Einrichtungen wesentlich zu vergrössern, da das Gut durch sein Gewicht infolge der im Bunker einzuhaltenden Schütthöhe ungleich intensiver an die Raspel angedrückt wird, als es mit einer der Reibdruck erzeugenden Vorrichtungen, wie z.B. mit auf einer kreisförmigen Raspelfläche umlaufenden schräggestellten Armen möglich ist.
Des weiteren ist die Ausnützung der Raspelfläche bei der Vorrichtung nach der Erfindung wesentlich gründlicher als bei der bekannten Ausführung mit Reibdruck erzeugenden umlaufenden Armen, da im Gegensatz zu dieser stets die gesamte Arbeitsfälche der Raspel nicht nur mit Müll bedeckt, sondern auch wirksam ist. Es kann z.B. die Oberfläche einer sich um ihre Mittelachse drehenden ebenen kreisförmigen Siebplatte als Raspelfläche mit zugehörigem rundem Bunker ausgebildet sein.
Da hierbei aber die Raspelgeschwindig- keit in der Mitte der Platte praktisch Null wird, ist - nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung - die Raspel fläche zweckmässigerweise so ausgebildet, dass sich jeder Punkt der Raspelfläche in einer zu dieser Fläche senkrechten Ebene bewegt. Vorzugsweise ist dabei die Raspelfläche als eine in sich geschlossene umlaufende Fläche ausgebildet.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann dabei die Raspelfläche von einem endlosen umlaufenden Band, etwa einem Platten- oder Gliederband gebildet oder getragen sein, dessen oberes Trumm unmittelbar an der Unterseite der Bunkerfüllung entlang reibt. Dabei ist es vorteilhaft, wenn sich schräg verlaufend zwischen dem oberen und dem unteren Trumm des endlosen Bandes ein Leitblech erstreckt, mit welchem die durch das obere Trumm beim Raspelvorgang hindurchfallenden Teile des Mülls seitlich am unteren Trumm vorbeigeleitet wer den.
In einer zweckmässigen Weiterbildung dieser Ausfüh rung ist das die Raspel bildende umlaufende Band in Bewegungsrichtung des oberen Trumms über die Bunker- endwand hinaus verlängert, und seitlich von dieser Verlängerung sind Führungswände angeordnet, zwischen welchen in vorzugsweise einstellbaren Längsabständen vom Bunker bzw. voneinander Brückenbalken das obere Trumm überspannen, deren jeweiliger Abstand vom oberen Trumm mit wachsendem Abstand vom Bunker abnimmt.
Dieser Abstand der Brückenbalken vom oberen Trumm ist vorzugsweise veränderbar und die Brückenbalken sind in bezug auf die Querrichtung zur Laufrichtung des Bandes zwecks Bildung einer Abstreif- schurre vorzugsweise einstellbar schief angeordnet und in der seitlichen Führungswand, welche auf der Seite des vom Bunker entfernter gelegenen Endes des jeweiligen Brückenbalkens liegt, sind in Laufrichtung jeweils vor den Balken, zumindest im Bereich zwischen Bandoberflä che und Brückenbalkenunterkante, Auswurföffnungen vorgesehen.
In Verbindung mit einer gegen eine einstellbare Kraft nach aussen schwenkbaren Klappe an derjenigen Bunker wand, gegen welche das Gut durch den Raspelvorgang gedrückt wird, gestattet diese Ausbildung der Vorrich tung, dass Pfropfen nichtzerkleinerten Gutes, die sich innerhalb des Bunkers bilden und durch die Raspelrei- bung gegen die Endwand des Bunkers gefördert werden, dort durch die Klappe ausgetragen werden und auf der Verlängerung des Bandes gegebenenfalls gegen eine der in verschiedenen Höhenlagen angebrachten Brückenbal ken stossen.
Ein solcher Pfropfen wird dadurch entweder noch zerkleinert und somit bis zum nächsten Brückenbal ken für eine evtl. weitere Zerkleinerung gefördert oder, wenn er nicht mehr zerkleinerbar ist, durch die Schrägstellung des Brückenbalkens durch die entspre chende Öffnung in der seitlichen Führungswand ausgetra gen. Auf diese Weise ist es möglich, eine weitere Sortierung nach Grösse dieser durch die Klappe aus dem Bunker ausgestossenen Müllteile vorzunehmen.
Anstatt der Ausbildung der Raspelfläche als endloses umlaufendes Band besteht eine weitere Möglichkeit der Verwirklichung der Erfindung darin, die Raspelfläche im wesentlichen zylindrisch auszubilden. Dabei dient als Raspel ein vorzugsweise um seine gegenüber der Horizontalen geneigte Längsachse rotierender Siebzylin- der,
der mit einer Einrichtung zum Auffangen und Weitertransportieren des aus der offenen Stirnseite des Siebzylinders austretenden Raspelgutes versehen sowie mit einer weiteren Einrichtung zum Auffangen und Weitertransportieren des aus dem Siebzylinderinnenraum durch die untere Hälfte des Siebzylinders hindurchfallen den Raspelgutes ausgerüstet ist.
Eine solche zylindrische Raspel ist besonders gut für eine Trennung des geraspelten Gutes in gröbere Teile und Aschen- und andere Feinkornanteile geeignet, da die gröberen abgeraspelten Teile aufgrund der Neigung des Zylinders vom Siebzylinderinnenraum direkt zu dessen Stirnseite gefördert und dort ausgetragen werden, wäh rend die Feinkornanteile während des Förderns zur Stirnseite die Siebzylinderwand ein zweites Mal, und zwar in deren unteren Hälfte von innen nach aussen, passieren.
Zum Auffangen dieser feinen Teilchen dient zweckmässigerweise eine vorzugsweise als Schüttelrut sche ausgebildete, sich unter dem Siebzylinder in dessen Achsrichtung erstreckende Auffangrinne. Zum Austra gen unverarbeiteter Teile des Gutes, wie z. B. von überhaupt nicht oder schwer verarbeitbaren Teilen, dient zweckmässig eine mit ihrer Drehachse parallel zur Rotationsachse der umlaufenden Raspel gelagerte Zel- lenradschleuse, die unter Überbrückung des entsprechend vergrösserten Spaltes zwischen der am Gut anliegenden Raspelfläche und der Bunkerwandung an der Austritt stellung der Raspelfläche angeordnet ist.
Um einen unerwünschten Austrag von etwa noch verarbeitbarem Gut zu vermeiden, weist die Zellenradschleuse vorteilhaft hemmendes, vorzugsweise einstellbares Drehmoment aus Einrichtung auf, die ein die Drehung der Schleuse hemmendes, vorzugsweise einstellbares Drehmoment aus übt.
Eine weitere Möglichkeit der Raspelausbildung be steht beispielsweise darin, dass die Raspelfläche an hin- und herschwingenden Teilen, vorzugsweise aus im Abstand angeordneten stabartigen, in Längsrichtung schwingbaren Raspelelementen gebildet ist.
Dabei kön nen diese stabartigen Elemente entweder gemeinsam jeweils in gleicher Richtung schwingen, wobei sie z.B. mittels Querstäben untereinander verbunden, oder es kann eine Einrichtung zum Schwingen benachbarter Elemente jeweils in entgegengesetzter Richtung vorgese hen sein.
Sowohl bei der als Siebzylinder ausgebildetn Raspel als auch bei der aus hin- und herschwingenden Teilen bestehenden Raspel kann es vorteilhaft sein, wenn eine Einrichtung zum Aufbringen einer überlagerten Schwin gungskomponente zu der Bewegung parallel zur Raspel oberfläche vorhanden ist.
Eine sehr zweckmässige Weiterbildung der Vorrich tung nach der Erfindung besteht darin, dass der Bunker mittels hydraulischer, pneumatischer oder anderer an sich bekannter Mittel bewegbare Wandteile wenigstens einer Bunkerwand zur Veränderung der lichten Weite zwischen gegenüberliegenden Bunkerwänden wenigstens in einem Teilbereich des Bunkers aufweist. Derartige Wandteile können klappenartig ausgebildet sein oder es können an der Innenseite der durchgehenden festen Bunkerwände nach innen bewegbare, z.B. scharnierartige an der Innenwand befestigte Klappen angebracht sein.
Mittels derartiger Einrichtungen ist es möglich, den Andruck des Bunkerinhaltes auf die Raspelfläche durch mehr oder weniger starkes Festklemmen des Bunkerin haltes zu beeinflussen. Der Bunkerinhalt kann aber hierdurch auch völlig festgeklemmt werden, etwa wenn die Raspelfläche wegen einer Reparatur ganz oder teilweise entfernt werden muss. Dabei kann es sehr vorteilhaft sein, wenn zur Erzielung unter gleichmässiger optimalen Raspelwirkung eine Einrichtung zur Verände rung der lichten Weite zwischen den Bunkerwänden in Abhängigkeit von der Leistungsaufnahme für den An triebsmotor der Raspel vorgesehen wird.
Die Erfindung ist im folgenden anhand mehrerer in der Zeichnung schematisch dargestellter Ausführungsbei spiele näher erläutert.
Darin zeigt Fig. 1 in Seitenansicht und Fig. 2 im Schnitt eine Anlage nach der Erfindung, bei welcher die Raspelfläche als umlaufendes Plattenband ausgebildet ist.
Fig. 3 eine Draufsicht eines Teils des Plattenbandes der Anlage gemäss Fig. 1 und 2, Fig.4 in Seitenansicht und Fig. 5 in Draufsicht eine besondere Ausbildung des vorderen Teils einer Anlage mit umlaufendem Plattenband, Fig. 6 einen Querschnitt entlang der Linien VI-VI in Fig. 7 und Fig. 7 einen Längsschnitt entlang der Linien VII-VII in Fig.6 durch eine Anlage mit einer zylindrischen Raspel,
Fig.8 in Draufsicht ein Muster einer Loch- und Reissstiftanordnung der Siebwalze gemäss Fig.6 und 7, Fig.9 im Schnitt eine abgewandelte Ausführungs form einer Anlage mit zylindrischer Raspel, Fig. 10 in Seitenansicht und Fig. 11 in Vorderansicht eine weitere Ausführungs möglichkeit der Raspel nach der Erfindung,
Fig. 12 eine Draufsicht auf die Raspelglieder einer Ausführung gemäss Fig. 10 und 11 und Fig. 13 in Seitenansicht einen Teil eines einzelnen Raspelgliedes für das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 10 bis 12.
In dem in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist unmittelbar unter dem Schütt- bunker 1 und Bildung der unteren Abschlusswandung ein mittels Rollen 2 umlaufendes aus plattenförmigen Glie dern bestehendes Plattenband 3 angeordnet. Wie in der Draufsicht auf einen Teil dieses Plattenbandes in Fig. 3 gezeigt, sind im vorliegenden Beispiel die Platten 4 und 5 abwechselnd gelocht und mit Reissstiften oder -Zähnen versehen. Die Aufgabestelle des Müllgutes 6 ist durch den Pfeil 7 angedeutet, während der Pfeil 8 die Bewegungsrichtung des Bandes anzeigt.
Schräg zwischen dem oberen und unteren Trumm des Plattenbandes 3 verläuft ein Ablenkblech 9, durch welches das unter dem Andruck des Gutes 6 im Bunker geraspelte entweder durch die Sieblöcher der Platte 4 des Plattenbandes 3 hindurchgedrückte oder seitlich vom Band herabfallende Raspelgut zwecks Beförderung an weitere Stellen der Aufbereitungsanlage in eine Schüttelrinne oder Förder band 10 geleitet wird.
Im unteren Bereich der Bunkerseitenwand schwenk bar ausgebildete und mittels Servomotoren 11 betätigbare Seitenwandteile 12 geben die Möglichkeit, das Bunkergut 6 innerhalb des Bunkers 1 mehr oder weniger festzuklem men. Dadurch ist es in die Hand gegeben, den Andruck des Bunkergutes auf die Raspelfläche zu variieren oder gegebenenfalls völlig aufzuheben, etwa wenn die Raspel fläche zwecks Reparatur teilweise oder völlig entfernt werden muss. Der Impuls zur Betätigung der Servomoto ren 11 und damit zur Veränderung des Andruckes kann z. B. von der Leistungsaufnahme der Servomotoren abhängig gemacht werden.
Eine sehr vorteilhafte besondere Ausbildung des vorderen Teils der Anlage nach Fig. 1 bis 3 ist in den Fig.4 und 5 dargestellt. Hierin ist an der vorderen Stirnwand 13 des Bunkers, gegen welche das Gut 6 beim Raspelvorgang durch die Bewegung des Plattenbandes bewegt wird, eine mittels einer nachgiebig federnden Einrichtung 14 z. B. hydraulisch geschlossen gehaltene Austragklappe 15 angebracht, durch welche an der Bunkerstirnwand 13 gestautes nicht zerkleinertes, z.B. nicht kerkleinerbares Gut entlassen und gegebenenfalls nochmals am Aufgabepunkt 7 (Fig. 1) in den Bunker eingegeben werden kann.
Auch kann diese Klappe 15 bei einer Entleerung des Bunkers von Rückständen, die nicht genügend zerkleinert worden sind, dienen. Zu diesem Zwecke wird die Klappe 15 völlig geöffnet und durch das Plattenband 3, das jetzt nur als reines Transportband dient, die Rückstände durch die Klappe ausgetragen. Durch starkes Anpressen der beweglichen Seitenwandtei- le 12 wird während dieses Vorganges zweckmässigerwei- se eine sogenannte Brückenbildung des Bunkergutes 6 herbeigeführt, so dass kein weiteres Gut nachrutschen kann.
In den Fig.4 und 5 ist ausserdem eine weitere Ausbildungsmöglichkeit der Erfindung dargestellt, bei welcher das Plattenband 3 ein beträchtliches Stück über die Bunkerstirnwand 13 hinaus verlängert ist. Dieses verlängerte Stück des Plattenbandes wird durch Füh rungswände 16 seitlich begrenzt. In vorzugsweise einstell baren Längsabständen vom Bunker 1 bzw. von einander ist dieser verlängerte Teil des Bandes von Brückenbalken 17 überspannt, deren jeweiliger Abstand vom oberen Trumm des Bandes 3 mit wachsendem Abstand vom Bunker abnimmt und die zwecks Bildung einer Abstreif- schurre im Grundriss in bezug auf die Querrichtung zur Laufrichtung des Bandes 3 schräg angeordnet sind.
In der seitlichen Führungswand 16, welche auf der Seite des vom Bunker entfernter gelegenen Endes des jeweiligen Brückenbalkens 17 liegt, sind in Laufrichtung jeweils vor diesem Balken Auswurföffnungen 18 vorgesehen, durch welche an den Brückenbalken anstossende Teile des Gutes seitlich ausgeworfen werden, sofern sie nicht durch eine weitere Raspelwirkung zwischen Plattenwand und Brückenbalken zerkleinert und gegen den nächsten Brückenbalken gedrückt werden, wobei sich der gleiche Vorgang wiederholen kann. Mit 19 ist ein Abscheide magnet bezeichnet.
In dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 6 und 7 dient als Rasp; Ifläche ein Siebzylinder 21, der beispielsweise in der Anordnung nach Fig.8 mit Löchern 22 und Reissstiften 23 versehen ist. An beiden Enden ist der Zylinder von je drei Rollen 24 um seine Längsachse drehbar derart gelagert, dass ein Teil seiner Oberfläche im wesentlichen den unteren Abschluss des Bunkers 1 bildet. Der Zylinder ist in an sich bekannter Weise mit einem nicht dargestellten Antriebsmechanis mus gekuppelt.
Der Siebzylinder 21 ist gegenüber der Horizontalen leicht nach links geneigt, so dass durch den Raspelvorgang in den Siebzylinder durch dessen Löcher Raspelvorgang in den Siebzylinder durch dessen Löcher Zylinders gefördert wird. Eine parallel zur Zylinderachse in einem Spalt zwischen dem Zylinder 21 und der Bunkerwand, gegen welche das Gut durch den Raspel vorgang gedrückt wird, angeordnete Zellenradschleuse 25 dient zum Austrag sogenannter unverdaulicher Teile des Gutes, z.B. von nicht zerkleinerbarem Gut.
Es sind dabei an sich bekannte Mittel vorgesehen, durch welche der Verdrehung der Zellenradschleuse ein vorzugsweise einstellbares Drehmoment entgegengesetzt werden kann und durch welche sie nach einer ihrer Zellenzahl entsprechenden Teilumdrehung in die nächste Stellung einrastet. Im dargestellten Beispiel hat jede Zellenrad schleuse vier Zellen; sie rastet also jeweils nach einer Teildrehung von 90 wieder in eine Ruhestellung ein.
Unterhalb des Siebzylinders 21 befindet sich eine Schüttelrutsche 26 als Auffangrinne für Feinkornanteile des Raspelgutes, die zunächst während des Raspelvor- ganges oben durch die Sieblöcher 22 in den Innenraum des Siebzylinders 21 hinein und während des aufgrund der Siebneigung stattfindenden Fördervorganges zum tiefer gelegenen Zylinderende 27 zu die Sieblöcher 22 unten passiert haben. Die Schüttelrutsche 26 fördert dieses feinere Gut auf ein Transportband 28.
Das relativ gröbere geraspelte Gut passiert die Sieblöcher 22 nur einmal, und zwar während des Raspelvorganges unter dem Andruck des Bunkergutes und fällt aus dem tiefer gelegenen Zylinderende 27 hinaus auf ein weiteres separates Transportband 29.
Eine weitere Schüttelrutsche 30 ist unterhalb der Zellenradschleuse 25 so angeordnet, dass die durch die Zellenradschleuse ausgetragenen unverdaulichen Pfrop fen zu einem weiteren Transportband 31 gefördert werden. Es findet also bei dieser Anlage in zweckmässi- ger Weise eine Trennung der Feinkorn-Anteile von gröberem Raspelgut sowie von ganz grobem, nicht zerkleinerbaren Anteilen statt.
Mittels einer an sich bekannten Absaugvorrichtung 32 wird der durch den Raspelvorgang und die Drehung des Siebzylinders 21 erzeugte Staub abgesaugt.
Bei der in Fig. 9 gezeigten gegenüber der An lage mit einem Siebzylinder gemäss Fig. 6 und 7 abgewandelten Ausführungsform, ist anstelle der Zellen radschleuse 25 (Fig. 6) der untere Teil 33 der seitlichen Bunkerwand, gegen welche das Siebgut beim Raspelvor- gang gedrückt wird, gegenüber dem Druck einer Feder 34 nach aussen klappbar ausgebildet, wodurch nicht zerklei- nerbares Gut in ähnlicher Weise ausgetragen werden kann, wie durch die Zellenradschleusen 25.
Im übrigen kann ein Teil der Bunkerwand zwecks Anpassung an das Bunkergut bei einer zylindrischen Raspel in der gleichen Weise nach innen schwenkbar ausgebildet werden, wie es im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 bis 3 beschrieben ist.
Eine noch andere Ausbildungsmöglichkeit der Raspel ist anhand der Fig. 10 bis 13 beschrieben. Als Raspel dienen hier unmittelbar unter dem Bunker angeordnete und dessen untere Begrenzung bildende rostartige mit Raspelzähnen 36 versehene Flachstäbe 35, die in Längsrichtung schwingen können, und zwar entweder alle gemeinsam in einer Richtung oder, wie in Fig. 12 dargestellt, welche eine Draufsicht auf einen Abschnitt dieser rostartig angeordneten Stäbe ist, abwechselnd jeweils in entgegengesetzter Richtung. In Fig. 13 ist ein Stab mit seinen Raspelzähnen 36 als Beispiel vergrössert gezeigt.
Eine Schüttelrutsche 36 fängt das geraspelte Gut auf.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Aufbereiten von kommunalen sowie verrottbare Bestandteile enthaltenden industriellen Abfäl len mit einem Vorratsbunker und einer raspelartigen Zerkleinerungs- und Sortiereinrichtung, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Zerkleinerungs- und Sortiereinrichtung unmittelbar unter dem Vorratsbunker angeordnet ist derart, dass die mit Durchlassöffnungen versehene Raspelfläche (3, 21, 35) wenigstens teilweise den unteren Abschluss des Bunkers (1) bildet. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Erzeugung der Reibbewegung zwischen dem zu zerkleinernden Gut und der Raspelflä- che letztere selbst beweglich eingerichtet ist, derart, dass der Andruck der Bunkerfüllung (6) den Reibdruck bewirkt. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch oder Unteran spruch 1, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung der Raspelfläche (3, 21, 35), dass sich jeder Punkt der Raspelfläche in einer zu dieser Fläche senkrechten Ebene bewegt. 3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Raspelfläche (3, 21) als eine in sich geschlossene, umlaufende Fläche ausgebildet ist. 4.Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Raspelfläche von einem endlosen umlaufenden Band (3), zum Beispiel einem Platten- oder Gliederband, gebildet oder getragen wird, dessen oberes Trumm unmittelbar an der Unterseite der Bunkerfüllung entlangreibt. 5. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass sich schräg verlaufend zwischen dem oberen und dem unteren Trumm des endlosen Bandes (3) ein Leitblech (4) erstreckt, mit welchem die durch das obere Trumm beim Raspelvorgang hindurchfallenden Teile des Abfallstoffes seitlich am unteren Trumm vorbeigeleitet werden. 6.Vorrichtung nach den Unteransprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass das die Raspelfläche bildende umlaufende Band in Bewegungsrichtung des oberen Trumms über die Bunkerendwand (13) hinaus verlängert ist und dass seitlich von dieser Verlängerung Führungswände (16) angeordnet sind, zwischen welchen in einstellbaren Längsabständen vom Bunker bzw. voneinander Brückenbalken (17) das obere Trumm überspannen, deren jeweiliger Abstand vom oberen Trumm mit wachsendem Abstand vom Bunker (1) abnimmt. 7.Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass der Abstand der einzelnen Brücken balken (17) vom oberen Trumm des umlaufenden Bandes (3) veränderbar ist. B. Vorrichtung nach den Unteransprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Brückenbalken (17) in bezug auf die Querrichtung zur Laufrichtung des Bandes zwecks Bildung einer Abstreifschurre einstellbar schief angeordnet sind, und dass in der seitlichen Führungs wand (16), welche auf der Seite des vom Bunker (1) entfernter gelegenen Endes des jeweiligen Brückenbal kens (17) liegt,in Laufrichtung jeweils vor den Balken zumindest im Bereich zwischen Bandoberfläche und Brückenbalkenunterkante Auswurföffnungen (18) vorge sehen sind. 9. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Raspelfläche im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist. 10.Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Raspelfläche als um seine gegenüber der Horizontalen geneigte Längsachse rotie- render Siebzylinder (21) ausgebildet ist und mit einer Einrichtung (29) zum Auffangen und Weitertransportie- ren des aus der offenen Stirnseite (27) des Siebzylinders austretenden Rapselgutes versehen ist sowie mit einer weiteren Einrichtung (26, 28) zum Auffangen und Weitertransportieren des aus dem Siebzylinder-Innen- raum durch die untere Hälfte des Siebzylinders (21)hindurchfallenden Raspelgutes ausgerüstet ist. 11. Vorrichtung nach den Unteransprüchen 9 und 10, gekennzeichnet durch eine als Schüttelrutsche ausgebilde te, sich unter dem Siebzylinder in dessen Achsrichtung erstreckende Auffangrinne (26). 12. Vorrichtung nach den Unteransprüchen 9 bis 11, gekennzeichnet durch eine an dem vom Zylindermantel umschlossenen Raum angeschlossene Absaugeinrichtung (32). 13.Vorrichtung nach den Unteransprüchen 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zum Austrag unverarbeite ter Teile des Gutes eine mit ihrer Drehachse parallel zur Rotationsachse der umlaufenden Raspelfläche (21) gela gerte Zellenradschleuse (25) dient, die unter überbrük- kung des entsprechend vergrösserten Spaltes zwischen der am Gut anliegenden Raspelfläche und der Bunker wandung an der Austrittsstelle der Raspelfläche angeord net ist. 14.Vorrichtung nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Zellenradschleuse (25) eine Einrichtung aufweist, die ein die Drehung der Schleuse hemmendes einstellbares Drehmoment ausübt. 15. Vorrichtung nach den Unteransprüchen 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass unter der Zellenrad schleuse (25) eine Auffang- und Fördereinrichtung (30) für das durch die Zellenradschleuse ausgetragene Gut angeordnet ist. 16. Vorrichtung nach den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Raspelfläche an hin- und herschwingenden Teilen gebildet ist. 17.Vorrichtung nach Unteranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Raspelfläche an im Abstand nebeneinander angeordneten, stabartigen, in Längsrich tung schwingbaren Raspelelementen (35) gebildet ist. 18. Vorrichtung nach Unteranspruch 17, gekenn zeichnet durch eine Einrichtung zum gemeinsamen Schwingen der stabartigen Elemente (35) jeweils in gleicher Richtung. 19. Vorrichtung nach Unteranspruch 17, gekenn zeichnet durch eine Einrichtung zum Schwingen benach barter Elemente jeweils in entgegengesetzter Richtung. 20.Vorrichtung nach den Unteransprüchen 9 bis 19, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Aufbringen einer überlagerten Schwingungskomponente zu der Be wegung parallel zur Raspeloberfläche. 21. Vorrichtung nach den Unteransprüchen 1 bis 20, gekennzeichnet durch mittels hydraulischer oder pneu matischer Mittel (11) bewegbare Wandteile (12) wenig stens einer Bunkerwand zur Veränderung der lichten Weite zwischen gegenüberliegenden Bunkerwänden we nigstens in einem Teilbereich des Bunkers. 22. Vorrichtung nach Unteranspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass von wenigstens einer Seitenwand mindestens ein Teil um eine horizontale Achse schwenk bar ausgebildet ist.23. Vorrichtung nach den Unteransprüchen 21 und 22, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Verände rung der lichten Weite in Abhängigkeit von der Leistungsaufnahme für den Antriebsmotor der Raspel. 24. Vorrichtung nach den Unteransprüchen 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass zum Austrag unverarbeit- barer Teile des Gutes wenigstens ein Teil (15) derjenigen Bunkerwand, gegen welche das Gut durch den Raspel vorgang gedrückt wird, gegen eine einstellbare Gegenkraft nach aussen schwenkbar ausgebildet ist.
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ID=7584188
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH731866A CH441179A (de) | 1965-05-20 | 1966-05-20 | Vorrichtung zum Aufbereiten von Müll |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE681328A (de) |
| CH (1) | CH441179A (de) |
| DE (1) | DE1224222B (de) |
| NL (1) | NL6606962A (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE804191C (de) * | 1948-03-23 | 1951-04-16 | Willem Antonie Gerard Weststra | Vorrichtung zum Aufarbeiten von Muell und aehnlichen Abfallstoffen |
| AT228371B (de) * | 1960-01-20 | 1963-07-10 | Walter Josef Dipl Ing Martin | Einrichtung zum Zuführen und Zerkleinern von Müll bei Müllverwertungs- und Müllverbrennungsanlagen |
-
1965
- 1965-05-20 DE DEV28509A patent/DE1224222B/de active Pending
-
1966
- 1966-05-20 NL NL6606962A patent/NL6606962A/xx unknown
- 1966-05-20 BE BE681328D patent/BE681328A/xx unknown
- 1966-05-20 CH CH731866A patent/CH441179A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1224222B (de) | 1966-09-08 |
| BE681328A (de) | 1966-10-31 |
| NL6606962A (de) | 1966-11-21 |
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