CH443113A - Verfahren zur Herstellung eines bitumin¦sen Gemisches - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines bitumin¦sen GemischesInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung eines bituminösen Gemisches Die Erfindung bezieht sich auf lein Verfahren zur Herstellung eines neuen Gemisches auf Bitumenbasis, welches besonders geeignet ist zur Anwendung in der Wasserbautechnik. Wasserbauwerke, wie Deiche, Dämme, Molen, Unterbauten und dergleichen, sind gewöhnlich starken Einwirkungen lentweder durch Wellengang oder durch Strömung unterworfen. Es sind daher Massnahmen getroffen worden, um solche Bauten so weit als möglich gegen die Einwirkung des Auswaschens durch Wellen zu schützen, indem man sie z. B. mit Basalt-oder Betonblöcken verkleidete. Manchmal ist auch vensucht worden, den Ansturm der Wellen zu brechen, indem man die Wasserbauwerke mit einem zusätzlichen mehr oder weniger kompakten Stapel aus grossen Naturfelsen, Betonblöcken oder Betonsteinen umgibt, so dass das Wasser sich beruhigt hat, wenn es das eigentliche hydraulische Bauwerk erreicht. Zu dem letztgenannten Zweck sind ins besondere die sogenannten Tetrapoden bekanntgewor- den und unter anderem zur Konstruktion von Molen in verhältnismässig tiefem Wasser verwendet worden. Es ist jedoch gefunden worden, dass ein kompakter Stapel aus grossen Steinen der Einwirkung des Wassers nicht auf die Dauer widerstehen kann. Insbesondere die Saugwirkung der zurücklaufenden Strömung unterspült einen Schutzbau dieser Art und dieser schützt den hydraulischen Bau seinerseits nicht gegen die zerstörende Wirkung. Dieser Nachteil tritt auch bei einem Stapel aus Tetrapoden auf. Die vorliegende Erfindung bezweckt die Schaffung eines neuen Baumaterialgemisches, das sehr zweckmässig sowohl beim Bau hydraulischer Bauten verwendet werden kann, um diese Zugegen die durch Wellen und Strömungen freigesetzten Kräfte zu schützen als auch zum Schutz vorhandener Bauten gegen diese Kräfte. Das gemäss der Erfindung hergestellte Gemisch kann eine geschlossene konpakte Masse bilden, welche die Kräfte von Wellen und Strömung absorbiert und welche, da kein Wasser hindurchströmen kann, auch die Saugwirkung desselben ausschaltet. Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man grobe Steine mit einem Durchmesser von 50 bis 600 mm mit einem heissen Gemisch aus einem Bitumen und einem mineralischen Zuschlagstoff von feiner Körnung versetzt. Das heisse Gemisch hat vorzugsweise eine Temperatun von 60 bis 1800 und besonders zweckmässig von 100 bis 1400. Die groben Steine können z. B. Geröllsteine oder Stücke von Kies mit einem Durchmesser von 50 bis 600 mm sein, z. B. Geröllsteine, die bis zu 80kg wiegen. Das verwendete Bitumen kann ein asphaltisches Bitumen sein, das im allgemeinen zum Strassenbau verwendet wird. Teer und Pech und Gemische aus Teer und asphaltischem Bitumen können ebenfalls verwendet werden. Asphaltische Bitumina des geblasenen Typs sind ebenfalls gut geeignet, wie auch natürliche Asphalte. Auch Gemische aus Bitumen und schweren Kohlenwasserstoffölen sind brauchbar. Die groben Steine werden zuerst getrocknet oder/ und einer Temperaturregelung unterworfen werden, bevor sie mit der asphaltischen Mischung vereinigt werden, wenn dies für die gewünschte Festigkeftseigenschaf ten des Endproduktes vorteilhaft ist. So ist es im Winter ratsam, beispielsweise die Temperatur der Steine auf mindestens 10 bis 300 zu erhöhen. Erforderlichenfalls können die Steine einer Vorbehandlung unterworfen wenden; sie können beispielsweise mit einer Schicht aus Bitumen oder einem Grundierüberzug versehen werden. Zu diesem Zweck können sie z. B. nach dem Trocknen in einen Raum geführt werden, in welchem Bitumen oder ein anderes Produkt versprüht wird. Die groben Steine, welche vorbehandelt worden sein können oder nicht, können mit der heissen Mischung in einer Mischtrommel vermischt oder auf andere Weise zu einem zusammenhängenden Ganzen vereinigt werden. Das Mengenverhältnis zwischen groben Steinen und heisser Mischung wird in Abhängigkeit von dem Zweck, für welchen das Baumaterial verwendet werden soll, gewählt. Grobe Steine und heisse Mischung werden vorzugsweise in solchen Verhältnissen gemischt, dass die heisse Mischung die leeren Räume, welche zwischen den groben Steinen vorhanden sind, annähernd oder vollständig füllt. Im allgemeinen kann angenommen werden, dass ein Stapel aus leichten Geröllsteinen, die bis 2U 80 kg wiegen, 40% des Volumens an Hohlräumen enthält. Sehr gute Ergebnisse wenden nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhalten, wenn die groben Steine der heissen Mischung in einer bestimmten Gradation zwischen 50 und 600 mm zugegeben werden. Wenn die Steine in Haufen von 50 bis 200 mm (fein) und von 200 bis 600 mm (grob) aufgeteilt werden, ergibt sich ein gutes Mischungsverhältnis bei 1 Teil fein auf 2-3 Teile grob. Das erfindungsgemässe Verfahren kann ohne Schwierigkeit kontinuierlich durchgeführt werden. Das nach dem neuen Verfahren erhaltene Endprodukt kann nach weit variierenden Methoden, die an sich bekannt sind, aufgearbeitet werden, z. B. mit Hilfe von Kipp-Lastkraftwagen, die das Material anfahren, worauf es beispielsweise mit Hilfe von Greifern an den Bestimmungsort gebnacht wird. Der Transport an die Verwendungsstelle mit Kipp-Prähmen oder Lastkähnen ist ebensogut möglich wie der Transport in Spezialförderkübeln, welche an der gewünschten Stelle durch die Krane direkt entleert werden können. Die Temperatur, bei welcher das erfindungsgemäss hergestellte bituminöse Gemisch angewandt wird, ist sehr wichtig. Sie muss so niedrig sein, dass die heisse Mischung nicht zwischen den groben Steinen unmittelbar nach dem Aufbringen des Gemisches hindurchfliesst. Es ist daher ratsam, das Endprodukt bis zu einem ausreichenden Grad abkühlen zu lassen, bevor es angewandt wird. Es ist gefunden worden, dass man das Produkt mindestens auf eine Temperatur unter 900 abkühlen lassen muss, wenn ein asphaltisches Bitumen verwendet wird. Das bituminöse Gemisch kann auch in solcher Weise angewandt werden, dass Formeinheiten vorfabriziert werden, durch Füllen einer Form mit dem heissen Gemisch, das nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren erhalten worden ist. Man kann das Produkt in der Form abkühlen lassen und nach dem Abkühlen wird ein fester asphaltischer Körper erhalten, welcher die Abmessungen der verwendeten Form hat. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass das Kühlen während des Transportes wider gefüllten Form erfolgen kann. Gewünschtenfalls kann die Masse mechanisch zusammengepresst werden, nachdem sie in die Form eingebracht worden ist. Die zu füllende Form ist beispielsweise ein Kübel von Pyramidenstumpfform, dessen Basis durch das kleinere den beiden Rechtecke gebildet wird. Der Kübel ist mit zwei Abschlussdeckeln versehen. Nachdem der Kübel gefüllt worden ist, werden die Deckel geschlossen und man lässt das Material abkühlen. Dieses Abkühlen kann zweckmässig erfolgen, während Gussform und Inhalt zu der Baustelle gebracht werden, wo die Formlinge angewandt werden sollen. Diese können leicht in ihre Stellung gebracht werden, indem man den Kübel mit nach oben gerichteter Unterseite entleert. Mit solchen Pyramidenstumpfformen erhaltene Formlinge gleiten leicht aus dem Kübel. Geeignete Abmessungen für einen Kübel sind: Basis 2 X 2 m; Höhe 1,5 m. Grössere Formen können verwendet werden, aber das Kühlen der Einheiten erfordert dann zuviel Zeit.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung eines bituminösen Ge- misches, dadurch gekennzeichnet, dass man grobe Steine mit einem Durchmesser von 50 bis 600 mm mit einem heissen Gemisch aus einem Bitumen und einem mineralischen Zuschlagstoff von feiner Körnung versetzt.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der heisse asphaltische Mörtel eine Temperatur von 60 bis 1800, vorzugsweise von 100 bis 1400, hat.2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass 2-3 Teile Steine mit einem Durchmesser von 200 bis 600 mm auf 1 Teil Steine mit einem Durchmesser von 50 bis 200 mm verwendet werden.3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die groben Steine vorher getrocknet werden.4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die groben Steine vorher mit Bim- men überzogen werden.5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die groben Steine und der heisse Mörtel in solchen Verhältnissen gemischt werden, dass die Mörtelmasse im wesentlichen oder vollständig die leeren Räume zwischen den groben Steinen ausfüllt.PATENTANSPRUCH II Verwendung, insbesondere in der Wasserbautechnik, des nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellten Gemisches, Idadurch gekennzeichnet, dass eine Form mit dem Gemisch gefüllt wird, und dass man das Gemisch in dieser Form abkühlen lässt und die Form darauf entleert.UNTERANSPRUCH 6. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Form ein Pyramidenstumpfkübel ist, dessen Basis durch das kleinere der beiden parallelen Rechtecke gebildet wird.
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